Klinikwahrheiten - Bewertung einsehen

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus - Dresden | |
| Nr. der Bewertung: | 9051-1025 (Hits: 3304) |
| Autornickname: | Carolin87 (Private Nachricht senden) |
| Klinik: | Universitätsklinikum Carl Gustav Carus |
| Stadt: | 1307 Dresden |
| Fachrichtung: | |
| Tätigkeit: | Augenheilkunde |
| Zeitpunkt: | 2008 |
| Chefarzt: | Prof. Dr. med. Lutz Pillunat |
| Bundesland: | |
| Note Arbeitsklima: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Arbeitsklima: | Ich war auf der Spezialstation S4 für Glaukomdiagnostik, es ist gleichzeitig die Station für die Privatpatienten. Die Schwestern sind supernett! Eine Schwester hat sich besonders um mich gekümmert und dafür gesorgt, dass ich viel bei den Ärzten hospitieren durfte und alle Bereiche der Augenklinik aus ärztlicher Sicht kennenlerne (Sehschule, Angiographie, uvm.). An zwei Tagen war ich mit im OP, auch darum hat sie sich gekümmert. Die Assistenzärzte haben mir das "Du" angeboten, als sie erfuhren, dass ich Medizin studiere. Ich durfte mir ihre Aufnahmeuntersuchungen mit ansehen und sie haben mir viel erklärt/gezeigt. Einige Techniken durfte ich auch selbst durchführen. Die zwei Tage im OP waren sehr interessant! Ich habe drei verschiedenen Oberärzten über die Schulter geschaut und sie haben meist Fragen gestellt/Sachverhalte erklärt, was einen tollen Lerneffekt hatte. |
| Kommentar Weiterbildungsangebot: | Gab es für Praktikanten nicht. |
| Kommentar Forschung: | Die Augenklinik hat drei Forschungsgruppen. Schwerpunkte sind unter anderem Glaukom und Retina, davon hat man aber im Pflegepraktikum nichts mitbekommen. |
| Note Zeit: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Zeit: | Es gab drei mögliche Schichten: Früh-, Zwischen- oder Spätdienst. Zum Frühdienst musste ich erst 7 Uhr da sein. Normalerweise waren 8,5 Stunden pro Tag vorgesehen, ich durfte aber fast immer 1-2 Stunden eher nach Hause gehen, es sei denn, ich wollte freiwillig länger bleiben, weil ich bei den Ärzten/im OP hospitiert habe. Ich hatte einmal ein ganzes Wochenende Dienst, dafür dann Montag/Dienstag frei. Wenn man diskutiert hätte, hätte man da auch nicht kommen müssen. |
| Kommentar Bezahlung: | Das Pflegepraktikum wird nicht bezahlt. Wäsche wird gestellt. Theoretisch hätte ich mir Wäsche aus der Schwesternschule holen müssen, aber letztendlich hat es auch niemanden interessiert, dass ich die normale Schwesternkleidung angezogen habe. |
| Kommentar Karriere: | Ich glaube, die Karrierechancen sind recht gut. Man sollte aber PJ in der Augenklinik machen, das verbessert die Chancen auf eine Assistenzstelle ungemein. |
| Note Ausbildung: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Ausbildung: | Die pflegerischen Aufgaben gingen gegen Null (dagegen hatte ich nichts einzuwenden ;) ). Da es die Privatstation war, musste ich noch nicht mal Betten machen/Essen ausgeben, dafür gab es extra Personal. Meine Aufgaben waren Blutzuckerkontrolle, Kreislaufkontrolle und Augentropfen geben vor der allmorgendlichen Augeninnendruckmessung. Ich habe mich meist allein um die Patientenaufnahmen gekümmert und die neuen Patienten dann auch in der Übergabe an die nächste Schicht vorgestellt. Wie schon im Text "Arbeitsklima" beschrieben, war ich viel bei den Ärzten, habe dort viel gesehen und gelernt. Durch dieses Pflegepraktikum habe ich mich praktisch schon auf die Richtung Augenheilkunde "eingeschossen". Zugegebenermaßen gab es auch Tage, die recht langweilig waren. Ich konnte ja dann doch nicht jede freie Minute zu den Ärzten und es gab wirklich fast nichts zu tun auf der Station. Ich habe im Verlauf der 4 Wochen an insgesamt 3 Tagen bei einer Oberarztsekretärin Akten sortiert...Das war zwar nicht so interessant, aber die anderen Dinge haben das 100x aufgewogen! |
| Note Betreuung: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Betreuung: | Ich hatte immer die Möglichkeit, die Schwestern anzusprechen und mit meinen Fragen zu löchern. Auch die Assistenzärzte haben mir immer geduldig zugehört und mir ihre Arbeit erklärt bzw. mich selbst die eine oder andere Untersuchung ausprobieren lassen. Auch die Oberärzte, vor denen man als mickriger Praktikant ja einen Heidenrespekt hat, waren locker und haben mir auch während ihrer OPs viel erklärt. |
| Gesamtnote: | 1 - sehr gut |
| Abschließender Kommentar: | Dieses Pflegepraktikum war toll! Man sollte sich für Durststrecken ohne Arbeit etwas mit auf Station nehmen (fachbezogen, sonst wirkt das ziemlich merkwürdig). Wenn man sich nicht so richtig für Augenheilkunde interessiert, sollte man hiervon besser die Finger lassen! Letztendlich hat die Hospitation bei den Ärzten das Praktikum lohnens- und empfehlenswert gemacht. |
Redaktioneller Tipp
Auf dem Weg zum Facharzt für Augenheilkunde stellen sich viele Fragen im Hinblick auf die Anforderungen, die sich aus der Weiterbildungsordnung ergeben. Welche Pflichtfächer muss ich belegen? Wie lange dauert die Weiterbildung?Redaktioneller Tipp
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