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Klinikwahrheiten - Bewertung einsehen

Universitätsklinikum Mainz - datenschutzerklaerung_check=[24] - Mainz

Nr. der Bewertung:9051-1213 (Hits: 19)
Autornickname:Future_med_student (Private Nachricht senden)
Klinik:Universitätsklinikum Mainz
Stadt:55128 Mainz
Fachrichtung:datenschutzerklaerung_check=[24]
Tätigkeit:Neurochirurgie
Zeitpunkt:2020
Chefarzt:Prof. Ringel
Bundesland:keine Bezahlung
Note Arbeitsklima:5 - mangelhaft
Kommentar Arbeitsklima:Ich fand, dass man als Krankenpflegepraktikant (der Medizin studieren möchte) absolut nichts zu lachen hat. Ständig wird man behandelt wie jemand der hinter dem Mond lebt. Dem man nichts vernünftig erklären kann ohne ihn dabei von oben herab zu behandeln. Natürlich ist nicht jeder Tag wie der andere, jedoch ist das Arbeitsklima insgesamt erschreckend unkollegial. Ärzte sowie Pfleger lassen es einen ständig spüren, dass man nicht dazugehört. Bei nachfragen reagiert die Schwester extrem genervt und schroff, sodass man es sich nächstes mal besser überlegt, ob es noch eine Frage gibt. Ärzte grüßen oftmals nicht zurück, sei es aus Stress oder weil sie denken, dass sie etwas besseres sind, wer weiß.
Note Weiterbildungsangebot:5 - mangelhaft
Kommentar Weiterbildungsangebot:Aus meiner Sicht war das Weiterbildungsangebot mangelhaft. Es gibt kein System wie man Praktikanten in die Abläufe einbindet, geschweige denn ihnen etwas beibringt. Man fühlt sich sehr schnell als kostenlose Arbeitskraft, die öfter als einem lieb ist im Weg steht und allenfalls geduldet wird. Angemotzt wird man sehr schnell, bietet sich auch an wenn man das kleinste Licht in der Klinikhierarchie ist.
Kommentar Forschung:Soviel ich mitbekommen habe, findet so gut wie keine nennenswerte Forschung statt. Zumindest habe ich davon nichts mitbekommen.
Note Zeit:5 - mangelhaft
Kommentar Zeit:Bei mir war die Regelung zehn Tage arbeiten und dann vier Tage frei. An und für sich normale Arbeitszeiten, ab und an wurde man früher als üblich nach Hause geschickt. Allerdings wurde auch erwartet, dass man morgens teilweise alle Patienten der Station durchmisst (Vitalzeichenkontrolle).
Bezahlung:Pflegepraktikum
Kommentar Bezahlung:Als Krankenpflegepraktikant an der Uni Mainz bekommt man keinen Cent für (in meinem Fall) 62 Arbeitstage à 8 Stunden. Für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln eine bitterer Beigeschmack.
Auch gibt es für das Pflegepersonal und somit auch für die Praktikanten keine anderen Leistungen wie zum Beispiel Mittagessen oder Frühstück. Übrig gebliebenes Patientenessen darf, auch nicht immer, gegessen werden.
An einem Tag sagte mir eine Schwester (als ich ein übriges Patientenessen aß), dass dies Diebstahl sei und nachdem ich entgegnete, ein Arzt habe kurz zuvor auch zugegriffen, dass dies aufgrund der beruflichen Stellung nicht vergleichbar sei. Ich habe sie einer heuchlerischen Doppelmoral bezichtigt und in Ruhe weitergegessen. An anderen Tagen wurde ich aber angewiesen das übrig gebliebene Essen in die Aufenthaltsräume zu stellen.
Note Karriere:5 - mangelhaft
Kommentar Karriere:Soviel wie ich mitbekommen habe, herrscht unter den Angestellten (Pfleger sowie Ärzte) hohe Konkurrenz. Ich würde die Situation unter den Ärzten jedoch extremer einschätzen. Ob man Karriere macht hängt im Wesentlichen davon ab, ob man Förderer hat die einen unterstützen. Manche Assistenten kommen einem vor wie eine Fahne im Wind, hin und hergerissen alles und jedem gerecht zu werden, ohne jedoch einen konkreten Plan zu haben. Generell wurde mir gesagt, dass es nicht schwierig sei als Arzt eine Stelle zu bekommen, da die Arbeitsbedingungen so schlecht seien, dass viele junge Leute lieber etwas anderes machen würde (siehe Work-Life-Balance).
Note Ausbildung:5 - mangelhaft
Kommentar Ausbildung:So gut wie in jeder Schicht gab es neue Kollegen. Einen festen Ansprechpartner zu haben war so nicht möglich. Oft wurde man als Springer eingesetzt und somit musste man sich gezwungenermaßen mit mehreren Kollegen auseinandersetzen. Jeder hat seine eigene Art und Weise wie er Dinge erledigt und somit bekommt man ein und die Gleiche Aufgabe in der Umsetzung auch unterschiedlich beigebracht. Nervig wird es, wenn man am arbeiten ist und plötzlich kommt ein examinierter Pfleger und möchte einem zeigen wie das denn „richtig“ gemacht werden muss. Wenn man jedoch vorher fragt ob man etwas so oder so machen soll hört man oft, dass man dies für sich selbst entscheiden muss. Belehrt wurde ich jedenfalls ständig, bestimmt mehrmals pro Tag. Ab und zu kam es auch zu direkten Konfrontationen zwischen mir und den Pflegekräften. Dies mündete dann nicht selten in eine überdurchschnittlich laute Diskussion an dessen Ende es oftmals der Fall war, dass die examinierten Pfleger (meist Frauen) anfingen zu weinen und wie kleine Kinder trotzten. Das waren dann anfänglich banale Dinge und schaukelte sich immer weiter hoch, wobei anzumerken ist, dass die Gegenseite stets auf ihr Recht beharrte und der Praktikant als fachlich unwissend (was man natürlich ist) dargestellt wurde. Die Problematik war nur, dass es zu Beginn einer Diskussion oftmals nicht um fachliches Wissen ging sondern eher darum wer was zu wem gesagt hat. Beispielsweise wurde ich durch lautes Geschrei aus dem Aufenthaltsraum zitiert, ich solle nun sofort dies und jenes tun, man habe es mir schließlich schon mehrmals vorher gesagt (was aber nicht stimmte). Jeder vergisst mal etwas, gesteht es sich dann auch schnell ein und erledigt die vermeintlich in Vergessenheit geratene Aufgabe. Jeder kennt aber auch die Situation in der man sich absolut sicher ist, dass einem dies oder jenes NIE gesagt worden ist. Für mich reine Schikane, was ich mich Streitlust beantwortete. Ich kann jedem nur nahe legen sich absolut nichts gefallen zu lassen.
Note Betreuung:5 - mangelhaft
Kommentar Betreuung:Die Betreuung während der Zeit die man auf Station verbringt ist miserabel (s.o).
In Ruhe gelassen wird man erst, wenn man den Leuten vor den Kopf stößt und klar macht, dass die sich mit einem nicht alles erlauben können.
Gesamtnote:5 - mangelhaft
Abschließender Kommentar:Im Gesamten fand ich, dass das Pflegepraktikum einen guten Einblick in den Tagesablauf eines Pflegers, aber auch eines Arztes auf einer chirurgischen Station bietet (auch wenn dieser alles andere als schön ist). Man braucht natürlich nicht zu denken, dass man eine super Betreuung erfährt. Teilweise arbeitet man mit emotional abgestumpften Menschen die davon überzeugt sind, dass es für manche Patienten besser sei zu sterben. Wer Interesse an einem chirurgischen Fach hat und zudem eine „dicke Haut“, dem empfehle ich es trotzdem in so ein „Haifischbecken“ einzutauchen. Danach sieht man ein Fach wie Neurochirurgie vielleicht noch einmal ganz anders. Ansonsten macht das KPP lieber auf einer nicht-chirurgischen Station mit weniger Pflegeaufwand. LG


Redaktioneller Tipp


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