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Facharztprüfungprotokoll detail

 
Prüfungsprotokoll:
 
Ort/Uni:  München, Ludwig-Maximilians-Universität
Fach:  Innere/Allgemeinmedizin/Hausarzt
Prüfer:  Dr. med Name nicht mehr bekannt
   
Atmosphäre:  eher locker
Dauer:  0 Std.
Note:  0
Vorgespräch:  nein
Kleidung:  Kostüm
Gespräch: 
Die Prüfungsprotokolle hier haben mir Sicherheit für die Prüfung gegeben, daher möchte ich meine Erfahrungen von gestern auch gerne weitergeben.

Die Atmosphäre war sehr entspannt und angenehm, ich wurde freundlich-kollegial begrüßt, ein Vorsgespräch gab es nicht wirklich, ich wurde nur gefragt, ob ich einverstanden sei, wenn die Prüfung aufgezeichnet wird - war ich.

Los ging es mit einem Fall: Mann, knapp 60, Tennisspieler ruft zum Hausbesuch wegen anhaltender brennender Schmerzen in der Brust - was tun Sie?
Vitalzeichen messen.
EKG wenn vorhanden. War dann ein klassicher ST-Hebungsinfarkt.
Dann genaues Vorgehen in dieser Situation.
Frage wie häufig kardiale Ursache bei thorakalen Schmerzen in der Allgemeinarztpraxis?
15-20%. Hab noch den Marburger Herzscore erwähnt, fand der Prüfer sehr gut.

Nächster Fall war ein 3jähriges Kind mit Ohrenschmerzen und Fieber. Klassiche Otitis media.
Fragen:
Welche Diagnostik? Was sieht man bei Otoskopie?
Welches Vorgehen? AB kann erstmal warten, außer Zustand schlechter und wenn Kind unter 2 Jahren, dann gibt man großzügiger AB.
Welche Erreger häufig? Pneumokokken (durch Impfung jetzt seltener).
Welche Komplikationen möglich?

Dann kurz über Impfungen: Td - wann Pertussis dazu? Pertussis (Boostrix) auch, wenn erst ein Jahr zuvor Td erhalten? Ja, kein Problem, nur Lokalreaktion evtl. etwas stärker.
Wen gegen MMR impfen?
Warum derzeit wieder mehr auf vollständige Polioimpfung achten? Flüchtlinge aus Syrien.

Und zuletzt vier Sonobiler mit Leberraumforderungen. Wollten keine große Beschreibung, gleich die Verdachtsdiagnose. War ein HCC, ein Hämatom (ich bekam den Tipp, dass der Patient einen Unfall hatte), eine Metastase und ein Hämangiom.

Und das wars dann auch schon, hat bloß knapp 20 min gedauert. Ich wurde bei jeder richtigen Antwort durch ein freundliches Nicken bestärkt, die Prüfer haben auch gerne selbst noch etwas dazu erklärt, so dass ich es wirklich als das kollegiale Gespräch empfunden habe, das es sein soll.

Gelernt habe ich anhand des 50-Fälle-Buches und hab dazu teilweise im Praxisleitfaden und im Herold nachgelesen. Dazu die Leitlinien (Kurzversionen!) und das aktuelle Stiko-Bulletin und den Impfkalender.
Wäre sicher auch mit weniger gegangen, aber so konnte ich recht sicher in die Prüfung gehen.

Man muss wirklich keine Angst haben, es wird einem geholfen und man darf auch zugeben, wenn man eine Antwort nicht weiß.
Viel Erfolg!

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