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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seid ihr gegen Grippe geimpft?



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nie
01.11.2018, 13:11
Ich hab ingesamt auch eher wenig Hemmungen, was Nadeln, Spritzen etc. angeht.
Aber i.m. Spritzen hab ich irgendwie nie richtig gelernt und mache es auch wirklich selten. Da war mir die ersten Male, die ich jemanden geimpft habe, schon ein bisschen unwohl. Mittlerweile macht mir das aber auch wenig aus.

roxolana
01.11.2018, 13:40
Ich hab i.m. auch noch nie gespritzt und würde mich sicher unwohl dabei fühlen. S.c. habe ich sowohl an mir selbst als auch an Patienten schon oft genug gemacht, da habe ich keine Probleme mit.

tragezwerg
01.11.2018, 13:52
Bei der Arbeit ist s.c. oder i.m. bei mir ja ne Rarität (Anästhesisten wollen ja immer was mit ordentlichem Flow), aber dank mehrerer impflastiger Famulaturen in der Päd mach ich es zumindest bei Angehörigen für Impfungen etc. regelmäßig. Am Oberarm kann ja auch nix schief gehen.
Überwinden muss ich mich mittlerweile gar nicht mehr bei irgendwelchen Punktionen, auch intraossär klappt routiniert.

Heerestorte
01.11.2018, 15:21
Ich habe bis vor kurzem noch nie i.m. gespritzt, aber da ich grad im Hausarztblock bin, habe ich in der letzten und diese Woche ungefähr um die 50 Impfungen verabreicht :-))
Einmal zugeschaut und dann nachgemacht, keine Hemmungen gehabt.
Kurzen Prozess machen ist glaub auch weniger schmerzhaft, als wenn man die Nadel langsam zögerlich in den Deltoideus schiebt.

WackenDoc
01.11.2018, 15:30
An sich ist die Technik ja sehr einfach. Ganz wichtig ist, dass man tastet, ob der Muskel entspannt ist. Da braucht man ausreichend Geduld. Und dann senkrecht zur Oberfläche beherzt reinstechen- ich hab noch gelernt bis ca. 1/2cm Nadel draußen ist- hängt aber von der Länge der Nadel und Konstitution des Patienten ab. Und dann langsam bzw. nicht zu schnell spritzen. Aber auch die Nadel ewig drin lassen. Aspirieren tut man beim Impfen nicht mehr.
Danach Pflaster drauf und fertig. Nicht verreiben oder drücken.
Desinifizieren nicht vergessen.

Wenns blutet 1-2 min Druck mit dem Tupfer.

vanilleeis
01.11.2018, 15:53
Kein Aspirieren mehr??

WackenDoc
01.11.2018, 16:01
Zumindest bei Impfungen nicht. Guggsu das EpiBul 34/18- da gibt es ein Kapitel zum schmerzarmen Impfen.
Das Risiko einer intravaskulären Injektion ist wohl nicht so groß. Naja- da oben ist ja auch kein Gefäß was groß genug wäre, dass man es treffen und da reininjizieren könnte.

vanilleeis
01.11.2018, 16:05
Ach danke, das wusste ich nicht

Eilika
01.11.2018, 16:17
Das wusste ich jetzt auch noch nicht...

annekii
01.11.2018, 16:51
Das gilt aber nur bei i.m. und zügig spritzen sollte man auch für schmerzärmer.

Eilika
01.11.2018, 20:40
Naja. Sub cutan habe ich eh nie aspiriert...

annekii
01.11.2018, 20:50
Aber bei s.c. soll man doch. Es ist nur für die i.m. als nicht nötig und als nicht empfohlen zur Schmerzminderung geschrieben.

Relaxometrie
01.11.2018, 21:56
Und dann langsam bzw. nicht zu schnell spritzen.

und zügig spritzen sollte man auch für schmerzärmer.

:-oopss




Aber auch die Nadel ewig drin lassen.
Meinst Du "nicht ewig drin lassen"?

WackenDoc
01.11.2018, 22:03
Ja, nicht ewig drin lassen. Es gibt Leute, die langsam durch die Haut stechen und dann den Impfstoff reinjagen wie Adenosin bei ner Reentrytachykardie. Ok, gibt auch Leute, die ewig brauchen bis sie den Impfstoff drin haben. Da muss man irgendwie ein Gefühl für entwickeln.

annekii
01.11.2018, 22:30
Irgendwie kriege ich das 34/18 Epid. Bull gerade nicht geladen. das 34/17 sagt "Durch eine zügige Injektion können Schmerzen bei der intramuskulären Injektion reduziert werden." Ich bin schnell bei zügig und habe damit gute Erfahrungen insbesondere bei Kindern. Bei Kindern ist alles gut, was schnell vorbei ist.

Eilika
02.11.2018, 06:03
Bei niedermolekularen Heparinen und Insulin sub cutan wurde mir erklärt, dass man nicht aspiriert. Mit Pens geht es ja oft gar nicht und auch die Clexane Fertigspritzen wären da echt komplex in der Handhabung. Wir teachen auch die Patienten so....

roxolana
03.11.2018, 14:15
Irgendwie kriege ich das 34/18 Epid. Bull gerade nicht geladen. das 34/17 sagt "Durch eine zügige Injektion können Schmerzen bei der intramuskulären Injektion reduziert werden." Ich bin schnell bei zügig und habe damit gute Erfahrungen insbesondere bei Kindern. Bei Kindern ist alles gut, was schnell vorbei ist.

Ok, das überrascht mich jetzt. Wie gesagt, habe ich mit i.m. keine Erfahrung, aber s.c. musste ich mich schon öfter spritzen und da war der Schmerz immer direkt proportional zur Spritzgeschwindigkeit. Fast schmerzfrei bin ich mit der Methode gefahren, pro Atemzug nur 0,05 ml zu spritzen. Dauert zwar ewig, aber das war es mir wert.

belanglosigkeiten
03.11.2018, 14:44
Unser Uniskript von 2017 empfiehlt 2ml/min (Edit: für i.m., nicht s.c.).

Choranaptyxis
03.11.2018, 15:49
Ok, das überrascht mich jetzt. Wie gesagt, habe ich mit i.m. keine Erfahrung, aber s.c. musste ich mich schon öfter spritzen und da war der Schmerz immer direkt proportional zur Spritzgeschwindigkeit. Fast schmerzfrei bin ich mit der Methode gefahren, pro Atemzug nur 0,05 ml zu spritzen. Dauert zwar ewig, aber das war es mir wert.

Ich habe schon oft bei mir selbst und dann auch im KPP Patienten s.c. gespritzt. Bei ersterem hat es mir meine Tante erklärt, bei zweiterem eine Schwester, bei beiden war die Devise "halbwegs schnell" und die Patienten haben sich nie beschwert, dass es übermäßig weh tut, gab auch ab und an Komplimente, dass es eigentlich nicht spürbar war. Und bei mir selbst gab es dadurch auch nie riesige blaue Flecken. Aber aus dem Problem könnte man vermutlich mehr als nur eine Studie basteln.

roxolana
03.11.2018, 19:16
Vielleicht kommt es ja auch auf die individuelle Beschaffenheit des Fettgewebes an :-))

Ich habe mal spaßeshalber auf PubMed geschaut und natürlich gibt es Studien zu dem Thema... War ja klar. Jedenfalls wurde wohl weder für s.c. noch für i.m. ein Zusammenhang zwischen Injektionsgeschwindigkeit und Schmerzstärke festgestellt.