Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chancen und Risiko in der ZEQ
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humanikus
18.04.2019, 16:14
Die meisten Langzeitwartenden haben eben ihren TMS schon am Anfang ihrer Wartezeit in den Sand gesetzt. Die Leute mit gutem TMS hätten wahrscheinlich (wenn der Abi-Schnitt jetzt nicht ganz so schlecht war) irgendwo aufgrund des TMS-Ergebnisses einen Platz erhalten.
So nachdem der TMS jetzt durch ist. Was glaubt ihr welchen prozentrang braucht man mit 14/15 WS um über die ZEQ rein zu kommen?
swalle25
12.05.2019, 13:11
den Zuschlag gibts doch ab 70% oder nicht? Sowas konnte man jedenfalls mal bei der Uni Mainz lesen
70 Punkte. Also bestehensgrenze
LineBiene
23.05.2019, 12:53
Hallo zusammen,
ich habe immer fleißig mitgelesen, befand mich aber ehrlicherweise nach der „Reform“ in einer Schockstarre. Habe 2012 Abi gemacht, 2013 den TMS mit 116 Punkten absolviert. Eine medizinische Ausbildung habe ich nicht. Nachdem ich das Ganze habe sacken lassen, versuche ich gerade aus der Enttäuschung bzw. dem Rückschritt neuen Schwung zu gewinnen und beschäftige mich jetzt wieder Intensiv mit dem Studium und seinen Möglichkeiten. Lange Rede ... ich habe bzgl. der ZEQ die Übersicht der Uni Mainz herangezogen. Demnach erhalte ich für die WS 45 Punkte. Für den TMS meiner Rechnung nach 34,5 Punkte. Summa summarum also 79,5 von 100 Punkten zum SS 20. Denkt ihr, dass ich damit etwas reißen kann?
Lerne gerade parallel für den MedAT ... immerhin auch noch eine Lösung, mit der ich gut leben könnte...
Ich danke euch schonmal für eure Einschätzung. Mir ist durchaus bewusst, dass man keine konkreten Aussagen treffen kann. :-)
swalle25
23.05.2019, 13:05
Moin LineBiene.
Tut mir Leid, dass es dich so eiskalt erwischt hat, wie war deine DN? Ich mag dir nicht die Hoffnung nehmen, aber ich habe das Gefühl, das recht viele die Punkte für die Wartezeit und den TMS einstreichen, zusätzlich aber noch die 15 Punkte für die Ausbildung + die 2-3 für Berufserfahrung einstreichen, sodass der erforderliche Schnitt bei 95 - 98 Punkten liegen wird.
Vielleicht liege ich auch falsch, aber das ist meine Vermutung. An deiner Stelle, würde ich mich jetzt zu 400% auf den MedAT konzentrieren und abwägen, ob nicht doch ein, auf den ersten Blick, teures Privatstudium in Frage kommen würde. Die MSH Hamburg wäre da ein Kandidat, die 81k Studiengebühren evtl über Kredit finanzierbar. Wenn es dein Traum ist, Arzt zu werden, solltest du das erwägen.
Es ist leider nicht schön, aber der Staat hat leider sein Versprechen - Studienplatz durch Wartezeit - gebrochen.
LineBiene
23.05.2019, 13:14
DN 2,1...
Gibt es neue Quellen, aus denen hervorgeht, dass man für eine Ausbildung 15 Punkte erhält? Dachte, es wären 5...
Mit 116 TMS würde ich optimistisch sein. Das werden von den Wartern nicht viele geschafft haben.
Die DN ist für die ZEQ ja egal.
Und bevor ich um €81k in Hamburg studiere, würde ich um €30k in Rumänien studieren...
LineBiene
23.05.2019, 13:28
Danke, @davo...
swalle25
23.05.2019, 14:42
Tut mir Leid, ich habe mich versehen.Es sind tatsächlich 5P + 3P für zwei Jahre Berufserfahrung. https://www.studium.uni-mainz.de/bewerbungsverfahren-medizin-ab-sose-2020/ Durch dein gutes Abschneiden beim TMS könntest du evtl. die fehlenden 8 Punkte für die Ausbildung wieder reinholen.
Bitte verstehe mich nicht falsch, ich will dir nicht den Mut und bin selber alles andere als glücklich über diese Situation, ich wollte lediglich meine Einschätzung abgeben.
LineBiene
23.05.2019, 15:07
Alles gut, @swalle25. Ich habe ja um Feedback gebeten. Man wird sehen, ob es reicht. Ich wünsche es mir und freue mich für alle, bei denen es trotz der Reform vielleicht auch noch gerade so reicht durch WS, TMS, Ausbildung :-).
doro2000
23.05.2019, 23:34
DN 2,1...
Gibt es neue Quellen, aus denen hervorgeht, dass man für eine Ausbildung 15 Punkte erhält? Dachte, es wären 5...
Ist 116 dein TMS-Standardwert oder die Punktzahl?
Wenn das nämlich dein Standardwert (Prozentrang müsste dann bei dir doch über 90 sein, oder?) ist, könntest du es bei deiner Abinote mit Augsburg im AdH versuchen. Augsburg ist dieses Jahr neu, insofern kann man keine verlässlichen Prognosen machen, ABER: Dort gibt's eine spezielle Punkteformel, bei der die Abinote einen geringeren Einfluss hat.
LineBiene
24.05.2019, 12:01
@doro2000
Ich meine, es ist „nur“ die Punktzahl. Schaue aber später nochmal in die Unterlagen. Auf jeden Fall schon einmal danke für deinen Tipp!!!
SubOmniCanone
30.06.2019, 13:40
Hey,
Nach der Uni Mainz hat ja auch die Charité einen Entwurf zur neuen Eignungsquote veröffentlicht.
Darin steht
10% IB (individuelles Bewertungsvefahren der Hochschule)
Ergebnis TMS*
Gewicht 50%
Medizinischer Beruf laut Liste und mindestens EIN Jahr Berufstätigkeit
ODER
Freiwilliges Soziales Jahr o.ä.
(Mindestdauer 12 Monate!)
Gewicht: 35%
Preise und besondere herausragende Leistungen
Gewicht: 15%
Wartezeit
Gewicht: 45% (ab SoSe 2021 nur 30%)
1. Ich weiß nicht, ob ich da gerade nur auf dem Schlauch stehe, aber irgendwie werde ich aus der Gewichtung nicht wirklich schlau. Ich komme da auf insgesamt 145% :D
Weiß da jemand mehr?
2. Bis zu welchem Zeitpunkt wird üblicherweise Berufserfahrung angerechnet? Semesterbeginn oder Bewerbungsschluss?
Link (https://www.charite.de/fileadmin/user_upload/portal/studium/bewerbung/Neues_Vergabeverfahren_Medizin.pdf)
Zu 1:
Faszinierend. Ich hab mir gerade den Entwurf der Auswahlsatzung auf der Charité-Website angeschaut, nachdem die von dir verlinkte "in Kürze"-PDF-Datei ja wirklich etwas ungewöhnlich wirkt. Wenn ich § 19 (2) des Entwurfs richtig verstehe, bleiben die in § 5 erwähnten Prozentsätze der auch ab 2022 noch bestehen bleibenden Kriterien (TMS, Erfahrungen, Preise) tatsächlich konstant, aber es gibt einfach in den ersten vier Semestern zusätzlich noch einen weiteren, variablen Prozentsatz für die Wartezeit. Es müsste also tatsächlich so sein, dass in den ersten zwei Semestern der TMS 50/145 = 34,4% ausmacht und die Wartezeit 45/145 = 31,0%, und in den darauffolgenden zwei Semestern der TMS 50/130 = 38,5% und die Wartezeit 30/130 = 23,1%. Aber ob ich das richtig verstanden habe, weiß ich nicht :-)) Und außerdem handelt es sich ja bis dato nur um einen Entwurf.
Quelle: https://www.charite.de/fileadmin/user_upload/portal/studium/bewerbung/Entwurf-Absichterklaerung-Auswahlsatzung.pdf
Zu 2: Normalerweise bis zum Bewerbungsschluss.
SubOmniCanone
30.06.2019, 22:29
Zu 1:
Faszinierend. Ich hab mir gerade den Entwurf der Auswahlsatzung auf der Charité-Website angeschaut, nachdem die von dir verlinkte "in Kürze"-PDF-Datei ja wirklich etwas ungewöhnlich wirkt. Wenn ich § 19 (2) des Entwurfs richtig verstehe, bleiben die in § 5 erwähnten Prozentsätze der auch ab 2022 noch bestehen bleibenden Kriterien (TMS, Erfahrungen, Preise) tatsächlich konstant, aber es gibt einfach in den ersten vier Semestern zusätzlich noch einen weiteren, variablen Prozentsatz für die Wartezeit. Es müsste also tatsächlich so sein, dass in den ersten zwei Semestern der TMS 50/145 = 34,4% ausmacht und die Wartezeit 45/145 = 31,0%, und in den darauffolgenden zwei Semestern der TMS 50/130 = 38,5% und die Wartezeit 30/130 = 23,1%. Aber ob ich das richtig verstanden habe, weiß ich nicht :-)) Und außerdem handelt es sich ja bis dato nur um einen Entwurf.
Danke, das hatte ich nicht gefunden, hätte ich da jetzt aber auch so in der Art rausgelesen :-stud
Dann also einfach mal abwarten, bis das ganze serienreif wird :)
Zu 2: Normalerweise bis zum Bewerbungsschluss.
Gilt als Bewerbungsschluss die Ausschlussfrist für das Einsenden der Unterlagen (31. Januar) oder die Frist für die Antragstellung (15. Januar)? Letzteres wäre extrem ärgerlich, wenn viele Unis das wie in dem Entwurf der CUB handhaben :D
swalle25
01.07.2019, 11:43
Verliert ein TMS eigentlich an Gültigkeit? Ich habe meinen 2013 mit %-Rang 75 geschrieben. Nur falls das dieses Jahr wider Erwarten doch nichts werden sollte....
SubOmniCanone
01.07.2019, 12:26
Faszinierend. Ich hab mir gerade den Entwurf der Auswahlsatzung auf der Charité-Website angeschaut, nachdem die von dir verlinkte "in Kürze"-PDF-Datei ja wirklich etwas ungewöhnlich wirkt. Wenn ich § 19 (2) des Entwurfs richtig verstehe, bleiben die in § 5 erwähnten Prozentsätze der auch ab 2022 noch bestehen bleibenden Kriterien (TMS, Erfahrungen, Preise) tatsächlich konstant, aber es gibt einfach in den ersten vier Semestern zusätzlich noch einen weiteren, variablen Prozentsatz für die Wartezeit. Es müsste also tatsächlich so sein, dass in den ersten zwei Semestern der TMS 50/145 = 34,4% ausmacht und die Wartezeit 45/145 = 31,0%, und in den darauffolgenden zwei Semestern der TMS 50/130 = 38,5% und die Wartezeit 30/130 = 23,1%. Aber ob ich das richtig verstanden habe, weiß ich nicht :-)) Und außerdem handelt es sich ja bis dato nur um einen Entwurf.
Danke, die hatte ich nicht gefunden, würde ich da aber auch irgendwie so herauslesen :-stud
Also einfach mal abwarten was die Serienreife bringt :D
Zu 2: Normalerweise bis zum Bewerbungsschluss.
Gilt hier dann der Einsendeschluss für die Antragstellung (=15.01.) oder die Ausschlussfrist für das Einsenden der Unterlagen (=31.01.)? Ersteres wäre für mich extrem ärgerlich, wenn viele Unis ein Jahr Berufstätigkeit voraussetzen :D
Verliert ein TMS eigentlich an Gültigkeit? Ich habe meinen 2013 mit %-Rang 75 geschrieben. Nur falls das dieses Jahr wider Erwarten doch nichts werden sollte....
Durch den Standardwert sollte der Test doch eigentlich über die Jahre hinweg vergleichbar bleiben und genauso angerechnet werden, oder nicht? :-nix
Ich melde mich auch mal zu Wort bezüglich eurer Einschätzung.
Abi 2013 und eigentlich nächstes Jahr relativ sicher mit 14 WS drin. TMS hatte ich aufgrund der Wartezeit vorerst nicht gemacht. Das musste ich jetzt dieses Jahr nachholen und leider komplett versemmelt (Ich weiß nicht woran es gelegen hat). Ausbildung und Berufstätigkeit habe ich, würde laut dem aktuellen Stand aus Mainz also mit 50/100 Punkten an den Start gehen. Und das bei nur noch 10% der Plätze.
Ich gehe aktuell davon aus, dass es das für mich war, da es auch 2021 auf keinen Fall besser werden kann.
Es ist einfach dermaßen frustrierend mit dieser neuen Quote, aber es gibt nun mal immer Leute, die bei Neuerungen unter die Räder kommen.
Auch ich bin derzeit total verunsichert.. habe den tms leider auch, trotz intensiver Vorbereitung, mit 66% eher durchschnittlich geschrieben.
In Mainz hätte ich zum WS 2020 mit 14 Wartesemestern + GuKp + Berufserfahrung + TMS (25,5 Pkt) einen Gesamtscore von 75,5 Pkt.
Trotz des nicht hoch bornierten TMS klingt das erstmal nach einer soliden Punktzahl, aber leider fehlen einem logischerweise solide Vergleichswerte.
Es ist wirklich zum verrückt werden. Ich werde nächstes Frühjahr auch meine Bewerbungen für Osteuropa fertig machen, auch wenn ich mich dafür verschulden (50k ?) muss.
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