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Trüffel
24.07.2020, 10:16
Im Übrigen habe ich auch nichts davon gesagt, dass ich das spezifisch auf den Assistenzarzt oder auf pflegerische Personalführung beziehe.
Doch. Du hast quasi wortwörtlich geschrieben, dass du den Arzt pauschal in einer höheren Verantwortung siehst, solche Situationen zu managen, weil er ja besser bezahlt wird. Das ist und bleibt meiner Ansicht nach grober Unfug. Auf Ad-hominem-Argumente gehe ich nicht groß ein. Du weißt nicht, wieviele Jahre Erfahrung ich mit Team-Arbeit habe; allerdings in einem gesunden System außerhalb der Medizin, wo Team-Arbeit wirklich Team-Arbeit ist, und nicht bloß so genannt wird. Es ist kein Geheimnis, dass sich in der Medizin pathologische Zustände halten, weil sie über viele Jahre und Jahrzehnte eine Art Normativierung erfahren haben. Wenn du der Meinung bist, man käme nach einigen Jahren in der Medizin zwangsläufig zu dem von mir kritisierten Schluss, dann zeugt das für mich primär von Resignation, weniger von Altersweisheit. Gute Personalführung heißt nicht, das eigene Team mehr Schlucken zu lassen, einfach nur weil es mehr schluckt ohne zu mucken, weil Ärzte alles schlucken ohne zu mucken. Das funktioniert leider oft, wird dadurch aber kein Stück gerechter.


Viele die hier schreiben und lesen, sind ja auch nicht mehr in diesen Positionen. Es geht vielmehr um Arbeiten in einem Team, und da hat definitiv jeder seinen Beitrag, auch der Arzt seinen Beitrag zu leisten.
Da stimme ich zu. Das war aber nicht deine Aussage. Hier ist wieder die erwähnte internalisierte Asynchronität. Diskutiert wurde, ob der Arzt mehr Beitrag zu leisten hat. Jetzt argumentierst du plötzlich, er hätte auch (s)einen Beitrag zu leisten. Das war aber niemals strittig.

(Im Übrigen sind Ärzte und Pfleger nicht "ein Team". Das ist vermutlich wieder politisch inkorrekt, das so offen zu sagen. Aber wenn unterschiedliche Berufsgruppen mit unterschiedlicher Qualifikation, unterschiedlichen Aufgabenbereichen, unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und eigenen, voneinander unabhängigen Leitungen agieren, dann sind das zwei Teams, die kooperieren.)

morgoth
24.07.2020, 10:30
Ich danke dir für deinen Beitrag, den ich hiermit zur Kenntnis genommen habe.

Moni Ka
24.07.2020, 10:39
Ich denke als neue Assistent Ärztin oder Arzt hat man am Anfang überall Schweigkeiten auch mit den PJler, die sich manchmal auch verweigern zum Beispiel Blut ab zunehmen oder einen Brief zu faxen.
Hoffentlich verdient man irgendwann nach Jahren Rezpekt

Trüffel
24.07.2020, 10:42
Ah, die Mauer. Eine echte Stilblüte. :) Du bist OA laut Profil? Das heißt, du bist für Personalführung angestellt. Der Assistenzarzt nicht. Wenn deine Assistenten von der Pflege angegangen werden, ist es dein Job, zu mitigieren. Übrigens erstmal völlig unabhängig von einer etwaigen Schuldfrage. Schiebst du das Problem einfach auf die Assistenten ab, wirst du deiner Führungsposition nicht gerecht. Das ist genau das hier von mehreren Assistenten beklagte „es interessiert einfach keinen“. Denk mal drüber nach.

morgoth
24.07.2020, 10:47
🙂 Ich habe heute Geburtstag, wenn dich mein Profil interessiert, kannst du mir ja per PN gratulieren.

Atana
24.07.2020, 11:05
Ansonsten: vor allem neue Kollegen werden gern erstmal getestet, gelästert wird sowieso überall irgendwie (ich nehm mich da gar nicht aus) und man muss sich seine Position erstmal erarbeiten...

Ich dachte, man wird nur in Gefängnissen der USA von seinen Kollegen "getestet"... :-))

Bonnerin
24.07.2020, 11:07
Ich denke als neue Assistent Ärztin oder Arzt hat man am Anfang überall Schweigkeiten auch mit den PJler, die sich manchmal auch verweigern zum Beispiel Blut ab zunehmen oder einen Brief zu faxen.
Hoffentlich verdient man irgendwann nach Jahren Rezpekt

Was für ne Aussage. Wirklich von mir aus BE verweigert als PJler habe ich 1. Der Patient war völlig delirant und hatte bereits zwei Schwestern so massiv verletzt, dass es zu einer Kieferfraktur gekommen ist. So jemand ist als Studierende ohne Krankheitstage definitiv nicht meine Gehaltsklasse. Weitere BEs habe ich nicht gemacht, weil die Patienten es in Einzelfällen verweigert haben, sich von Studierenden pieksen zu lassen. Vermerk in die Akte, Röhrchen zum Stationsarzt. Und ja, natürlich faxt man auch mal Briefe, die man nicht selbst verfasst hat, aber das ist meiner Meinung nach eher Gefälligkeit als die Aufgabe eines PJlers.

Respekt bekommt man auch nach Jahren nicht geschenkt, den muss man sich erarbeiten (teils mehr, teils weniger hart). Natürlich wird es immer Ausnahmen geben, aber wenn man höflich mit dem Gegenüber umgeht klappen aber genau solche Gefälligkeiten sowohl von den Studierenden (Brief von wem anders faxen; in Warteschleifen hängen um Vorbefunde zu erfragen, Untersuchungen anmelden, Doku) als auch von der Pflege meist deutlich besser. Bis jetzt waren meine Probleme i.d.R. immer auf einzelne Personen beschränkt, mit denen aber mehr Leute als nur ich nicht klargekommen sind.

nie
24.07.2020, 11:08
🙂 Ich habe heute Geburtstag, wenn dich mein Profil interessiert, kannst du mir ja per PN gratulieren.

Herzlichen Glückwunsch :D

Ich komme ja auch aus dieser wunderbaren Parallelwelt, in der die Zusammenarbeit mit der Pflege wunderbar klappt und Probleme auf einzelne maligne Persönlichkeiten zurückzuführen sind, die auch in jeden andere Job anstrengend wären. Ich hatte weder im PJ noch als Berufsanfänger Stress mit der Pflege. Und mache mir auch einfach nicht zu viele Gedanken darum wer jetzt wann wem was zu sagen hat und wie jetzt die Hierachie ist und das ganze Standesdünkelgeschiss. Ich begegne jedem Mensch erstmal freundlich und respektvoll, mache meinen Job und fertig.


Und ihr wollte gar nicht wissen, was ich mir als Rettungsassistentin alles von Ärzten anhören musste. Das ist keinen Meter besser als das, was manche hier mit Pflegekräften erlebt haben. Menschen mit schlechter Kinderstube gibts überall, das beschränkt sich nicht auf einzelnen Berufsgruppen.

daCapo
24.07.2020, 12:03
Ich denke als neue Assistent Ärztin oder Arzt hat man am Anfang überall Schweigkeiten auch mit den PJler, die sich manchmal auch verweigern zum Beispiel Blut ab zunehmen oder einen Brief zu faxen.
Hoffentlich verdient man irgendwann nach Jahren Rezpekt

PJler sollen Briefe faxen und BE machen auf Zuruf? Komische Einstellung, man kann sie um Mithilfe bitten. Sehe diese Aufgaben nicht als primäre PJler Aufgaben an.
Die sollen einen Eindruck vom Fach bekommen, Untersuchungen lernen, Krankheitsbilder kennenlernen, Behandlungen begleiten. Wenn möglich Patienten unter Aufsicht selbst behandeln.




Ein Teil der Pfleger/Schwester sind unsicher (geworden), von Vorneherein keine Akademiker, unzureichend bis schlecht ausgebildet und gehen auf den Geist, möglicherweise weil sie selbst gerade gestresst, geschieden oder gelangweilt sind.


Es ist ein Alleinstellungsmerkmal von DE, dass die Pflege soviele medizinische Tätigkeiten abgegeben hat.



Im Übrigen schließe ich mich dem Post#12 weiter oben an, dass es ich durchaus als einen Teil unserer ärztlichen Verantwortung (mit entsprechend höherer Vergütung) ansehe, über solchen Dingen zu stehen und ansonsten ggfs. geeignete Schritte - zur Not auch für sich selbst - zu ergreifen.



Sehe das nicht so. Trüffel hat Recht.

John Silver
24.07.2020, 12:17
Alle, die irgendwie so gar nichts Schlechtes über Pflegekräfte, seien es nun einzelne Personen oder ganze Teams, zu berichten haben, haben evtl. eine bessere Anpassungsattitüde, das ist alles - schon mal daran gedacht? Es ist aber anderen eben nicht vorzuwerfen, wenn sie diese Attitüde nicht an den Tag legen (wollen). Ja, man eckt dann häufiger an; aber nicht jeder ist in der Lage, sich allseits „nett“ (bis devot!) zu verhalten, ohne die Integrität der eigenen Person zu gefährden. Diejenigen „ohne schlechte Erfahrungen“ erinnern mich an Eltern problemloser Kinder; statt sich einfach still zu freuen, fangen solche Eltern häufig an, die Eltern der „Problemkinder“ zu belehren. Manchmal sollte man einfach die Klappe halten und die Leute ihr Leid klagen lassen. Aber nee, wir wissen‘s ja besser.

Im Übrigen sollten alle Oberärzte und Chefärzte an die eigene Nase fassen und fragen, was sie dafür getan haben, dass es auf „ihren“ Stationen keine Konflikte gibt bzw. diese gelöst werden.

Assistenzärzte haben in der Tat so gut wie immer Reibungspunkte mit der Pflege. Das liegt gelegentlich auch an den jeweiligen Persönlichkeiten, aber meist einfach daran, dass beide Berufsgruppen unter immer größerem Druck stehen und dieser Druck nirgendwo entweichen kann. Es ist leider meist zu beobachten, dass die Pflege sich bei einem Konflikt schnell organisiert und eskaliert, wohingegen Ärzte, insbesondere die jüngeren, schnell von allen fallengelassen werden. Ich hatte zum Glück meistens Oberärzte, die sich eingeschaltet und vermittelt haben, wodurch sich die meisten Konflikte auch lösen ließen, denn eine Mediation bewirkt häufig mehr als ein Gespräch „unter vier Augen“. Aber ich kann mich bspw. an meinen allerersten Konflikt mit einer OP-Schwester erinnern. Ich war ein Frischling von der Uni; möglicherweise bin ich in irgendein Fettnäpfchen getreten - ist lange her, ich weiß es nicht mehr; ich wurde jedoch so unfassbar frech angegangen, dass ich gar nicht wusste, wie ich reagieren sollte (in normaler Gesellschaft bekommt man für ein solches Verhalten Zahnlücken). Ich bin also zu meinem Chef gegangen und habe mich beschwert. Die Antwort war, sie sei eine erfahrene Schwester, ich sei ein Anfänger, somit hätte ich einfach mal die Klappe zu halten, ich müsse da durch etc. Sehr hilfreich. Rückblickend weiß ich, dass er weder Lust noch Eier genug hatte, um sich mit der damaligen Pflegedienstleitung (genannt „Königskobra“) anzulegen. Es war für ihn einfacher, uns Assistenten (die im Übrigen alle Probleme mit der besagten Pflegekraft hatten) schutzlos in den Konflikt zu werfen, als sich vor uns zu stellen. Ich kann deshalb all die Assistenten, die sich über eine mangelnde bis nicht vorhandene Unterstützung seitens der eigenen Führung beschweren, verstehen, und gebe ihnen Recht.

Markian
24.07.2020, 12:34
Ich denke als neue Assistent Ärztin oder Arzt hat man am Anfang überall Schweigkeiten auch mit den PJler, die sich manchmal auch verweigern zum Beispiel Blut ab zunehmen oder einen Brief zu faxen.
Hoffentlich verdient man irgendwann nach Jahren Rezpekt

Was für ein Scheiß Beitrag ehrlich. Man ist als PJler nicht da den ganzen Tag nur BE zu machen und Stationssekretär zu spielen. Ich verweigere auch Hilfstätigkeiten, wenn ich merke dass ein bestimmter Arzt mich offensichtlich nur ausnutzt. Hat nichts mit mangelndem Respekt zu tun, sondern ist einfach Eigenschutz.

ehem-user-21-08-2020-1502
24.07.2020, 12:35
Es wäre evtl. mal angebracht bei wirklich unmöglichen Pflegekräften mal ordentlich zurückzuschnauzen. Sonst nehmen die sich immer mehr raus. Persönlich beschimpfen lasse ich mich nicht. Ich weiss, dass da viele Leute Probleme mit haben, weil ohne Pflege geht halt auch nichts. Der Zusammenhalt in der Pflege scheint meinen Erfahrungen nach gut zu sein. Mich wundert, dass die größte Personengruppe im Krankenhaus so wenig organisiert ist (Verband, Fachgewerkschaft)

Moni Ka
24.07.2020, 12:47
Markian
Die Rede war nicht von den ganzen Tag. Bei uns an der Uni Klinik gibt's BE Schwester und unsere PJler erledigen nur wenn die Schwestern das nicht schaffen. Außerdem erkläre ich und meine Kollegen so viel wir können um die PJler besser gesagt die zukünftige Kollegen gut auszubilden.

Moni Ka
24.07.2020, 13:01
Dame Ajola genau so sehe ich das auch.
Manchmal fragst du der zuständige Oberarzt der ZNA, warum die Pflege so lange brauchen beim BE und der Pat liegt schon über 30 min im Zimmer oder du sagt bitte schreib ein EKG so schnell wie möglich bitte bei einem Patient und überrascht man sich mit der Antwort von der Kollege, Gehe nimm selbst Blut, dass müssen die Pflege nicht unbedingt tun oder frag nochmal höflich, ob die ein EKG schreiben können.
Ehrlich als ob man die Pflege küssen muss um was zu erledigen.
Blutabnahme klar muß, soll Arzt machen aber wenn als Arzt gleichzeitig mehrere Patienten betreut und hin und her telefonieren muss und die Pflege gerade nicht wirklich was zu tun hat sehe ich das sehr gemein auch von meinen OÄe als Kollege, wie soll man bitte noch mehr höflicher sein

Eine von den neuen Assistenten hat mir vor paar Tagen erzählt, dass sie denen darum gebeten die BZ zu messen und bekam als Antwort gehe du doch selber, beweg dich dochmal und die Pflege hat weiter mit ihre Kollegin über das anstehende Geburtstag geredet.

Wenn der Arzt alles selbst macht damit die weiter reden und deren Unterhaltung nicht unterbricht dann müssen die wohl vielleicht einen anderen Job suchen, wo man keine Anforderung hören kann.

Evil
24.07.2020, 13:12
Im Übrigen sind Ärzte und Pfleger nicht "ein Team". Das ist vermutlich wieder politisch inkorrekt, das so offen zu sagen. Aber wenn unterschiedliche Berufsgruppen mit unterschiedlicher Qualifikation, unterschiedlichen Aufgabenbereichen, unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und eigenen, voneinander unabhängigen Leitungen agieren, dann sind das zwei Teams, die kooperieren.
Du magst zwar nach eigener Aussage Erfahrungen "in einem gesunden System außerhalb der Medizin" (was immer das sein mag) mit Teamarbeit haben, offensichtlich hast Du aber entscheidendes nicht verstanden. Teamarbeit bezieht sich nicht auf Menschen gleicher Profession, sondern Zusammenarbeit einzelner Individuen. Außerdem suggeriert die Formulierung, daß Du unabhängig von diesem Thema noch weitere Schwierigkeiten mit der Berufswahl hast, die möglicherweise Deine Objektivität beeinträchtigen.

Und ja, ad-hominem-Argumentation ist in diesem Fall angemessen, da hier am laufenden Band unzulässige Verallgemeinerungen gebracht werden, die in einem sachlichen Austausch einfach nichts zu suchen haben und eher in individuellen Lebensläufen wurzeln. Eigene Erfahrungen zu verallgemeinern ist eben nicht zulässig.

Trüffel
24.07.2020, 14:10
Eieieieiei. Deine übergriffige Attacke ist knuffig, aber komplett am Kern meiner Aussage vorbei. Du kannst nicht Individuen des einen Teams einen einseitigen Freifahrtschein für Fehlverhalten auf Kosten von Individuen des anderen Teams einräumen und Letzteren sagen, wenn sie sich wehren, seien sie das Sandkorn im Getriebe, weil sie für Unruhe sorgen. Das ist in der Tat Victim Blaming. So läuft das nicht, auch wenn es die bequeme Variante ist. Wer mit so einem eierfaulen Trauerspiel von Taktik den Laden ruhig halten will, braucht sicher niemandem über gutes Teamwork dozieren.


Und ja, ad-hominem-Argumentation ist in diesem Fall angemessen
Nein.

Evil
24.07.2020, 17:00
Du kannst nicht Individuen des einen Teams einen einseitigen Freifahrtschein für Fehlverhalten auf Kosten von Individuen des anderen Teams einräumen und Letzteren sagen, wenn sie sich wehren, seien sie das Sandkorn im Getriebe, weil sie für Unruhe sorgen. Das ist in der Tat Victim Blaming.
Da hast Du vollkommen Recht.
Dein Problem ist ein grundsätzliches, Du gehst gar nicht auf meine Aussagen ein. Lies meine Beiträge nochmal und zeige mir, wo ich irgendwem Freifahrtscheine einräume.

Damit auch Du es verstehst, kann ich es aber gerne nochmal wiederholen: meine Kritikpunkte an Wacken, DaCapo und deinen Beiträgen ist erstens ihre Einseitigkeit, die Fehlverhalten in allererster Linie und fast ausschließlich beim Pflegepersonal sieht. Einseitige Schuldzuweisungen sind per se nicht zulässig.
Zweitens die dazugehörige Begründung, die eigentlich nur auf eigenen Erfahrungen, bzw. Eurer Interpretation dessen beruht. Das ist alles, bloß nicht allgemeingültig.
Und drittens, daß Ihr wenig auf Gegenargumente eingeht, sondern eigentlich bloß den eigenen Standpunkt und weitere Erfahrungsberichte wiederholt.

Ich habe nirgendwo geschrieben, daß der Umgang in der Klinik Friede-Freude-Eierkuchen ist, das ist er garantiert nicht. Aber erstens liegt das in der Mehrzahl der Fälle an sämtichen Beteiligten, und zweitens ist das so gut wie überall in der realen Welt so, das ist nun mal kein Ponyhof. Wenn Du die Reaität auch übergriffig findest, könnest du noch Probleme bekommen. Denn leider dauert es noch rund 150 Jahre bis zur Gründung der UFP ;-)

Trüffel
24.07.2020, 17:26
Da hast Du vollkommen Recht. Dein Problem ist ein grundsätzliches, Du gehst gar nicht auf meine Aussagen ein. Lies meine Beiträge nochmal und zeige mir, wo ich irgendwem Freifahrtscheine einräume.
Demnach hat dich also einfach nur meine Aussage zum Thema "Arbeit im Team" schwerst getriggert. Kann ich mit leben, gibt dir kein Recht. Darüber hinaus werde ich meine Zeit nicht mit dem Debattieren deiner Primatenpolemik vergeuden. Wenn du auf Argumentenbasis diskutieren möchtest, wie du behauptest, pack die haltlosen persönlichen Angriffe ein; sonst troll dich.

daCapo
24.07.2020, 17:31
(...) sondern Zusammenarbeit einzelner Individuen.


Niemand hat etwas anderes behauptet. Und mit der Pflege gibt es offensichtlich die meisten Probleme.




Damit auch Du es verstehst, kann ich es aber gerne nochmal wiederholen: meine Kritikpunkte an Wacken, DaCapo und deinen Beiträgen ist erstens ihre Einseitigkeit, die Fehlverhalten in allererster Linie und fast ausschließlich beim Pflegepersonal sieht. Einseitige Schuldzuweisungen sind per se nicht zulässig.
Zweitens die dazugehörige Begründung, die eigentlich nur auf eigenen Erfahrungen, bzw. Eurer Interpretation dessen beruht. Das ist alles, bloß nicht allgemeingültig.
Und drittens, daß Ihr wenig auf Gegenargumente eingeht, sondern eigentlich bloß den eigenen Standpunkt und weitere Erfahrungsberichte wiederholt.



a) Mehrfach wurde hier gesagt, dass nicht die gesamte Pflege sich so unprofessionell verhält, aber im Vergleich mit anderen Berufsgruppen mit denen man so zusammenarbeitet wie MFA, MTA, Transport, Sanitäter, Sekretärin, Ärzte (in all diesen Gruppen habe ich Erfahrung mit guten und schlecht) sticht diese deutlich heraus.
b) Die Begründung ist, dass die Leute bequem sind und glauben, sie können sich alles erlauben. Und ein Forum ist da um Erfahrungen auszutauschen (ist das Thema des Threads!): Wenn man sich die Beiträge zur Pflege so durchliest, sind sie unterdurchschnittlich schlecht. Neben dem unprofessionellen Verhalten der Pflege, fallen die Vorgesetzten auf, die Konflikte vermeiden möchten. .

OhDaeSu
24.07.2020, 17:46
Ich habe nirgendwo geschrieben, daß der Umgang in der Klinik Friede-Freude-Eierkuchen ist, das ist er garantiert nicht. Aber erstens liegt das in der Mehrzahl der Fälle an sämtichen Beteiligten, und zweitens ist das so gut wie überall in der realen Welt so, das ist nun mal kein Ponyhof.

Ich kann dir versichern, dass es in anderen beruflichen Settings nicht geduldet wird, dass irgendwelche Zuarbeiter neu eingestellten Kollegen blöd kommen. Bei uns macht die HR da einen hervorragenden Job und soclhe Leute werden direkt aussortiert.

Ich habe der Klinik sobald möglich den Rücken gekehrt, konnte aber in den Praxisphasen des Studiums nie verstehen, wie man den Kleinkrieg gegen besagte einzelne renitente Angehörige der Assistenz-Berufe verlieren kann. Wenns gar zu blöd wird, soll sich die Pflege die schriftlichen Anordnungen halt aus den Kurven zusammensuchen.