Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motivation für Nachtdienste fehlt
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Nefazodon
10.05.2021, 19:39
Ich weiß nur, dass viele Oberärzte aber auch Assistenzärzte waren sehr genervt, weil der Kollege 3 Nachtdienste sowie 2 Dienste am Wochenende nicht erledigt hat.
Und ja keine hat geglaubt, dass er krank ist.
Vielleicht waren das auch einfach nur zuviele Dienste? :-nix
Menschen sind keine Roboter, und wenn man sie konstant an der Belastungsgrenze arbeiten lässt, werden sie krank...
hat sich leider noch nicht überall rumgesprochen...
MissUmbrella
10.05.2021, 20:21
Nein, wir Ärzte sind doch schließlich Halbgötter in Weiß:-p
Ich verstehe noch immer nicht, warum Menschen überhaupt krank zur Arbeit gehen, am besten noch mit etwas Ansteckendem, die Patienten und Kollegen freuen sich...und diejenigen, die sich dann nicht krankschreiben..tja, da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Es wird einem ehe nicht gedankt..meine Gesundheit ist mein höchstes Gut !
Beim Anblick von 3 Nächsten und 2 Wochenenddiensten in zwei Wochen kann man auch schonmal
krank werden... :-peng
Ein Armutszeugnis für Klinik und Assistentenkollegium. :-nix
Zunächst: Es ist nicht die Aufgabe von Ärzten in Weiterbildung da Strukturen zu verändern, die Leute machen ihre Weiterbildung dort und leiten keine Klinik.
Es ist das Geschäftsmodell der Kliniken: Leute verheizen.
Die Leute (zumindest die allermeisten) bleiben für ihre Weiterbildung und sind dann weg mit dem Motto: "Nach mir die Sintflut & Am nächsten bin ich mir selbst, wie komm ich lebend hier raus mit Titel". Die Armutszeugnisse bleiben dann einfach...ein wenig auf der Strecke, es interessiert nicht wirklich jmd.
Wieviele Sekretärinnen&Arzthelferinnen&Fachärzte bräuchte man für die Arbeit, ob der Chefarzt wirklich auf seinen Sonntag-Golf nachmittag verzichten würde...unrealistisch, viel zu teuer, nebenbei würden die auch nicht 24h arbeiten.
Ich verstehe noch immer nicht, warum Menschen überhaupt krank zur Arbeit gehen, am besten noch mit etwas Ansteckendem, die Patienten und Kollegen freuen sich...und diejenigen, die sich dann nicht krankschreiben..tja, da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Es wird einem ehe nicht gedankt..meine Gesundheit ist mein höchstes Gut !
Bereits mehrfach von der verschleppten Endokarditis gehört...wenn man krank ist, ist man krank. Verstehe es auch nicht. Damals war es auch umstritten mit Erkältung in die Klinik zu kommen, heute kann die Diskussion angesicht der Pandemie etwas kürzer verlaufen.
Feuerblick
11.05.2021, 08:52
Wer bessere Bedingungen möchte, muss sich kümmern. So war es schon immer. Veränderungen kommen von unten, niemals von oben. Sonst könnte man sich ja in anderen Bereichen Gewerkschaften direkt sparen. :-nix
Und wer krank ist, ist krank. Hätte ich Kollegen gehabt, die das angezweifelt hätten bzw. selbst über besch*** Bedingungen meckern würden, aber nicht akzeptieren könnten, dass man sich die letzten beiden Wochen vor seinem Abgang spart, dann wäre das eine Bestätigung dafür, wie ätzend das Kollegium wirklich ist. Wenigstens auf Weiterbildungsassistenten-Ebene sollte man sich einig sein.
Matzexc1
11.05.2021, 08:59
Und wer krank ist, ist krank. Hätte ich Kollegen gehabt, die das angezweifelt hätten bzw. selbst über besch*** Bedingungen meckern würden, aber nicht akzeptieren könnten, dass man sich die letzten beiden Wochen vor seinem Abgang spart, dann wäre das eine Bestätigung dafür, wie ätzend das Kollegium wirklich ist. Wenigstens auf Weiterbildungsassistenten-Ebene sollte man sich einig sein.
Ein frommer Wunsch, es gibt überall die Spezis die sich über die "angebliche" Faulheit der Kollegen beschweren.
Ich kann jeden verstehen der keine Lust hat sich verheizen zu lassen, weil das kommt nach der erfolgten Kündigung auf einen zu, wie ich aus eigener Erfahrung aus Pflegezeiten sagen kann
Beim Anblick von 3 Nächsten und 2 Wochenenddiensten in zwei Wochen kann man auch schonmal
krank werden... :-peng
Aus dem Grund schaue ich auch nicht mehr auf die Dienste in den nächsten 2 Wochen.
Wer bessere Bedingungen möchte, muss sich kümmern. So war es schon immer. Veränderungen kommen von unten, niemals von oben. Sonst könnte man sich ja in anderen Bereichen Gewerkschaften direkt sparen. :-nix
? Für die Einhaltung des Arbeitszeitsgesetz ist der Arbeitgeber und die Bezirksregierung verantwortlich. Dafür kriegen sie Gutes Geld . Das ist nicht Aufgabe von Ärzten in Weiterbildung. Es geht nicht um Veränderung, sondern Akzeptanz von Gesetzen.
Wie eine Klink strukturiert ist / Abläufe/ Büromaterial entscheidet ebenfalls die Leitung.
Hier geht es nicht um eine Revolution.
Wir hatten diese Diskussion bereits und es lohnt sich nicht nochmals alles auszudiskutieren.
Ja die Kollegen können ätzend sein (leiten Unmut an Oberärzte weiter, lästern über kranke usw usw zum Teil mit glatten Lügen). So ist das.
Willst du die ätzenden Kollegen jetzt als Arzt in Weiterbildung verhaltensbedingt kündigen, dich mit ihnen vor dem Arbeitsgericht streiten... ginge ja garnicht rechtlich gesehen? oder einfach die Weiterbildung abschließen und mit wehenden Fahnen fliehen sowie alle es machen.
Feuerblick
11.05.2021, 09:58
1. Die Chefs ändern nichts, wenn man sie nicht unter Druck setzt. Der Druck muss von unten kommen. Sage ich andauernd.
2. Wer die Bedingungen blöd findet, sollte was ändern statt einfach nur „Augen zu und durch“. Sonst wird nichts besser. Sage ich auch andauernd.
3. Mit ätzenden Kollegen würde ich mich entsprechend auch rumstreiten. Habe ich auch getan. Die bekommt man durchaus eingefangen, wenn alle anderen sich einig sind.
Aber das wurde alles an vielen Stellen erschöpfend diskutiert. Mir persönlich ist es egal. Ich habe meinen Teil getan und muss mir das alles nicht mehr antun. Ende.
1. Ja das stimmt. Allerdings steht man in einem arbiträren Abhängigkeitsverhältnis mit der Weiterbildung. Und das ist der Knackpunkt und das Geschäftsmodell / Lizenz zum verheizen. Mehr oder weniger.
2. Und 3. Ja das stimmt Relativ. Wie bereits hier mehrfach gesagt steht man in einem Abhängigkeitsverhältnis. Irgendwann hat man keinen Bock mehr auf Diskussion oder Streit. Noch dazu wenn es mit Nachteilen verbunden ist.
Ja man kann Mal die Stelle wechseln, was auch gut ist um Mal was anderes kennenzulernen, aber auch nicht zu oft.
Mir persönlich ist es auch egal, habe ich hinter mir.
Manche Dinge kann man sehr leicht erreichen. Es hat z.B. nie jemand gefragt. Ich hab gefragt, also wurde es dann geändert. Hätte auch jeder vor mir machen können.
Wenn man sich fest einredet, dass man eh nichts ändern kann, wird man natürlich auch nie was ändern können.
Aber das wurde hier ja schon sehr oft abgehandelt.
Ich wurde mich auch niemals mit Arbeitskollegen streiten.
Wenn ich beispielsweise ein Dienst habe und der Kollege hat bis 16:30uhr nicht mehr geschafft ein EK seine Patienten zu geben dann tue ich das eben und nicht jammeren mit Argumente kommen wie du kannst es doch selbst machen bevor du weg gehst weil ich noch vieles zu erledigen habe.
Manche Kollegen sind auch zuständig für die Erstellung von Pläne und wenn man mit denen öfter in Konflikt gerät wird nicht gut hinkommen. Ich weiß nicht, wie das wo anderes funktioniert.
Klar versucht man was zu änderen, wenn ein nicht gefällt Aber was wurde man tun wenn Wunsch A nicht erfüllt wird nach mehrmals Rücksprache!
Der Kollege, der sich krank gemeldet hat war das lästern über ihn sehr unangenehm.
Manche Dinge kann man sehr leicht erreichen. Es hat z.B. nie jemand gefragt. Ich hab gefragt, also wurde es dann geändert. Hätte auch jeder vor mir machen können.
Wenn man sich fest einredet, dass man eh nichts ändern kann, wird man natürlich auch nie was ändern können.
Aber das wurde hier ja schon sehr oft abgehandelt.
Natürlich fragen kostet nix, es geht hier nicht drum eine kaputte Lampe, Tastatur oder Bürostuhl auszutauschen. Da stellt sich niemand quer.
Das haben wir bereits ausführlich diskutiert.
Wenn es dauerhaft teurer wird zb durch ein dem Arbeitsaufwand gerecht werdende Dienstsystem, sieht es anders aus. Wurde alles verändert, aber dafür viele Konflikte, Nachteile.
Und Dauerkonflikte mit Kollegen nerven auch. Wer sitzt gern mit jmd. im Zimmer, von dem man weiß er trägt alles nach oben und dann inhaltlich auch noch verfälscht (entweder mit Absicht oder tatsächlich bei höherem Alter missverstanden).
Außerdem ist davo doch in einer Psychiatrie in Österreich tätig. Fach und Land eher untypisch für unseriöse Weiterbildung.
Gut mir auch egal. Ist eh vorbei.
Als einfache Regel: Bei Kliniken/Instituten, die oft ausschreiben und wo alle 4-6 Monate jmd. geht, deren Methode und Ausstattung zum Teil aus der Zeit gefallen sind, 2x überlegen da anzufangen.
@Moni:
Zum Thema Tagesgeschäft im Dienst: Das ist aus meiner Sicht auch einfach eine Frage der Arbeitskultur. Als ich auf der Inneren war, war es einfach selbstverständlich, die EKs möglichst frühzeitig zu bestellen (da beginnt ja meist schon das Problem!) und dann möglichst zeitnah anzuhängen. Wenn ein EK, so als Faustregel, 10 Minuten vor Dienstende ankam, wurde es noch angehängt. Ansonsten hat man natürlich auch Rücksprache mit dem Diensthabenden gehalten, um zu schauen, wieviel auf den anderen Stationen zu tun ist, ob es OK ist, das EK dem Diensthabenden zu überlassen, etc. In einer gut funktionierenden Abteilung mit einer guten Arbeitskultur arbeitet man erstens ganz von alleine so, dass sich möglichst wenig in den Dienst hineinstaut, und nimmt man ganz automatisch aufeinander Rücksicht. Natürlich wird es dann vereinzelt Kollegen geben, die das öfters nicht schaffen - weil sie schlecht organisiert sind, weil sie faul sind, weil sie rücksichtslos sind, etc. Aber solche Dinge kann man dann ja auch besprechen. Nicht in der Situation, sondern in Ruhe, in der Gruppe der Kollegen, geplant.
Zum Thema Rache des Dienstplanverantwortlichen: Gute Dienstplanverantwortliche schaffen es, ihre Dienstplanung unabhängig von persönlichen Konflikten im Arbeitsalltag professionell durchzuführen. Dazu braucht es natürlich eine gewisse persönliche Reife. Unreife Menschen, die persönlich nicht gefestigt sind, werden sich dann u.U. via Dienstplan rächen, klar. Aber in einer Abteilung mit guter Arbeitskultur würde auch das nicht geschehen, da die Kollegen dem einen Riegel vorschieben werden, sobald sie merken, dass der Dienstplanverantwortliche etwas unfair gestalten möchte.
Zum Thema Krankheit: Dass tatsächliche Krankheit kein Grund sein sollte, sich rechtfertigen zu müssen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Und ja, echte Krankheit hats halt so an sich, dass sie plötzlich auftritt. Und als Arzt sollte es einem schon bewusst sein, dass das auch schnell mal zwei Wochen sein können. Aber Ärzte haben halt sehr oft ein Selbstfürsorgedefizit, und akzeptieren es deshalb oft auch bei Kollegen nicht, wenn diese erkranken. Dass es unabhängig davon immer wieder einzelne Kollegen gibt, die stets dann "krank" werden, wenn viele Dienste anstehen, oder direkt vor oder direkt nach dem Urlaub, ist leider tatsächlich der Fall. Kann eine Häufung unglücklicher Zufälle sein, kann andere Gründe haben. In einer Abteilung mit guter Arbeitskultur herrscht IMHO eine Arbeitseinstellung, in der so etwas nicht üblich ist.
@daCapo:
Dass Änderungen zu Konflikten führen können, ist klar. Dass Änderungen des Dienstsystems nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich bringen können, ist auch klar.
Ich hab da jetzt nicht von einer defekten Lampe gesprochen (dass die ersetzt wird, ist ohnehin selbstverständlich), sondern von Änderungen, die zu dauerhaften Mehrausgaben in Höhe eines hohen vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Betrags pro Jahr führen.
Du hast da halt festgefahrene Ansichten, an denen du nichts ändern willst. Ist ja auch OK so, aber die anderen Forenteilnehmer sollten IMHO wissen, dass man das Thema auch anders angehen kann.
@Antonia:
Offenbar liegt da ja dienstrechtlich einiges im Argen. Das ist ja ganz offensichtlich kein Bereitschaftsdienstsystem sondern Schichtdienst. Das könntest du durch einen Wechsel des Arbeitgebers recht einfach abstellen. Wenn du geographisch mobil bist, gäbe es darüber hinaus sicher auch Möglichkeiten, die restlichen 1,5 Jahre auf einer Stelle völlig ohne Nachtdienste zu verbringen. Ansonsten könntest du natürlich auch einfach die noch verbleibenden 1,5 Jahre noch absitzen - sehr viele Dienste sind es ja nicht. Aber zwingend nötig ist das IMHO nicht.
Alexandra451
11.05.2021, 20:12
Das Motivationsproblem ist verständlich. Bin auch FA für Neurologie, arbeite aber als Assistenzärztin in der Psychosomatik. wir haben das Bereitschaftsdienst-Modell von 14Uhr bis 09Uhr. Davon werden 6h als Arbeitszeit anerkannt und der Rest mit 6€ vergütet. Zusätzlich macht man 10 Minusstunden, weil man ja am nächsten Tag nach Hause geht.... wie ist bei euch?.
@daCapo:
Dass Änderungen zu Konflikten führen können, ist klar. Dass Änderungen des Dienstsystems nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich bringen können, ist auch klar.
Nochmal: Man kann sich nicht ein Dienstsystem aussuchen. Du kannst keine Bäckerei betreiben und den Bäckereifachverkäufern sagen: Ja ihr macht mal Bereitschaftsdienst ab 6 Uhr morgens, kommen ja nicht dauernd Kunden. Da gibt es Gesetze und an die muss man sich einfach halten. -->Keine Nachteile, einfach ans Gesetz halten. Wenn du bei Rot stehen bleibst, hältst du dich ans Gesetz-->ja etwas langsamer am Ziel, aber Gesetz eingehalten&Sicherheit für den Gegenverkehr. Einfach oder?
Je nach Arbeitsaufwand, kann die Leitung Dienstsystem a) b) c) wählen, welche alle 3 den Arbeitsaufwand gut abdecken würden...mir egal. Aber nicht >10 Jahre d) weil es billiger ist als a) b) c) und angeblich 1999 sich die Ärzte das mal so gewünscht haben. Belastungsanalyse >10 Jahre nicht mehr durchgeführt. Noch unprofesioneller ist es diese Veränderung im Dienstsystem (es musste dann verändert werden) auf die Weiterbildung zu übertragen. Aber davon lebt das arbiträre Weiterbildungssystem in DE.
Du bist doch in ÖR...betrifft dich nicht. Ihr habt ja sogar Fachärzte anwesend bei Diensten, wäre hier viel zu teuer. Würden sich auch nicht ausreichend Leute hierzulande für finden....maximal in großen Anästhesie oder Chirurgieabteilungen mit aufstrebenden FÄ. Innere: Niemals.
Festgefahrende Ansichten: Wir diskutieren hier mit Praxisinhaberin, Oberärzte, MDK-Mitarbeiter, Ophthalmologen, Radiologen oder Psychiater aus Österreich, die ihre Ausbildung seit sehr langer Zeit abgeschlossen haben. Mir ist schon klar, dass in diesen Jobs andere Erfahrungen und Sichtweisen vorzufinden sind.
https://aerztestellen.aerzteblatt.de/de/redaktion/facharzt-weiterbildung/umfrage-aerzte-unzufrieden-mit-der-weiterbildung?gclid=CjwKCAjw1uiEBhBzEiwAO9B_HTr25m bjUDWyAVKn-hnqwl7hGDFrH2oCfgDgjATKiG7wV85lXJ7V1BoCC4IQAvD_BwE
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123457/Jeder-dritte-Assistenzarzt-denkt-ueber-Jobwechsel-nach
https://www.aerzteblatt.de/archiv/211051/Arbeitsbedingungen-im-Krankenhaus-Burn-out-schon-beim-Nachwuchs
https://link.springer.com/article/10.1007/s00103-019-03057-y
Und on Top: hier sagen selbst manche Oberärzte, dass die Ausbildung nicht so toll sei...vllt doch etwas dran.;-)
Das Motivationsproblem ist verständlich. Bin auch FA für Neurologie, arbeite aber als Assistenzärztin in der Psychosomatik. wir haben das Bereitschaftsdienst-Modell von 14Uhr bis 09Uhr. Davon werden 6h als Arbeitszeit anerkannt und der Rest mit 6€ vergütet. Zusätzlich macht man 10 Minusstunden, weil man ja am nächsten Tag nach Hause geht.... wie ist bei euch?.
Das hört sich ja sehr unattraktiv an. Um 20:00 Uhr gehst du dann nach Hause zu Schlafen im Rahmen einer Rufbereitschaft oder wie geht das mit 6 € /h ?
Kommt auch drauf an, wieviel in der Psychosomatik nach 20:00 los ist. Kenne die Arbeitsbelastung dort nachts nicht.
Unsere Psychiater hatten normale Bereitschaft, weil auch nachts immer mal was kam oder auch interne Konsile im Haus.
@Alexandra: Für €6/h würde ich keinen einzigen Schritt in Richtung Arbeitsplatz gehen, geschweige denn über Nacht dort bleiben :-))
@daCapo: Du bist von dieser Thematik wie besessen. Ich werd dazu kein Wort mehr verlieren, das ist IMHO pure Zeitverschwendung.
Bin auch FA für Neurologie, arbeite aber als Assistenzärztin in der Psychosomatik. wir haben das Bereitschaftsdienst-Modell von 14Uhr bis 09Uhr. Davon werden 6h als Arbeitszeit anerkannt und der Rest mit 6€ vergütet. Zusätzlich macht man 10 Minusstunden, weil man ja am nächsten Tag nach Hause geht....
Leidest du gerne?
@daCapo: Du bist von dieser Thematik wie besessen. Ich werd dazu kein Wort mehr verlieren, das ist IMHO pure Zeitverschwendung.
Besser so. Schlimm genug, dass man für dieses System Beiträge zahlen muss "Sozialsystem".
Eine ganz tolle Idee: Ja auch das Krankenhaus muss Profit machen...wie die Autofabrik.
Hoffentlich wird dieses Bereitschaftssystem irgendwann abgeschafft. Zeit die man anwesend ist muss zu hundert Prozent als Arbeitszeit gewertet werden - in anderen Berufen ist das ja genau so. Dann wären so Dinge wie 20h am Stück funktionieren müssen und trotzdem Minusstunden sammeln auch ein Modell der Vergangenheit. Mir wäre es auch egal wenn man dann etwas weniger verdienen würde. Nur so kann es nicht weitergehen - auch wenn eigentlich nicht genug Personal für ein flächendeckendes Schichtsystem da sein mag (zumindest nicht in jedem Fach). Wenn man das Personal so runterwirtschaftet wird es nämlich auch ohne Schichtsystem bald nicht mehr möglich sein genug Leute zu finden.
MissUmbrella
11.05.2021, 21:31
Das Motivationsproblem ist verständlich. Bin auch FA für Neurologie, arbeite aber als Assistenzärztin in der Psychosomatik. wir haben das Bereitschaftsdienst-Modell von 14Uhr bis 09Uhr. Davon werden 6h als Arbeitszeit anerkannt und der Rest mit 6€ vergütet. Zusätzlich macht man 10 Minusstunden, weil man ja am nächsten Tag nach Hause geht.... wie ist bei euch?.
Warum tust du dir das an? Wirklich ernstgemeinte Frage.
Und ist das überhaupt rechtens mit den Minusstunden? ..würde mal den MB fragen...aber sogar wenn ja...ich würde kündigen. Solange es Leute gibt, die das mitmachen, bleibt dieses kranke System weiterhin erhalten. Ich hätte gar nicht erst dort angefangen, wenn man mir mit Minusstunden kommt..wenn man anderen leuten aus anderen Branchen das mal erzählt, die würden lachen und denken, wor veräppeln die doch ! Das ist so krank, das man es im ersten Moment wirklich nicht ernstnehmen kann..
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