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Cor_magna
27.01.2022, 22:25
Gut, dass kommt von Leuten mit zum Teil sehr tiefen Tiefpunkten in der Weiterbildung. Alles halbe Jahr wechseln geht auch nicht, und ja kann auch mal sein, dass man 2 Stellen hintereinander hat, die sich als nicht erträglich rausstellen. Und ja es ist sehr frustriend 5 Jahre Weiterbildung gemacht zu haben, und dann nicht zugelassen zu werden vom Weiterbilder zur Prüfung. Weiterbildung ist kein Zuckerschlecken. Assistenzärzte haben keine Lobby, niemand interessiert sich wirklich für sie. Sie selbst wollen alsbald als möglich (verständlicherweise) aus der Assi-Zeit raus.
Als Facharzt oder gar Praxis Inhaber/Oberarzt finde ich das Gejammer tatsächlich sehr unangebracht. Es gibt echt viele Optionen und erträgliches Auskommen für jedermann.
Lediglich Chefärzte haben in den letzten 20 Jahren Federn lassen müssen. Da sind sicher Tränen geflossen angesicht von früher je nach Fach 1 Mio+ Jahreseinkommen. :-nix
Die Jobs sind natürlich trotzdem noch begehrt, auch wenn das Gehalt nicht mehr ganz so hoch ist.

Genau meine Meinung, sehe ich alles genauso. Ich wollte damit nur sagen, dass es schlimmere Schicksale gibt als Arzt in Deutschland zu sein. Und ja vielleicht gibt es andere berufspfade die lukrativer/ lifestylefreundlicher sind, aber niemand hindert einen daran daran zu arbeiten da hin zu kommen. Niemand hat gesagt, dass immer alles so einfach ist und einem in den schoss fällt.

anignu
27.01.2022, 22:39
Als Facharzt oder gar Praxis Inhaber/Oberarzt finde ich das Gejammer tatsächlich sehr unangebracht. Es gibt echt viele Optionen und erträgliches Auskommen für jedermann.
Auch als Oberarzt musst du jammern. Sonst glauben die Leute dass es dir gut geht und du ein entspanntes Leben hast. In der Klinik sind wir ständig am Jammern und fordern usw. Meist in gemütlicher Runde zu Zweit oder Dritt bei einem leckeren Kaffee kommen uns die besten Ideen was wir wieder brauchen und wollen ;-)

Die Jobs sind natürlich trotzdem noch begehrt, auch wenn das Gehalt nicht mehr ganz so hoch ist.
Einen Sch... sind sie. Versuch mal einen gastroenterologischen Chefarzt zu finden! Die wissen alle dass sie in einer Praxis mindestens das Gleiche verdienen, sie dann aber keine Dienste machen müssen etc. Und ja, meist müssen Gastro-Chefärzte Dienste machen weil ihnen Fachärzte und Oberärzte die Endoskopieren können einfach in die Praxis abhauen und es dann so wenig Endoskopiker gibt.

ehem-user-07-02-2022-0851
27.01.2022, 23:16
https://www.healthrelations.de/kein-chefarzt-werden/

Das trifft wohl ganz gut den Zeitgeist, zumal die Zeit bis zum Chefarzt sehr sehr lang sein kann

Leucovorin
28.01.2022, 00:18
Einen Sch... sind sie. Versuch mal einen gastroenterologischen Chefarzt zu finden! Die wissen alle dass sie in einer Praxis mindestens das Gleiche verdienen, sie dann aber keine Dienste machen müssen etc. Und ja, meist müssen Gastro-Chefärzte Dienste machen weil ihnen Fachärzte und Oberärzte die Endoskopieren können einfach in die Praxis abhauen und es dann so wenig Endoskopiker gibt.

Ok, mit Nuancen je nach Fach. Ist natürlich sehr unattraktiv als CA Dienste zu machen. Es hat auch Vorteile in der Klinik zu sein, wie Tarifvertrag (anstatt immer mal wieder um Gehaltserhöhungen zu feilen), Betriebliche Altersvorsorge, Kantine, interessantere Fälle, mehr interdis. Austausch, mehr Karrierechancen, ggfs Forschung.

Kackbratze
28.01.2022, 09:10
Die Chefarzt Position ist unattraktiv. Punkt. Da muss eine Menge Ego bzw. fehlendes Ego dahinter stecken, damit man sich aktuell sowas länger gibt.

Wenn das Gehalt zum Schmerzensgeld mutiert, ist die Stelle falsch.

Jukka666
28.01.2022, 09:29
Die Chefarzt Position ist unattraktiv. Punkt. Da muss eine Menge Ego bzw. fehlendes Ego dahinter stecken, damit man sich aktuell sowas länger gibt.

Wenn das Gehalt zum Schmerzensgeld mutiert, ist die Stelle falsch.

Ich finde, Chefarzt als Stelle an sich, idealisiert und in einer Traumwelt, wäre durchaus attraktiv und erstrebenswert:

Eine Abteilung oder einen Arbeitsplatz zu gestalten, mit seinem Team zusammen, Personalführung zu übernehmen, gelegentlich die letzte Entscheidung bei schwierigen Situationen, sei es medizinischer oder pädagogischer Natur zu treffen, MaterialWirtschaft, Prozessabläufe zu gestalten, Optimierung der Patientenversorgung etc. etc.

Wenn das immer noch Aufgaben wären, die fest in der Hand des Chefs und natürlich auch in den Händen seines Teams lägrn, hätten wir alle kein Problem mit einer klassischen Krankenhaus-Karriere.

Jetzt seid aber mal ehrlich ? Wo ist das noch so?

Ich glaube es kann jeder bestätigen, dass kein einziger Chefarzt in Deutschland mehr über ein eigenes Budget verfügt, Personal selbst einstellen kann, Arbeitsverträge gestalten kann, Material bestellen kann, oder out of the Box denken darf.
Die Geschäftsführung und der Verwaltungsapparat steht stets über ihn.

Was bleibt, ist das ausleben von Macht im direkten Umfeld des Chefs. Sei es cholerischer Art, oder durchaus auch auf positive Weise, bei Gestaltung von Dienstplänen oder Kleinigkeiten.

Es sind nur Brocken, die man ihm hinwirft, garniert mit einer Zielvereinbarung und einem AT-Vertrag, der heute kein Schwein mehr hinterm Ofen hervorlockt.

Allerhöchstens für den Sprung direkt von der Facharztprüfung in eine leitende Position (in meinem Bekanntenkreis durchaus einige Male vorgekommen), lässt einen vielleicht beim Anblick des Gehaltschecks und der bevorstehenden neuen Verantwortung zuschlagen.

Ansonsten verdiene ich persönlich mit NebenTätigkeiten, mehreren anderen Jobs, die zwar durchaus auch ein ordentliches StundenProfil auflaufen lassen, vielleicht nicht so viel wie mein Chef, aber dafür ist er für alle der DVD.
Und von heute auf morgen kündbar.
Nein danke.

Endoplasmatisches Reticulum
28.01.2022, 09:51
Was ist das Problem? Massives Geld für massiv ätzende Arbeit? Hohe Opportunitätskosten?
Da sagt sich der AiW zu beidem: Schön wärs ...

Kackbratze
28.01.2022, 09:53
Ganz so simpel ist es nicht, in den Verträgen gibt es durchaus Möglichkeiten die strukturellen Probleme schon anzugehen, die Pädagogik gegenüber dem Personal kann die Verwaltung nicht vorschreiben, Prozessänderungen kann man auch anstoßen, aber am Ende findet die Verwaltung eben einen anderen Hebel um einem das Leben zu erschweren.

fovea
28.01.2022, 10:43
wie sagte einst ein Facharzt zu mir im PJ: „Du warst Mensch bevor du Arzt geworden bist.“

Um nochmal auf den Neuanfang zu kommen, ich kenne einige Ärzte, die 2-3 Jahre eine WB in einem anderen Fach gemacht haben und dann gewechselt sind. Nicht zu vergessen eine FÄ aus der UCh, die beschloss mit über 40 nochmal eine WB in der Gyn zu machen. Die war meiner Ansicht nach überhaupt nicht dafür geeignet, aber hat durchgezogen.
Der Vater eines Freundes hat im 4. WBJ zum Pathologen entschieden, dass es doch nichts ist und ist zu einer Versicherung gegangen und glücklich geworden.
Mir sind bisher wenige begegnet, die nicht im klassischen Beruf arbeiten, aber es ist nicht so, dass ich nicht auch über Alternativen nach dem FA nachdenke.
Schlussendlich ist es nie zu spät. Man muss sich nur trauen und sich auszuprobieren. Man lebt schließlich nicht ewig.

dissection
28.01.2022, 11:26
redundant

Leucovorin
28.01.2022, 12:19
https://www.healthrelations.de/kein-chefarzt-werden/

Das trifft wohl ganz gut den Zeitgeist, zumal die Zeit bis zum Chefarzt sehr sehr lang sein kann

Ehrlich?
Ich halte das ist für einen Wischi-Waschi Beitrag in dem Blättchen. 200k-400k im Jahr? Why not...
Ein Assistenzarzt Dermatologie als Beispiel...da wird jetzt eh nicht so der Workload sein, abgesehen von Cortisonsalben und entsprechend entspannte Leute sind da zu finden.
Ja gut gewisse Zielvorgaben müssen schon erreicht werden. Wenn die kleine Klitsche 400 Knie-TEPs im Jahr macht und die große Uniklinik 50 im Jahr...dann stimmt da was nicht. Sorry so ist es.
Bürokratie---gibt's überall.
Ein Chirurg, der was Provokantes auf nem Ärztetag sagt...mich würde es wundern, wenn er nix Provokantes sagt, dann wäre er krank.
Arbeitszeugnis von der Verwaltung? ALLE meine Zeugnisse kamen direkt aus dem Chefsekretariat...
Lange Elternzeit, viel Zeit für Kinder oder...diese Entscheidung gibt's nicht nur in der Medizin. Auch Top-Leute in der Wirtschaft müssen in diesen sauren Apfel beißen. Wobei man als "einfacher" Angestellter Arzt im MVZ oder Oberarzt ja nun auch nicht am Hungertuch nagt, aber etwas mehr Zeit hat als der Chef.


Die Chefarzt Position ist unattraktiv. Punkt. Da muss eine Menge Ego bzw. fehlendes Ego dahinter stecken, damit man sich aktuell sowas länger gibt.

Wenn das Gehalt zum Schmerzensgeld mutiert, ist die Stelle falsch.

Sehe ich nicht so, nur weniger attraktiv als in den 80er und 90er.
Wie gesagt. Mein alter Chef mit Vertrag von 2001 ließ alles so laufen. Er ging zu Hause essen mittags. Und kamm dann bis 3-4 Uhr zurück....manchmal ging er auch schon um 14 Uhr. Organisation und Mobiliar entsprechend auf dem Stand der 80er-90er. Forschung an Uniklinik..Nahe Null; Aufgrund des Fachgebiets und Konstrukt Uniklinik/MVZ gab es einen stetigen Zustrom an Patienten, so dass die Finanzen gestimmt haben (und das interessiert einzig und allein den Vorstand) Eine halbwegs solide Qualität in der Patientenversorgung war schon vorhanden. Der Laden hatte jetzt nicht den Top-Ruf: "Jmd. der seine Zeit bis zur Rente absitzt und nicht viel macht". Den Vorstand störte es alles nicht, auch wenn es nicht der Leuchtturm der Uniklinik war.




Ich glaube es kann jeder bestätigen, dass kein einziger Chefarzt in Deutschland mehr über ein eigenes Budget verfügt, Personal selbst einstellen kann, Arbeitsverträge gestalten kann, Material bestellen kann, oder out of the Box denken darf.
Die Geschäftsführung und der Verwaltungsapparat steht stets über ihn.



Meine Erfahrung Uniklinik+kleines Peripheres Haus:Der Chefarzt schlägt der Verwaltung Leute vor. Und in 99% der Fälle werden die auch genommen. Die Verwaltung ist da passiv. Die Bewerbersuche/auswahl übernimmt er.
Bei der Einstellung mancher Uniklinik CA war es Verhandlungssache, dass der Hybrid-OP, das neue MRT, eine bestimmte Angio, ein neues Gebäude, ein Forschungslabor, ein modernes Chefarztbüro, eine Modernisierung der Abteilung und was auch immer kommt. Und die Sachen sind auch (nach einer gewissen ZEit) gekommen.
Klar gibt es einen Stellenschlüssel. Je nachdem wirbt der CA Drittmittel ein und kann darüber Leute einstellen. Kommt drauf an wie gut er ist.
Ja der Klinikvorstand erwartet Leistungen und Zahlen. Die müssen schon stimmen.

cartablanca
28.01.2022, 13:27
Früher war es ja auch so, dass man CA bis zur Rente war. Ich hab mal an einem Haus in Vertretung gearbeitet - bei jedem Einsatz ein neuer Chefarzt. Die haben auch häufig ihre 80 Stunden Wochen oder mehr gehabt.

Leucovorin
28.01.2022, 16:23
Früher war es ja auch so, dass man CA bis zur Rente war. Ich hab mal an einem Haus in Vertretung gearbeitet - bei jedem Einsatz ein neuer Chefarzt. Die haben auch häufig ihre 80 Stunden Wochen oder mehr gehabt.

Wie gesagt, da gibt es anscheinend erhebliche Nuancen. Auch in der Uniklinik gibt es Wechsel oder Trennung im "gegenseitigen Einvernehmen", jedoch insgesamt eher als Ausnahme. Viele bleiben dann doch lange auf ihrer Position. Erfreulich ist, dass immer Direktoren sich pünktlich zur Rente verabschieden. Es gibt oder gab leider die Möglichkeit noch hochbetagt weiterzumachen als Direktor (was übrigens auch dafür spricht, dass da jmd. am Job klebt).

Jukka666
28.01.2022, 21:42
Naja. „Welche“ Leute genommen werden..mag sein. Wie will die Verwaltung das auch entscheiden? Über medizinische Qualifikationen können die doch nicht mal entscheiden, wenn man Ihnen den Lebenslauf vor die Nase hält.
Aber „ob“ Leute oder „wieviele“ Leute eingestellt werden, das ist doch der springende Punkt. wo der Chef praktisch kein Mitspracherecht mehr hat. Und sich auch permanent quer stellen kann, die Verwaltung aber immer das letzte Wort hat, und sich mit den üblichen Ausreden aus der Affäre ziehen will.

Sich ständig über die erforderliche Stellenanzahl streiten zu müssen, obwohl nachgewiesen ist, dass die Abteilung unterbesetzt ist für die von der selben Verwaltung geforderte Arbeitsbelastung.

Dass wir auf einer über zehn Jahre alten privat gekauften Matratze im BereitschaftsZimmer liegen dürfen, (die der Chef bezahlt hat), auf Klapprigen Stühlen an veralteten Rechnern arbeiten, an einem Arbeitstisch, den auch der Chef bezahlt hat, und im Dienst fernsehschauen können mit einem Fernseher, den ebenfalls der Chef bezahlt hat. Geschenkt.

Naja. Das in meinem Fall. :-)
Jammern hilft ja hier auch nicht mehr.

Kackbratze
28.01.2022, 21:46
Wenn die Personalabteilung die Stelle streicht, kann der Chef 1000 Gespräche führen. Wenn ein Bewerber eine Zulage haben will, sagt die Verwaltung "Nein".

Werdet doch einfach selber Chefs und findet es raus.

Leucovorin
28.01.2022, 23:13
Wenn die Personalabteilung die Stelle streicht, kann der Chef 1000 Gespräche führen. Wenn ein Bewerber eine Zulage haben will, sagt die Verwaltung "Nein".

Werdet doch einfach selber Chefs und findet es raus.

Ohne das Breittreten zu wollen. Kann anhand von inzwischen geringeren Fallzahlen durchaus sein, dass die Abteilung weniger Leute brauch. Fürs Rumsitzen bezahlen macht auch keinen Sinn. Zulage könnte der Chef über den seinen Pool organisieren. Wenn man Top-Leute hat, kann man auch abgeben.
:-nix

Den Jahresverdienst wird niemand so einfach verschmähn.

anignu
29.01.2022, 00:01
Ja gut gewisse Zielvorgaben müssen schon erreicht werden. Wenn die kleine Klitsche 400 Knie-TEPs im Jahr macht und die große Uniklinik 50 im Jahr...dann stimmt da was nicht. Sorry so ist es.
Wieso????

Ganz ehrlich: "unkomplizierte und hochelektive Eingriffe" sind nicht unbedingt der Job der Unikliniken. Gibt es flächendecken Unikliniken die sich auf Arthroskopien und Kreuzbänder spezialisiert haben? Gibt es Unikliniken die sich auf Varizen spezialisiert haben? Gibt es Unikliniken die sich auf Spinalkanalstenosen spezialisiert haben? Oder Knie-TEPs? Nein. Das sind jeweils öffentliche oder private Häuser die ihre Nische gefunden haben, dort teilweise exzellent operieren und die gesamten Abläufe in diese Richtung ausgerichtet haben. Profis eben für ihren Bereich. Und ganz ehrlich: nicht nur die Abläufe sind dann meist dort besser, auch das operative Ergebnis...

Ich sprech mal von Gefäßchirurgie: ich erwarte von der Uniklinik nicht dass sie unkomplizierte Varizen operieren. Ich erwarte dass sie komplexe Aorten oder infizierte Prothesen nehmen. Das oberste Level des medizinisch möglichen sollen sich machen. Nicht die Masse. Es gibt Versorgungskrankenhäuser und Unikliniken. Die Versorgungskrankenhäuser übernehmen den Großteil der Versorgung der Bevölkerung, die Unikliniken die komplexen Sachen. Bei unscharfen Grenzen.

Ohne das Breittreten zu wollen. Kann anhand von inzwischen geringeren Fallzahlen durchaus sein, dass die Abteilung weniger Leute brauch. Fürs Rumsitzen bezahlen macht auch keinen Sinn.
Möglich. Es gibt aber auch teils gewisse Vorgaben bzgl. Diensten die man zu erfüllen hat und da braucht es eine gewisse Mindestmenge an Leuten. Wenn diese nur grenzwertig erreicht ist oder eben nicht erreicht ist, wird es schwierig.

Kackbratze
29.01.2022, 12:35
Wenn man ein Dienstsystem stellen muss, muss es Arbeitszeitkonform sein. Hier wird im Forum oft genug lamentiert, dass man bloss weniger arbeiten will und die Dienste so anstrengend sind.... Hier kommt ein "fuckit" - man braucht ja auch nicht so viele Leute.

Im übrigen wird, sowie es um Legalität geht, der Ball sofort von der Verwaltung in das Chefarzt Spielfeld geworfen. Erst macht die Verwaltung irgendwas (Personal weg, Dienste zusammenlegen, Dienstvergütung verändern) und dann darf der Chefarzt die Verantwortung vor Gericht oder irgendwelchen Behörden übernehmen, wenn dann der Betriebsrat oder ein Mitarbeiter sich öffentlich beschwert.

Was den Jahresverdienst betrifft, da merkt man, dass ihr das Ganze echt maximal idealisiert. Schaut euch die aktuellen Gehälter an, wenn sie überhaupt irgendwo veröffentlicht werden. Die Zahlen sind seit Langem nicht mehr auf dem Niveau der 90er oder 2000er Jahre.

Bluej
29.01.2022, 13:06
In der Statistik vom iww wird ein Chefarzt Gehalt von 300k im Durchschnitt genannt ( Innere mit 372k im Durchschnitt Spitzenverdiener) Quelle: https://www.praktischarzt.de/arzt/chefarzt-gehalt/

Werden die Zahlen durch Altverträge und Chefarztstellen an Universitätskliniken stark verfälscht? Was ist eurer Meinung ein realistisches Chefarzt Gehalt an einem größeren kommunalen Krankenhaus?

Kackbratze
29.01.2022, 14:41
Alt Verträge und Unis verfälschen. Das durchschnittliche Bundesligagehalt wird auch nicht nur durch Bayern und Dortmund gestellt, treibt aber denSchnitt nach oben.