Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : administrativer Umgang mit nonbinären Patienten
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Matzexc1
22.01.2022, 14:02
Man muss sagen, wie es ist: In den USA wäre die TE ihren Job los, nur dafür, dass sie den Wunsch der betroffenen Person in Frage gestellt hat. Wir hinken den USA in diesen Dingen immer nur eine gewisse Zeit hinterher, entsprechend wird das in Deutschland in den nächsten Jahren auch so werden.
Ich fürchte das du damit recht hast, es geht für mich bei diesem Fall nicht um reale Diskriminierung sondern um Befindlichkeiten und das Fühlen der nichtbinären Person. In den USA sind Partys an der Uni schon mit der Ablösung des Dekans geendet(Thema waren z.B. Nerds und Sportler)
Allerdings bin ich mir sicher das in den USA inzwischen Richtlinien von Krankenhäusern zum juristisch richtigen Vorgehen existieren, genau wie es auch dort schon an Schulen jede Menge Regelungen gibt.
Die Bezeichnung war ja völlig richtig. *inkludiert ja eben genau alle Menschen und auch insbesondere die, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen.
Ich finde diese Diskussion hier massivst erschreckend. Die Ansprüche des*der Patient*in in der Nacht finde ich nicht richtig und ich sehe diese nächtlichen Aufwand als nicht gerechtfertigt an. So weit so gut. Aber diese anti-queeren Aussprüche hier sind teilweise unter aller Sau.
Danke. Es gibt natürlicherweise unter allen Menschen Bekloppte, aber deswegen kann man nicht eine ganze Gruppe diskriminieren. Die meisten queeren Menschen, die ich kenne, leiden eher still, nehmen es hin, wenn sie zb als Transmänner auf der Gyn liegen müssen, hauptsache, es wird sich um ihr Problem gekümmert.
LasseReinböng
24.01.2022, 14:25
Allerdings bin ich mir sicher das in den USA inzwischen Richtlinien von Krankenhäusern zum juristisch richtigen Vorgehen existieren, genau wie es auch dort schon an Schulen jede Menge Regelungen gibt.
Für das NHS des UK habe ich das hier gefunden als Beispiel für ein KH dort:
http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/files.royalfree.nhs.uk/E_and_D/trasngender_booklet_low_res.pdf
Ich bitte um Verständnis, dass ich mich zu der Angelegenheit auf Anraten meines Rechtsbeistands nicht mehr weiter äußern kann, da nun tatsächlich rechtliche Vorwürfe gegen mich erhoben wurden.
Ich bedanke mich jedoch für die rege und interessante Diskussion und alle Ratschläge.
Deswegen: Fach ohne Patientenkontakt. Viel Glück Caro!
Endoplasmatisches Reticulum
24.01.2022, 15:55
Das tut mir sehr Leid. Aber dann brauchst du dir den Schuh auf emotionaler Ebene auch wirklich nicht anziehen.
Es ging wie vermutet um nichts anderes als bewusste Provokation mit anschließender Opferinszenierung. Solche Menschen gibt es leider. Vergiss nicht: Vorwürfe erheben kann jeder. Das heißt noch lange nicht, dass du etwas falsch gemacht hast.
Ich hätte einfach irgendein Bett genommen und als Grund genannt, dass es das einzig verfügbare sei. So wie bei Privatpatienten für die man akut kein Einzelzimmer auftreiben kann. Jetzt nachts sei das leider nicht anders zu regeln, das müsste am Folgetag dann in Ruhe klären wenn die entsprechenden administrativen Mitarbeiter wieder im Haus seien. Man hätte auch noch andere Notfälle zu versorgen und nicht die Ressourcen in nichtmedizinische Fragen übermäßig Zeit zu investieren da das sonst auf Kosten anderer ginge. Und die Person wolle doch sicher nicht, dass deshalb ein weiterer Notfall verzögert versorgt würde und dadurch dauerhafte Schäden erleiden könnte. Eigentlich haben das bisher selbst die schwierigsten Patienten geschluckt. Wenn es wirklich ein Notfall ist sollte ein paar Stunden eine Situation mit dem der/die/dasjenige unzufrieden ist doch immer zu überbrücken sein.
Aber es stimmt - mir ist auch aufgefallen dass der kalte Egoismus bei vielen einem gefühlt immer häufiger ins Gesicht schlägt. Sicher mit ein Grund, warum Gesundheitsberufe zunehmend unattraktiver für viele werden.
Ich wünsche Dir viel Geduld!
Endoplasmatisches Reticulum
24.01.2022, 16:13
@mbs:
De Patient hat ja hier ja sogar ein Einzelzimmer bekommen unter nächtlicher Zusammenlegung von Privatpatienten durch Arbeitseinsatz mehrerer Berufsgruppen. Dann noch zu klagen ist an Unverschämtheit nicht zu überbieten.
][truba][
24.01.2022, 16:41
Wird eben auch nichts bei rumkommen. Nachts sogar noch Extrawurst bekommen und dann klagen.... Da klapperts im Kasten ganz oben aber gewaltig. Nicht zu Herzen nehmen Caro! Ich finde du hast dir sehr viel Mühe gegeben. Sehr viel mehr als ich es auf jeden Fall getan hätte.
so interessant ich die Diskussion auch finde, aber wäre es nicht besser den Foreneintrag zu löschen, jetzt wo die Person auch noch klagt. Man weiß ja nie, wer hier so mitliest.
Alles Gute Caro, ich hoffe es nimmt ein gutes Ende!
Matzexc1
25.01.2022, 07:15
Ein solches Verhalten ist an Unverschämtheit fast nicht zu überbieten. Du hast dein Bestes getan und dann sowas.
Ich wäre ebenfalls für das Löschen,
alles Gute und ich halte dir die Daumen.
agouti_lilac
25.01.2022, 09:32
Liebe Caro, du hast dir nichts vorzuwerfen. Das ist jetzt ärgerlich und nervig, aber es wird nichts daraus werden ausser heisser Luft.
Hier gab es ein paar gute Beiträge, wie man in so einer Situation zukünftig reagieren kann.
Was ich in diesem Thread leider auch gesehen habe, ist, dass manche User von dem miesen Verhalten einer einzigen Person auf eine Gruppe schliesst und den Rundumschlag beginnen. Da macht eine Beteiligung an der Diskussion für mich zumindest keinen Spaß.
Christoph_A
25.01.2022, 12:15
Und ich persönlich finde, daß solche Befindlichkeiten in einer Notaufnahme nichts verloren haben, ebensowenig wie religiöse, politische oder sonstige Ideologien. Entscheidend ist hier nur, daß man adäquat behandelt wird und daran gibt es aus dem Post des TE heraus nichts zu zweifeln.
Wer glaubt, seine Genderproblemchen über medizinische Relevanzen setzen zu können, scheint wohl nicht besonders krank zu sein.
LasseReinböng
25.01.2022, 20:14
Was ich in diesem Thread leider auch gesehen habe, ist, dass manche User von dem miesen Verhalten einer einzigen Person auf eine Gruppe schliesst und den Rundumschlag beginnen. Da macht eine Beteiligung an der Diskussion für mich zumindest keinen Spaß.
Diskriminierung von Transgender-Personen finde ich inakzeptabel, die Abneigung gegenüber der aktuellen linksgerichteten Bewegung ( Stichworte identity politics, intersectionality etc. pp. ) kann ich teilweise jedoch nachvollziehen...Menschen die sich permanent getriggert fühlen und ständig von Mikroagressionen und safe spaces faseln aber alles und jeden sofort niederbrüllen bzw. shitstormen der es wagt nicht ihrer Meinung zu sein "triggern" dann eben auch irgendwann Menschen aus der politischen/gesellschaftlichen Mitte die kein Verständnis für eine derartige Radikalität haben.
pineapple
25.01.2022, 21:50
Jeder darf jeden wegen allem anzeigen
Ob daraus was wird ist eine ganz andere Kiste ;)
Wenn er/ sie/ es (die non gender Person) ihre Therapie erhalten und die anderen Patienten ihre Therapie erhalten haben, und alles dokumentiert ist, würde ich mir keine Sorgen machen
ProximaCentauri
28.01.2022, 10:44
Spüre ich da reinsten Hass Sprech aus der galaktischen Nachbarschaft? ;-)
Nein, eigentlich gar nicht. Das ist halt die Realität, dass wir "Männer" und "Frauenbetten" haben. Ich wäre grundsätzlich auch lieber für Einzelzimmer für alle, aber das ist halt nun mal nix. Einzelzimmer zusammenlegen mache ich bei Palliativpatienten oder Isopatienten etc. auch mitten in der Nacht, aber wer sich sonst nicht in der Lage fühlt ein Zimmer mit anderen Patienten zu teilen, muss sich halt privatversichern lassen - und auch dann wird da erst tagsüber sortiert. Ist halt keine sinnvolle Indikation um andere Patienten mitten in der Nacht zu wecken und umziehen zu lassen.
Ich würde da auch nicht nach biologischem Geschlecht einteilen, sondern eben fragen, ob Männer/Frauenzimmer bevorzugt werden, weil das die Option ist, die ich mitten in der Nacht habe.
Endoplasmatisches Reticulum
28.01.2022, 10:55
Du legst einen Mann ins Frauenzimmer, wenn der das will, ohne die Frauen zu fragen, ob die das wollen?
Bonnerin
28.01.2022, 17:02
Du legst einen Mann ins Frauenzimmer, wenn der das will, ohne die Frauen zu fragen, ob die das wollen?
Ich glaube, es ging hier nicht darum, wenn die Person schon bei der Aufnahme m/w angibt, sondern um den Umgang mit Patienten, die sich als divers identifizieren.
Gerade die besonders machohaften, heterosexuellen Männer werden (überspitzt gesagt) glaube ich eher selten "divers" angeben, nur um dann auf ein "Frauenzimmer" zu kommen...
Endoplasmatisches Reticulum
28.01.2022, 17:27
Gerade die besonders machohaften, heterosexuellen Männer werden (überspitzt gesagt) glaube ich eher selten "divers" angeben, nur um dann auf ein "Frauenzimmer" zu kommen...
Da machst du es dir jetzt sehr einfach. Gerade Transfrauen und nichtbinären Männern ist das biologische Geschlecht oft sehr deutlich anzusehen und/oder anzumerken. Dazu kommt, dass es gerade im nichtbinären Spektrum regelhaft keinen immanenten Drang gibt, das gegenteilige biologische Geschlecht optisch zu repräsentieren.
Die letzte transsexuelle Person, die ich betreut habe, war (überspitzt gesagt) Hagrid im Minirock.
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