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Feuerblick
18.08.2023, 17:43
Öhm…

Aber hey, KEINE UNIFORM!!! :-))

Autolyse
18.08.2023, 19:03
Ich habe, passend dazu, heute beim sinnlosen rumscrollen auf Instagram (während der Arbeitszeit! Jehova!) das Profil einer Person entdeckt, die Coachings anbietet mit denen man sich aus der Hölle des Beamtendaseins befreien kann und danach das Trauma, welches durchs Beamtensein entstanden ist, verarbeiten kann.
Ich wusste doch schon immer, dass Landesbedienstete nur rumsitzen, in dem Kontext ist das doppelt witzig. ;-)

Bille11
18.08.2023, 20:33
Alles Schneeflöckchen!

ehem-user-19-05-2025-1430
18.08.2023, 20:52
Manche getätigten Fremdbezeichnungen sagen mehr über einen selbst aus als über die eigentliche Zielgruppe...

“ Der Wirtschaftswissenschaftler Keir Milburn sieht den Begriff Generation Snowflake als eine Strategie der politisch Rechten, um von sozioökonomischen Ungleichheiten entlang der Generationen abzulenken. Die Millenials-Generation sei wie kaum eine Generation zuvor mit ökonomischen Herausforderungen konfrontiert, so mit sinkenden Löhnen, steigenden Preisen für Wohnraum und in einigen Ländern hohen Schulden durch Studiengebühren. Politisch Rechte würden versuchen, diese ökonomische Schieflage dadurch zu verschleiern, indem man die Ansprüche der jüngeren Generation kritisiert und sie als ungerechtfertigt darstellt.[13]
(....)
Die britischen Populismusforscher Aurelien Mondon und Aaron Winter sehen den Begriff Snowflake als Teil einer gefährlichen Selbstverteidigungs-Strategie rechter Populisten in der Debatte um Redefreiheit. Snowflakes würden ihnen zufolge ihre Schwäche und Überempfindlichkeit durch Deplatforming und Cancel Culture schützen. Rassismus erscheine dann als persönliche Beleidigung ohne echte soziale Auswirkungen für die von Rassismus Betroffenen. Ironischerweise seien aber gerade diejenigen, die Vorwürfe gegen Snowflakes erheben, oftmals nicht in der Lage, anzuerkennen, dass ihre Positionen nicht zensiert werden, sondern nur nicht willkommen seien oder keinen Zuspruch erführen.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Snowflake

anignu
19.08.2023, 00:21
Was das Entscheiden angeht, haben auf meiner letzten Klinikstelle sogar die Oberärzte solche immer vom Chef absegnen lassen müssen - der wollte alles wissen, und über alles den Überblick behalten, und hat seinen Leuten offenbar nicht vertraut.
Es kann auch genug Gründe geben dass man eine Entscheidung vom Chef abgesegnet haben WILL!
Mach ich auch. Wieso soll ich mir manche Schuhe alleine anziehen? Es gibt besch... Fälle, medizinisch, politisch, was auch immer, und da sollte der Chef Bescheid wissen. Würde mich nerven wenn das viele wären, aber manchmal ist es nicht schlecht wenn man den Chef schonmal informiert wenn der Karren auf dem Weg in den Dreck ist. Wenn man das richtig anstellt hat man in anderen Fällen wieder seine Ruhe ;-)

https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Snowflake
Gut zu wissen. Auch spannend von der Überlegung her dass es sich bei der Generation Schneeflocke um eine gesamte Generation handelt die alle, also quasi alle gleich, auf ihre Einzigartigkeit wert legen. Auch witzig von der Überlegung her.
Generation Schneeflocke ist also Gen Y in abwertender Manier. Während aber schon schön langsam die ersten Gen Z ler kommen... Verrückt.

Tramaldol
19.08.2023, 02:43
Irgendwann müssen die alten ihren Krempel auch mal loslassen. So oder so. Lebend kommt keiner raus.

Endoplasmatisches Reticulum
19.08.2023, 07:42
Generation Schneeflocke ist also Gen Y in abwertender Manier. Während aber schon schön langsam die ersten Gen Z ler kommen... Verrückt.

Wenn du noch 3 - 4 Jährchen wartest, strömen bereits die ersten Gen Alphas an die Unis :)

Schneeflöckchen ist doch ein schöner Begriff. Chefkekse können ÄiW so nennen und ÄiW können Chefkekse so nennen. Und alle haben sie irgendwo Recht.

Thomas24
19.08.2023, 11:21
Es kann auch genug Gründe geben dass man eine Entscheidung vom Chef abgesegnet haben WILL!
Mach ich auch. Wieso soll ich mir manche Schuhe alleine anziehen? Es gibt besch... Fälle, medizinisch, politisch, was auch immer, und da sollte der Chef Bescheid wissen. Würde mich nerven wenn das viele wären, aber manchmal ist es nicht schlecht wenn man den Chef schonmal informiert wenn der Karren auf dem Weg in den Dreck ist. Wenn man das richtig anstellt hat man in anderen Fällen wieder seine Ruhe ;-)

Absolut. Es heißt ja nicht umsonst: melden macht frei!

Autolyse
19.08.2023, 11:53
Absolut. Es heißt ja nicht umsonst: melden macht frei!
Bitte vollständig zitieren. Es heißt: Melden macht frei und belastet Vorgesetzte.

Auf den zweiten Halbsatz kommt es an, denn Führungsverantwortung ist unteilbar.

mbs
19.08.2023, 22:34
"... extrem sensibel, emotional hochverletzlich und wenig resilient zu sein sowie sich für einen hohen Lebensstil anspruchsberechtigt zu sehen. Es wird ihnen unterstellt, dass sie bei der leisesten Kritik wie Schneeflocken schmelzen..."

Damit kann ich mich nicht identifizieren. Dazu habe ich zu viel hinter mir.

Was denke ich etwas untergegangen ist, dass es mich stört, wenn eine gewisse Selbstbestimmung verweigert wird, wie bei genannter Kollegin. Dass Aufmucken sanktioniert wird, selbst wenn gute Arbeit geleistet - und viel Stress ausgehalten - wurde.

Entbehrungen sind nicht das Problem, Ästhetik auch nicht, nur eine gewisse Fairness, und das Recht auf Individualität. Und ja, neuere Generationen ist das vielleicht etwas wichtiger als den "älteren", nur entscheiden nach wie vor überwiegend letztere wie die Dinge zu laufen haben.

Endoplasmatisches Reticulum
19.08.2023, 23:14
Dass Aufmucken sanktioniert wird, selbst wenn gute Arbeit geleistet - und viel Stress ausgehalten - wurde.
Natürlich wird Aufmucken sanktioniert. Was denn sonst?

Corporate Culture:
Regel Nr. 1: Aufmucken kannst du dir erlauben, wenn du ein Superstar bist.
Regel Nr. 2: Superstar ist derjenige, den der Chef dafür hält.
Regel Nr. 3: Ein Superstar unter lauter Superstars ist kein Superstar.

mbs
20.08.2023, 18:43
Guter Punkt, nur geht es nicht darum, ein "Superstar" zu sein, sondern vielmehr darum, dass Platz für Individualität und eigene Entscheidungen bleibt. Und da sehe ich Defizite; es sollte mehr Wahlmöglichkeiten und Spielräume geben.

Tramaldol
20.08.2023, 22:44
Also das kommt auf's Fach (+Leitung) an. Wenn man da in der Chirurgie ist, kann man da in der Regel nicht soviel erwarten. Aber das weiß bereits jeder Famulant nach dem ersten Tag.
Für Fächer wie Psychiatrie, Psychosomatik oder Transfusionsmedizin finde ich den Vergleich mit dem Militär nicht passend.

mbs
21.08.2023, 15:56
Darf man in letzteren wirklich alles? Glaube ich eher nicht. Bei Transfusionsmedizin gelten "Schutzvorschriften", bei den Psycho-Fächern muss man wieder mal etwas "repräsentieren". Die Psychologen scheinen etwas freier, aber bei Ärzten gelten scheinbar strengere Richtlinien. Zumindest habe ich es so erlebt, wobei ich auch nur begrenzte Kontaktpunkte (Studium, Konsile etc) damit hatte.

Philip_MHH
21.08.2023, 16:44
Vielleicht wäre Sozialpädagogik für mbs doch das bessere Studienfach gewesen…. Irgendwann hört es doch auch mal auf…

nie
21.08.2023, 17:36
Was heißt denn „alles dürfen“? Wie stellst du dir denn das „freie Leben“ als Arzt so vor?

Letzten Endes gibt es doch in jedem Beruf der Welt Regel, Vorschriften und Vorgesetzte. Selbst als Selbstständiger muss man sich an gewisse Regeln halten wenn man sein Geschäft nicht gegen die Wand fahren will.

rafiki
21.08.2023, 18:55
bei den Psycho-Fächern muss man wieder mal etwas "repräsentieren".

Was genau muss man sich darunter vorstellen?


Die Psychologen scheinen etwas freier, aber bei Ärzten gelten scheinbar strengere Richtlinien.

In Bezug auf was?

Autolyse
21.08.2023, 19:25
Letzten Endes gibt es doch in jedem Beruf der Welt Regel, Vorschriften und Vorgesetzte. Selbst als Selbstständiger muss man sich an gewisse Regeln halten wenn man sein Geschäft nicht gegen die Wand fahren will.
Brauchen Sie unbedingt eine Rechnung?

Endoplasmatisches Reticulum
21.08.2023, 20:01
Wann sind wir denn von "Es gibt oft Parallelen zwischen Dingen, die gemeinhin mit Militär assoziiet werden, und ärztlichem Alltag" abgedriftet zu "Nicht wie Militär zu sein heißt, immer alles tun zu können, was und wie man will"?

(Ich meine, ich hab' ja eh keine Ahnung. Wenn ich erzähle, dass man dem Chefarzt eher nicht auf den Tisch kacken sollte, kommen hier immer die üblichen Leute und erzählen mir, dass man das so gar nicht sagen kann und es sehr wohl Chefs gibt, die das gut finden und respektieren, und sie selbst es regelmäßig gemacht haben und immer gut damit gefahren sind. Von daher wundere ich mich jetzt etwas, dass das angeblich überall sonst sehr wohl so sein soll. Aber was weiß ich schon. :o) )

Bille11
21.08.2023, 20:09
Spätestens als Godwin‘s Law erfüllt war, wars vorbei. Seite 4 oder 5.