Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gendern in der Medizin
Feuerblick
11.01.2024, 09:01
Tut es ja nicht. Die Mehrheit lehnt es ab. Auch wenn die Mehrheit für eine Gleichberechtigung ist.
Ist das wirklich so?
Aber falls ja: Deswegen habe ich geschrieben „Wenn …“.
Je mehr man in den Krieg zieht, desto bockiger werden die, die meinen, es sei notwendig, sich nicht an die grammatikalischen Gegebenheiten zu halten. Also ignorieren und nicht mitspielen, dann erledigt sich das irgendwann.
Wir haben in diesem Land weiß Gott aktuell wirklich genug Probleme. Jeder, der das Gendern für eins dieser Probleme hält und sich daran abarbeitet, sollte dringend mal seinen Kompass überprüfen.
Feuerblick
11.01.2024, 09:56
Naja, das Gendern ist insofern ein „Problem“, dass sich rechtsorientierte Parteien daran abarbeiten und es als Argument nutzen. :-nix
Espressa
11.01.2024, 10:13
Tut es ja nicht. Die Mehrheit lehnt es ab. Auch wenn die Mehrheit für eine Gleichberechtigung ist.
Nochmal: Kennt ihr die "Sondersitzung: Gendern" aus der Reihe "Bullshit-Resistenz" von Huebl?
Das ist eine extrem gute Zusammenfassung des gesamten Themas. Beschäftigt sich mit der Studienlage, der Geschichte usw. usw...
Und geht eben auch auf Kritikpunkte ein. Eben unter anderem auf das Thema dass manche Gruppen das Gendern als Soziolekt verwenden um sich abzugrenzen.
Ich kann die Vorlesung wirklich jedem nur empfehlen!
Hab ich mir gerade angehört und stimme in allen Punkten zu!
Wirklich ein sehr guter, unaufgeregter Vortrag.
Naja, das Gendern ist insofern ein „Problem“, dass sich rechtsorientierte Parteien daran abarbeiten und es als Argument nutzen. :-nix
Aber man überhöht das Thema doch nur, wenn man sich dann als (fragl) demokratische Partei wie unsere geschätzte CxU hinstellt und „das Gendern verbieten“ will. Wieso darf das nicht einfach jeder so halten wie er mag? Wenn man schon was regeln will, dann einfach, dass niemand einen Nachteil haben darf wenn er genderneutrale Sprache benutzt und vice versa. Und dann wendet man sich den wirklich wichtigen Themen zu.
Endoplasmatisches Reticulum
11.01.2024, 11:33
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altalena
11.01.2024, 12:54
Tut es ja nicht. Die Mehrheit lehnt es ab......
Sehe es 1:1 wie Frau Pelz und würde gerne wissen, ob es zu dem Quote verlässliche Daten gibt, oder das nur so'n Gefühl ist.
Und wenn eine Klinik in einer Stellenausschreibung eine Fachärztin sucht, dann frage ich mich, wo das Problem ist?
Feuerblick
11.01.2024, 13:03
Warum glaubt eigentlich alle Welt, dass durch grammatikalisch richtige Anwendung von Worten Frauen „unsichtbar“ sind? Ich kenne tatsächlich in meinem Umfeld keine einzige Frau, die dieses Problem hat. Ich brauche keinen BürgerInnen-Steig, ich kann prima auf nem Bürgersteig laufen, ohne dass mein Ego Kratzer bekommt.
Ich lerne gerade Dänisch. Da gibt es sogar für die Krankenschwester nur eine männliche Form. Na und?
@Kandra: Die Politik fischt am rechten Rand, wo alles Neue, Unbekannte, Andersfarbige ungeliebt ist. Da MUSS man das Gendern zu etwas Schlechtem überhöhen, sonst wird man nicht gewählt. Im übrigen geht die CDU/CSU immer weiter nach rechts auf der Suche nach Wählerstimmen.
Das Gendern wird von rechts Instrumentalisiert, weil man damit ein starkes „wir-gegen-die“-Gefühl hervorrufen kann. Dieser Aspekt ist ähnlich wie bei der Klimawandel-Diskussion. Die AfD verspricht den Leuten, dass sie sich nicht ändern, nicht umstellen müssen und alle, die sie zu Änderungen überreden wollen, sind Feinde. Bloß fürs Gendern gibts halt deutlich schwächere Argumente als für die Energiewende und somit muss man sich echt fragen, wer trotzdem etwas von der Debatte hat. Vermutlich hat der ein-oder andere pseudo-Intellektuelle Freude daran, nicht-Gendernde-Menschen aus der Debatte auszuschließen. Vermutlich hat ein größerer Teil Stammtisch-Hansel Freude daran, sich daran abzuarbeiten wie schrecklich Gendern ist- und dem Großteil der Menschen ist es tatsächlich egal.
Mein persönliches Gefühl ist schon so, dass ich mich mehr angesprochen fühle, wenn jemand gendert. Es zeigt eben doch eine gewisse Sensibilität für Geschlechterunterschiede und das fehlt ja in der Medizin doch noch ganz schön… Aber im Großen und ganzen haben wir wirklich andere Probleme.
Endoplasmatisches Reticulum
11.01.2024, 13:33
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Espressa
11.01.2024, 13:41
Gendern ist halt völlig unnötig.
Im obig genannten Vortrag wird auf praktisch alle Aspekte eingegangen; und die vermeintlichen „Vorteile“ sind gar nicht mal gegeben, ist ja in verschiedenen Studien, Länder-, Sprach-, Kulturvergleichen darzulegen.
Im Gegenzug kostet es Geld.
Es erschwert die Lesbarkeit! Was mich überrascht hat: 30% der Bevölkerung haben grundsätzlich Mühe mit lesen oder leseverständnis. Die werden gequält und hah! diskriminiert? durch die Verkomplizierung. Da geht die Idee der inklusion doch eher nach hinten los.
Und ganz ehrlich, auch diese sprachliche übersensibilisierung dient doch keinem. Wenn man bei jedem Wort überlegen muss, ob man damit nicht irgendwem auf den Schlips tritt? Ich fand es unbeschwert einfach schön, als einem nicht sofort Boshaftigkeit unterstellt wurde, wo immer möglich. Und als das generische Maskulinum einfach noch alle eingeschlossen hatte. Was es ja genau genommen immer noch tut, nur zweifeln durch diese gender-Diskussionen eben immer mehr Leute daran…
Endoplasmatisches Reticulum
11.01.2024, 14:14
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Kackbratze
11.01.2024, 15:45
Hat sich jemand die Ausschreibung der MHH angeschaut und das eigentliche Problem erkannt?
ja...
bevor man anfängt zu gendern, sollte erstmal die Basis stimmen.
Endoplasmatisches Reticulum
11.01.2024, 16:09
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LasseReinböng
11.01.2024, 16:20
Aber bitte (w/d/m), nicht (w/m/d) und schon gar nicht (m/w/d).
Ob weiß, männlich, deutsch oder weiß, deutsch, männlich, darauf kommt es doch gar nicht an...
LasseReinböng
11.01.2024, 16:51
Die MHH hat gerade eine Stelle für einer "Fachärtzin" ausgeschrieben. Aaalter.
https://aerztestellen.aerzteblatt.de/web_html/344571/job2138.html
Ok, eine "Fachärztin" "(w/d/m)" soll laut Stellenbeschreibung ein "Facharzt" sein und Patient:Innen behandeln...so weit so gut.
So falsch und populistisch ich Verbotsdiskussionen finde, so erschreckend finde ich die Tendenz in unserer Gesellschaft, zu meinen man müsse jeden geistigen Dünnpfiff übernehmen, wenn er von links kommt, denn das sind ja angeblich immer die Guten. Warum die Anbiederung, warum das kritiklose Mitschwimmen im Strom ? Jede Wette, daß der CA der Klinik da selber nicht hintersteht, auch nicht die Leute im Vorstand.
Wenn man wissen möchte, wie hasserfüllt, intolerant und "toxisch" ein nicht unerheblicher Teil der linken woken Szene ist, schaue man sich die Zuständen an nordamerikanischen ("Elite"-)Universitäten an den Küsten an...ich hoffe, jedenfalls, daß es in Europa nicht so weit kommt. Wer nicht den woken Vorstellungen entspricht, wird gecancelt, niedergebrüllt, verbal oder physisch bedroht.
Wenn es nur ums Gendern ginge, würde ich auch sagen, Ball flach halten, sich abregen...
https://www.nzz.ch/feuilleton/alain-finkielkraut-wokeismus-ist-todeskult-ld.1771643
Feuerblick
11.01.2024, 16:53
Vermutlich kommt es nicht so gut an, wenn man der Bewerbung als Beleg dafür, dass man der deutschen Sprache mächtig ist, die Stellenanzeige mit Rotstift korrigiert beilegt? :-)) Ich meine, so ein Tippfehler kann mal passieren, aber bitte, das liest man vor dem Veröffentlichen doch nochmal durch und jedes dämliche Schreibprogramm dürfte das rot unterstreichen. Peinlich.
so erschreckend finde ich die Tendenz in unserer Gesellschaft, zu meinen man müsse jeden geistigen Dünnpfiff übernehmen, wenn er von links kommt, denn das sind ja angeblich immer die Guten.
Das kommt daher, dass die meisten Leute nicht abstrahieren können. Der neue Faschismus kommt eben nicht und sagt: "Ich bin der Faschismus." Der kommt und sagt: "Ich bin der Gute."
Endoplasmatisches Reticulum
11.01.2024, 18:28
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