Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gendern in der Medizin
Espressa
13.01.2024, 08:34
Zum Thema gendern empfehle ich insbesondere Kandra und Fr.Pelz den genannten Vortrag (https://youtu.be/yvMGFeQ1gsI?si=70mZn-g31MbW9G6F) anzusehen, damit vielleicht etwas klarer wird warum wir, die gegen das gendern sind, so denken.
Ja, du hast recht. Wenn ich das nächste Mal 2:35h Zeit habe, sehe ich ihn mir an. Bis dahin schreibe ich nichts mehr zum Gendern, schon um das Niveau nicht auf Rafiki-Ebene sinken zu lassen. Es wundert mich aber schon, dass da nicht mehr Widerspruch so so einer Aussage kommt. Das hat nämlich übrigens schon Erika Steinbach behauptet und wurde mehrfach widerlegt. Zb hier https://www.gespraechswert.de/rechts-oder-links-einordnung/
"Im Unterschied zu Nationalsozialisten akzeptierten Sozialisten Menschen als gleich an Wertigkeit, während die Nazis die Rasse und den Deutschen als besonders wertvoll hervorhoben und Menschen jüdischer Herkunft kurzerhand als nichtdeutsch definierten, um an ihr Geld zu kommen bzw. die Arbeitslosigkeit in mordender Weise zu reduzieren."
Espressa
13.01.2024, 10:05
@Fr. Pelz: wiedergabegeschwindigkeit hochdrehen spart Zeit! ;-) Rafiki hab ich doch glatt übersehen…
@rafiki: ich finde dein Kommentar tut nichts zur Sache, ehrlich gesagt kann ich dir auch nicht ganz folgen inwieweit die „rechte“ gesinnung eigentlich eine „linke“ sein soll (oder umgekehrt?). Aber würde das an dieser stelle auch nicht weiter ausführen wollen.
Endoplasmatisches Reticulum
13.01.2024, 10:18
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Bender B. Rodriguez
13.01.2024, 10:58
Ich hoffe, ich darf das hier zitieren:
Einfach ignorieren. Rafiki hat gerade eine Edgelord-Phase. Mehr als Trollposterei kam da schon länger nicht mehr. [...]
Im Gegensatz zum Gendern finde ich, dass bei rechtem Gedankengut eben doch immer widersprochen werden muss. Das ist deutlich gefährlicher als jede identitätspolitische Debatte, weil demokratiegefährdend.
Endoplasmatisches Reticulum
13.01.2024, 12:45
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Der große Unterschied ist aber, selbst wenn man Leute „cancelt“ (was meiner Meinung nach häufig ein „mimimi man darf ja gar nichts mehr sagen“ ist-, das sich in dem Moment ad absurdum führt, in dem man es sagt), geht das gegen einzelne und nicht gegen ganze Gruppen. Es ist äußerst selten Gewalt dabei - und die jüngst öffentlich gewordenen deportationsphantasien von rechts sind da eine ganz andere Hausnummer.
Da geht es gegen GRUPPEN- die häufig nichts für ihre Diskrimination können, zb ihre Hautfarbe. Bei „cancel Culture“ gegen das Gendern geht es gegen einige wenige Personen, die sich sehr wohl entscheiden können, was sie sagen.
Endoplasmatisches Reticulum
13.01.2024, 15:30
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Wenn Linke behaupten, sie würden im Gegensatz zu Rechten das Individuum anstatt der Gruppe betrachten,
Tun sie das ernsthaft? Im Sozialismus, egal ob nationaler oder internationaler Art, war und ist genau das Gegenteil de Fall: du bist nichts, das Kollektiv (Volk) ist alles. Einher damit geht natürlich, dass die Kindererziehung weitestgehend in die Hand der ideologischen Staatsorgane kommt.
Endoplasmatisches Reticulum
13.01.2024, 17:22
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Intersektionalismus ist ein Grundbaustein linker Ideologie und Paradebeispiel einer Ingroup-Outgroup-Klassifizierung nach äußeren Merkmalen. Geschlecht, sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Religion etc. Wenn Linke behaupten, sie würden im Gegensatz zu Rechten das Individuum anstatt der Gruppe betrachten, ist das für mich äußerst fadenscheinig, vielleicht schon Täuschung. Aber was weiß ein alter weißer hetero cis Mann vom Kollektivismus der Linken, nech. Ich traue denen da kein Nanogramm mehr als den Rechten.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was du mit diesem Satz ausdrücken möchtest. Zum letzten Teil möchte ich aber anmerken, dass ich diese Einstellung brandgefährlich finde. Wenn Canceln von Individuen okay sein soll, weil die sich ja selbst dazu entschieden haben, nicht die Schnauze zu halten, dann entscheidet nur die Leitkultur darüber, ob du für dieselben Worte Beifall bekommst oder weggesperrt wirst. Was ist die Konsequenz, wenn die Leitkultur sich wandelt oder gar von der einen Seite des Pendels auf die andere umschwenkt? Ich werde nie verstehen, wie man autoritäre Strukturen und Mechanismen befürworten kann, nur weil man naiv genug ist, zu glauben, dass diese sich nie gegen einen selbst richten werden. Für dieselbe Argumentation aus dem rechten Lager hätte der Durchschnitts-Linke Schaum vorm Mund.
Ich befürworte keine autoritäre Strukturen und Mechanismen. Weggesperrt wird hier auch keiner, weil er nicht gendert. Es gibt keinem Zwang dazu und der wird auch nicht kommen, WEIL wir demokratische Strukturen haben.
Und die Gefahr für die Demoratie geht ganz klar von Rechts aus... Auf dem Potsdamer Treffen wurden doch tatsächlich die Legitimität von Wahlen angezweifelt. Sowas kommt nicht von Links. Du unterstellst den Linken Täuschung - aber gegen die Rechten, die ganz klar sagen, wie sie den Staat unterwandern wollen, hast du nichts?
Ja, du hast recht. Wenn ich das nächste Mal 2:35h Zeit habe, sehe ich ihn mir an.
Nimm dir die Zeit. Einfach mal abends, irgendwie geht das schon. Und es ist wirklich spannend.
Ich wollte mir irgendwann auch die ganze Reihe anschauen. Ein paar Vorträge hab ich auch schon geschafft. Aber meine selbstgesetzten Prioritäten lassen das grad nur nicht zu. Grad läuft ein NFL Playoff Game mit den Chiefs, da geht das einfach nicht ;-)
Naja. Die meisten Linken sind halt Champagnersozialisten ...
Aber leider nicht weniger gefährlich für Kultur und Gesellschaft und in ihrem Kern zutiefst menschenverachtend.
Kackbratze
14.01.2024, 10:50
[quote]Es gibt keinem Zwang dazu und der wird auch nicht kommen, WEIL wir demokratische Strukturen haben. [\quote]
Soso, keinen Zwang.
Notenabzug bei Abschlussarbeiten sind also kein Zwang. Man nimmt freiwillig die schlechtere Note?
Naja ich sag mal so - in Russland wo WIRKLICH autoritäre Strukturen herrschen und du für die falsche Meinung ins Gefängnis kommst, würde man sich über nur einen Notenabzug freuen. Und in Abschlussarbeiten muss man nicht wirklich seine persönliche Meinung ausdrücken können oder? Da gibts formelle Anforderungen und wenn das Gendern dazu gehört, so what?
Im Deutsch-Abi durfte ich nur ein Viertel der Seite beschreiben, hat mich voll geärgert wegen der Papierverschwendung, aber es gab da so einen Zwang...
Und selbst das ist doch nur eine Richtlinie, die die Institution Schule oder Uni beschlossen hat, das ist immer noch etwas ganz anderes als ein Gesetz...
Kackbratze
14.01.2024, 16:57
Dann wäre ja der Umkehrschluss, also Notenabzug, wenn man gendert, genausowenig ein Problem. So what?
Endoplasmatisches Reticulum
14.01.2024, 17:12
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Zu 1. Es gibt natürlich immer auch Bedeutungsvorgaben und die gab es auch schon immer. Es gibt IMMER einen weiten Ermessensspielraum auch bvei wissenschaftliuchen Arbeiten. Die werden z.B nach Originaliät beurteilt - das ist doch aber sehr Gutachterabhängig - unbd hat damit Einfluss auf den Inhalt. In der Medizin an einer Massenuni wird das weniger so sein, aber wenn ich in einem kleinen Fach promoviere, weiß ich wer da der Gutachter sein könnte und welche Meinung der vertritt. Und entweder ich schreibe meine Arbeit so, dass sie dem Mainstream entspricht - oder eben nicht. Dann könnte es sein, dass ich für einen originellen Gedanken gefeiert werde- oder eben nicht. Und so entwickeln sich Strömungen, Trends, Denkschulen... und tada da hatte wohl jemand Einfluss auf die Semantik.
Ja, das Gendern hat also Einfluss aufs Denken - aber GENAU DAS GAB ES SCHON IMMER. Und das wird es auch immer geben. Und retrospektiv wird man sehen, wie dieser Einfluss zu bewerten ist. Vielleicht gibt es auch an den Unis einen Backslash. Dann haben wieder andere Einfluss aufs Denken. Ich bleibe aber dabei, dass es ein Einfluss ist und kein Zwang.
Und wenn dann einzelne Uniprofessoren jammern, weil sie gendern "müssen", damit sie nicht "gecancelt" werden, und ein paar Vorstände, weil sie ihre Stellenanzeigenformate ändern sollen, ist das ein Minderheitenproblemchen. Der Otto-Normal-Bürger wird nicht zum Gendern gezwungen. Und der Otto-Normal-Student wird achselzuckend in seiner Arbeit gendern, so wie er halt auch bei einer statistischen Arbeit sich beraten lassen MUSS und sich Versuchsarbeiten von der Ethikkomission bewilligen lassen MUSS.
Kackbratze
14.01.2024, 20:42
Luxusprobleme von Minderheiten. Logisch.
Ich halte das da mit Martin Niemöller, der hat das am Ende ja erkannt.
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