Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gendern in der Medizin
Christoph_A
15.01.2024, 07:22
Die Diskussion ist mir generell zuwider, da sie zu exakt nichts führen wird. Nur eines sei an dieser Stelle gesagt: Die Zeiten, in denen ideologiegetriggerte Umerziehungsversuche, egal ob von rechts oder links, einfach so hingenommen werden, sind vorbei.
An dieser Stelle widerspreche ich Frau Pelz ausdrücklich: Otto Normal Student wird, wenn er es ablehnt, nicht mehr achselzuckend gerndern, sondern eine gerechte Bewertung einfordern. In den Schulen übrigens genauso, schlechtere Bewertungen aufgrund nicht gendern werden immer weniger akzeptiert und es wird, im Gegenteil, massiv seitens der Eltern dagegen vorgegangen.
In Bayern hört sich das ganze jetzt eh durch das Verbot der Staatsregierung hoffentlich bald auf, außer ein paar Leerkörpern in Großstadtblasen ist hier eh die überwiegende Mehrheit dagegen.
LasseReinböng
15.01.2024, 18:32
Viele, auch Akademiker, wissen nicht, dass der Nationalsozialismus eine üble linke Ideologie war bzw. ist. Und diese menschenverachtende Denken. steckt in vielem, was sich heute hinter Gutmenschentum versteckt - in jeglicher Couleur antidemokratisch und antirechtsstaatlich bis aufs Blut.
Mal unabhängig vom Nationalsozialismus - links und rechts sind sowieso grobe Vereinfachungen und an den Rändern zeigt sich immer wieder, daß es signifikante Überschneidungen gibt, was Intoleranz und antidemokratische Denkweisen betrifft. Beim Thema Antisemitismus denke ich, daß die woke Linke global gesehen die Rechten eingeholt hat, was wirklich abstoßend ist.
In Deutschland gibt es zumindest bei einigen Linken noch ein Bewußtsein dafür, was Antisemitismus ist… aber die globale Generation Woke kann man in der Pfeife rauchen.
Luxusprobleme von Minderheiten. Logisch.
Ich halte das da mit Martin Niemöller, der hat das am Ende ja erkannt.
Du meinst jetzt rafiki, oder?
Endoplasmatisches Reticulum
16.01.2024, 09:50
......
Kackbratze
16.01.2024, 16:13
Du meinst jetzt rafiki, oder?
Nein, dein Argument, dass es nur Minderheiten betrifft.
Ja ist schon relativ nah an der Gesamtgesellschaft, das Forum hier: Jemand lässt einen ziemlich rechten Spruch vom Stapel, das wird dann so stehen gelassen oder verharmlost nach dem Motto"ach lass den doch, das ist der Foren-Nazi"- während das Gendern der nächste Holocaust ist... ihr macht euch wirklich lächerlich damit zu glauben, dass diese "Ideologie" quasi den Weltuntergang bedeutet. Ich bin wie gesagt, nicht mal dafür- ich bin dagegen, dass man der Sache einen großen Stellenwert beimisst.
Aber oh nein, das könnte NOTENABZUG bedeuten und das ist ja quasi das schlimmste was passieren kann. Vor allem in Bayern. Da dürfen überall Kreuze in den Schulen aufgestellt werden, aber wehe es kommt jemanmd mit einer Ideologie daher - oh wait.
Espressa
16.01.2024, 20:00
Die Frage ist halt, muss man etwas, das quasi schon immer so war, UND grundsätzlich gut war - die Sprache - (oder wenn du Fr.Pelz so willst, die Kreuze in Räumen) unbedingt ändern? Zumal die Mehrheit es so beibehalten will?
Ich finde man muss nicht, und man darf sich dann dagegen wehren.
Das sprechen wir hier an, die Sprache wird völlig grundlos verhunzt und man sollte nicht mitmachen nur aus Sorge, irgendwer wäre sonst zu “unsichtbar“.
Also echt, grad Medizin, wo es eh schon mehr weibliche als männliche Studenten gibt!
Kackbratze
16.01.2024, 20:10
Ich empfehle von Klemperer - LTI, da bekommt man mal einen Einblick, wie ein System die Sprache korrumpiert hat für die eigenen Ziele.
Und wie entweder die Leidtragenden oder auch die Nutzer sich in diesen Sprachveränderungen selber verändert oder anpassen mussten.
Natürlich waren das damals die Bösen, die Guten heutzutage nutzen die Sprachumstellungen nur zu ihrem Besten.
Ich bleibe da bei meinem "niemals wieder", egal welches Mäntelchen sich umgelegt wird.
Mir wurde damals beigebracht "alle Menschen sind gleich, also behandele sie gleich".
Ich persönlich beobachte, dass in den letzten 10-15 Jahren Menschen nicht mehr alle gleich sind, sondern manche entweder hofiert werden oder für sich selber Podeste im Namen der Gleichheit einfordern.
Und wenn man darauf hinweist, dass ein Podest in einer Menschenmenge eben nicht mehr Gleichheit bedeutet, nunja, die Antwort wird regelmäßig in Film, Funk und Fernsehen und auch in diesem Forum gegeben.
Dementsprechend weiche ich da nicht zurück, weil Freiheit und Gleichheit erreicht man nicht mit Appeasement.
Sprache ändert sich eh dauernd und das ist ja auch gut so. Ich sehe jetzt keine Institution, die allen das Gendern aufoktroyiert. Natürlich müssen wir uns alle auf gewisse Regeln einigen, es darf ja auch keiner mehr in seiner Abschlussarbeit oder in einer Werbeanzeige mehr das N-Wort benutzen. Es gibt aber kleine Bäcker, die weiterhin den Schokokuss unter seinem alten Namen anbieten. Weder zwingt jemand den Bäcker, den Schokokuss umzubenennen, noch zwingt mich jemand, den Schokokuss zu kaufen und so wird es mit dem Gendern auch sein. Das ist einfach wahnsinning viel Blah um nichts und legt meiner Meinung die wahren sensibiltäten dar...
Kackbratze: es ist mir wirklich unverständlich, wie du ernsthaft glauben kannst, mit dem Gendern starte der nächste Holocaust. Die Afd spricht von Remigration -DAS ist die Sprache des dritten Reiches. Höckes Buch spricht die Sprache des dritten Reiches. DAS sind die wahren Probleme. Die Rechten haben sich das Mäntelchen umgelegt, die framen die Diskussionen. DIE unterscheiden Menschen nach Hautfarbe- wo ist da deine Gleichheit? Wieso regst du dich nicht über die auf? Die haben Pläne für Deutschland. Die Leute, die eine geschlechtersensible Sprache sprechen, haben keine Deportationspläne. Nicht mal für Anti-Gender-Vertreter, glaub mir :-D
Kackbratze
16.01.2024, 20:38
Bums. Die magische Keule.
Welche Buzzwords fehlen noch?
Im übrigen reden wir hier vom gendern, wenn Du über die Politik von Parteien reden willst, sollten wir das davon auch abtrennen, schließlich hat nicht die AfD sondern die Regierung in Bayern das gendern untersagt.
Und eine Universität oder Schule die das Gendern vorschreibt, damit nicht Noten verschlechtert werden oder Förderung verloren geht IST EINE STAATLICHE INSTITUTION.
Oder habe ich was verpasst in Deutschland?
Doch, es gibt noch Bäcker, die Negerküsse verkaufen und Restaurant, die Zigeunerschnitzel anbieten und es gibt Mohrenapotheken, kaum zu fassen!
Endoplasmatisches Reticulum
16.01.2024, 22:02
..........
Christoph_A
17.01.2024, 08:01
Besonders drastisch erkennbar am widerlichen Antisemitismus, der sich in der "woken" Bewegung nach den Attentaten in Israel für alle sichtbar (gell, Frau Thunberg) Bahn gebrochen hat. An der Haltung dieser Menschen sieht man schön, daß die gute alte Hufeisentheorie immer noch Recht hat, auch gerade übrigens gut bei Frau Russen- äh, Wagenknecht zu sehen. Deren Parteiprojekt deckt ja schon mal schön AFD Forderungen ab.
Was Deine Auslassung betrifft, @Frau Pelz, natürlich ist ein Benachteiligung struktureller Natur nicht hinnehmbar und durchaus einem Zwang zum gendern, auch wenn Du das natürlich nicht wahrhaben willst, gleichzusetzen. Und es sollte nicht überraschen, wenn die übergroße Mehrheit der Bevölkerung da dann irgendwann ein Stopzeichen setzt. Bratze hat da in seinem Post eigentlich schon alles gesagt.
P.s.: Das Kreuzdingens vom Söder finde ich übrigens selber eher so semi, aber hierzu gibt es ja seit kurzem ein höchstrichterliches Urteil, somit wird man tatsächlich damit leben müssen. Vielleicht schafft Ihr das ja auch mal zum gendern, wobei ich da doch meine Bedenken habe.....
Espressa
17.01.2024, 08:01
Ja das N-Wort, danke Fr.Pelz.
In Vorarlberg gab es vor über 250 Jahren einen Herrn Mohr, der Bier braute und es Mohrenbräu nannte. Und irgendwo gibts eine Familie Neger, die seit Generationen einen Dachdeckerbetrieb hat. Und wo jeder andere seine Firma nennen kann wie sich selbst, wird bei manchen plötzlich ein Aufheben gemacht. Und ich halte auch das für eine unangenehme Frucht dieser sprachlichen Übersensibilität. Weil es in diesem Kontext nichts, absolut gar nichts mit Unterdrückung oder Respektlosigkeit zu tun hat.
Und Menschen sollen sich aufs wesentliche konzentrieren, auf einen angemessenen Umgang, und nicht auf Wortklauberei.
Ein Wort ist solange ein Wort, bis ihm die Gegenseite eine Bewertung vergibt. Erst dann wird es eine Beleidigung. (Oder auch nicht, manche Gruppen untereinander nennen sich alles mögliche, ohne es als abwertenden Angriff zu meinen). Und schlechter Umgang geht auch ganz wortlos, wenn es sein muss.
Wie wäre es, wenn wir uns nicht so sehr an Wörtern aufhängen würden, sondern es einfach tatsächlich leben dort wo es uns begegnet?
Feuerblick
17.01.2024, 08:37
Sehe ich genauso, Espressa und Christoph!
piandorable
17.01.2024, 13:59
Ein Wort ist solange ein Wort, bis ihm die Gegenseite eine Bewertung vergibt. Erst dann wird es eine Beleidigung. (Oder auch nicht, manche Gruppen untereinander nennen sich alles mögliche, ohne es als abwertenden Angriff zu meinen). Und schlechter Umgang geht auch ganz wortlos, wenn es sein muss.
Wie wäre es, wenn wir uns nicht so sehr an Wörtern aufhängen würden, sondern es einfach tatsächlich leben dort wo es uns begegnet?
Du kannst nicht abstreiten, dass Wörter schon eine gesellschaftliche Konnotation erhalten, ob das nun so gemeint war oder nicht. Ein Arschloch ist erstmal eine anatomische Struktur, dennoch darf ich niemanden so bezeichnen, ohne Gefahr zu laufen dafür bestraft zu werden, weil es eben allgemein als Beleidigung aufgefasst wird.
Da ich einer Minderheit angehöre und dennoch einfach nur ein unaufgeregtes und unauffälliges Leben führen möchte, werde ich eben hellhörig, wenn jemand das Wort "Schwuchtel" benutzt. Wenn ich die Person nicht weiter kenne, muss ich erstmal aus Gründen des Selbstschutzes davon ausgehen, dass von dieser Person eine Gefahr für mich ausgeht. Ich bin grundsätzlich umsichtig, wann und wie ich mich oute (aka erzähle, dass ich einen Ehemann habe), weiß aber mit Sicherheit, dass ich das in so einem Umfeld auslassen würde.
Nichtsdestotrotz würde ich mir wünschen, dass es weder ein Genderzwang noch ein Genderverbot gäbe, dass man also beispielsweise in Promotionen selbst entscheiden kann, welche Form man nutzt. Denn ich erlebe es oft, dass sich Leute derart am Gendern aufhängen, dass z.B. unter Videos kaum eine Diskussion um das eigentliche Thema entsteht, sondern eben die nächste "Debatte" ums Gendern und damit ein Moderator des Formats "Die da oben" sich gezwungen sah, mit dem Gendern aufzuhören.
Kackbratze
17.01.2024, 18:34
Nichtsdestotrotz würde ich mir wünschen, dass es weder ein Genderzwang noch ein Genderverbot gäbe
Amen.
Uh, Politik! Wenn das bloß nicht immer alles so auswendig gelernt klingen würde ...
Kaum jemand im politischen Mainstream ist derzeit so sehr fixiert auf Hautfarbe, wie die zunehmend den Diskurs vergiftende Linke. Die gesamte Denkweise des Intersektionalismus fußt auf dem Dogma, Menschen anhand von Herkunft, Rasse, Geschlecht, Vögelvorliebe, Religion etc. in Gruppen einzuteilen und diesen unterschiedliche Werte, Boni und Strafen zuzuweisen.
Linke Rhetorik im Jahr 2024 ist rassenkollektivistische Hetze im Schafspelz, die jeden Nazi zum Orgasmus treiben dürfte. Selbst die klassisch rechtsextremen Forderungen nach Kulturreinheit und Segregation hat die Linke für sich neuentdeckt und ist zunehmend bestrebt, sie erneut massentauglich zu machen – siehe „kulturelle Aneignung“ und „Safe Spaces“.
Das ist doch völliger Quark.
Safe Space - Raum den ich freiwillig aufsuche um unter "meinesgleichen" zu sein ohne Disriminierung befürchten zu müssen.
Segregation- Raum, den ich zwangsweise zugewiesen bekomme durch Disriminierung.
kulturelle Aneignung - ich greife herausragende Merkmale anderer Kulturen heraus, um ggf einen Vorteil daraus zu bekommen ohne mir die negativen Aspekte der (Geschichte der) Kultur bewusst zu machen - kann man als unsensibel kritisieren
Kulturreinheit - ich möchte "meine" Kultur von anderen Einflüssen fernhalten- kann man als weltfremd kritisieren, da jede Kultur Einflüsse von anderen beinhaltet.
Und bei Intersektionalität geht es um unterschiedliche Mechanismen der Diskriminierung. Was du beschreibt ist ja eher ein chinesisches Menschenbewertungssystem.
Besonders drastisch erkennbar am widerlichen Antisemitismus, der sich in der "woken" Bewegung nach den Attentaten in Israel für alle sichtbar (gell, Frau Thunberg) Bahn gebrochen hat. An der Haltung dieser Menschen sieht man schön, daß die gute alte Hufeisentheorie immer noch Recht hat, auch gerade übrigens gut bei Frau Russen- äh, Wagenknecht zu sehen. Deren Parteiprojekt deckt ja schon mal schön AFD Forderungen ab.
Was Deine Auslassung betrifft, @Frau Pelz, natürlich ist ein Benachteiligung struktureller Natur nicht hinnehmbar und durchaus einem Zwang zum gendern, auch wenn Du das natürlich nicht wahrhaben willst, gleichzusetzen. Und es sollte nicht überraschen, wenn die übergroße Mehrheit der Bevölkerung da dann irgendwann ein Stopzeichen setzt. Bratze hat da in seinem Post eigentlich schon alles gesagt.
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Dann erkläre mir doch bitte, wo die "übergroße Mehrheit der Bevölkerung" zum Gendern gezwungen wird?
Eine schlüssige Antwort darauf würde ja endlich mal mein Argument widerlegen.
Espressa
17.01.2024, 20:55
Dann erkläre mir doch bitte, wo die "übergroße Mehrheit der Bevölkerung" zum Gendern gezwungen wird?
Eine schlüssige Antwort darauf würde ja endlich mal mein Argument widerlegen.
Die Mehrheit muss es finanzieren; welche Stadt wars nochmal die 4 Millionen fürs umschreiben ausgegeben hat? Jeder muss es im Radio, Nachrichten, in Schriftstücken ertragen. Auch wenn in Studien die Mehrheit lieber nicht-gegenderte Bögen hätte.
Erkläre du mir aber, wieso überhaupt gegendert werden sollte?
Im besagten Vortrag sind ja praktisch alle Argumente dafür widerlegt worden.
Endoplasmatisches Reticulum
17.01.2024, 21:18
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