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TonyClifton
01.04.2008, 11:30
42 Stunden/Woche sind allerdings wohl bei weitem zu tief gegriffen, bei Assistenzärzten sind es zu Urlaubszeiten durchaus auch mal um die 100 Stunden.
42 Stunden - da darf man nach den Diensten dann den Rest der Woche frei machen?

astrophys
01.04.2008, 11:33
Also den Umfragen hier nach zu urteilen, dürften 100 Stunden eine absolute Ausnahme sein. Bitte bei der Realität bleiben.

TonyClifton
01.04.2008, 12:37
eine Ausnahme? ja. Vorkommend. Absolut.

dmtec
01.04.2008, 13:10
wenn das alles so toll ist,warum seid ihr dann nicht alle angehende Ingenieure?
Ich habe genug im Freundeskreis, das sind alles richtig geile Karrieretiere.

Die haben aber auch Spaß an Mathe und LAN-Parties.

Ich hab halt Spaß an Medizin, und bin kein TU-Nerd mit Karohemd und Samenstau. Hat auch seine Vorteile.

Und mit 50 ist man als Ingenieur weg vom Fenster.

funny
01.04.2008, 13:36
wenn das alles so toll ist,warum seid ihr dann nicht alle angehende Ingenieure?
Ich habe genug im Freundeskreis, das sind alles richtig geile Karrieretiere.

Die haben aber auch Spaß an Mathe und LAN-Parties.

Ich hab halt Spaß an Medizin, und bin kein TU-Nerd mit Karohemd und Samenstau. Hat auch seine Vorteile.

Und mit 50 ist man als Ingenieur weg vom Fenster.

Erstaunlich finde ich im Forum immer diejenigen, die solche Aussagen treffen wie deinen letzten Satz:

1. Woher glaubst du das zu wissen?
2. Ist das momentan der Fall und wenn ja bei wieviel Prozent der 50-jährigen Ingenieure?
3. Ein jetzt 30-jähriger Ingenieur ist also im Jahr 2028 weg vom Fenster? Klar, wir leben ja auch in einer Welt, die sich fast nicht ändert.

Vielleicht sind sie 2028 auch gefragte Fachkräfte, denen die Angebote nachgeworfen werden.

Ein bißchen mehr Differenzierung täte manchen echt gut. Dann wären solche Nullnummern-Aussagen wie dein Statement nicht nötig.

Wenn es den Ingenieuren jetzt und in Zukunft gut geht - ist doch toll. Warum musst du so persönlich beleidigend werden. Ich gönne jedem einen sicheren Arbeitsplatz, viel Gehalt und dass er seine Fähigkeiten in seinem Beruf ausleben kann. Dir gönne ich das auch. Und wenn die Ingenieure im Schnitt 15.000 Euro mehr im Jahr verdienen? Das nehmen sie dir doch nicht weg. Bosch oder Daimler zahlen halt momentan besser als das Kreiskrankenhaus. Kann sich auch wieder ändern. Und dann kann es sich wieder ändern.

Man nennt das wohl Leben oder Schweinezyklus oder Marktwirtschaft oder Pech oder Glück oder richtiges Timing... :-peng

PS: Ein Maschinenbau-Studium ist auch kein Pappenstiel - im Gegenteil. Bei ihnen kommt noch der Nachteil hinzu, dass sie sich nicht mit der Auswendiglernen-Strategie behelfen können, wie dies bei vielen anderen Studiengängen der Fall ist.

astrophys
01.04.2008, 15:08
eine Ausnahme? ja. Vorkommend. Absolut.

Diese Ausnahme kommt aber auch bei anderen Berufen vor, ist von daher nichts besonderes.

funny
01.04.2008, 15:28
Diese Ausnahme kommt aber auch bei anderen Berufen vor, ist von daher nichts besonderes.


Man sollte echt aufhören einen Berufsstand gegen den anderen auszuspielen oder aufzurechnen. Es gibt wichtige unterbezahlte Jobs und das ist auch eine zu kritisierende Frechheit. Aber Vergleiche zwischen Branchen sind sowieso Schwachsinn. Kann man nicht vergleichen.

Kann nur von der Wirtschaftsprüfung sagen, dass die auch malochen wie die Irren. 12-Stunden-Tage sind nicht selten, der Kunde ist König (und hat weitaus weniger Respekt als der Laie vor dem Arzt) und wenn man Fehler macht oder Informationen vorenthalten bekommt oder nicht so will wie der Kunde, gibt´s Ärger, Ärger, Vorladungen vor Gericht, Schadenersatz etc.

Oder Chefsekretärinnen. Haben zum Teil genauso lange Tage wie ihr Chef, verdienen aber nur einen Bruchteil. Inklusive des Psychoterrors, dem sie zum Teil ausgesetzt sind. Brüllende, neurotische und vor allem substanzabhängige Manager sind nämlich eher die Regel als die Ausnahme, glaube ich.

Was MICH aufregt, sind 19-jährige fußballspielende Multimillionäre, die nicht richtig sprechen können, aber schon ´ne Villa in Grünwald besitzen. Aber davon sind manche richtig Fan, während der böse Ingenier/McKinsey bloß nicht mehr verdienen darf... verrückte Welt...

hennessy
01.04.2008, 15:32
Man sollte echt aufhören einen Berufsstand gegen den anderen auszuspielen oder aufzurechnen. Es gibt wichtige unterbezahlte Jobs und das ist auch eine zu kritisierende Frechheit. Aber Vergleiche zwischen Branchen sind sowieso Schwachsinn. Kann man nicht vergleichen.

Kann nur von der Wirtschaftsprüfung sagen, dass die auch malochen wie die Irren. 12-Stunden-Tage sind nicht selten, der Kunde ist König (und hat weitaus weniger Respekt als der Laie vor dem Arzt) und wenn man Fehler macht oder Informationen vorenthalten bekommt oder nicht so will wie der Kunde, gibt´s Ärger, Ärger, Vorladungen vor Gericht, Schadenersatz etc.

Oder Chefsekretärinnen. Haben zum Teil genauso lange Tage wie ihr Chef, verdienen aber nur einen Bruchteil. Inklusive des Psychoterrors, dem sie zum Teil ausgesetzt sind.

Was MICH aufregt, sind 19-jährige fußballspielende Multimillionäre, die nicht richtig sprechen können, aber schon ´ne Villa in Grünwald besitzen. Aber davon sind manche richtig Fan, während der böse Ingenier/McKinsey bloß nicht mehr verdienen darf... verrückte Welt...
that ´s life, funny!
Gerechtigkeit für Alle wirds nie geben.

funny
01.04.2008, 15:35
that ´s life, funny!
Gerechtigkeit für Alle wirds nie geben.


Genau das sage ich ja Baby.

dmtec
01.04.2008, 16:25
@funny okay, dein Populismus gegen mein Populismus.

Ich habe lediglich zitiert was man in den Medien so hört, und wollte mein Unmut über diverse Medizin-Miesmacher-Postings zum Ausdruck bringen. Kann ja nicht sein dass wir uns hier die ganze Zeit vor Augen führen was für eine "dumme" Studienfachwahl wir getroffen haben. So scheint es nämlich manchmal.

funny
01.04.2008, 16:39
@funny okay, dein Populismus gegen mein Populismus.

Ich habe lediglich zitiert was man in den Medien so hört, und wollte mein Unmut über diverse Medizin-Miesmacher-Postings zum Ausdruck bringen. Kann ja nicht sein dass wir uns hier die ganze Zeit vor Augen führen was für eine "dumme" Studienfachwahl wir getroffen haben. So scheint es nämlich manchmal.


Dein Unmut über die Medizin-Miesmacher-Postings kann ich verstehen. Ist fast sowas wie eine Selbstgeißelungs-Veranstaltung hier. Aber diese Unsicherheit und Zukunftsangst herrscht eigentlich überall. :-keks

Was mich nur anödet sind dann so Aggressionsanfälle gegen andere Berufsgruppen, also, wenn der Ingenieur oder McKinsey-Berater sich erfrecht, MEHR zu verdienen, obwohl er doch keine MENSCHENLEBEN RETTET und MINDESTENS 1 JAHR WENIGER STUDIERT HAT. (Dramatikmodus aus.)

Aber bevor Hennessy gleich wieder sagt: Tja Funny, so ist das halt, sage ich: Scheiß Neidgesellschaft. :-kotz

astrophys
01.04.2008, 17:49
Was mich nur anödet sind dann so Aggressionsanfälle gegen andere Berufsgruppen, also, wenn der Ingenieur oder McKinsey-Berater sich erfrecht, MEHR zu verdienen, obwohl er doch keine MENSCHENLEBEN RETTET und MINDESTENS 1 JAHR WENIGER STUDIERT HAT. (Dramatikmodus aus.)


Da z.B. der Ingenieur durchaus Menschenleben retten kann (und was passiert wenn er es nicht tut): Einsturz Eislaufhalle (http://de.wikipedia.org/wiki/Einsturz_der_Eislaufhalle_Bad_Reichenhall)

Und z.B. ein Physikstudium im Schnitt genauso lange dauert wie ein Medizinstudium (nämlich 12,9 Semester):hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Physiker) und hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Studium_der_Medizin),

können wir uns ja jetzt alle wieder beruhigen. :-))

fatman
01.04.2008, 18:20
Und z.B. ein Physikstudium im Schnitt genauso lange dauert wie ein Medizinstudium (nämlich 12,9 Semester)

Wir wollen doch mal festhalten, dass die Regelstudienzeit für Physik 10 Semester beträgt, während die Mindeststudienzeit in Medizin 12,5 Semester beträgt :-oopss

astrophys
01.04.2008, 18:25
Wir wollen doch mal festhalten, dass die Regelstudienzeit für Physik 10 Semester beträgt, während die Mindeststudienzeit in Medizin 12,5 Semester beträgt :-oopss

Witzbold. :-peng

DocEmmetBrown
02.04.2008, 00:19
Insbesondere den typischen Ingenieur und den McKinsey Berater darf man nicht über einen Kamm scheren. Zu McK kommen wirklich nur die Spitzenleute, die dann eine enorme Arbeitsbelastung zu bewältigen haben. 80 Stunden die Woche sind dort nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Mit steigender Verantwortung wird das Gehalt zwar immer mehr, aber die Arbeitszeit bleibt genauso oder steigt noch weiter. Zudem übt das Up-or-Out Prinzip auch einen gewissen Druck auf die Arbeitnehmer aus. In Anbetracht dieser Tatsache sind 67.000€ Brutto plus der Dienstwagen gar nicht mehr so beneidenswert. Der typische Ingenieur kommt vielleicht auf 50-60 Stunden im Höchstfall, wenn mal ein wichtiges Projekt unbedingt fertig werden muss. Den Umfragen hier im Forum scheint die Sache bei den Assistenzärzten ja auch nicht regelmäßig eine 80h Woche darzustellen. Nur in Amerika muss man als Resident halt für die tollen Gehälter und sehr humanen Arbeitszeiten als Facharzt mit schlecht bezahlten 90h Wochen bezahlen.

sodbrennen
02.04.2008, 08:29
Wir wollen doch mal festhalten, dass die Regelstudienzeit für Physik 10 Semester beträgt, während die Mindeststudienzeit in Medizin 12,5 Semester beträgt :-oopss

Kurze Anmerkung:
Regelstudienzeit ist nicht die durchschnittliche Studienzeit. Da muss man etwas aufpassen. Das ist die Studienzeit, die die Uni für das Studium plant, also in welcher Zeit man das Studium fertig bekommen kann.
Die durchschnittliche Studienzeit liegt idR deutlich über der Regelstudienzeit. :-nix

Kackbratze
02.04.2008, 09:06
Alles Opfer hier. Egal aus welchem Fachbereich.

Was nur nervt ist, wenn die reelle Arbeitszeit (wie Nachtdienste) nicht zu 100% bezahlt werden. DAS ist das nervige. Das sind ja keine Überstunden die man macht, sondern das ist "befohlene Arbeitszeit".
Wenn es jetzt um "Projekte" geht, die fertig werden müssen (um den Ingenieursvergleich ranzuziehen), sowas ist eher im Bereich einer OP anzusehen, die dann über die normale Zeit hinaus geht und länger dauert...

Und das ÜBerstunden in keiner Branche bezahlt werden ist auch jedem klar, der schonmal gearbeitet hat...

Clemens1
04.04.2008, 20:26
Der Verdienst von 45000 Brutto im Jahr,als Assistenzarzt, ist das die Ausnahme oder die Regel?Weil so schlecht, hört sich das doch nicht an ( für mich jedenfalls).

test
04.04.2008, 20:37
Der Verdienst von 45000 Brutto im Jahr,als Assistenzarzt, ist das die Ausnahme oder die Regel?Weil so schlecht, hört sich das doch nicht an ( für mich jedenfalls).

Tariftabellen lesen ist schon schwierig.
An kommunalen Krankenhäusern wird in aller Regel der TV-Ä VKA gezahlt im Westen sind das noch 3420 pro monat im1. Jahr danach immer mehr + Dienste und evtl Überstunden.
An den Unis TV-L 3705 im 1. Jahr sonstiges wie VKA.
An den kirchlichen Häusern etwas schlechter.
45 000 im 1. Jahr ist eher hoch gegriffen, aber nach 2-3 Jahren wahrscheinlich selbst am kirchlichen Haus realistisch. An den anderen kannst es dir selber ausrechnen. Es gibt wahrscheinlich noch Klitschen, die schlechter zahlen, aber die braucht man sich momentan wohl nicht antun. :-nix

Clemens1
05.04.2008, 14:34
Tariftabellen lesen ist schon schwierig.
An kommunalen Krankenhäusern wird in aller Regel der TV-Ä VKA gezahlt im Westen sind das noch 3420 pro monat im1. Jahr danach immer mehr + Dienste und evtl Überstunden.
An den Unis TV-L 3705 im 1. Jahr sonstiges wie VKA.
An den kirchlichen Häusern etwas schlechter.
45 000 im 1. Jahr ist eher hoch gegriffen, aber nach 2-3 Jahren wahrscheinlich selbst am kirchlichen Haus realistisch. An den anderen kannst es dir selber ausrechnen. Es gibt wahrscheinlich noch Klitschen, die schlechter zahlen, aber die braucht man sich momentan wohl nicht antun. :-nix

Habe die Tariftabellen gelesen,wollte nur wissen,ob die auch der Realität entsprechen.
:-keks