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Naja Gehalts"vorschläge" kann man ja schreiben wie man will. Wichtig ist, dass man sich organisiert und den MB (oder andere Gewerkschaft) unterstützt. Das Gehalt wird nun einmal von den Tarifparteien ausgehandelt.
Außerdem: Eine derartige Erhöhung der Assistentengehälter ist (aus Studenten- und Assistentensicht) sicher schön, aber man muss das schon im Kontext unseres Sozialsystemes, der Gesundheitspolitik und der Lage der Krankenkassen sehen. Daher sind Geschenke illusorisch und man muss sich wohl auch weiterhin jeden cent Tariferhöhung erstreiten(erstreiken?).
astrophys
28.07.2008, 08:54
Naja Gehalts"vorschläge" kann man ja schreiben wie man will. Wichtig ist, dass man sich organisiert und den MB (oder andere Gewerkschaft) unterstützt. Das Gehalt wird nun einmal von den Tarifparteien ausgehandelt.
Außerdem: Eine derartige Erhöhung der Assistentengehälter ist (aus Studenten- und Assistentensicht) sicher schön, aber man muss das schon im Kontext unseres Sozialsystemes, der Gesundheitspolitik und der Lage der Krankenkassen sehen. Daher sind Geschenke illusorisch und man muss sich wohl auch weiterhin jeden cent Tariferhöhung erstreiten(erstreiken?).
Generell kann man Gehälter von Angestellten die von der Allgemeinheit finanziert werden (öffentliche Einrichtungen, Universitäten, Institute, Krankenhäuser), nicht mit denen der Industrie vergleichen. Denn diese Einrichtungen verfolgen bestimmte Aufgaben und sind sinnvollerweise nicht auf maximalen Gewinn ausgelegt. Stellt euch mal vor, das wäre so: dann würde die Knolle mangels Mitbewerber plötzlich statt 20 dann 200 Euro und die Gebühr für den Personalausweis 500 Euro betragen.
Wenn du die Gehälter von Ings mit denen von Ärzten vergleichen willst, dann müssen beide bei einem ähnlichen Arbeitgeber beschäftigt sein. Wieviel verdient denn ein Ingenieur, der in einem Krankenhaus angestellt ist? Und wieviel ein Arzt in der Industrie?
Und Verantwortung ist ein sehr abstrakter und dehnbarer Begriff, was ist zum Beispiel mit dem Sozialpädagogen, der bei einem schwer erziehbaren Kind versagt hat, das schliesslich zum Massenmörder wird? Wieviel sollte der verdienen, wenn er durch seine Tätigkeit auf der anderen Seite hunderte von Menschenleben gerettet hat?
Und jährlich grüßt das Sommerloch. :-))
als assi an der uniklinik im ersten jahr 3800,-(südwestdeutschland)
Der Pete
29.07.2008, 22:12
Ich denke, es wäre wirklich wichtig - wie bereits gesagt - nicht verschiedene Berufe gegeneinander "aufzurechnen", da finde ich es viel interessanter, die Gehälter im internationalen Vergleich zusehen, denn dann kommt man schnell zur Frage: "Warum ist gleiche Arbeit zu sehr ähnlichen Konditionen besser/schlechter" bezahlt wenn ich im Ausland oder woanders arbeite?".
Also ich habe diese Woche noch mit einer guten Freundin von mir gesprochen, die seit einigen Monaten als Anästhesie-Schwester in Irland arbeitet. Sie verdient dort Grundvergütung 3200 € - ich arbeite ab September auch im Bereich ITV/Anästhesie und erhalte dafür eine Grundvergütung von 2000 € (gleiche Arbeitszeit, gleiches Alter, gleiche Berufserfahrung). Das finde ich unfair! Und das ist im ärztlichen Bereich leider genauso!
Brutto/ Netto?
So 1:1 vergleichen kann man nicht....
Bei uns im Land wird zwar sehr gut entlohnt, aber trotzdem kann ein Akademiker, der von zu Hause nichts erbt, sicher nicht ein eigenes Haus/eine eigene Wohnung kaufen, wenn man nicht schon 10 Jahre voll gearbeitet hat.
Die Lebenshaltungskosten sind hier teilweise extrem.
In Stuttgart kann man noch für 7€ eine Pizza essen....hier ist man froh, wenn man eine kleine Margarita unter 15€ ergattern kann.
Obwohl hier alle deutlich mehr verdienen als in D, wollen viele nun im nahen Ausland wohnen, weil man es sich da noch leisten kann.
Es stellt sich dann die Frage, was unter dem Strich noch herauskommt.
Von daher denke ich nicht, dass man die blanken Zahlen der Gehälter international (oder europäisch) 1:1 vergleichen kann.
...der von zu Hause nichts erbt, sicher nicht ein eigenes Haus/eine eigene Wohnung kaufen, wenn man nicht schon 10 Jahre voll gearbeitet hat.
...
Der Grund weshalb das in Deutschland nicht funktioniert sind weniger die niedrigen Gehaelter, sondern eher eine Politik die Einkommensabhaengige Steuern/Abgaben erhoeht und Erbschafts- und Kapitalertragssteuern senkt. Sowas nennt sich dann "Leistungsgesellschaft".
Sorry, gemeint ist hier die Situation in Luxemburg und es geht um den Fakt, dass viele junge Akademiker in Lux. zwar arbeiten (und die hohen Gehälter einkassieren) aber im nahen AUsland wohnen müssen (hier liegt Deutschland an erster Stelle, Frankreich und Belgien können aber auch ein Lied davon singen), um sich das Leben in annehmbaren (eigenen) 4 Wänden leisten zu können.
Hier können sich viele mit Akademikergehalt kaum ne 2-Zimmer-Wohung zur miete leisten. Mietet man, kann man sich NIE was Eigenes leisten....die Preise sind hier soooo extrem hoch...das ist unglaublich.
Bei den hohen Gehältern bleibt somit nicht das übrig, was man sich als "mehr" erwarten würde (im Gegensatz zu dt Gehältern zum Bleistift).
@Flauta
Das habe ich schon verstanden dass du Luxemburg gemeint hast. Die Relation von Lebenshaltungskosten zu Gehalt ist ja aber wohl fuer Arbeitnehmer innerhalb Dtl's aehnlich. Um eine Wohnung zu finanzieren muss ein angehemder Akademiker hier in D auch 10 Jahre arbeiten. Der Unterschied besteht darin das man als Deutscher Arbeitnehmer nicht ins Ausland ziehen kann...
OK vielleicht nach Polen, oder in die nahe gelegene Ukraine... aber sonst? :-))
Wo ist denn das Problem? Es geht hier um bauen oder um den Kauf eines Hauses... das ist so ziemlich die größte Investition, die man in seinen Leben tätigt. Falls hier jemand sein Haus in 10 Jahren abbezahlt, ist das doch klasse.
Sorry, aber irgendwie verstehe ich das Problem nicht...
Naja Gehalts"vorschläge" kann man ja schreiben wie man will. Wichtig ist, dass man sich organisiert und den MB (oder andere Gewerkschaft) unterstützt. Das Gehalt wird nun einmal von den Tarifparteien ausgehandelt.
Außerdem: Eine derartige Erhöhung der Assistentengehälter ist (aus Studenten- und Assistentensicht) sicher schön, aber man muss das schon im Kontext unseres Sozialsystemes, der Gesundheitspolitik und der Lage der Krankenkassen sehen. Daher sind Geschenke illusorisch und man muss sich wohl auch weiterhin jeden cent Tariferhöhung erstreiten(erstreiken?).
ja da haste wohl recht.
das Problem ist unser Sozialsystem. :-meinung
Es wird einfach übertrieben. Den meisten Menschen ist es schlicht egal, wie oft sie zum Arzt gehen. Dass manche hausärzte dadurch einen monat im Quatal für umsonst arbeiten ist denen schnuppe. Und die die wirklich dann Hilfebedürftig sind, bekommen dann nur noch zweitrangige Versorgung.
Einfach schlecht. Die Leute sehen nur das fertige Blumembet, nicht aber die Arbeit die dahintersteckte.
Das gibts in keinem Anderen Beruf, dass man quasi 4 Monate im Jahr für umsonst arbeitet. Möchte gern mal nen VW Bandarbeiter sehen, der gesagt bekommt, dass er 1 Monat im Quatal für umsonst arbeiten soll.
Ich denke da vorrausschauend: Wenn sich nichts ändert, dann haben wir einen akuten Ärztemangel durch Auswanderung (verständlich). Wenn ich aber mal Alt bin, und vllt Ärztliche Hilfe benötige (Mit dem Alter kommen bekanntlich die Krankheiten/Probleme) will ich nicht gerne bei einem durch Arbeitsdruck überstressten und durch Gehaltsfrustration betrübten Arzt in Behandlung sein.. NEIN !
Ulla Schmidt versaut da was.
siracusa
10.09.2009, 17:48
ich hab mir hier die Diskussion durchgelesen und muss jetzt mal was dazu schreiben, so gehts ja nicht weiter. Hier sind meine Statements:
1. Am meisten verdient man als steinreicher Unternehmer, weltberühmter Hollywood-Schauspieler oder Bill Gates.
2. Die Anzahl derer, die zu den ersten drei Typen gehören, ist gering. Warum? weil das nicht so leicht und mit viel Risiko verbunden ist.
3. Wie hier schon von einem Vorredner gesagt: die Arbeit im Krankenhaus ist i.d.R. keine in der Privatwirtschaft - daher geringere Verdienste aber: auch bessere Sicherheit, z.B. in Wirtschaftskrisen wie derzeit
4. Als niedergelassener Arzt, z.B. als Augenarzt, Chirurg, Orthopäde, Radiologe oder Zahnarzt verdient man leicht ca. 7.000 bis 20.000 Euro brutto pro Monat. Alles andere ist Schwachsinn. Allen Unverbesserlichen möchte ich nochmal einen Link zu einem Gehaltsvergleich zeigen: http://www.welt.de/finanzen/article2242552/170_Berufe_und_was_dort_verdient_wird.html . Wenn jetzt irgendeiner damit ankommen will, dass das unrealistische, viel zu hohe Zahlen sind: Mag sein, aber das gilt für alle Branchen. Und auch hier bitte beachten: die freie Wirtschaft ist immer rauer als z.B. Arztgewerbe - hier muss man sich schon blöd anstellen um pleite zu gehen und entlassen werden kann man auch nicht.
5. Das Studium ist relativ lang (wobei auch in vielen anderen Studiengängen so 11-13 Semester rauskommen), aber von Auswendiglernen geprägt (was man sonst fast niergends findet) wodurch keine besondere Intelligenz notwendig ist. Die "normale" Doktorarbeit in Medizin ist kürzer als überall anders (in anderen Fächern mindestens 3 Jahre) und dementsprechend vergleichsweise superleicht, was Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten angeht.
Mediziner haben von allen Berufen das höchste Ansehen in der Bevölkerung und machen zweifelsfrei einen sehr veranwortungsvollen und wichtigen Job.
Dennoch: das macht sie nicht zu besseren Menschen - daher ist Arroganz fehl am Platz. Nicht vergessen.
:-top
5. Das Studium ist relativ lang (wobei auch in vielen anderen Studiengängen so 11-13 Semester rauskommen), aber von Auswendiglernen geprägt (was man sonst fast niergends findet) wodurch keine besondere Intelligenz notwendig ist. Die "normale" Doktorarbeit in Medizin ist kürzer als überall anders (in anderen Fächern mindestens 3 Jahre) und dementsprechend vergleichsweise superleicht, was Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten angeht.
Mediziner haben von allen Berufen das höchste Ansehen in der Bevölkerung und machen zweifelsfrei einen sehr veranwortungsvollen und wichtigen Job.
Dennoch: das macht sie nicht zu besseren Menschen - daher ist Arroganz fehl am Platz. Nicht vergessen.
:-top
Na da hat aber einer mal schlechte Laune....:-keks
Kackbratze
11.09.2009, 19:06
(wobei auch in vielen anderen Studiengängen so 11-13 Semester rauskommen)
Das wären dann bei Medizinern so 15-18 Semester...
Und das Mediziner bessere Menschen sind ist Thema in anderen Threads. Hier gehts um das Gehalt...aber der Beitragstitel mit "Freaks" ist schon d(t)rollig....
Coxy-Baby
11.09.2009, 19:08
Zumal wieder schön reanimiert nach über nem Jahr, aber das als erster Beitrag ist auf alle
Fälle Trollig........
1. Am meisten verdient man als steinreicher Unternehmer, weltberühmter Hollywood-Schauspieler oder Bill Gates.
nste aber: auch bessere Sicherheit, z.B. in Wirtschaftskrisen wie derzeit
:-top
Und mit einem Pharmajob.... :-)) Zumindest ist der Stundenlohn dort am besten...
HALLO? ...na klar sind wir bessere Menschen, frag meine Mami und meine Frau! Geld verdient man als Arzt nicht, sondern nur Ansehen. Status ist doch alles, daher haben wir uns so während des Studiums geopfert als andere Studiengangstudenten Party machten.
Wir sind bessere Menschen, wir brauchen kein Geld-nur das Ansehen.
Diese Antwort ist persönlich an siracusa gerichtet, damit er/sie auch mal zur Kentniss nimmt worum es uns besseren Menschen geht. :-oopss
...ja es tut gut ein besserer Mensch zu sein...:-peng
So anspruchsvoll ist unser Job ja auch nicht und um den zu kriegen, mußten wir nur auswendig lernen :-D also hört mal auf hier rumzujammern...
Bekommt ein Chefarzt, der gleichzeitig Prof ist, eigentlich zwei Gehälter? Also einmal W 1, 2 oder 3 von der Uni und einmal sein selbstverhandeltes Chefarztgehalt von der Klinik?
Oder ist das direkt mit dem einen Gehalt abgegolten?
Wie ist es denn, wenn ein Prof in der Klinik "nur" Oberarzt ist?
Die Frage poppte gerade so auf...
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