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30.10.2004, 16:38
1)
by the way: Wenn die Lebensmittel für Arme billiger wäre, dann nimmt wohl Adipositas unter den Armen noch mehr zu. Nicht?
2)
Ansonsten habe ich weitaus weniger Mühe zwischen Befindungsstörung und medizinischer Störung zu unterscheiden. Eine chronische Obstipation ist keine Befindungsstörung sondern klar eine medizinische Störung. So auch ein Ileus (unabhängig von der Ätiologie).



3)
Die Transplantationschirurgie erfährt ihre Einschränkungen einzig aufgrund des Mangels an Spendeorganen!
4)
Die Entscheidungskriterien bei einer allfälligen Rationierung sind selbstverständlich Alter, Prognose, Leidensdruck usw. Darum geht es ja gar nicht.
5)
Die Unterdotierung von OP-Kapazitäten ist natürlich eine Form der Rationierung...Dann wäre der Grund für den Infrastrukturmangel eben doch eine Kostenfrage und somit eine Rationierung zur Kostenersparnis...

1)
Ich dachte eher wie bei Alcopops an eine Strafsteuer für Kalorienreiche und Vitaminarme Produkte wie Kartoffel von denen das die Kalorienarmen Vitaminreichen und Balastoffreichen obst und gemüse Subventioniert werden oder die Mitgliedschaften in Sportvereinen "für Arme", da für eine Kindereiche Familien die von der Sozi leben Sportvereine mit Ihren beitregen jedenfalls in unserer Gegend z.T. unbezahlbar sind...
Ich meinte damit könnte der Staat quasi Sport, Obst und Gemüse "für Arme" Subwentionieren, frag mich aber nicht wie ich dies bei Aldi an der Kasse prakt. umsetzen will...
2)
Dieser Blödsinn ist aber nicht meine Idee sonder der ausdrückliche Wille des Gesetgeber in Sozialversicherungsgesatzbuch bzw. Reichsversicherungsordnung. Die Obstipation ist juristisch keine Erk sondern eine Befindlichkeitsstörung (bis auf eine Ausnahme) ohne wenn und aber! Also bist Du als Arzt verflichtet solange zu warten bis sich die Obstipation=Bef-Stö in einen Illeus=Erk verwandelt hat, erst dann darft Du diese Erk behandeln. Die einzige Ausnahme die zugelassen ist scheint aber auch von Stammtischparolen diktiert worden zu sein: Opiate sind jaaa so gefährlich und Krebskrakne ja so arme und todgeweihte Menschen: Wenn im Rahmen einer Schmerztherapie mit Opiaten (bei krebs) als UAW der Opiate nun eine Obstipation auftritt, dann darf diese doch als Erk behandelt werden, natürlich gilt das aber nicht für den bösen, bösen Junkie, denn der ist an seiner Obstipation selber schuld...also entscheidet nicht bereits heute nicht die pharmakologische Pathogense, sondern die moralische Ätiologie, ob Bef-Stö oder Erk! Gepriesen werde der Wille des Deutschen Gesetzgebers!
3a+b)->5)
4)
Nur ich meine das man dies mit einem Score-Indeks Sinvoller erfassen kann als mit zwei vom Getzetz vorgegeben Katalogen da Bef-Stö da Erk, sonst kommt nämlich so ein Blödsinn wie bei der Obstipation heraus...
3a)
Nicht bei Ausländern: Da ganz Afrika nur daraf wartet nach D einzureisen um alle ihre Erks hier behandeln zu lassen, sollen Ausländern am besten gar keine med. Versorgung erhalten, da es aber schon blöd aussieht, wenn wir hier vor unseren Augen Ausländer verbluten lassen haben wir 1993 den §4 erfunden:
Gemäß §4AsylBLG (bzw.§6) werden nur Akute (Not-)Fälle und keine Chron Erks behandelt.
Dieser glorreiche Paragraph ist schon seit 1993 genügend von diesen völlig Weltfremden Moralaposteln beim Weltärztebund, WHO, IPPNW, Int. Rotes Kreuz, UNHCR, Amnety international, Ärztekammer, Deutscher Ärzttag, Bundesarbeitsgemeischaft Krit. Juristen ausgiebig kommentiert worden mit solchen nichtssagenden Floskeln wie "Gleichbehandlung aller Verwundeten auch im Kriegsfall und erst recht in Friedenszeiten" "Genfer Konwention" "Internationales Recht" "Menschenwürde" "Eid des Hipokrates" "Genfär Ärzte Gelöbnis" "Ärztliche Berufsethik"...gottseidank sind meine deutschen Komilitonen völlig immun gegen diese Propaganda...Gepriesen werde der Wille des Deutschen Gesetzgebers!

:-notify Jedenfalls sind die meisten Pat, die auf eine Organtransplatation warten nun mehr "chron. krank" und weniger "akuter Notfall" und daher wird bei Ausländern nach GK IV die Translantation in D aus Kostengründen nicht durchgeführt...allerdings ist es nach deutschem Recht völlig bedenkenlos wenn ein Deutscher die Organe eines solchen Ausländers erhält :-??? ...und nur deswegen bin ich auch kein Organspender! :-((

3b+5)
Die meisten Organspender sind nach meiner persönlichen Meinung (kein EBM wissen) Opfer von Arbeits- oder verkehrsunfällen gerade in ländlichen Gegenden (!!!Personenschäden auf Landstrasse!!!) so dass die Verfügbarkeit von Organen auch mit der mangelden Infrastruktur von Feuerwehr/Krankenhaus/Notfall und Intensivmedizin zusammenhängt. Wenn in peripheren Häusern ein Noftfall auf die Intesivstation kommt, dann wird halt der Hirntote Organspender abgeschaltet, oder muss via Rettungswagen ins andere KH verlegt werden, was aber wiederum die Leitstelle der Feuerwehr ablehnt, weil man dann einzigen RTW der Notfallrettung bindet und damit die Notfallrettung des Löschbezirk A ausfällt und vom benachbarten Löschbezirk Bübernommen werden muss, was bei interhospitaltransfer eines polytrauma durchaus ethisch vertretbar ist, aber nicht bei einem Hirntoten einem hirnverletzen. AQuch hier lässt sich sicherlich die ausbeute an organan meiner meinunhg nach mind verdoppeln, wenn man nur genügend geld in die Notfall u. Intensivmedizin vor allem in ländichen Gebieten pumpt. z.B. Nachtflug taugliche Rettungshubschrauber. Ich zeihe daher eine Analogie zur Parkinson-Op: Selbst wenn ich genug Kohle für Nachtflugtaugliche RTHs in jedem Dorf hätte, es gibt in ganz D nur eine handvoll Piloten die RTHs in der Nacht fliegen können, und da ist auch das Problem bei den Stereotaktischen OPs, die wohl einen Anästhesiologischen Oberarzt für die Narkose forden, und Oberärzte kannn ich mir nicht kaufen, es feht nicht das Geld für die Apparate sondern vor allem die "Human ressources" die sich solche OPs zutrauen (Anästhesisten/NeuroChir). jedenfalls ist mir so das Problem in der Parkinson-Chirurgie dargestellt worden...Das problem wird erst dann gelöst wenn die Parkinson Therapie zu einer NeuroChirurigschen Appendizitis wird also zu einem 08/15 Eingriff und darauf wird man wohl mindestens eine halbe Generation von Radiologen Anästhesisten und NeuroChirurgen warten müssen...

hobbes
31.10.2004, 15:19
was soll man da noch dazu sagen?

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01.11.2004, 17:28
was soll man da noch dazu sagen?
? :-??? ? :-? ? :-nix ?

luckyblue
01.11.2004, 20:36
gottseidank sind meine deutschen Komilitonen völlig immun gegen diese Propaganda...Gepriesen werde der Wille des Deutschen Gesetzgebers!


Vonnöten zu hoffen, dass wir auch weiterhin gegen solche Kamikaze-Postings deinerseits immun bleiben. Du entäußerst dich in diesem Forum einer rechtsfeindlichen Gesinnung, die mit dem abendländischen Wertekanon im Allgemeinen und dem im Grundgesetz verankerten soziokulturellen Mosaik der Bundesrepublik Deutschland im Besonderen über Gebühr unvereinbar sind. Dass deinem Antrag auf deutsche Staatsbürgerschaft offenbar bis dato nicht entsprochen wurde, ist somit nur recht und billig; erfordert die Rechtslage doch ein Bekenntnis zum Grundgesetz. - Gepriesen sei der Wille des Deutschen Gesetzgebers.

Leijona
25.11.2004, 17:01
um noch mal zur ausgangsfragestellung zurückzukommen.

ich sehe kaum eine indikation für brustvergrößerung/aufbau (außer bei anerkannten krankheiten wie zustand nach mamma-ca, aplasie o.ä.)
die meisten implantate müssen doch regelmäßig ausgewechselt werden oder ziehen komplikationen nach sich wie abkapselung o.ä.
ich schätze, viele frauen die sich diesen eingriff wünschen ("ich bin zu klein") wissen wohl gar nicht genau, worauf sie sich einlassen oder wie sich die brust nachher anfühlt. in manchen fällen bleiben zb die brustwarzen gefühllos und angeblich fühlt es sich, wenn man auf dem bauch liegt so an, als habe man kleine wärmflaschen unter sich liegen.
außerdem kann bei autopunfällen mit airbagbeteiligung das implantat auch platzen, das kann dann sehr gefährlich werden.
außerdem kann durch die implantate die mammadiagnostik beeinträchtigt werden.
meine meinung ist die, dass diejenigen die an sich (wohl hauptsächlich unter dem einfluss des heutigen von den medien penetrant propagierten schönheitsideals) eine schönheits-op durchführen lassen möchten, viel eher eine psychotherapeutische behandlung zur wiederherstellung des selbstbewusstseins bräuchten...
(sind die brüste gerichtet, sind es die schenkel, die unannehmbar hässlich sind, die nase, die lippen etc...)
ich bin nicht dafür, dass die kassen in diesen knappen zeiten diesen schönheitsirrsinn unterstützen sollten!!
:-meinung
btw. was ist an assymmetrischen brüsten schlimm?????

Jemine
25.11.2004, 17:13
meine meinung ist die, dass diejenigen die an sich (wohl hauptsächlich unter dem einfluss des heutigen von den medien penetrant propagierten schönheitsideals) eine schönheits-op durchführen lassen möchten, viel eher eine psychotherapeutische behandlung zur wiederherstellung des selbstbewusstseins bräuchten...
(sind die brüste gerichtet, sind es die schenkel, die unannehmbar hässlich sind, die nase, die lippen etc...)


Das hab ich auch schon oft gedacht. Bestes Beispiel hierfür ist wohl THE SWAN. Man ist ja leider versucht, sich den Müll gelegentlich mal anzuschauen... Werbung, warten auf TV Total.

Die Frauen haben doch bestimmt net nur so höchstviele Komplexe weil die Nase nicht schön ist, oder der Busen zu klein/ schlaff, etc.
Vielleicht "ruhen" sie sich damit auf ihrem zu geringen Selbstbewusstsein aus.
Andererseits glaube ich manchmal, dass eine solche Veränderung (vielleicht nicht im Swan-Ausmaß, denn ich frag mich manchmal, ob die sich überhaupt wiedererkennen können und wie sie damit klar kommen) auch oft positive Einflüsse haben kann. Wenn uns ein schrecklich ales kaputtes Möbelstück oder so stört, verschönern wir es ja auch oder kaufen ein Neues.Aber wir verändern irgendetwas, was vorher nicht in die Umgebung gepasst hat so, dass es nun harmonischer wirkt. Sehr viel anders ist das mit einer Nase, die einem nicht gefällt ja auch nicht.
Ok, ich muß zugeben, ich hab nicht alle Beiträge hier im Thread gelesen, daher weiß ich nicht, ob so etwas in der Art hier schon steht. Aber das ist so
:-meinung , denn manchmal gehen die Personen wirklich stolzer und selbstsicherer durchs Leben. Aber dafür muß sicherlich nicht nur an der Nase was verändert werden.

Froschkönig
25.11.2004, 17:15
(sind die brüste gerichtet, sind es die schenkel, die unannehmbar hässlich sind, die nase, die lippen etc...)
Das ist leider nur zu wahr. Hab grad einen Monat im OP der plastischen Chirurgie hinter mir und ich kann nur sagen: Das ist auch eine Art sucht, so wie es aussieht...wer einmal damit anfängt, kommt immer und immer wieder....Heute Brüste, morgen Nase, dann die Oberschenkle...dann ein kleines Facelifting...und die Jahre drauf dann immer mal wieder eins hinterher...dann müssen die Implantate der Brust mal getauscht werden etc...schlimm :-((

Leijona
25.11.2004, 17:44
oh wie schön- so schnell schon antworten :-) :-)

aalso: jemine, du hast sicher recht mit dem was du über diese schönheits-vorher-nachher-shows sagst.
allerdings ist eine schönheits-op für mich nicht nur ein aufpolieren und verschönern. sondern ein schwerwiegender eingriff ohne echte medizinische indikation. froschkönig kann dir sicher bestätigen, dass diese op's nicht ganz ohne sind.
und grade aus scham werden kunstfehler und missgestaltungen oft verschwiegen-von den patienten und von den behandelten sowieso. aber von den schlecht gelaufenen ops gibt es massenhaft.
schönheitschirugie ist kein geschützer begriff und je mehr so ein eingriff aber in der allgemeinen wahrnehmung immer mehr in richtung legitimes "aufpolieren" geht und zum trend wird, umso mehr ahnungslose leute werden komplikationen erleiden (die wiederum dann die kasse zahlen darf ;-) )
grade bei den "schönheitstrips" in den neuen günstigeren eu-osten.
da kommt manchmal unglaubliches zu tage, zb schwämme in brüsten oder ein viertelliter eiter unter der gesichtshaut vom missglückten faltenwegspritzen... *schauder* :-(( :-notify :-notify
ich sehe nicht ein, weswegen man sich so einem risiko aussetzen sollte :-dagegen
man kann nicht einfach so, weil man grade nen positiven lebensanstoß braucht, eine nase "richten"- das ist hochkomplex und (ich habe grade ana;-)) viel näher am hirn dran und somit viel gefährlicher als der nichtmediziner glaubt.
ich glaube, mensch würde viel reifer und weiser, würde er für das gleiche geld eine reise machen... oder 5x seine garderobe komplett umstellen... oder ein auto, ein motorrad werweisswas kaufen.
es gäbe so viele effektivere und komplikationsärmere weisen, frischen wind und positive veränderungen in sein leben zu bringen. warum muss es ausgerechnet eine schönheits-op sein???
*unverständnishab*
um den busen zu richten genügen schon die richtigen dessous :-))

Rico
25.11.2004, 17:48
Bestes Beispiel hierfür ist wohl THE SWAN. Das is ja der Oberwitz schlechthin:

"Meine Nase ist schief." :-((

"Kein Problem, wir saugen am Kinnein wenig Fett ab, spritzen die Lippen auf, vergößern die Brüste, entfernen Bauchfett und Reiterhosen, auf die Zähne kommen Verblendungen.... ja und die Nase machen wir auch...."

Egal mit was die da kommen, die kriegen alle das "Standardprogramm" (dicke Möpse, gerade Zähne, Fettabsaugung)... sehr individuell...

Froschkönig
25.11.2004, 17:50
da kommt manchmal unglaubliches zu tage, zb schwämme in brüsten oder ein viertelliter eiter unter der gesichtshaut vom missglückten faltenwegspritzen... *schauder* :-(( :-notify :-notify
Was nicht zuletzt daran liegt, daß es keinen "Facharzt für Schönheitchirurgie" gibt. Diese Eingriffe werden bei weitem nicht immer nur von plastischen Chirurgen (und auch bei denen gibts sicher genug OP´s, die schief laufen) sondern auch mal von Gynäkologen oder ähnlichem durchgeführt...mit einer sehr breiten Palette an "Ergebnissen" :-((

Jemine
25.11.2004, 18:02
Ich würd mich auch nie, es sei denn ich bin nach nem Unfall plötzlich ziemlich entstellt, einer Schönheits-OP unterziehen! Never. Da ich noch nicht studiere, kann ich mir natürlich nur über das ne Meinung bilden, was in den Medien gezeigt wird und was ich hier so lese und mitbekomme. Bin ja auch der Meinung, dass man, um ein besseres, glücklicheres Leben zu führen ein paar grundlegende Sachen in der Lebensweise/seinem Denken oder auch Umfeld ändern müßte. Es wird sicherlich nicht alles gut, wenn man an sich herumschnippeln läßt, klar!
Aber ich sehe auch die andere Seite. Mein Freund hat eine Hakennase und ist totunglücklich damit, wurde früher gehänselt usw. Ich und viele nadere finden seine Nase aber nicht schlimm, denn sie ist ja quasi von der Natur für SEIN Gesicht gemacht worden. Aber trotzdem kann ihn keiner davon überzeugen, dass er so gut aussieht. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen. Er hat viele Freunde, studiert, hat was erreicht und macht sich trotzdem deswegen das Leben schwerer, als es sein müßte *seufz* Und wenn ich ihn so sehe, glaube ich halt manchmal, dass es ihm mit einer Korrektur vielleicht doch besser gehen könnte... Keine Ahnung, aber (zum Glück) hat er eh kein Geld dafür.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man sich doch gefälligst freuen sollte, wenn man gesund ist und eigentlich aus medizinischer Sicht keine OP braucht. Denn dass OPs welcher Art auch immer ein Risiko mit sich bringen, sollte mittlerweile jeder wissen!
Wer hat den Quatsch eigentlich erfunden (mal abgesehen von Fällen, in denen jemand durch Unfälle oder Krankheit entstellt worden ist, sind Schönheits-OPs ja wohl mehr eine Wohlstandserscheinung *ärger*

Korrigiert mich bitte, wenn hier in meinem Beitrag irgendwas grundlegend falsch ist, ja!

Cassy
25.11.2004, 18:13
Also ich würde mich auch nur nach einem Unfall freiwillig einer Schönheits-OP unterzeihen. Ansonsten muss man einfach auch bedenken, dass die eine OP und nicht beispielsweise eine Massage ist. :-blush Es würde doch sonst auch niemand auf die Idee kommen, sich die Gallenblase oder Leber entfernen zu lassen, nur um eventuell ein paar Gramm weniger zu wiegen ohne hungern zu müssen :-???

hobbes
25.11.2004, 18:27
Eine Sache ist klar. Die reine Schönheitsoperation gehört nicht zu den Leistungen, welche von der KK bezahlt werden sollte. Die Allgemeinheit darf mit diesen Kosten nicht belastet werden.

Allerdings sollte man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Eine Korrektur einer krassen asymmetrie der weiblichen Mamma oder einer ausgeprägte Höckernase, welche übrigens oft im Rahmen der Korrektur einer Septumdeviation mitoperiert wird, können für eine bestimmte Patientin, die sich daran stört, durchaus sinnvoll sein. Die Indikation muss allerdings streng und interdisziplinär gestellt werden und die Aufklärung muss sich höheren Anforderungen als bei der "normalen Chirurgie" stellen. Die Korrektur einer bedeutenden Anormalität kann Patienten, welche zugegebenermassen nicht über das allergrösste Selbstvertrauen verfügen, aus der sozialen Isolation holen. Mangelndes Selbstvertrauen ist schliesslich auch kein Verbrechen und kann meist nicht einfach psychotherapeutisch bzw. durch Zureden wegtherapiert werden. Ob es sich "wegoperieren" lässt ist, bzw. ob das vorhandene Selbstvertrauen genügt den Körper nach Operation erfolgreich durchs Leben zu führen, das ist jene Frage, welche vor jeder Schönheitsoperation beantwortet werden will.

Ich gehe aber einig, dass die Schönheitschirurgie zu Unrecht boomt und das hier wahrscheinlich mehr kaputt gemacht wird, denn repariert - gesundheitliche Risiken eingeschlossen. Eine totalitäre Wertung lässt sich jedoch nicht machen.

Leijona
25.11.2004, 18:27
@jemina:
ich hab mich über meine nase früher auch mal geärgert- sie entspricht halt nicht dem standartstupsnasenideal :-))
aber irgendwann habe ich dann begonnen meine nase als "charakternase" zu sehen (will im geiste ja auch keine barbie sein:-)))

objektiv hat dein freund sicher keinen grund, sich sorgen zu machen. eine markante nase kann doch so schön männlich wirken :-)
aber da sieht man mal dass der schönheitsdruck nicht nur auf frauen so groß ist.
ich denke es ist ein zeichen von reife auch seine angeblichen körperlichen mäkel anzunehmen. wir bewundern menschen die schwere schicksalsschläge durchstehen, haben achtung... und selbst schreien wir wegen irgendwelchen schönheitskleinigkeiten? wie sollen wir denn da selbst charakterstärke lernen, wenn nicht bei uns selbst...

es spricht natürlich nichts dagegen aus sich das beste zu machen.
aber ich glaube dass die ausstrahlung um WELTEN!!!!!!!!!!!!!!!!wichtiger ist, was die erscheinung angeht. wenn ich von einem menschen erstmal mehr kenne als ein foto sehe ich die ganze person und vorallem ihr gesicht total in abhängigkeit zu ihrem wesen. das krieg ich dann nicht mehr auseinander. das lebendige dominiert dann irgendwie, da entscheiden dann plötzlich ganz andere faktoren was schön oder hässlich ist als der füllungszustand des bh oder der krümmungswinkel der nase... ;-)
ein interessanter mensch mit einem nicht schönheitsnormkonformen gesicht, meinetwegen mit eigenwilliger nase, mit narben etc. ist für mich um so vieles faszinierender und fesselnder und leuchtender als ein standartschönheits08/15-gesicht mit durchschnittlicher persönlichkeit...
und ich glaube nicht, dass eine persönlichkeit durch schönheits-ops entwickelt wird!
:-meinung :-meinung :-meinung
wenn man partout was korrigieren will:
bewegungen, mimik, gestik, ernährung, trainingszustand, garderobe und frisur machen um so vieles mehr aus als ein zentimeter mehr oder weniger egal wo....
es lebe der individualismus! :-top :-top :-top

Cassy
25.11.2004, 18:37
Zitat:
"Eine Korrektur einer krassen asymmetrie der weiblichen Mamma oder einer ausgeprägte Höckernase, welche übrigens oft im Rahmen der Korrektur einer Septumdeviation mitoperiert wird, können für eine bestimmte Patientin, die sich daran stört, durchaus sinnvoll sein. Die Indikation muss allerdings streng und interdisziplinär gestellt werden und die Aufklärung muss sich höheren Anforderungen als bei der "normalen Chirurgie" stellen."

@ Hobbes: ich stimme hier mit deiner Aussage überein, aber wo will man die Grenze hierbei ziehen? Ich denke das würde sehr schwer sein. Aber vielleicht kenne ichmich da auch einfach zu wenig aus :-blush .

Jemine
25.11.2004, 18:47
Wieder so ein Thema, bei dem man sich wunderbar im Kreis drehen kann.

Wenn man genau definiert, bis zu welchem Grad eine Nase/Brust,... "unschön" und somit verbesserungswürdig ist, fällt man allen in den Rücken, die nicht unter diese Rate fallen oder sie (quasi so wie einen NC) kanpp verfehlen. Denn die Leute sehen das ja alles subjektiv und das wär ja eine objektive Bewertung des Problems und man übergeht ja dann einfach welche.

Setzt man bei jedem vorher einen Psychologen o.ä. ein, der sagt, dass Patient A mehr leidet, als Patient B, wird Patient B natürlich auf die Barrikaden gehen, weil er in seinen Augen ja bestimmt mindestens genauso unter Brust oder so leidet...
Also wie soll amn das in den Griff bekommen?
Die die das Geld haben und bezahlen, bekommen halt ihr neues Gesicht, die anderen haben Pech. So ungefähr läuft es doch jetzt, oder?

Cassy
25.11.2004, 18:50
Ich denke auch, dass es dann so sein wird, dass all diejenigen, die Geld haben, sich die Op leisten können und die anderen nicht. :-nix Also würde sich im Vergleich zum jetzigen Zustand nichts ändern. Wer viel Geld hat der bezahlt eben den Psycho-Doc dafür und bekommt seine gewünschte Op.

hobbes
25.11.2004, 19:02
Setzt man bei jedem vorher einen Psychologen o.ä. ein, der sagt, dass Patient A mehr leidet, als Patient B, wird Patient B natürlich auf die Barrikaden gehen, weil er in seinen Augen ja bestimmt mindestens genauso unter Brust oder so leidet...
Also wie soll amn das in den Griff bekommen?
Die die das Geld haben und bezahlen, bekommen halt ihr neues Gesicht, die anderen haben Pech. So ungefähr läuft es doch jetzt, oder?

Das ist jetzt eine sehr negative Sicht der Dinge. Ich sehe das nicht so. Die interdisziplinäre Indikationsstellung soll nicht eine richterliche Instanz sein über die Krummheit einer Nase und über den Leidensdruck eines Patienten, welche abschliessend urteilt. Vielmehr soll der Patient davon profitieren. Was verbirgt sich hinter dem Wunsch nach Korrektur, gibt es Alternativen zur Operation, ist der Entschluss gefestigt.....solche Fragen müssen mit dem Patienten nach dessen vollständiger Aufklärung getroffen werden. Der Entscheid trifft letztlich der psychisch gesunde Patient unter der Voraussetzung, dass er einen willigen Operateuer findet.

Trotz alledem bleibt der Eingriff ein Luxus. Denn wäre dem nicht so, so wäre der Patient ohne den Eingriff in seiner Gesundheit gefährdet -- also schwer depressiv oder gar suizidal. Und Suizidalität und schwere Depression sind klassische Kontraindikationen für eine Schönheitsoperation. Nun ist die Lage so, dass die KK für Luxus kein Geld mehr haben. Also ist es ein Privileg der (Schönen) und Reichen die asymmetrischen Mammae korrigieren zu lassen und damit sorgelosen Badeurlaub auf Bali geniessen zu können. Es ist nicht Aufgabe der Medizin über die Ungleichverteilung des Reichtums in der Gesellschaft zu sinnieren.

Leijona
25.11.2004, 19:15
îch finde es schade dass es jetzt hpts darum geht, wer "darf" eine op haben, wer nicht;
"ja wenn man reich ist dann hat mans gut dann kriegt man schönheits-ops"

ist das denn _erstrebenswert_ ??????????????
komisch, eine schönheits-op mit einem medizinstudienplatz zu vergleichen *kopfschüttel*
bzw: wird die persönlichkeit dann auch schöner???
ich finde: NEIN.

hobbes
25.11.2004, 19:19
bzw: wird die persönlichkeit dann auch schöner???
ich finde: NEIN.

Glaubt ihr wirklich diese Frage lässt sich abschliessend für die Gesamtheit aller (potentiellen) Patienten und Patientinnen beantworten? Zudem geht es weniger um die Wirkung nach aussen als um die Selbstbeurteilung der Person durch den Patienten, die Patientin.

Also ich sehe mich ausser Lage eine solche Frage kategorisch zu beantworten.