Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Große Umfrage: was wollt ihr mal werden?
Konnte mich bisher überhaupt nicht so richtig mit einer Fachrichtung anfreunden. Gibt ein paar Gebiete, die ich momentan ausschliessen kann. Die Pädiatrie zB, welche ja viele Mediziner magisch anzuziehen scheint, ist für mich nix. Da wären mir zuviel Emotionen (von meiner Seite) im Spiel, zuviel Verantwortung. Wie verkraftet man zB Zweifel an einer Diagnose oder an einem Therapieweg, wenn es für ein so kleines unschuldiges Wesen um alles oder nichts geht.
Bei erwachsenen Patienten kann man glaub ich leichter daran glauben alles individuell mögliche getan zu haben, ausserdem lässt sich hier viel leichter eine Eigenverantwortung des Betroffenen (Ernährung, Lebenswandel, Drogen, Risikobereitschaft) gegenhalten, aber Kinder sind ja nunmal relativ unschuldig. Ne ne, vielleicht bin ich dafür zu sensibel, oder ich stell mir das nur zu dramatisch vor.
Momentan hab ich ja Neurokurs und besuche ausserdem einen Neuro-Radiologie-MRT-Kurs und seitdem liebäugl ich ein bisschen mit der Neurochirurgie (Fehlt übrigens in Umfrage *abduck*). Aber wer weiß, hab im weiteren Studium ja noch so viele Fachgebiete zu erkunden, lass ich mich mal überraschen!
... zuviel Verantwortung...
Und Du glaubst ernsthaft, das die Verantwortung niedriger ist, wenn Du statt eines 12 jährigen, einen 25 jährigen Patienten hast.
Nichts für ungut, aber wenn Du das so siehst, möchte ich nicht auf Deinem OP Tisch liegen.
:-((
und was is n das: im dritten Semester ein Radiologiekurs?
Und Du glaubst ernsthaft, das die Verantwortung niedriger ist, wenn Du statt eines 12 jährigen, einen 25 jährigen Patienten hast.
Nee!
Langsam, langsam du hast mich leider falsch verstanden. :-??? :-??? :-??? Mir ging es um meine Emotionen und ich glaube wirklich, dass ich mir bei einem Kind (1) im Zweifelsfall (schwierige unsichere Diagnose - unterschiedlichste Therapiemöglichkeiten) bei Misserfolg mehr Vorwürfe mache würde, als bei einem ausgewachsenen Patienten (2).
:-( Und bevor DU mich nochmal falsch verstehst: Obige Situation (1) würde mich emotional mehr belasten, als Misserfolg bei (2) <-> Selbstverständlich würde ich doch aber trotzdem bei beiden Patienten (und generell also auch bei Dir auf dem OP-Tisch) alles Wissen, Können und was ich sonst noch zur Verfügung hab auch äusserst verantwortungsvoll anwenden ohne jeden Unterschied!
Nichts für ungut, aber wenn Du das so siehst, möchte ich nicht auf Deinem OP Tisch liegen. :-((
Ich kenne meine Emotionen und kann sie mesitens auch beherrschen, also komm ruhig!
und was is n das: im dritten Semester ein Radiologiekurs?
Wahlfach: MRT-Diagnostik des ZNS
Wenn ich zu Dir komme, dann möchte ich, daß Du Dir mindestens genausoviel Vorwürfe machst, wenn ich sterbe, wie wenn ein Säugling stirbt!!! :-(
Das mit dem Wahlfach ist neu, bei mir gab es sowas noch nicht in der Vorklinik.
Hört sich aber lustig an. Kannst Du später im Radiokurs gut gebrauchen!
Wenn ich zu Dir komme, dann möchte ich, daß Du Dir mindestens genausoviel Vorwürfe machst, wenn ich sterbe, wie wenn ein Säugling stirbt!!! :-(
Ja, wer möchte das nicht :-top !
Nur leider sind Emotionen oft tradigen, ratiogen oder biogenetisch im Laufe der Evolution veranlagt worden und somit nicht beliebig änder und steuerbar. Aber mal sehen, vielleicht mach ich bei Dir ne Ausnahme und mir deswegen nochmal riesige Vorwürfe :-party
Das mit dem Wahlfach ...Hört sich aber lustig an. Kannst Du später im Radiokurs gut gebrauchen!
Ja ist super spannend. Zur Hälfte physikalische MRT-Grundlagen, andere Hälfte Diagnostik anhand der Bildgebung :-top
Huepftigger
30.11.2004, 19:23
Wie ich sehe, liege ich voll im Trend... :-))
:-D Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass so viele zu Innere, Chirurgie und vor allem Neurologie tendieren. Ich bin überrascht! :-blush
ja, neurologie ist auch hier derzeit echt der hit bei den leuten, die ich so (ferner und näher) kenne..
ich möchte, wenn ich gross bin, unfallchirurgie & orthopädie machen :-)
condorito
01.12.2004, 18:45
Patho rulez!
condo(wohl ab 01.04. in pathologischer Weiterbildung)
Gelbes Monster
02.12.2004, 07:45
1. Psychiatrie/Neuro
oder
2. Auge, kleines, sauberes Gebiet und ich kann mal ´ne Praxis übernehmen.... :-peng
Schwere Entscheidung, zumal mir alle in meinem Umfeld zur Augenheilkunde raten; auch muß ich meine PJ-Anmeldung jetzt dann abgeben und ich würde schon gerne das als Wahlfach machen, was dann auch meine Fachrichtung wird... :-lesen
Gruß,
GM
@ gelbes Monster: Ich mach gerade mein PJ in der Augenheilkunde, und es ist spitze! Jeden Tag sehe ich ein bisschen mehr als noch am Vortag und das Assistieren im OP macht auch unheimlich Spaß (ich hätte nie gedacht, dass Lidchirurgie interessant sein könnte, aber ich bin derzeit echt begeistert!). Jaja, ein wirklich sehr schönes Fach!!!
Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung!
sunrise10086
15.12.2004, 10:14
Muaaaaaah, Innere... Laaaaaaaaaaaaaannnngweilig! *lol* Versteht mich nicht falsch, es muss fähige und viele Internisten geben, ich habe auch eigentlich bisher sehr viele nette Leute aus dem Fach kennengelernt. Aber leider so gar nichts für mich.
Ich habe schon an einer zweistündigen chirurgischen Riesenvisite keinen grossartigen Spass. Endoskope irgendwo reinstecken mag ich auch nicht wirklich. Und vom Pillenstellen wollen wir mal gar nicht reden.
Ich hab's mehr mit der schneidenden Zunft, wenn es möglich ist nehm ich zum Messer auch noch gerne den Hammer, dann bin ich in meinem Element. Unfallchirurgie ist ja so ein wenig wie Häuser bauen: Vorher alles krumm und schief, nachher im Idealfall wieder gerade und (halbwegs) funktionsfähig. Das finde ich schon sehr befriedigend.
Und wenn es auch irgendwelchen Gründen in der Chirurgie nicht klappen sollte, würde ich die Radiologie auch noch nehmen.
nachher im Idealfall wieder gerade und (halbwegs) funktionsfähig.
ich würde "funktionsfähig und (halbwegs) gerade" vorziehen
:-blush
Chrissie
31.12.2004, 16:43
also ich bin für die Sportmedizin :-love
da sind die Leute meistens fit und auch relativ jung und du hilfst ihnen, damit sie ihren Sport wieder oder besser ausführen können!!
um dort zu landen bietet sich also Innere oder Ortho als Facharzt an...
mit sportlichen grüßen, chrissie
Meine Wahl: wohl die Anästhesie.
PROS (+):
-keine Arztbriefe
-Patientenspektrum von 1-100+ Jahren
-mit dabei: Intensivmedizin (gemacht von denen, die es können!!)
-relativ gute Arbeitszeiten
-keine endlos-Visiten und damit einhergehendes unerträgliches (oftmals fruchtloses) Geschwätz
-im PJ nur dort die "umgänglichsten" Kollegen erlebt (was man von anderen Fächern nur sehr bedingt sagen kann!)
-Coffee, baby!
CONS (-):
-voraussichtlich Klinik4life
-es gibt sicher langweilige Tage bzw Narkosen (aber erzählt mir nicht, in der Inneren gäbe das nie!)
-man "bedient" im Dienst in einem grossen Haus viele, viele Abteilungen (d.h. ist man bei der Sectio fertig kommen die Chirurgen und wollen was operieren...)
-dumme Sprüche von Chirurgen, die sich aber relativieren wenn man das passende "Backfire" parat hat
harlekyn
16.01.2005, 23:06
...es etwas merkwürdig ist darüber nachzudenken oder zu schreiben, bevor man überhaupt angefangen hat zu studieren, seh ich mich später in der Anästhesie und(oder) in der Pädeatrie. GRünde für ersteres hat Tanemi ja schon alle genannt und bei Pädeatrie ist es meiner Ansicht nach so, dass wenn man da ein Leben rettet, man ein "ganzes" Leben rettet! Gomer zu produzieren und zu erhalten ist so ziemlich das Letzte, womit ich meine Tage verbringen will! :-(
Gomer zu produzieren und zu erhalten ist so ziemlich das Letzte, womit ich meine Tage verbringen will!
Die meisten Patienten allerdings mit denen sich die meisten Ärzte täglich beschäftigen sind, was Samuel Shem in seinem Ärzteroman "The House of Gods" ironisch-despektierlich als Gomers (Go out of my emergency room) bezeichnet. Shem benutzt den Ausdruck viel mehr zur Unterstreichung der Abstumpfung und Verohung (Person von Fats) der Ärzte in einem grossen Krankenhaus. Sein Roman beschreibt denn auch wie jungen Medizinern gleich zu Beginn ihrer Karriere sämtliche Illusionen über die Medizin genommen werden, wenn Sie einmal in der Realität landen.
Ich kann gut verstehen, dass es mehr Spass macht sich mit Patienten mit intakter Perspektive zu beschäftigen. Aber der Arzt sollte derjenige auch sein, der seine Augen nicht verschliesst und dem Kranken (und somit oft dem Alten, oft dem Moribunden und dem (scheinbar) Totgeweihten) seine Aufmerksamkeit widmet und seine Leiden lindert und, falls möglich, eine Heilung erwirken kann. Diese Arbeit ist eigentlich nicht "so ziehmlich das Letzte, was man tun kann", sondern kann durchaus erfüllend und interessant sein. Vor allen Dingen ist es auch ein sehr wichtige Aufgabe - die Pflege der Gomers.
Einige Gedanken in die Nacht von
hobbes
Neujahrsrakete
16.01.2005, 23:42
Vor allen Dingen ist es auch ein sehr wichtige Aufgabe - die Pflege der Gomers.
Wenn es nur die Pflege wäre, fände ich es ja in Odnung.
Aber das krampfhafte am-Leben-erhalten (PEG im Altenheim......) halte ich für falsch.
Die Niere
16.01.2005, 23:42
...es etwas merkwürdig ist darüber nachzudenken oder zu schreiben, bevor man überhaupt angefangen hat zu studieren, seh ich mich später in der Anästhesie und(oder) in der Pädeatrie. GRünde für ersteres hat Tanemi ja schon alle genannt und bei Pädeatrie ist es meiner Ansicht nach so, dass wenn man da ein Leben rettet, man ein "ganzes" Leben rettet!Du vergisst hierbei das "Retten" von Frühchen, die Diagnose todweihender Krankheiten (zB Trisomie 13,18, Duchenne usw.) und das Elend, was dir auch dort unterkommt (und dich ggf. viel mehr berührt).
Der Glaube eine Entscheidung für eine Fachrichtung schon vor dem Studium adäquat fällen zu können ist illusorisch...schau dir lieber erstmal alles genau an und entscheide dann...
gruesse, die niere, die mit dem Wunsch nach Chir angefangen hat, zwischendurch bei Uro lag, dann die Päd kam und nun zusätzlich die plastische noch ne Rolle spielt *rolleyes*
Neujahrsrakete
16.01.2005, 23:49
@ niere:
plastische Pädiatrie ??? :-))
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