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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Große Umfrage: was wollt ihr mal werden?



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Dedi
08.08.2005, 08:32
Egal wie schlimm das Krankenhaus oder der Dozent ist, das Nervensystem, besonders das zentrale, ist einfach die "Königsdisziplin" und das mit Abstand Faszinierendste, daran wird sich für mich nichts ändern. Das einzige Fragezeichen ist, ob mich jemand nach dem Studium nimmt und ich die Anforderungen erfülle, der Wunsch wird jedoch immer der Gleiche bleiben und ich werde alles dafür tun.

Also, wenn Du Dir Sorgen machst in der Neurochirurgie nicht genommen zu werden, dann kann ich Dich beruhigen. Eine Freundin von mir hat die ganze Republik nach Innere- und Derma-Stellen abgegrast und wo ist sie jetzt? In der Neurochirurgie am Heimatsort...und an meiner Klinik suchen die Neurochirurgen auch schon länger. Auch wenn man das respektvoll als Königsdisziplin bezeichnen mag: es ist keinesfalls so, dass sich in diesem Fach die Elite versammelt, es ist nicht anders als in jedem anderen Fach auch. Und es scheint im Moment ein echtes Nachwuchsproblem zu geben. Wer's mag findet bestimmt eine Stelle. Für mich wäre es nix!

Neely
09.08.2005, 19:00
Naja, aber das dürfte auch nur in Einzelfällen so sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Fach unbeliebt ist, da es ja ein so breites Spektrum und sehr interessante Krankheitsbilder bietet, auch technisch ist es so ziemlich das fortgeschrittenste Feld. Zumindest was ich mir sagen hab lassen.

Lava
09.08.2005, 19:20
Zumindest gibt es da wenig PJ'ler. In Freiburg gibt es in der ganzen NCH gerade mal eine!

Rico
09.08.2005, 20:52
Naja, aber das dürfte auch nur in Einzelfällen so sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Fach unbeliebt ist, da es ja ein so breites Spektrum [...] bietetAlso ein "breites Spektrum" ist nicht unbedingt meine erste Assoziatoin mit der Neurochirurgie...
"Operieren wir heute am Hirn, am Hirn, am Hirn oder zur Abwechslung mal am Rückenmark?" ;-)

Ein derart spezialisiertes Fach muß zwangsläufig seine Bandbreite einbüßen. :-meinung

Allgemeinmedizin, Innere, Pädiatrie oder mit Einschränkungen auch Chirurgie haben ein großes Spektrum - die anderen Fachrichtungen sind verglichen damit fast alle ziemlich speziell.

Zoidberg
09.08.2005, 21:56
eins ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Der W wird NIEMALS Chirurg

danke :-))


das kann ich so auch für mich bestätigen :-dance

beachvolleyball
09.08.2005, 22:10
Das kann dann so aussehen: mal monate- bis jahrelang Stationsarzt. (Klasse Nachtdienste !) Und zwar allein, weil die Creme im OP zu stehen geruht. Dann: Bandscheiben "schnitzen". So, und auf einmal ist man FA und bekommt rübergesemmelt, daß man nichts kann. :-top

Neurochirurgie, Radiologie, Nuk, Strahlentherapie, Transfusionsmedizin, Patho, selbst Gyn und bestimmte Subfächer der Inneren wissen nicht, wohin mit den unbesetzbaren Stellen. Bedeutet ( Verwaltungen sind doch nicht doof) Stellenstreichungen. :-dafür Spirale nach unten geht weiter. Manche Abteilungen der og. Fächer erwürgen sich selbst, indem etwa "Pollackenschwein" und vergleichbare Liebeserklärungen den letzten Getreuen aus dem Nachbarland vom Hof fegen. :-(( Oder, indem man den Weißrussen, der kaum Deutsch kann, die Arztbriefe diktieren läßt, die Aufnahmen ( siehe oben) überantwortet und sich dann wundert, warum die Abteilung einen gewissen Ruf bekommt. NIcht nur bei den Patienten.

Dedi
10.08.2005, 08:19
@beachvolleyball

:-top :-meinung

@neely

Doch, die Neurochirurgie ist sogar ziemlich unbeliebt.

Patella
10.08.2005, 18:18
Orthopädie! :-love
Grösster Wunsch und meine Motivation fürs Studium, immer schon gewesen und bis jetzt durch (vorklinische) Praktika auch zu 100% bestätigt. Freu mich auf das, was ich in der Klinik erleben werde.
Gerne in Verbindung mit Sportmedizin. :-love

Viele Grüsse,

Patella :-)

Lava
10.08.2005, 19:18
Das kann dann so aussehen: mal monate- bis jahrelang Stationsarzt. (Klasse Nachtdienste !) Und zwar allein, weil die Creme im OP zu stehen geruht. Dann: Bandscheiben "schnitzen". So, und auf einmal ist man FA und bekommt rübergesemmelt, daß man nichts kann. :-top


Das ist in Freiburg nicht so. Da wird man sukkzessive an das Operieren herangeführt. Erst assistieren, dann darf man Borhlöcher und Ventrikeldrainagen machen, irgendwann RM und zum Schluss Hirn.

Neely
13.08.2005, 14:36
Also ein "breites Spektrum" ist nicht unbedingt meine erste Assoziatoin mit der Neurochirurgie...
"Operieren wir heute am Hirn, am Hirn, am Hirn oder zur Abwechslung mal am Rückenmark?" ;-)

Ein derart spezialisiertes Fach muß zwangsläufig seine Bandbreite einbüßen. :-meinung

Allgemeinmedizin, Innere, Pädiatrie oder mit Einschränkungen auch Chirurgie haben ein großes Spektrum - die anderen Fachrichtungen sind verglichen damit fast alle ziemlich speziell.

Aber in der Inneren muss man sich ja auch auf Kardiologie, Onkologie oder sonstiges spezialisieren, da ist man dann oft ebenfalls auf ein Organ "eingeschränkt", genau so wie es in der Chirurgie der Fall ist (Unfall, Herz, Thorax, Viszeral etc). Das ist an kleinen Häusern vielleicht anders, aber an großen Kliniken wird man auch "Fachidiot" bis zu einem gewissen Grad.

In der Neurochirurgie darf man dann aber wohl auch das ganze Spektrum dieser Disziplin abdecken, eben weil es so wenige Neurochirurgen gibt, und das ist doch wirklich breit (Meningeome, Gliome, Neurinome, Lymphome (Tumore interessieren mich am meisten, auf das würde ich mich am liebsten spezialisieren), Operationen an peripheren Nerven, Wirbelsäuleneingriffe; außerdem ist Neuroanatomie und -physiologie wohl das aktuellste Forschungsgebiet).

Und brachial ist Ortho doch nur, wenn man auf Hüften etc spezialisiert ist, oder? Die Wirbelsäuleneingriffe sind doch auch sehr diffizil, da es sich auch ums ZNS handelt, glaub ich zumindest.

Miri_85
13.08.2005, 18:29
Nachdem ich eigentlich garnicht so lange überlegen musste....
Ich will mal Spießer werden! :-dance
Oder Bausparer.

Neely
17.08.2005, 10:05
Ist das so unbeliebt, weil man so lange warten muss, bis man in den OP darf und es noch länger als in der Allgemeinen Chirurgie dauert, bis man von der Station wegkommt und mal etwas machen darf?

Andererseits müssen denen doch dann einmal die Leute ausgehen, wenns keiner machen will, das heißt, dass sie irgendwann keine andere Wahl mehr haben werden, als auch die "Anfänger" operieren zu lassen.

Noch eine andere Frage: Man hört oft, dass die Fächer, in denen man nicht operativ tätig ist, ziemlich langweilig sein sollen, weil man immer nur auf Station ist und Erfolge nicht sehen kann. Stimmt das eigentlich wirklich? Wenn es so wäre, dann würden doch nicht so wenige (relativ gesehen) Chirurgie machen wollen.

Neurochirurgen schwärmen ja von ihrer Tätigkeit, auch das Fachgebiet ist das interessanteste, weshalb man so ein paar Jahre, in denen man einfach einmal die Zähne zusammenbeißen muss, auch tolerieren kann, schließlich hat man schon so viel Frust überwunden und so viel investiert, da ist das dann auch schon egal. Oder wie seht ihr, die ihr schon mehr Erfahrung habt, die Sache?

Rico
17.08.2005, 15:30
Noch eine andere Frage: Man hört oft, dass die Fächer, in denen man nicht operativ tätig ist, ziemlich langweilig sein sollen, weil man immer nur auf Station ist und Erfolge nicht sehen kann. Stimmt das eigentlich wirklich? Wenn es so wäre, dann würden doch nicht so wenige (relativ gesehen) Chirurgie machen wollen.Das sagen meistens die, die selber operativ tätig sind.
Stimmt aber nicht.
Man denke an Fälle, wie einen exsikkierten, soporösen Patient, der nach 2-3l Infusionen wieder aufklart. Oder an einen Asthmatiker im Status, der unter der Theophyllin-Spritze augenblicklich besser wird. Weil man's langsam injizieren muß, ist die Dosis oft noch mal ganz im Patienten drin, da merkt der schon die Besserung.

Eigentlich ist es genau das, was mich dazu gebracht hat, mich für ein Nicht-operatives Fach zu entscheiden. Ich finde es irgendwie eleganter, dem Patienten zu helfen ohne große Löcher in ihn rein zu scheiden oder zu sägen, sondern einfach mit einer Tablette oder einer Injektion.
Ich kann natürlich auch verstehen, daß man in operativen Fächern sich sehr an den schneller Verbesserungen der Situation erfreuen kann, aber das alleinige Privileg der Operateure ist das sicherlich nicht.

mycroft9
18.08.2005, 00:22
ich glaub ich fall hier ganz aus der reihe raus.

nach zwei semestern informatik fang ich jetzt im oktober mit einem wirtschaftsinformatik-studium an und will im bereich marketing und managment arbeiten.

zur not auch beim zoll (finanzverwaltung) oder beim finanzamt.

un falls ich doch noch die zusage bekommen sollte, das ich nen platz an der schule für kreatives schreiben bekommen werde, werd ich dahin wechseln.

also im grund enichts mit medizin

Loish
19.08.2005, 09:33
*g*, Mycrosoft, das galt zwar einem Zahni, aber ich übertrags mal auf dich:

Du wirst hiermit ab jetzt offiziell diskriminiert:
Das hier ist eine Umfrage für Humanmediziner! :-D

:-keks

Lava
22.01.2007, 18:54
Ich hab seit letzter Woche einen Plan B: Radio :-dance

bauerlein
22.01.2007, 19:28
Ich hab seit letzter Woche einen Plan B: Radio :-dance


Wieso das denn?? :-music

Lava
22.01.2007, 19:32
Ist mir so eingefallen letzte Woche. Bildgebung ist das einzige, wo ich richtig mit Eifer dabei bin in der Inneren. Das einzige, wo ich mal auftaue und tatsächlich etwas interessant finde. Sollte es also mit der Chir nix werden, geh ich in die Kellergemäuer und guck mir den ganzen Tag Bilder an :-D

little_lunatic
22.01.2007, 20:01
ich möchte mal hase werden. mit 2 langen löffeln und nem burzel. :-)

Lava
22.01.2007, 20:03
ich möchte mal hase werden. mit 2 langen löffeln und nem burzel. :-)

Ich glaub das ist mal ne Herausforderung an die plastische Chirurgie! :-D