PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pflegepraktikum, auf welcher Station wart ihr?



Seiten : 1 2 3 4 5 [6] 7

my_precious
13.08.2006, 13:21
*ich kann endlich Kaffeekochen! :-top

yeah man das hab ich nun auch gelernt!!!
aber bei den anderen punkten kann ich nur sagen "hut ab, wirklich, dass das bei dir so läuft!"
ich empfand gar nix davon so...

Alucituc
13.08.2006, 14:02
Hab jetzt ne Woche Gefäß-/Thorax- und Unfallchirurgie hinter mir. Die Schwestern, Assistenzärzte und Ärzte sind alle total nett, die meisten Patienten auch und ich lern ne Menge. Mache eigentlich fast die gleiche Arbeit wie die Schwestern, nur stell ich mich etwas dümmer an (oh mein gott, die dachten sicher ich hätte noch nie ein Bett bezogen, als ich das da auf dem Gang machen musste...peinlich).
Aber ich bewunder die Schwestern echt: ich bin jeden Mittag dermaßen schnitzelfertig, dass ich nur noch aufs Sofa lieg und einschlaf...

Elodie
13.08.2006, 20:16
oh mein gott, die dachten sicher ich hätte noch nie ein Bett bezogen, als ich das da auf dem Gang machen musste...peinlich
lol...bei mir wars ähnlich:ne Schwester hat,als sie mich beim Betten machen beobachtet hat,gesagt,dass ich das wohl nicht oft machen würde...Zur Info:Ich wohne seit 2 Jahren alleine...Shit happens;-)

DLK
14.08.2006, 00:50
Also ich war in der Neurochirurgie und Neurologie (Privatstation) und bin (v.a. im Nachhinein) ziemlich begeistert ;-) Ich durfte relativ viel machen, musste zwar auch aber nicht ausschließlich "windeln wechsel" und wurde auch von den Ärzten mal mit in OP genommen, oder zu einer LP o.ä.
Eigentlich habe ich - abgesehen von der Medikamentengabe - genau das gleiche getan wie die Schwestern und halt auch diverse Hol-/Bring-/Auffülldienste, etc. Viel Pflege und wo es ging auch etwas Konversation und "über-die-Schulter-schauen" bei den Ärzten ;-)
:-top

christie
14.08.2006, 12:37
Kennt jemand von Euch die Elisabeth klinik in Berlin?

Nani1
31.08.2006, 10:34
Hi,
kann man sein Pflegepraktikum eigentlich auch in der Pathologie machen?
Oder wird das gar nicht anerkannt, weil es ja im Prinzip nichts mehr zu pflegen gibt?
Würde mich mal interessieren, hab auch schon in der PDL nachgefragt, die haben aber wieder mal keine Ahnung.

Ich habe bald 4 Wochen Hautklinik hinter mir, und überlege jetzt wo ich den nächsten Abschnitt des Praktikums verbringe. Ein Bekannter meines Vaters ist Pathologe und hat mir angeboten, bei ihm zu arbeiten. Das wäre dann aber nur sinnvoll, wenn das auch anerkannt würde.

Weiß jemand was darüber? ;-)

Maja85
31.08.2006, 11:03
Hallo,


Die Ableistung des Krankenpflegedienstes kann nur in einem staatlich anerkannten Akutkrankenhaus auf
einer bettenführenden Krankenpflegestation erfolgen.
aus: http://www.lpa-duesseldorf.nrw.de/service/merkblaetter/kpdhinw3mon2ginzelneu.pdf

das ist zwar das Lpa von NRW, wird aber in den anderen Bundesländern genauso verlangt - und bettenführend heißt mit lebenden Patienten ;-)

my_precious
31.08.2006, 11:16
und bettenführend heißt mit lebenden Patienten ;-)

hihi lol

wäre ja mal cool... so mit leichen zu "arbeiten" als praktikant.
da wird bestimmt nicht so oft die glocke gedrückt!

catgut
31.08.2006, 14:58
Ich hab mein KP in der Psychiatrie gemacht, zwei Monate Akutpsychiatrie und einen Monat Gerontopsychiatrie. Bei der Akutpsychiatrie war das so ein Grenzgängerfall, wir hatten nur eine Handvoll Bettlägriger (meist Demente), der Rest war rein psychotisch. Bei der Geronto war das schon anders, da hat die Pflegedienstleitung sehr genau darauf geschaut, dass ich genug zu pflegen hatte, aber auf einer Geronto braucht man da auch nicht weit schauen. Da springt Dir die Pflege, Psychiatrie hin oder her, förmlich in die Arme.
Ich persönlich habe die Akutpsychiatrie geliebt, ich fand den Abschied schon traurig. In der Geronto war ich froh, als es vorbei war, das war schon sehr sehr anstrengend. Es hängt auch stark von der Station ab, vom Team. Im ersteren Fall konnte ich mich einbringen, Verbesserungsvorschläge machen, da wurde ich als vollwertige Kraft anerkannt und stand in der "Rangliste" sogar über den KPS.
In der Geronto wussten die Pfleger nicht genau, was ich so alles darf und was nicht. Das hat unweigerlich zu Spannungen geführt. Der Höhepunkt war errreicht, als mich eine blutjunge Schwester hochnäsig fragt, ob ich denn Sauerstoffsättigung messen kann. Ich wäre ihr am liebsten mit dem Hintern voraus ins Gesicht gesprungen, immerhin wusste sie, dass ich Tierarzthelferin gelernt hatte, als Arzthelferin gearbeitet habe und mehr als zwei Jahre bei OP´s kaum was anderes gemacht habe (außer natürlich putzen, herrichten, kontrollieren, scheren, desinfizieren, wieder putzen, etc.)! Am Schluss war ich für die pflegerischen Maßnahmen sogar dankbar und freute mich, wenn ich nicht wieder in den Tagesraum musste. Das ist so ziemlich das Anstrengendste, was man sich vorstellen kann. Die Menschen selbst können nichts dafür, das muss man sich immer wieder sagen. Aber manchmal sind zwei Stunden da drin heftiger als sechs auf der Station.
Als uns an einem Tag ein Patient verstorben ist, wollte ich so so gerne bei der Totenwäsche dabei sein. Das fanden alle makaber. Die KPS, die mir vorgezogen wurde, meinte, sie hätte liebend gerne getauscht. Aber ich finde, wenn man den Präp-Kurs hinter sich hat (und der war nun wirklich nicht schlimm, im Gegenteil), dann ist das auch nicht so wild. Solange man diesen Menschen mit Respekt behandelt, oder? Ich hätte nur einfach gerne die Erfahrung gemacht, denn als Arzt machst Du das ja auch nicht mehr. Was denkt ihr?

derAnda
31.08.2006, 18:18
hihi lol

wäre ja mal cool... so mit leichen zu "arbeiten" als praktikant.
da wird bestimmt nicht so oft die glocke gedrückt!

Naja in "Nightwatch" (hier (http://imdb.com/title/tt0110631/) und hier (http://imdb.com/title/tt0119791/)) hatten die ja auch alle ne Klingel. :-))

DoomSE
31.08.2006, 18:44
Hi
ich kann nur Anästhesie oder ne Intensivstation empfehlen ;-)
Da kann man - sofern man ich net dumm anstellt - schon ne Menge machen, das Verhältnis zu den Schwestern is viel cooler, die sehen einen nämlich als wirklichen Praktikanten, der was lernen will, und nicht als billige Hilfskraft, die man nach reiner Willkür missbrauchen kann... Da gibt es auch überhaupt keine Probleme, wenn man mal mit dem Arzt mitgehen will, ganz im Gegenteil, man wird da nur ermutigt, mein zuständiger ChefPfleger ging zum Doktor und meinte zu ihm, dass er mich jetzt mal intubieren lassen sollte!

Worans meiner Meinung nach liegt, mag ich hier nicht sagen, sonst krieg ich wieder nur böse Kommentare, dass wir gefälligst Studenten sind und keine Ärzte und dass wir erst einmal das Handwerk des Pflegepersonal (oder sollte ich besser sagen: das Leiden der Pflege?!) erlernen sollten, blablabla...?!

Ich geb Euch einen Tip: seid nicht arrogant, aber um Himmelswillen versucht Euch durchs Praktikum so durchzumogeln, dass Ihr möglichst davon profitiert und Freude habt, Ihr braucht für dieses ätzende Studium nämlich genug Motivation!


Als, wer sich nicht wehrt, hat selber Schuld!

Mfg
Doomse

Smartinchen
31.08.2006, 19:52
Hi
ich kann nur Anästhesie oder ne Intensivstation empfehlen ;-)
Da kann man - sofern man ich net dumm anstellt - schon ne Menge machen, das Verhältnis zu den Schwestern is viel cooler, die sehen einen nämlich als wirklichen Praktikanten, der was lernen will, und nicht als billige Hilfskraft, die man nach reiner Willkür missbrauchen kann... Da gibt es auch überhaupt keine Probleme, wenn man mal mit dem Arzt mitgehen will, ganz im Gegenteil, man wird da nur ermutigt, mein zuständiger ChefPfleger ging zum Doktor und meinte zu ihm, dass er mich jetzt mal intubieren lassen sollte!


Nur weil das auf DEINER Station so war, kann man nicht darauf schließen, dass es generell auf Intensiv so ist ;)

DoomSE
31.08.2006, 20:34
Nun, ich denke, das ist allen klar, es gibt schließlich nirgendwo ein Patentrezept
:-party

Jedoch decken sich meine Erfahrungen mit denen einiger Studienkollegen ganz gut, sodass ich die Empfehlung ohne schlechtes Gewissen machen kann


So long, adios, ich werd mal weiter fürs mündliche pauken...

Doomse

Ps: Warnung an alle Frischlinge, studiert nie Medizin, is viel zu anstrengend ;-)

PLVTO
31.08.2006, 21:44
Habe 1 Monat Innere und 2 Monate Psychatrie gemacht.

Ich denke im Endeffekt kann einfach jede Station interessant sein wenn das Personal dort in Ordnung ist. Bei 'ner guten Stimmung wird auch Routine nicht so schnell langweilig, während auf einer Station wo die Leute nur unter Stress stehen und sich gegenseitig anmaulen jede Schicht die reinste Folter ist.

zB war bei mir die innere zum kotzen, in dem ganzen Monat hat mich nur einmal ein Arzt wahrgenommen, wurde von allen anderen ignoriert. Der hat mir dann bei einem Patient eben paar Begriffe zum Krankenbild an den Kopf geschmissen, mit denen ich erst mal rein gar nicht anfangen konnte, und das war's dann auch schon. Ansonsten nur das übliche, Betten machen, Waschen, Essen austeilen und wieder einsammeln... nicht dass ich damit ein Problem hätte, aber ich denke nach einem Monat hat man den Dreh raus, und man kann sich für die restlichen 2 was interessantes suchen.

Psychatrie war dann der Hit. Wurde überall integriert, beim 2ten Monat den ich ein Jahr später machte, durfte ich am Ende sogar Gruppentherapien (mit-)leiten, diverse Aktivitäten selbstständig leiten, natürlich auch mit dem ganzen Papierkram verbunden. Die Ärzte haben regelmässig ihre Patienten mit mir besprochen, durfte täglich bei längeren Arzt-Patienten Gesprächen dabeisein. Schätze ich habe in diesen 2 Monaten mehr über Medizin gelernt als im ganzen restlichen vorklinischem...

Aber Vorsicht, theoretisch wird Psychatrie wie einige andere Stationen nur zur Hälfte anerkannt. Zum Glück steht auf den lieben Zetteln normalerweise keine Station *g*

Funky24
01.09.2006, 09:46
...also...hatte gestern den letzten Praktikumstag von 2 Monaten auf der ITS...

...kann ITS auch nur empfehlen, da man dort i.d.R. einer Schwester/einem Zimmer zugeteilt wird, und man deswegen schon nicht die ganze "Drecksarbeit" der kompletten Station machen muss....

...man sieht sehr viel interessante Sachen....und wenn man so nette Schwestern und Ärzte hatte wie ich, bekommt man auch viel gezeigt und darf auch viel machen....
...durfte z.B. immer mit in den OP wenn ich wollte, wurde zu allen interessanten Untersuchungen dazu gerufen und durfte oft assistieren...

...ich denke, man darf sich halt nicht blöd anstellen und muss auch Interesse zeigen...

...sicher gab es auch 2-3 Schwestern die blöd waren und mal ihen Frust an mir ausgelassen haben....aber ich hab halt, wenn es einen bestimmten Punkt überschritt auch gesagt, dass das jetzt zuweit geht und ich nicht den Sündenbock spiele und dann war das eigentlich auchg erledigt...ich denke, manchen ist es auch nicht immer bewusst, wie sie in dem Moment mit dir umgehen....
...man darf sich halt nicht immer ducken und den Mund halten und muss auch mal seine Meinung sagen, damit sie auch merken, dass sie nicht alles mit dir machen können....

...denke, ich werde meinen letzten Monat auch auf der ITS machen...glaube nicht, dass man auf irgendeiner anderen Station soviel machen darf und soviel zu sehen bekommt...

Gruß Funky

my_precious
01.09.2006, 11:00
zB war bei mir die innere zum kotzen, in dem ganzen Monat hat mich nur einmal ein Arzt wahrgenommen, wurde von allen anderen ignoriert. Der hat mir dann bei einem Patient eben paar Begriffe zum Krankenbild an den Kopf geschmissen, mit denen ich erst mal rein gar nicht anfangen konnte, und das war's dann auch schon. Ansonsten nur das übliche, Betten machen, Waschen, Essen austeilen und wieder einsammeln... nicht dass ich damit ein Problem hätte, aber ich denke nach einem Monat hat man den Dreh raus, und man kann sich für die restlichen 2 was interessantes suchen.



das kommt mir ganz bekannt vor. abermusstest du keine bettpfannen leeren, pampers wechseln, klo putzen oder so was ekeliges?

DoomSE
01.09.2006, 12:48
HI

das ist doch genau die Einstellung, warum Medizinstudenten häufig den Ruf haben, sich für etwas besseres zu halten:

Töpfe und Pämpers wechseln, sicher gehört das nicht zu den angenehmsten Dingen, aber wenn Du das ecklig findest, dann solltest Du Dir ernsthafte Gedanken machen... Offensichtlich hast Du dann wenig wirklich Eckliges gesehen.
:-???

1) Du stempelst durch diese Aussage das Pflegepersonal - das ja diese Arbeiten auszuführen hat, die Dir zu unangenehm sind - als ebenso widerlich ab
2) Du gibst den Menschen das Gefühl, dass sie Dich mit ihrer Hilflosigkeit anwidern; ich schätze, dass resultiert letztlich in eine nicht unbedingt gesundheitsfördernde Stimmung des Patienten, geschweige denn in ein gutes Verhältnis zum Arzt


Sicher hast Du das nicht so gemeint, ... Also, erst nachdenken, dann schreiben.

:peace:

Doomse

Ps: Diese Smileys sind schon was cooles

my_precious
01.09.2006, 13:19
ich kann mir eben kaum was ekeligeres vorstellen, als einverdrecktes klo zu putzen (ekelig im sinne von fäkalien... werft mich jetzt nicht vor, ich würde im OP umfallen). mir kann keiner sagen, dass er das nicht ekelig findet... bei allem verständnis für das pflegpersonal... die arbeiten sind nunmal auch ekelig. ich sag doch nix dagegen. es spricht doch eher für ddas pflegepersonal, dass es ihnen nichts ausmacht, solche arbeiten zu verrichten.
für jmd, der das nicht gewohnt ist, wie mich, für den ist das ekelig. ich finde es nicht schlimm zu sagen, dass kloputzen ekelig ist. deswegen bin ich doch nicht von den patienten angewidert?!?!?! und selbst wenn, würde ich das nicht bei den patienten durchblicken lassen. mir soll noch jmd sagen, ich sei zimperlich... also bitte!
wenn dir kloputzen so spass macht, dann solltest du auchmal ernstahft überlegen, ob du nicht lieber putzfrau werden willst anststatt ärztin. das soll jetzt niemanden dieses berufsfeldes diskriminieren.
ich bekomme nur so einen hals wenn ich lese, dass ich nicht schreiben sollte, dass kloputzen schön sein soll und nicht ekelig.
:-meinung

Baru
01.09.2006, 14:14
Natürlich darf man das ekelhaft finden...auch die Patienten finden daß meistens Ekelhaft...und auch die meisten langjährigen Pflegekräfte freuen sich alles andere auf solche Arbeiten,
daß einzige was nicht sein darf ist, daß man dadurch an der Arbeit gehindert wird oder daß man anfängt den Patienten deswegen Vorwürfe zu machen.

Und wenn ich es recht überlege, Ekel vor Fäkalien sollte auch keinen hindern Arzt zu werden, Gastro-Enterologie ist ja nicht der einzige ärztliche Bereich.
Da gibt es genug Fachbereiche wo man als Arzt mit Ausscheidungen nur sehr peripher zutun hat.

ehem-user-02-08-2021-1033
01.09.2006, 15:33
Naja also der Geruch von Sch***e am morgen läßt mich fast jedes mal
:-kotz .
Ok , so schlimm ist es nicht allerdings empfinde ich es alles andere als angenehm.
Und ganz ehrlich ja es gehört als Arzt dazu mal mit Körperausscheidungen in Kontakt zu kommen.
BTW:
Wie oft wurdet ihr denn schon angekotzt ?
Ist mir schon 3mal passiert...
Allerdings kann es nicht sein, dass man als Arzt einen Fetisch hierfür entwickeln sollte, wie es hier manche fordern. :-meinung
Man ist und bleibt nunmal Mensch und wenn dann nunmal hin und wieder der Magen rebelliert und einem schlichtweg übel wird dann muss man da zwar durch, aber man muss es nicht als schön empfinden. :-meinung