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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pflegepraktikum, auf welcher Station wart ihr?



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PLVTO
01.09.2006, 16:41
Doch den Kram durfte ich auch machen, der schlimmste Fall war ein älterer Herr mit Windel und kräftigen Durchfall. Danach war ich relativ abgehärtet.
Gab ehrlich gesagt Situationen die ich schlimmer empfand als jemand fremden zu putzen... zB auf einmal jemanden da liegen zu haben, den man seit Jahren kennt, mit dem man paar Jahre in der gleichen Klasse war, und dann soll man den auf einmal komplett waschen. Damit hatte ich dann schon eher Probleme...


Und zu dem "Pflegepersonal abwerten". Ich bezweifle, dass sie dir zustimmen würden, viele dieser Sachen werden vom Grossteil der Menschheit als eklig empfunden, was immerhin ein Schutzmechanismus darstellt. Jeder der sein Pflegepraktikum anständig gemacht hat, wird genauso wie das Personal zu einem gewissen grad abgehörtet sein, aber ich denke nicht dass dir irgendjemand sagen wird dass das nicht eklig ist. Meistens lautet die Antwort, dass man sich dran gewöhnt. Das heisst aber niht dass es weniger eklig ist...

derAnda
01.09.2006, 17:18
Naja, auch als Arzt kriegt man gern mal ne Ladung Fäkalien ab. Manche operative Fächer sind da ganz gut dabei. Jeder der schon mal bei einer Rektumexstirpation zwischen den Beinen des Patienten stand weiß wovon ich rede. (Extra super, wenn der Pat. auch noch M. Crohn hat.:-oopss :-wow ).

jashro0m
01.09.2006, 17:59
******** stinkt! Da kann keiner was dran ändern ..

my_precious
01.09.2006, 18:25
jetzt bin ich aber überrascht, dass so viele meinre meinung sind.
ich hab gedacht, jetzt kommt so was wie "wenn du s cheiße nicht magst, dann werd nicht arzt" :-oopss

christie
01.09.2006, 18:43
..bin seit heute auf ner interdisziplinären abdominal - station (innere / chirurgie) und finde es super. es sind zwar 80% aller patienten im greisen alter und nicht in der lage selbst auf toilette zu gehen aber ich wurde wirklich seeehr sachte an das pikante thema herangeführt....war demnach schon eklig aber nicht so schlimm wie ich dachte....

das stationspersonal ist echt nett und die tätigkeiten sehr abechslungsreich.
auch fand ich klasse, dass ich zwar als pflegepraktikantin eingestuft wurde, aber als eine, die "was lernen möchte". die stationsleiterin hat mich gleich für diverse schulungen, untersuchungen und OPs eingeplant (bei letzterem natürlich nur zum hospitieren - versteht sich :-) ), damit ich neben der pflege auch noch was fürs studium mitnehmen kann....echt klasse...so muss es sein !

rtschier
02.09.2006, 10:36
Also ich war auf der Neurochirurgie und auf der HNO.
Ich hatte beide male sehr großes Glück und bin auf eine klasse Station gekommen, wo man mir viel gezeigt und erklärt hat, und wo die Praktikanten nich ausgenutzt worden sind.
Wobei dies weniger am Fachgebiet lag, sondern vielmehr an der jeweiligen Stationsleitung, (HNO-Nachbarstation muss nicht so gut gewesen sein, habe ich zumindest gehört)
Prinzipiell kann ich die HNO Leuten empfehlen, die nicht unbeding gerne waschen, bzw. Bettpfannen ausleeren. Hier hat man die Möglichkeit bei div. Untersuchungen dabei zu sein. Zumal sind die Patienten nicht "nur alt" vielmehr findet sich ein breites sowohl was alter, als auch was die Erkrankung angeht. Beispiel: 18jähriges Mädchen mit Mandel-OP vs. 85jähriger Mann mit Larynx-CA im Endstadium.
Die Neurochirurgie hat mit fachlich mehr interessiert, hier musste ich aber auch mehr waschen etc., da es hier mehr bettlägrige Patienten gibt.

rtschier

Alba
02.09.2006, 20:15
Ich hab zwei Monate auf der Gyn und Geburtenstation gearbeitet.
War der absolute Hammer!
Hab den ganzen Tag kleine Babys gedadet, den Müttern beim Wickel geholfen und durfte auch öfter bei Spontangeburten und Kaiserschnitten dabei sein.

War in einem ganz kleinen Krankenhaus mit total entspannter Atmosphäre. Nix im Vergleich zur Uniklinik mit gestressten Kollegen und Patienten.

lg Alba

HeLiX_turn_HeLiX
02.09.2006, 21:07
Augenklinik der Uni Heidelberg, man muss fast keine Dreckarbeit machen, und die Ärzte sind total nett und haben mir viel gezeigt.

Smartinchen
03.09.2006, 11:36
War in einem ganz kleinen Krankenhaus mit total entspannter Atmosphäre. Nix im Vergleich zur Uniklinik mit gestressten Kollegen und Patienten.




Meine Station (Uniklinik) ist definitiv nicht gestresst ;) .

Judith87
03.09.2006, 17:50
Bin jetzt auf der Onko, nach 1 Monat Chirurgie
Noch mal zum Thema Eckel: Auch bei mir gibts so Momente, wo ich etwas extrem Unangenehm finde..teilweise muss ich mich echt am Riemen reißen meinen Brechreiz zu unterdrücken (Durchfall auf dem Zimmerboden,...) Ist halt eine natürliche Reaktion, da kann man sich dran Gewöhnen wie man will. Jetzt weiß ich halt was auf mich zukommt....Natürlich zeig ich das nicht vor den Patienten, denen ist das ja auch unangenehm, aber warum sollte ein Eckelgefühl mich daran hinern, die Arbeit der Pflegenden abwertend zu betrachten? Von mir ernten sie eher noch mehr Respekt dadurch!

Ansonsten ists auf der Onko ziemlich voll, aber da viele Dinge nicht von mir gemacht werden dürfen (chemos anhängen) ists für mich recht ruhig. Wurd auch als Med. Praktikantin eingestuft und die zuständige Schwester will dafür sorgen, dass ich auch mal bei Punktionen dabei sei kann, also hoff ich mal, dass ich demnächst wieder was Neues sehen kann

DoomSE
03.09.2006, 18:03
Hi

ich glaub ich hab meine Meinung ein bissl zu extrem dargestellt.

Naklar is Kloputzen, Windelwechseln,... net angenehm, ja ich habe da auch das ein oder andere Mal das Gefühl mich zu übergeben; mir gings eigentlich nur um die etwas platte Wortwahl, is ecklig, will ich nicht machen,sollen andere machen.

pro: Kleinkariertsein! :-meinung

Also, viel Spass noch beim fröhlichen Lernen

Doomse

Medimädel
06.09.2006, 12:10
Hallo.......

also ich hab meine 3 Monate auf ner Internen Aufnahmestation gemacht! Und ich kann nur bestätigen, dass sein Aufgabenfeld so groß ist, wie man sich selbst auch einbringt. Die Schwestern können nicht ahnen, dass man auch mal was "ärztliches" machen will, schließlich ists ein "Pflege"praktikum. In Lehrkrankenhäusern bietet es sich an, auch mal die Schwester zu fragen, die für die Schwesternschüler verantwortlich ist, da kann man auch mal was mitmachen. Oder man fragt direkt mal einen der Ärzte, die haben doch auch alle mal angefangen. Vielleicht nicht grad im größten Stress, aber wenn man mal zusammen am Frühstückstisch sitzt, bietet sich das doch mal an, zu fragen, ob man auch mal Blut ziehen darf oder ob man das mal gezeigt bekommt. Von nix, kommt nix!
Ich hab auch angefangen mit den typischen Pflegeaufgaben, betten, Essen bringen, Transporte und so..... Hab dann aber auch ganz schnell Infusionen wechseln dürfen, Stammblätter, RR, Puls und sowas halt, EKGs schreiben, Flexülen ziehen, Flexülen legen, Blut ziehen, Patientenaufnahmen (bei coolen Ärzten darf man das unter Aufsicht auch alleine machen!), hab bei ner Pleurapunktion assistiert, man muss halt nur fragen, Blutkonserven auskreuzen....... Ist schon nicht schlecht die Innere, vor allem weil es so viel verschiedene Patienten gibt. Wenns auf Station noch einigermaßen begabte PJler gibt, haben die auch nie im Leben was dagegen, wenn man das mit der Flexüle auch mal an dem übt! ;)

Also, viel Spaß!

Grenouille
10.09.2006, 13:32
Freitag war nun mein letzter Tag auf der Inneren. Von meiner Seite gabs was für den Kaffeetisch und von der Personalseite ne super Beurteilung, Glückwünsche für die Zukunft und am wichtigsten - einen Büchergutschein!
:-dance

Einen wunderschönen September wünscht der Grenouille, der nun nur noch einen Monat KPP abzuleisten hat und ansonsten die Semesterferien genießen darf!!! :-dafür

saru
10.09.2006, 13:35
war auf ner gemischten station... chirurgie und neurochirurgie... war ganz cool, vor allem weil ich danach nen job angeboten bekommen hab, und die kohle als aushilfe kann man immer gut gebrauchen. vor allem ist 5 mal im monat arbeiten für 400 eier echt fair!

cali-moose
25.09.2006, 14:14
bin in 2 Tagen mit dem ersten Teil des KPPs fertig - war auf der Gyn und Geburtshilfe in nem kleinen Haus (180 Betten) und kann das nur weiter empfehlen!! in nem kleinen Haus sind wahrscheinlich nicht so viele PJ-Studenten (hab mal von einer einzigen gehört), Famulanten (hab ich auch nur eine getroffen) und Praktikanten (waren alle auf anderen Stationen) unterwegs...

Gyn fand ich superinteressant, konnte Wochenbettvisiten mitmachen (Uterus tasten etc.), Babys wickeln :-), hab die U2 millionenfach gesehen, die U1 direkt nach der Geburt auch ein mal. Die "normalen" Gyn-Sachen sind natürlich auch nicht uninteressant, konnte auch bei den Visiten immer mitkommen und hab so echt einiges gelernt!

Mit meiner Station hatte ich sehr viel Glück, ich durfte - neben den üblichen Praktikantentätigkeiten - zwei Mal mit in OP (bei vaginalen OPs sieht man von hinten über den Schultern des Operateurs auch echt viel!, einmal haben sie mich dann den (herausgenommenen) Uterus aufschneiden lassen :-) ), nur die Sectio steht noch aus, hab aber ne Spontangeburt miterlebt, durfte mit ner netten Assistenzärztin Blut abnehmen oder auch mal bei Untersuchungen zuschauen/assistieren....

aber klar, wie schon mehrfach gesagt, das hängt immer total von den Schwestern und Ärzten ab... da hab ich einfach sehr viel Glück gehabt