Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen zum Modellstudiengang
Alchemist
11.04.2011, 19:29
Also das Chemie Tutorium hat mit dem Chemischen Institut nichts zu tun. Aber ganz ehrlich - ich bezweifle, dass die Klausur komplizierter wird als jetzt, das wäre quasi unmöglich.
Rhiannon
11.04.2011, 19:31
Aber ganz ehrlich - ich bezweifle, dass die Klausur komplizierter wird als jetzt, das wäre quasi unmöglich.
Never say never....... nach vier Versuchen trau ich denen ja schön langsam ALLES zu.
Alchemist
11.04.2011, 21:33
Ich hoffe, es wird nicht schwieriger werden. Das wär echt ein krasses Niveau und keiner würde davon profitieren.
Angeletta
12.04.2011, 18:55
Aber ganz ehrlich - ich bezweifle, dass die Klausur komplizierter wird als jetzt, das wäre quasi unmöglich.
...und das aus deinem Mund :-((
Das Passwort für die Altklausuren geht irgendwie nicht mehr..
Alchemist
12.04.2011, 19:31
Habe ich auch bemerkt und wollte euch liebe Erstis fragen wie die neuen Zugangsdaten lauten. :-D Erfährt ihr bestimmt in der 1. VL.
PS: Ich mag ja Chemie mögen, aber ich muss zugeben, dass das Niveau der Klausur für Mediziner einfach nur mega übertrieben ist. :)
Da fühl ich mich ja jetzt ganz schlau es bestanden zu haben :-))
Medi2009
18.04.2011, 20:30
PS: Ich mag ja Chemie mögen, aber ich muss zugeben, dass das Niveau der Klausur für Mediziner einfach nur mega übertrieben ist. :)
Ganz ehrlich, ohne überheblich zu wirken, aber wenn man sich 2 Wochen vor der Klausur auf seine 4 Buchstaben setzt und in die Wahlpflichtveranstaltung geht dann schafft man locker 50 Punkte in der Klausur....
Es wird einem soviel Geschenkt, 20 Pkt bekommt man schon geschenkt weil man aus den Altklausuren bekannte Strukturformeln oder einfachste Moleküle in Lewis-Struktur aufzeichnen soll zB. Wasser(:-D) mit Wassterstoffbrückenbindungen oder Harnstoff.
Der Knaller sind dann so Aufgaben wo man die Anzahl der Protonen u. Neutronen von Elementen/Ionen angeben soll. Das ist vllt. 7.Klasse Niveau? Und für diese Aufgabe gabe es letztes Jahr 4Pkt von 30(~13%) die man braucht um die Klausur zu bestehen.
Naja, diese Protonen/Neutronen/etc. Frage ist wirklich einfach.. aber ich hab die in den Altklausuren nur einmal gesehen.
Die letzte Klausur hätte ich jetzt auch nicht mehr bestanden und so lange ist das ja nichtmal her.
Alles scheint einfacher nachdem man es bestanden hat :-))
Alchemist
19.04.2011, 06:02
Ganz ehrlich, ohne überheblich zu wirken, aber wenn man sich 2 Wochen vor der Klausur auf seine 4 Buchstaben setzt und in die Wahlpflichtveranstaltung geht dann schafft man locker 50 Punkte in der Klausur....
Es wird einem soviel Geschenkt, 20 Pkt bekommt man schon geschenkt weil man aus den Altklausuren bekannte Strukturformeln oder einfachste Moleküle in Lewis-Struktur aufzeichnen soll zB. Wasser(:-D) mit Wassterstoffbrückenbindungen oder Harnstoff.
Der Knaller sind dann so Aufgaben wo man die Anzahl der Protonen u. Neutronen von Elementen/Ionen angeben soll. Das ist vllt. 7.Klasse Niveau? Und für diese Aufgabe gabe es letztes Jahr 4Pkt von 30(~13%) die man braucht um die Klausur zu bestehen.
Versteh mich nicht falsch, ich habe für die Klausur nicht gelernt und dank LK sehr gut abgeschnitten, aber ich habe volles Verständnis für die Leute die zum ersten Mal Chemie in der Uni hatten. Vor allem weil man Chemie nicht von heute auf morgen lernen kann. Und klar, es gab einige Klausuren, die wirklich für alle machbar sind, aber du kannst dir z.B. die letzte Nachschreibklausur anschauen. Da werden echt krasse Sachen von den Studenten erwartet.
Hallo zusammen,
ich bewerbe mich dieses WS unter anderem für den Kölner Modellstudiengang. Nach dem, was ich hier so lese, gibt es zu dem Studiengang ja ganz unterschiedliche Meinungen. Auch die Webseite der Uni (vor allem die Klausurergebnisse dort!) schreckt stellenweise ein bisschen ab.
Deshalb frage ich jetzt nochmal ganz naiv: wie kann ich mir die Chemie-/Physikeinheiten im ersten Semester vorstellen? Als Horrorveranstaltungen, durch die man quasi einmal durchfallen "muss"? Oder liegen die hohen Durchfallquoten eher an mangelnden Vorkenntnissen und/oder Lerndisziplin?
Und noch eine fachliche Frage: wurde der Chemie-/Physik-Stoff irgendwie für den Modellstudiengang (im Vergleich zu früher) abgespeckt oder angepasst?
Ich wäre euch für ein paar (persönliche) Zeilen dazu sehr dankbar :)
Rhiannon
26.05.2011, 14:56
Hm, meine Meinung:
Physik: leicht machbar, legt einem keine großen Steine in den Weg
Chemie: hab ich schon oft genug kundgetan: ich finds teilweise unverschämt schwer, was da verlangt wird, aber auch darüber lässt sich ja bekanntlich streiten, obwohl die Durchfallquoten doch eine recht deutliche Sprache sprechen.
Glaub allerdings, dass es an JEDER Uni irgendein Fach gibt, wo einfach (zu) viel verlangt wird und wo viele erstmal (oder auch häufiger) durchfallen und irgendwie irgendwann ist eigentlich alles zu schaffen. So zumindest mein Mantra, das ich mir auch dieses Semester wieder vorsagen werde, wenns an den (ich sags, auch wenns peinlich ist) mittlerweile 5. Chemie-Versuch geht.
Wegen der Stoffmenge: in Physik ziemlich genau das, was auch im Regelstudiengang verlangt wird (zumindest kommt alles in der Schwarzen Reihe vor).
In Chemie sicher auch nicht mehr oder weniger Stoff als normal, aber man muss halt anders klarkommen/verstehen, weils keinerlei MC-Fragen gibt und der Schwierigkeitsgrad schon ein anderer ist als z.B. in Physik oder Bio.
Danke schonmal für deine Einschätzung ;) Woran liegt's denn bei dir, dass du durch Chemie gefallen bist? Irgendein spezieller Themenbereich?
Rhiannon
26.05.2011, 15:14
Hm, am Anfang teils mangelndes Verständnis, teils einfach Unterschätzung der Klausur, geb ich ehrlich zu. Ansonsten hakts bei mir in der Organik, wo garantiert immer irgendwelche dussligen Moleküle vorkommen, die ich dann nicht zeichnen kann und deshalb meine schön gelernten Reaktionsmechanismen nicht anwenden kann. Sehr frustrierend....
Aber dieses Semester schaff ichs, das hab ich im Gefühl und diesmal ist das ganze Semester auch viel entspannter als im Winter mit dem Präpkurs, sodass ich gut jetzt schon nebenher was Chemie wiederholen kann.
Kleine Anmerkung zu den Chemieergebnissen, die man jetzt auf der Seite des chem. Instituts sehen kann.
Die 2. Klausur diesmal war wohl wirklich ne Katastrophe, bei der ersten sah das alles etwas anders aus (sind zwar glaub ich auch 50% durchgefallen, aber keine 81% wie bei der 2.).
Physik ist absolut kein Problem wenn man die Formeln lernt.
Chemie..wie Rhiannon schon sagte ists ne Verständnissache. Manchmal braucht man etwas Zeit um die Sachen zu verstehen die da gefragt sind und sie dann auf neue Situationen anzuwenden.
Organik ist meistens das Problem, da man die Mechanismen zwar alle gelernt hat, aber dann Moleküle vorkommen die einem komplett unbekannt sind. Das man da nur einen kleinen Teil erkennen muß um die Aufgabe dann zu lösen ist dann meistens das Problem.
Aber machbar ist alles und man hat ja mindestens bis zum 4 Semester Zeit mit Chemie, da man erst dann Biochemie hat :).
Das hört sich alles nicht soo toll an irgendwie ;) Hab ich das richtig verstanden, es gibt in der Chemie-Klausur überhaupt keine Multiple-Choice-Fragen? D.h. man muss alle Fragen mit einem Fließtext/Stichpunkten beantworten? Ist ja ungewöhnlich, bisher habe ich immer nur mitbekommen, dass solche Klausuren in Medizin im MC-Stil waren...
Ob das ungewöhnlich ist kann ich nicht sagen...weiß nicht wie es bei den anderen ist :p.
Kann aber durchaus sein, die Klausur wird ja auch von der Chemiefakultät gestellt.
Glaub aber nicht das MC so einfach ist :/
Alchemist
27.05.2011, 01:09
Die Chemie-Klausur ist an sich nicht schwer (naja gut, die Nachholklausur ist schwer), das Problem ist einfach, dass man nicht gesagt wird was man lernen MUSS. Deswegen lernen ganz viele Leute Thermodynamik und und und, also Sachen, die einem in der Klausur nichts bringen.
Und was ich festgestellt habe: fast jeder lernt auswendig. Das kann ich auch gut verstehen, weil die logischen Zusammenhänge nicht erklärt werden: wie kommt man z.B. auf die Summenformeln anorganischer Verbindungen : muss ich auswendiglernen, dass es in sagen wir Aluminiumoxid genau 2 Al und 3 O-Atome gibt oder kann ich das logisch herleiten. Es wird leider auch nicht erklärt, wie man sich die Lewis-Strukturformeln herleiten kann. Und wenn man all das + noch viel mehr auswendig lernen muss, ... Ne, so funktioniert das nicht in der Chemie.
Die größte Hürde ist natürlich die Organik, denn da muss man alles LOGISCH gelernt haben, weil wenn man z.B. die Alkane (quasi das "Einfachste") nicht versteht, kommt man überhaupt nicht weiter. Das Gute daran ist, man braucht überhaupt nicht auswendiglernen und die Mechanismen sind auch relativ gut zu nachvollziehen, wenn die gut erklärt werden.
PS: Ja, es gibt KEINE MC-Fragen.
KoelnerMedizin
27.05.2011, 14:48
Die Chemie-Klausur ist an sich nicht schwer (naja gut, die Nachholklausur ist schwer), das Problem ist einfach, dass man nicht gesagt wird was man lernen MUSS. Deswegen lernen ganz viele Leute Thermodynamik und und und, also Sachen, die einem in der Klausur nichts bringen.
Und was ich festgestellt habe: fast jeder lernt auswendig. Das kann ich auch gut verstehen, weil die logischen Zusammenhänge nicht erklärt werden: wie kommt man z.B. auf die Summenformeln anorganischer Verbindungen : muss ich auswendiglernen, dass es in sagen wir Aluminiumoxid genau 2 Al und 3 O-Atome gibt oder kann ich das logisch herleiten. Es wird leider auch nicht erklärt, wie man sich die Lewis-Strukturformeln herleiten kann. Und wenn man all das + noch viel mehr auswendig lernen muss, ... Ne, so funktioniert das nicht in der Chemie.
Die größte Hürde ist natürlich die Organik, denn da muss man alles LOGISCH gelernt haben, weil wenn man z.B. die Alkane (quasi das "Einfachste") nicht versteht, kommt man überhaupt nicht weiter. Das Gute daran ist, man braucht überhaupt nicht auswendiglernen und die Mechanismen sind auch relativ gut zu nachvollziehen, wenn die gut erklärt werden.
PS: Ja, es gibt KEINE MC-Fragen.
Das ist gerade das, was Naturwissenschaft so faszinierend macht, die AHA-Erlebnisse, und die Anwendung auf vollkommen Neues, neue Fragestellungen dadurch zu beantworten, und den Gesamtzusammenhang zu verstehen :-) :-love
Angeletta
29.05.2011, 19:01
Gibt's irgendwelche Tricks, wie man die Moleküle in der Organik hinbekommt?
Alchemist ist ja nicht fürs Auswendiglernen, aber wie sonst weiß ich z.B. wie Fructose o.Ä. aussieht.
Mal ganz davon abgesehen, dass -zumindest anhand der ersten Vorlesung, die ich hatte- der OC-Professor wirklich, wirklich gut ist. Ich habe vorher einfach nur auswendig gelernt, wie das mit der sp3-Hybridisierung oder so aussieht und jetzt weiß ich auch, wie es funktioniert.
Er mag ja arrogant und fies bei den Klausuren sein, aber so wenig Lust auf Schlafen hatte ich selten morgens um 8 Uhr.
Alchemist
29.05.2011, 23:04
Der Organik-Prof. ist einer der tollsten Professoren, den ich je erlebt habe. :) Ich wünschte, alle könnten wie er sein. (Und jetzt geht bitte nicht auf mich los!)
Komplexe Strukturformeln kann man sich natürlich herleiten - nehmen wir Fruktose. Man muss nur wissen, dass es im Molekül der Fruktose 6 C-Atome gibt, an 5 von denen sitzt eine OH-Gruppe (je mehr OHs, desto süßer) und einem eine Oxogruppe. Das klingt jetzt kompliziert, ist aber nicht wenn man sich mit den Bausteinen auskennt - woraus besteht die C-Kette, wieso können nicht 2 oder 3 OH-Gruppen an einem C-Atom sitzen, wie funktioniert die Oxo-Gruppe, etc. :) Und das lernt man Schritt für Schritt. Deswegen ist ja in der Organik alles wichtig. In der Anorganik kann man z.B. pH-Aufgaben super beherrschen, aber nix mit RedOx anfangen.
PS: Letzte Woche haben sich ein paar Leute gewundert, dass die Anzahl der OH-Gruppen die "Süßigkeit" einer Verbindung bestimmt (im Allgemeinen). Ich wurde gefragt was Zucker mit OH-Gruppen (also mit Alkoholen) zu tun haben - na, Zucker sind ja im Endeffekt Alkohole, wenn man sich ihre Sturktur anguckt. :-)
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