Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium mit 14 Jahren?
In einigen Bundesländern ist eine Befreiung von der Schulpflicht möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt und eine gleichwertige Förderung möglich ist.
Das dürfte hier wohl zutreffen.
Wer sich mit dem Thema der Hochbegabung, besonders im Bereich Musik, auseinandersetzen will, dem sei die Lektüre der Veröffentlichungen von Bastian ans Herz gelegt.
Problemfelder wie "sozial anders", "keine Kindheit" etc. tauchen hier auf. Auch diverse Fallbeispiele von Hochbegabten zeigen an, wie sich die Problematik im Alltag darstellt und was da wiss. herausgefunden wurde. Bastian gilt bei Musikwiss. als Standardwerk. :-lesen
starbase135
15.07.2007, 16:12
Mal ne ganz andere Frage: Ist man nicht rechtlich gesehen in Deutschland schulpflichtig bis man (ich meine) 16 ist? Hat jetzt überhaupt nix mit dem Mädel zu tun, mich würde aber mal interessieren, wie man die Schulpflicht in solchen Fällen umgeht.
LG,
Ally
Ist doch ganz einfach...mit Erreichen eines Abschlusses ist die Schulpflicht doch sowieso beendet, was i.d.R. mit dem Hauptschulabschluss bereits erfüllt sein sollte. In Sachsen (und vielleicht auch in anderen Bundesländern) kann man auch schon mit 14 nach der 8. Klasse abbrechen.
falsch, man ist sogar bis 18 schulpflichtig. Bedeutet, dass man, auch wenn man mit 16 nach der 10. Klasse abgeht, dennoch eine andere Schule besuchen muss. Das kann eine Berufsschule sein oder Berufskolleg. Ich denke, es gibt Ausnahmen wie bei diesem Mädel, da ja der Unibesuch dem Schulbesuch gleichzustellen ist. Keine Ahnung, wie das in anderen Budnesländern ist, in NRW gilt jedenfalls diese Regelung. Eine Freundin ist Lehrerin in einem solchen Berufskolleg, das nur dazu dient, junge Leuten unter 18, die keine Lehrstellte haben, hierduch die Schulpflicht erfüllen zu lassen.
Sidewinder
15.07.2007, 16:49
Also wenn sie jetzt noch bis 18 die Schule besuchen müsste, obwohl sie schon den höchsten Schulabschluss erworben hat, das wäre doch reichlich idiotisch!
Sogar für ein durch die Bürokratie zu Tode verwaltetes Land wie Deutschland! ;)
Deswegen sagte ich ja, dass der Unibesuch dem Schulbesuch von der Pflicht hierzu gleichzustellen sein müsste
Sidewinder
15.07.2007, 17:08
Jup, eben! :)
Ist natürlich von daher schade, dass so hochbegabten Menschen dann sowas wie Aupair, um die Welt reisen (okay, dafür ist sie nun wirklich zu jung) oder einfach erstmal ein Semester oder ein Jahr aussetzen um zu schauen, was jetzt wirklich das Richtige für einen ist, verwehrt wird.
LG,
Ally
starbase135
15.07.2007, 18:45
falsch, man ist sogar bis 18 schulpflichtig. Bedeutet, dass man, auch wenn man mit 16 nach der 10. Klasse abgeht, dennoch eine andere Schule besuchen muss. Das kann eine Berufsschule sein oder Berufskolleg. Ich denke, es gibt Ausnahmen wie bei diesem Mädel, da ja der Unibesuch dem Schulbesuch gleichzustellen ist. Keine Ahnung, wie das in anderen Budnesländern ist, in NRW gilt jedenfalls diese Regelung. Eine Freundin ist Lehrerin in einem solchen Berufskolleg, das nur dazu dient, junge Leuten unter 18, die keine Lehrstellte haben, hierduch die Schulpflicht erfüllen zu lassen.
Eben diese so genannte Berufsschulpflicht ist ja auch durch ein Hochschulstudium erfüllt und durch den Erwerb des Abiturs dürftedie Schulpflicht definitv beendet sein. So oder so, sie wird wohl wegen der Schulpflicht keine Probleme mit den Behörden bekommen.
Also ich würd mich lieber von dem wunderkind behandeln lassen, als von mir selbst :-blush
Das Mädel war heute (oder gestern? :-blush) im Morgenmagazin vom ZDF.
Hab nicht alles gesehen, aber schlussendlich tut sie mir leid. Sie passt nirgends so richtig rein.
Kindergarten? War sie nicht, konnte mit 2,5Jahren ja auch schon lesen.
Wie war das Abitur? Doch, war schön. Sie wäre bei der Zeugnisübergabe gewesen.
Achso, die Abiparty mit dem vielen Alkohol hätte sie nicht mitgemacht? Nein, da sei sie nicht gewesen.
Ich kann nicht glauben, dass sie - iin psychisch gesundem Zustand - die ersten Semester schafft. Trotz ihrer Hochbegabung merkte man ihr schon an, dass sie vom Umgang her einfach mal erst 14 Jahre alt ist. Was ja auch nicht verwundert. Und wenn du dich dann immer erklären musst weshalb du was wie gemacht hast.....
Nö, da lerne ich lieber etwas mehr und bin erst mit 27 Arzt.
Das Mädel war heute (oder gestern? :-blush) im Morgenmagazin vom ZDF.
Hab nicht alles gesehen, aber schlussendlich tut sie mir leid. Sie passt nirgends so richtig rein.
Kindergarten? War sie nicht, konnte mit 2,5Jahren ja auch schon lesen.
Wie war das Abitur? Doch, war schön. Sie wäre bei der Zeugnisübergabe gewesen.
Achso, die Abiparty mit dem vielen Alkohol hätte sie nicht mitgemacht? Nein, da sei sie nicht gewesen.
Ich kann nicht glauben, dass sie - iin psychisch gesundem Zustand - die ersten Semester schafft. Trotz ihrer Hochbegabung merkte man ihr schon an, dass sie vom Umgang her einfach mal erst 14 Jahre alt ist. Was ja auch nicht verwundert. Und wenn du dich dann immer erklären musst weshalb du was wie gemacht hast.....
Nö, da lerne ich lieber etwas mehr und bin erst mit 27 Arzt.
Finde ich eigentlich auch. Allerdings hat sie sich Ihr "Schicksal" ja nun genauso wenig aussuchen können wie wir anderen auch. Sie macht das Beste daraus und das finde ich super. Ich glaube zwar nicht, dass sie psychische Probleme kriegen wird, aber es ist sicherlich nicht immer schön, vom sozialen oder emotionalen Stand aus gesehen ausserhalb der jeweiligen Gruppe zu stehen. Teamdynamik und zwischenmenschliches - da KANN sie gar nicht die entsprechende soziale Erfahrung wie die 5-6 Jahre älteren haben und das kann schon zu Schwierigkeiten führen. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie neidische Mittzwanziger auf sie reagieren und ob sie damit umgehen kann.
Das Mädel war heute (oder gestern? :-blush) im Morgenmagazin vom ZDF.
Hab nicht alles gesehen, aber schlussendlich tut sie mir leid. Sie passt nirgends so richtig rein.
Oh, wie schade. Habe auch gestern und heute das Morgenmagazin gesehen, aber jeweils nicht ganz und sie leider verpasst. :-(
Ich kann mir vorstellen, was Du geschrieben hast. Sie ist eben erst 14. Und sie wird wahrscheinlich weder bei ihren Altersgenossen noch bei Mitschülern/ Kommilitonen wirklich dazugehören.
Aber wenn sie sich jetzt trotzdem gut durchs Studium schlägt, wird sie sich hoffentlich im Erwachsenenleben irgendwann, wenn die Altersunterschiede keine große Rolle mehr spielen, mit den Kollegen sozialisieren können. Wenn sie dann überhaupt (noch) weiß, wie man Freundschaften aufbaut.
Ich wünsche ihr auf jeden Fall alles Gute!!
LG,
Ally
Oh, wie schade. Habe auch gestern und heute das Morgenmagazin gesehen, aber jeweils nicht ganz und sie leider verpasst. :-(
Ich kann mir vorstellen, was Du geschrieben hast. Sie ist eben erst 14. Und sie wird wahrscheinlich weder bei ihren Altersgenossen noch bei Mitschülern/ Kommilitonen wirklich dazugehören.
Aber wenn sie sich jetzt trotzdem gut durchs Studium schlägt, wird sie sich hoffentlich im Erwachsenenleben irgendwann, wenn die Altersunterschiede keine große Rolle mehr spielen, mit den Kollegen sozialisieren können. Wenn sie dann überhaupt (noch) weiß, wie man Freundschaften aufbaut.
Ich wünsche ihr auf jeden Fall alles Gute!!
LG,
Ally
Ich bin mir sicher, dass sie "auch dann noch" weiß, wie man Freundschaften aufbaut. Ausserdem hat sie ja Freundinnen (wurde berichtet als ein Hobby von ihr: "mit freundinnen was unternehmen") und hohe intellektuelle Intelligenz schließt ja emotionale Intelligenz nicht aus. :-)) :-party
Ich bin mir sicher, dass sie "auch dann noch" weiß, wie man Freundschaften aufbaut. Ausserdem hat sie ja Freundinnen (wurde berichtet als ein Hobby von ihr: "mit freundinnen was unternehmen") und hohe intellektuelle Intelligenz schließt ja emotionale Intelligenz nicht aus. :-)) :-party
Okay, ich habe es ja leider nicht gesehen und wusste nicht, dass sie Freundinnen hat. Da Hawk schrieb, dass sie wenig integriert sei ("passt nirgendwo so richtig rein), dachte ich eben, dass es daran mangle (was ja auch verständlich wäre, denn die, die von der Entwicklung so weit sind wie sie, waren ja an der Schule mehrere Klassen unter ihr und da war es mit Freundschaften wahrscheinlich nicht so einfach).
LG,
Ally
alley_cat75
19.07.2007, 17:57
Achso, die Abiparty mit dem vielen Alkohol hätte sie nicht mitgemacht? Nein, da sei sie nicht gewesen.
Ich war auch nicht auf meinem Abiball, weil mich schon damals kollegiale Besäufnisse angewidert haben. So what? Da hat sie nichts verpasst. Freundschaften zu schließen, lernt man nicht erst mit 18, sondern viel früher. Ich bin fest davon überzeugt, dass sie ihren Weg an der Uni gehen wird - auch mit 14. Denkt doch mal an die ganzen Einzelgänger oder auch Muslime - die passen nicht ins UniSchema F und schaffen das Studium dennoch. Man braucht nicht Dutzende Freunde um sich herum; ein richtiger reicht schon und den oder die wird sie finden.
Lifendhil
19.07.2007, 18:26
Nicht auf dem Abiball? Hm... das haben nicht einmal unsere absoluten Außenseiter gebracht. Also zumindest bei uns ist das viel mehr als ein großes Besäufnis. Es ist eine große Feier mit Freunden und Verwandten, bei der man sich auch mal so richtig fein rausputzen kann. Viel Walzer tanzen, bißchen Show für die Eltern und Lehrer machen und die Verteilung der ganzen Lehrergeschenke. Aber vielleicht ist das in anderen Gegenden anders... bei uns war das quasi ein Pflichtveranstaltung.
KingLoui
19.07.2007, 18:38
Ich war auch nicht auf meinem Abiball, weil mich schon damals kollegiale Besäufnisse angewidert haben. So what? Da hat sie nichts verpasst. Freundschaften zu schließen, lernt man nicht erst mit 18, sondern viel früher. Ich bin fest davon überzeugt, dass sie ihren Weg an der Uni gehen wird - auch mit 14. Denkt doch mal an die ganzen Einzelgänger oder auch Muslime - die passen nicht ins UniSchema F und schaffen das Studium dennoch. Man braucht nicht Dutzende Freunde um sich herum; ein richtiger reicht schon und den oder die wird sie finden.
Ein sozialverträglicher Mensch zu sein, lernt man aber sein Leben lang und dafür sollte man mit verschiedensten Menschen Umgang haben. Man sollte gerade für den Arztberuf die Entwicklung einer gestandenen Persönlichkeit nicht vernachlässigen und dazu gehören meiner Meinung nach auch ein etwas größerer Freundeskreis und beispielsweise auch solch prägende Erlebnisse wie ein Abiball, der für mich weit mehr war als ein kollegiales Besäufnis.
Fachliches hin oder her - vielleicht auch ein bißchen zu jung um ernst genommen zu werden? Ich habe es ein paar mal erlebt, daß bereits gestandene Ärztinnen aufgrund der einfachen Tatsache das sie weiblich sind von Patienten nicht ernst genommen wurden... Bitter.
Aber wenn sie eh forschen will ;-)
little_lunatic
22.07.2007, 18:39
ich denke alter ist nicht gleich alter.
kenne 17jährige die vom kopf her 25 sind und 25jährige die vom kopf her 17 sind.
Dass sie´s von der Leisung her schafft seh ich nicht als Problem. Aber mit 14 hat man nicht gerade viel von der Welt gesehen. Mit 14 hätt ich mich nicht gerne schon für eine Studium entscheiden müssen. :-notify
und was studiert man als überflieger mit top abi? na klar: Medizin. Auf Platz 2 stand bestimmt Jura ;-)
Hätte dem Kind erstmal ein paar Praktika empfohlen. Hab in meinem Kurs auch eine die noch unter 18 ist. Fürs RadiochemiePraktikum braucht man da auch eine Erlaubnis vom Kultusministerieum oder was auch immer....
Und so klug sie auch sein mag... Gerade im Medizinstudium gibts auch Wartezeitler oder Quereinsteiger die ihre Eltern sein könnten. Kommt auf die Uni an, aber um da nicht unterzugehen muss man glaub ich schon ganz schön arsch in der Hose haben.
Aber ich zweifel da wie gesagt als erstes schonmal an der Motivation fürs Medizinstudium. Ich finde ein Kind sollte auch Kind sein dürfen. und während eines so zeitintensiven Studiums die Pubertät durchmachen?
Aber ist am Ende ja ihre Entscheidung.
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