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Feuerblick
14.09.2007, 22:38
Die scheinen es für eine Zumutung zu halten, nach der Ursache suchen zu sollen.Ich möchte an dieser Stelle nochmal auf meinen ellenlangen Beitrag zu den Ursachen eines trockenen Auges und deren Therapiemöglichkeiten hinweisen. Ich habe dort ausführlichst beschrieben, dass wir durchaus nach Ursachen suchen, sie aber seltenst therapieren können. Viele mögliche Ursachen ergeben sich aus der reinen Anamnese - ist die leer, muss man an das naheliegendste denken und bei fehlender Besserung nach und nach eben Ausschlussdiagnosen suchen.:-nix Jetzt tut bitte nicht so, als wäre das eine Eigenart der Augenheilkunde (siehe Derma, die auch erst mal Sälbchen auf die Haut schmieren und dann weitersehen).

Übrigens: Die Keratitis neuroparalytica entsteht durch die fehlende/verminderte Hornhautsensibilität und die verringerte Blinkfrequenz. Also eine Kombination aus Tränenfilm-Verteilungs (!!!)störung (genug Produktion ist in der Regel vorhanden) und der fehlenden Schmerzen, für den Fall, dass die Hornhaut durch weniger Zwinkern austrocknet und rauh wird.

docmoechtegern
14.09.2007, 22:48
Übrigens: Die Keratitis neuroparalytica entsteht durch die fehlende/verminderte Hornhautsensibilität und die verringerte Blinkfrequenz. Also eine Kombination aus Tränenfilm-Verteilungs (!!!)störung (genug Produktion ist in der Regel vorhanden) und der fehlenden Schmerzen, für den Fall, dass die Hornhaut durch weniger Zwinkern austrocknet und rauh wird.Das steht doch schon dort::-nix


Keratitis neuroparalytica

Symptome

Reduzierte bis fehlende Sensibilität der Hornhaut
Sicca Symptomatik
Beschwerden unterschiedlich ausgeprägt


Pathogenese

Ausfall des 1. Astes des N. trigeminus bei Läsion des Ganglion Gasseri (Trauma, Akusticusneurinom, ...)
Durch Ausfall der Hornhautsensibilität
Gestörte Trophik (reduzierte Blinkfrequenz)
Hornhautulcus
(Eher im unteren Drittel gelegen, da obere Hornhaut durch das Bellsches Phänomen - unbewusste Aufwärtsbewegung des Auges bei Lidschluss - besser gegen Austrocknung geschützt ist)

Feuerblick
14.09.2007, 23:09
Bezog sich eher auf Bangens ursprüngliche Theorie mit Augenzahn, Trigeminus und Tränenmengenverminderung.:-top

Derma
15.09.2007, 19:10
..Ich habe dort ausführlichst beschrieben, dass wir durchaus nach Ursachen suchen, sie aber seltenst therapieren können. Viele mögliche Ursachen ergeben sich aus der reinen Anamnese - ist die leer, muss man an das naheliegendste denken und bei fehlender Besserung nach und nach eben Ausschlussdiagnosen suchen.:-nix Jetzt tut bitte nicht so, als wäre das eine Eigenart der Augenheilkunde (siehe Derma, die auch erst mal Sälbchen auf die Haut schmieren und dann weitersehen).
Irgendwie erinnert mich das an die Homöopathen.;-)

bangen
15.09.2007, 19:18
Die Homöpathen sind selbst fest davon überzeugt, dass ihre Arzneien eine ursächliche Wirkung haben. Diese Überzeugung muss der Homöopath auf den Patienten übertragen, dann wirkts, wenigstens manchmal.

Derma
15.09.2007, 19:24
Und wenn's nicht wirkt, war's die Erstverschlimmerung.

Feuerblick
15.09.2007, 19:24
Irgendwie erinnert mich das an die Homöopathen.;-)Nee, die bekämpfen Krankheiten mit megaverdünnten Mittelchen (also quasi Wasser), die angeblich eine ähnliche Reaktion auslösen könnten... oder so ähnlich.
Ärzte machen es alle gleich:
Verdachtsdiagnose -> soweit möglich Diagnose erhärten -> Therapie -> schlägt an = gut, schlägt nicht an = nicht gut, weiterüberlegen :-nix

bangen
15.09.2007, 19:28
Zitat aus Wikipedia


Ihr wichtigster und namengebender Grundsatz ist das Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“ (similia similibus curentur, Hahnemann). Das entscheidende Auswahlkriterium für ein homöopathisches Arzneimittel ist danach, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen kann wie die, an denen der Kranke leidet. Der Patient bekommt das ausgewählte Mittel in möglichst niedriger Dosis und in besonders zubereiteter, „potenzierter” Form. Bei diesem Zubereitungsverfahren wird die Arzneisubstanz schrittweise mit Wasser oder Alkohol verschüttelt oder mit Milchzucker verrieben und dabei häufig so extrem verdünnt, dass der Ausgangsstoff nicht mehr nachweisbar ist. Auf diese Weise sollen unerwünschte Wirkungen der Substanz minimiert werden. Viele Homöopathen glauben, dass durch das Zubereitungsverfahren zugleich die erwünschte Wirkung verstärkt wird.

Das klingt ja auch zu schön. Und dem Argument, es würden nur sehr wenige Atome oder Moleküle der Wirksubstanz übrigbleiben begegnen die Homöopathen damit, dass sie auf quantenmechanische Effekte hinweisen.

Das einzige was bei der Homöopathie fehlt ist der Wirksamkeitsnachweis durch eine Doppelblindstudie.

Derma
15.09.2007, 19:30
Nee, die bekämpfen Krankheiten mit megaverdünnten Mittelchen (also quasi Wasser), die angeblich eine ähnliche Reaktion auslösen könnten... oder so ähnlich.
Ärzte machen es alle gleich:
Verdachtsdiagnose -> soweit möglich Diagnose erhärten -> Therapie -> schlägt an = gut, schlägt nicht an = nicht gut, weiterüberlegen :-nixUnd bei beiden wird der Patient irgendwann nicht mehr auftauchen.Entweder, weil sich das Problem inzwischen von selbst erledigt hat, oder weil er sich von weiteren Besuchen bei diesem Arzt oder sonstigen Behandler keine Hilfe mehr verspricht. Die Behandler dagegen werden davon ausgehen, dass ihre Mittelchen gewirkt ahben. :-))

Derma
15.09.2007, 19:35
Und dem Argument, es würden nur sehr wenige Atome oder Moleküle der Wirksubstanz übrigbleiben begegnen die Homöopathen damit, dass sie auf quantenmechanische Effekte hinweisen.Aber nur, wenn man den Erlenmeyerkolben beim Potenzieren zehnmal in Richtung Erdmittelpunkt geschüttelt hat.

bangen
15.09.2007, 19:35
Ärzte machen es alle gleich:
Verdachtsdiagnose


Da muss man den Homöopathen zugutehalten dass sie sich, wenn sie ihr Fach ernst nehmen, viel Mühe mit der Anamnese geben. Ein echter Homöopath soll sich für die Erstanamnese eine Stunde Zeit nehmen.

Welcher niedergelassene Augenarzt würde das bei einem Patienten mit einem trockenen Auge tun?

Feuerblick
15.09.2007, 19:37
Wieso? Gehst du nicht mehr zu deinem Hausarzt, weil dein neues Blutdruckmittelchen nicht wirkt? Also ICH gehe sofort wieder zum Doc, wenn ich der Meinung bin, dass das Medikament, was er mir verschrieben hat, nicht wirkt. Weil ich will ja, dass meine Beschwerden besser werden. Ansonsten kann das Problem ja nicht so gravierend gewesen sein.
Und gerade Sicca-Patienten tauchen gerne SOFORT wieder auf, wenn die Tropfen nicht wirken. Die haste innerhalb von spätestens 48 Stunden wieder mindestens am Telefon. Gerade heute, in der Zeit von Internet und Wiki, sind die Menschen SEHR kritisch geworden und reklamieren mit Begeisterung.

bangen
15.09.2007, 19:40
Stimmt es eigentlich, dass jeder dritte Patient bei einem niedergelassenen Augenarzt mit einem Sicca-Problem kommt?

hennessy
15.09.2007, 19:41
Da muss man den Homöopathen zugutehalten dass sie sich, wenn sie ihr Fach ernst nehmen, viel Mühe mit der Anamnese geben. Ein echter Homöopath soll sich für die Erstanamnese eine Stunde Zeit nehmen.

Welcher niedergelassene Augenarzt würde das bei einem Patienten mit einem trockenen Auge tun?
Hast Du Dir mal den Anamnesebogen eines Homöopathen durchgesehen?
Ich glaube kaum, dass es den Augenarzt recht viel weiter bringt, wenn er weiß, zu welchem Zeitpunkt der Pat. welche Menge Fäzes liefert, welche Farbe, Form und Geschmack diese haben und mit welcher Geschwindigkeit sie den Anus verlassen haben.

Derma
15.09.2007, 19:42
Eine Kinderärztin wünschte sich jahrelang vergeblich ein Kind.

Sie ließ alle Möglichkeiten der herkömmlichen Medizin an sich ausprobieren.

Erst der Besuch bei einem Homöopathen konnte ihr helfen.Na also, Homöopathie wirkt ja doch. :-))


Quelle:

http://www.phoenix.de/homoeopathie_die_menschliche_heilkunst/18724.htm

Muriel
15.09.2007, 19:44
ich wusste gar nicht, dass Homöopathen mit Chlamydien arbeiten :-))

Feuerblick
15.09.2007, 19:45
Stimmt es eigentlich, dass jeder dritte Patient bei einem niedergelassenen Augenarzt mit einem Sicca-Problem kommt?*schulterzuck* Glaub ich nicht. Mehrheitlich sind es Brillenträger mit Wunsch nach neuer Brille und Patienten mit chronischen Erkrankungen, die regelmäßig Netzhautkontrollen erfordern. Zahlen hab ich dazu aber keine, ist eher gefühlsmäßig...
Aber Sicca-Probleme sind die neue Zivilisationskrankheit, scheint mir manchmal. Zuviel TV und Computer, zu wenig Arbeit an der frischen Luft... :-nix

Derma
15.09.2007, 19:46
Stimmt es eigentlich, dass jeder dritte Patient bei einem niedergelassenen Augenarzt mit einem Sicca-Problem kommt?Stimmt, das habe ich auch schon mehrmals gelesen. Scheint ja eine richtige Volkskrankheit zu sein. Ich frage mich nur, wie die Leute früher, als es noch nicht so viele schöne teure Tränenersatzmittelchen gegeben hat, mit diesem Leiden zurechtgekommen sind.

Linda.1001
15.09.2007, 19:48
Na also, Homöopathie wirkt ja doch. :-))


Quelle:

http://www.phoenix.de/homoeopathie_die_menschliche_heilkunst/18724.htm


Dazu möchte ich folgendes anmerken:

http://www.aerztlichepraxis.de/rw_4_Arztforum_HoleThema_34_ThemaUebersicht.htm

Feuerblick
15.09.2007, 19:48
Du hattest früher einfach nicht so viele Menschen, die in klimatisierten Räumen an Computern arbeiteten, es gab keine Klimaanlage im Auto, man schaute weniger fern ("starren" ist da richtiger) und man war mehr draußen an der frischen Luft.