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bangen
15.09.2007, 19:49
Ich glaube kaum, dass es den Augenarzt recht viel weiter bringt, wenn er weiß, zu welchem Zeitpunkt der Pat. welche Menge Fäzes liefert, welche Farbe, Form und Geschmack diese haben und mit welcher Geschwindigkeit sie den Anus verlassen haben.

Weiss mans sicher? Könnte doch sein dass man daraus etwas ablesen kann.

Ich möchte hier an dieser Stelle betonen dass ich kein Homöopath bin.
Ich mach mich aber auch schon lange nicht mehr über die Homöopathie lustig.

Wie war das denn zb mit dem Johanniskraut als Mittel gegen Depressionen?
Das war plötzlich topaktuell obwohl es schon lange bekannt war. Einen Wirkungsnachweis konnte bis jetzt niemand erbringen.

Derma
15.09.2007, 19:51
*schulterzuck* Glaub ich nicht. Doch. Hab ich schon mehrmals gelesen. Meist hieß es : Jeder dritte Patient, der zum Augenärzt ginge, hätte trockene Augen. Manchmal heißt es auch, es sei jeder dritte bis fünfte, aber niedrigere Anteile werden nie genannt. Und diese Krankheit scheint sich rapide auszubreiten.;-)

hennessy
15.09.2007, 19:53
Weiss mans sicher? Könnte doch sein dass man daraus etwas ablesen kann.

Ich möchte hier an dieser Stelle betonen dass ich kein Homöopath bin.
Ich mach mich aber auch schon lange nicht mehr über die Homöopathie lustig.

Wie war das denn zb mit dem Johanniskraut als Mittel gegen Depressionen?
Das war plötzlich topaktuell obwohl es schon lange bekannt war. Einen Wirkungsnachweis konnte bis jetzt niemand erbringen.
Homöopathie soll ja auch bei Tieren wirken und auch bei uns in der Zahnedizin gibt es verschiedene Indikationen, bei denen es wirkt. Aber indikationsbezogen zu therapieren entspricht ja nicht der Lehre von Hahnemann.

Derma
15.09.2007, 19:54
Stimmt es eigentlich, dass jeder dritte Patient bei einem niedergelassenen Augenarzt mit einem Sicca-Problem kommt?Es könnte natürlich auch heißen, dass jeder dritte Patient, der zu einem niedergelassenen Augenarzt gegangen ist, mit einem Rezept für ein Tränenersatzmittel aus der Praxis gekommen ist.

Derma
15.09.2007, 19:58
Wie war das denn zb mit dem Johanniskraut als Mittel gegen Depressionen?
Das war plötzlich topaktuell obwohl es schon lange bekannt war. Einen Wirkungsnachweis konnte bis jetzt niemand erbringen.Johanniskrautmittel sind aber keine homöopathischen Mittel, sondern normale pflanzliche Mittel. Das sind tatsächlich Wirkstoffe drin.

bangen
15.09.2007, 19:59
Ja, klar, ein Vergleich aus der Allopathie.

Ein Mittel das oft verschrieben wird ohne dass es einen Wirkungsnachweis gibt.

Derma
15.09.2007, 20:08
Ja, klar, ein Vergleich aus der Allopathie.

Ein Mittel das oft verschrieben wird ohne dass es einen Wirkungsnachweis gibt.Gibt's denn zu Johanniskrautpräparaten keine Studien? Andereseits sind ja auch schon Zweifel an der Wirksamkeit bzw. am Nutzen synthetischer Antidepressiva geäußert worden. Da werden auch oft mehrere Präparate nacheinander ausprobiert, bis es dem Patienten besser geht.
Hab da schon ab und zu was gelesen, kann aber keine Links nennen.

Edit.:

Johanniskraut, aber schon von 2002:
http://www.arznei-telegramm.de/zeit/0205_b.php3

Antidepressiva:
http://www.agnp.de/AGNP-Homepage-Dateien/Downloads/Antidepressiva-Placebo-Fritze.pdf

Hellequin
15.09.2007, 20:18
Doch, es gibt Doppelblindstudien die eine höhere antidepressive Wirkung von Johanniskraut gegenüber der Kontrollgruppe nachweist. Und derartige Doppelblindstudien haben bisher bei Homöopathika keine höhere Wirkung als den reinen Placeboeffekt ergeben.

Zumindestens beim Rattenmodell scheint Hyperforin, einer der Wirkstoffe von Johanniskraut, als Serotonin Reuptake Inhibitor zu wirken.

Eilika
15.09.2007, 20:39
Johanniskraut gehört doch meiner Meinung nach eher in die Phytotherapie als in die Homöopathie... oder irre ich da total?

Feuerblick
15.09.2007, 20:40
Du irrst dich mitnichten, liebe Eili! :-top

Eilika
15.09.2007, 20:46
Wo ich doch ein Fan von Phytotherapie bin, der Homöopathie aber eher skeptisch gegenüber stehe... ohne, dass ich mich dazu jetzt näher äußern will!

bangen
15.09.2007, 20:48
Johanniskraut gehört doch meiner Meinung nach eher in die Phytotherapie als in die Homöopathie... oder irre ich da total?

Man hat beim Johanniskraut die angeblich wirkenden Substanzen isoliert und pharmakologisch untersucht. Deshalb gehört es, so wie zb Digitalis, nicht mehr zur Phytotherapie. Homöopathie ist es natürlich nicht.

Derma
15.09.2007, 21:00
.... bei Symptomen, die auf Sicca passen, gar keine besondere Diagnostik machen, sondern die Diagnostik im Ausprobieren der Tränenersatzmittel besteht. Sozusagen nach dem Motto: "Versuch macht kluch."

Also, der Berufsverband der Augenärzte sieht die mediterrane Todessicca aber etwas anders:




Augenärzte informieren:

Das Trockene Auge -
eine ernstzunehmende Krankheit

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.
Arbeitsgruppe "Trockenes Auge"


....Zunächst muß Ihr Augenarzt die Diagnose abgeklärt haben.

Er muß eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen und eine exakte Differentialdiagnose durchgeführt haben..... [ :-)) :-)) ]

Zusammenfassung:

Das Trockene Auge stellt ein sehr komplexes Krankheitsgebiet dar. Nur Ihr Augenarzt ist in der Lage, die Diagnose und die Abgrenzung gegenüber anderen Erkrankungen vorzunehmen.
Sowohl die Diagnostik, als auch die Therapie sollten in Ihrem Interesse regelmäßig durch den Augenarzt kontrolliert werden. So schützen Sie sich und Ihre Augen langfristig vor ernsthaften Veränderungen und Schäden.
http://www.augeninfo.de/patinfo/sicca.htm

bangen
15.09.2007, 21:06
Die Frage ist auch ob das regelmässige Anwenden von Tränenersatzflüssigkeit wirklich harmlos ist?

Feuerblick
15.09.2007, 21:06
Ohhmmmmmmmm... WARUM LIEST EIGENTLICH HIER KEIN MENSCH, WAS ICH AUSFÜHRLICHST ÜBER DIE MÖGLICHEN URSACHEN UND DEREN ABKLÄRUNG BEI "TODESSICCA" GESCHRIEBEN HABE???

Und nein, meine Shift-Taste klemmt nicht, ICH WILL RUMBRÜLLEN!!!!
Es nervt mich kollossal, dass hier ein Augenarzt evtl. Bullshit gebaut habe, sich aber der gesamte Berufsstand dafür verteidigen muss.
Soll ich euch was sagen? Macht doch, was ihr für richtig haltet - ich bin RAUS aus diesem Thread!!!!

:-kotz:-kotz:-kotz

Feuerblick
15.09.2007, 21:08
Die Frage ist auch ob das regelmässige Anwenden von Tränenersatzflüssigkeit wirklich harmlos ist?Jein... aber die Studien dazu findest du sicher auch alleine. Die Flüssigkeit an sich ist harmlos, die Konservierungsmittel und Puffer sind es je nach Anwendungsfrequenz und Dauer (!) partiell nicht - wobei ich rein lokale Reaktionen meine, keine systemischen und nichts, was nicht reversibel/behebbar wäre.

Und das wars von mir hier!

Derma
15.09.2007, 21:11
Man hat beim Johanniskraut die angeblich wirkenden Substanzen isoliert und pharmakologisch untersucht. Deshalb gehört es, so wie zb Digitalis, nicht mehr zur Phytotherapie. Homöopathie ist es natürlich nicht.Bei Digitalis wird nur der wirksame Inhaltsstoff der Pflanzen bzw. ein künstlich hergestelltes Derviat zu einem Medikanemt (Tabletten, Dragees) verarbeitet. Da ist es klar, dass es kein Phytotherapeutikum ist.

Aber bei Johanniskraut werden soweit ich weiß Pflanzenextrakte verwendet. Bei den guten Präparaten mit standardisiertem Gehalt an bestimmten Stoffen. Oder werden da auch nur die vermeintlichen Wirkstoffe isoliert und zu Medikamenten verarbeitet?

Wenn noch der komplette Pflanzenextrakt verwendet wird, würde ich von Phytotherapeutikum reden. :-nix

bangen
15.09.2007, 21:14
Ich glaube schon dass hier alle deine Postings gelesen haben.

Offensichtlich sind wir nicht richtig von deiner Einstellung überzeugt.

Da musst du nicht gleich die Beleidigte spielen und abhauen.

Lies doch nochmal nach was du geschrieben hast. Einige deiner Formulierungen wirkten sehr frustriert, aber ich kann schon verstehen, dass es sich für jemanden aus der Praxis um ein schwieriges Thema handelt. Gerade der Umgang mit der fordernden Haltung der Patienten.

Feuerblick
15.09.2007, 21:17
Frustrierend ist lediglich deine insistierend-penetrante Art, immer und immer wieder längst beantwortete Fragen zu stellen. Gegen dich ist jeder Sicca-Patient und jeder TAO-Patient pflegeleicht. Meine Einstellung ist okay, deine Einstellung solltest du aber mal hinterfragen. Vielleicht hat jemand, der täglich mit der Sache zu tun hat (und auch noch einen Sicca-Spezialisten zum OA hat) etwas sicherer im Umgang mit der Materie als ein Grünschnabel, der noch nicht mal annähernd die Klinik hinter sich gebracht hat?

Egal, das ist tatsächlich meine letzte Antwort zu diesem Thema. Ich habe mir nichts vorzuwerfen und meine Patienten werfen mir ganz sicher auch nichts vor. DAS ist, was für mich zählt und nicht, ob ich euch von was auch immer überzeugen kann. :-nix

Derma
15.09.2007, 21:21
Die Frage ist auch ob das regelmässige Anwenden von Tränenersatzflüssigkeit wirklich harmlos ist?Wenn man nicht die sehr teuren konservierungsmittelfreien Ein-Dosis-Ophtiholen nimmt, tropft man sich jahre- oder sogar jahrzehntelang mehrmals täglich Konservierungsmittel wie z.B. Benzalkoniumchlorid in die Augen, und das gelangt von dort aus in die Tränenwege und die Nase.