Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein "Klaps" ist Körperverletzung oder wo fängt Gewalt an...
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Tja, bei manchen Dingen im Leben und in der Erziehung muß man halt konseqent sein ;-).
ein paar Seiten weiter vorn schreibst du davon, dass man schon mal inkonsequent in der Erziehung sein kann ;-) !
Eine Frage: du schreibst hier, wie du es nicht machen würdest, also neben keine Klapse, keine Schläge (eh indiskutabel), aber auch kein Schreien als Ultima ratio - wie würdest du denn reagieren - sei es auf die hier bereits geschilderten Beispiele von ChristophA (die Sache im Supermarkt) oder das Beispiel mit Schaufel auf Kind/Schienbeintretendes Kind.
Oder Beispiel: du fährst im Auto auf der Autobahn, bist in Eile und hinten kreischt das Kind und hört auch auf mehrmaliges Ermahnen nicht auf - was tust du?
Oder: du möchtest dich mit deinem Partner unterhalten persönlich oder per Telefon, Kind mag das aber nicht und verhält sich dementsprechend?
Selbst würde ich nie ausschließen, dass mir die "Hand mal ausrutscht" - gut fühlen würde ich mich dadurch nicht, keine Frage. Auch Eltern können an ihre Grenzen getrieben werden. Sinnig ist wohl, von anfang an ein konsequentes Verhalten an den Tag zu legen, wie sollen Kinder denn sonst lernen, wo die Grenze ist, wenn nicht von ihren Eltern.
Und damit meine ich nicht nur, dass Kind sich nicht vom Balkon stürzen soll, sondern eben auch, wie es sich in der Gesellschaft verhalten soll.
Beispiel: rumrennende Kinder im Restaurant - klar die Eltern verantwortlich: es ist wesentlich angenehmer für sie, wenn die Kinder rumrennen, da kann man sich am Tisch ausgesprochen ruhig unterhalten.
Warum nehmen sie keine Spiele, Rätselhefte, Malzeug mit - um die Kinder am Tisch zu beschäftigen?
Oder (wenn sie halt doch noch recht klein sind), warum gehen sie nicht mit ihnen zusammen durchs Restaurant (und können solche nervigen Situationen mit dem Service vermeiden)?
Bin ich als Elternteil nicht gewillt, so in einem Restaurant zu agieren, muss ich halt zu McD oder BK gehen ...
Konsequente Eltern, das fehlt zu oft - wie sonst sollen Kinder wissen, wo Grenzen sind?
Ach hiddl, wenn Du und Deine Kinder und anscheinend Deine ganze Familie so gutartig sind, daß die Erziehung komplett auf Diskussionsbasis erfolgen kann, so ist das lobenswert und beispielhaft. In dieser Situation ist jede wie auch immer geartete körperliche Züchtigung fehl am Platze, es gibt aber tatsächlich Kinder, bei denen das nicht möglich ist (wie z.B. Funkel und mich ;-)).
Abgesehen davon stellt ein einzelner Klaps tatsächlich weder eine Körperverletzung noch ein bleibender Schaden dar und sollte daher gegenüber schwerwiegenden Mißhandlungen/ Vernachlässigungen ins rechte Licht gerückt werden.
Oder um es mal anders zu formulieren, laßt mal die Kirche im Dorf.
Es steht Dir natürlich jetzt frei, diese Einschätzung anzuzweifeln (so wie ich Deine anzweifel), daher bitte ich Dich, mich jetzt in Deinem missionarischen Eifer nicht niederzuknüppeln... stell Dir einfach vor, ich sei ein Kind *scnr*
Ich bin ebenso wie hiddl gegen jegliche Gewalt (inklusive "Klaps", "Ohrfeige", "psychische Gewalt") und habe diese als Kind auch nicht erlebt. In dem thread "Diese Kinder sollen nie vergessen werden" wurde ich für diese meine Meinung fast gesteinigt, jedenfalls mit enormer Aggression und Häme überzogen. Als ich einen neuen thread mit dem Thema "Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet" wurde dieser schnellstmöglich geschlossen mit der seltsamen Begründung, es gäbe schon einen. (@medilearn-administratoren: Und warum schließt ihr dann diesen hier nicht?)
Ich kann mir diese extrem verhärteten Fronten nur damit erklären, dass sich hier einige verpflichtet fühlen, ihre Eltern zu verteidigen. Zitat der meisten Meinungen: "Meine Eltern hatten Recht mit dem Klaps etc.". Dies ist die klassische Identifikation-mit-dem-Agressor/Täter-Argumentation von geschlagenen Kindern, zu denen traurigerweise die meisten hier zu gehören scheinen. Bagatellisierungen, Verharmlosusngen und Beschwichtigungen á la "Die Kirche im Dorf lassen" gehören ebenfalls zur Identifkation mit den schlagenden Eltern und dienen der Schonung der Eltern. Nur weil es schlimmer geht und wir in letzter Zeit extremste Kindesmißhandlungen in Deutschland hatten, heißt das nicht, dass eine Ohrfeige okay ist. JA, stundenlange Prügel jeden Tag ist schlimmer als eine einzelne Ohrfeige innerhalb von 6 Monaten, aber deshalb lehne ich diese Ohrfeige trotzdem VEHEMENT ab. Denn diese ist ebenfalls GEWALT.
Aber mit geschlagenen Kindern, die nun als Erwachsene diese Schläge auch noch verteidigen, kann man offensichtlich nicht diskutieren. Dazu müssten viele hier erstmal den Mut haben, sagen zu können: Das war ein beschissener Fehler meiner Eltern, den ich bei meinen eigenen Kindern nicht wiederholen will. Aber das kann hier keiner.
Ohrfeigen und Klapse sind Körperverletzung, denn diese fügen demjenigen Schmerzen zu. Ich denke, dass wir auch in Deutschland bald den längst überfälligen Paragraphen zum Recht auf gewaltfreie Erziehung bekommen werden. Leider habe ich das Interview mit dem Leiter des Deutschen Kinderschutzbundes nicht mehr gespeichert. Es war vor einigen Monaten in der Süddeutschen Zeitung und dieser definierte "Klapse" und Ohrfeigen eindeutig als Gewalt und Körperverletzung. Sollte ich es je wiederfinden, poste ich es hier.
Aber wahrscheinlich werde ich hier gleich wieder persönlich beleidigt, gemaßregelt oder zensiert, deswegen verschwinde ich schnell wieder, bevor die gesamte angestaute Wut wieder über mich herfällt.
Feuerblick
16.12.2007, 17:12
Sieh doch einfach mal ein, dass sich hier keiner als Opfer fühlt, weil keiner ein Opfer WAR. Deine Identifikations-Theorie mag für Kinder gelten, die VERPRÜGELT wurden, aber nicht für diejenigen, die einmal einen Klaps erhalten haben, weil sie es z.T. bewusst zu weit getrieben haben.
Ich brauche meine Eltern nicht verteidigen, denn sie waren und sind einfach klasse. Sie haben mir niemals in irgendeiner Form einen seelischen Schaden zugefügt. Ich war nie eingeschüchtert, hatte keine Angst vor ihnen und habe eine ganz normale und schöne Kindheit gehabt, die mich zu einem seelisch doch ziemlich stabilen Menschen gemacht hat. Klaps ohne vorherige Vorwarnung und ohne Erklärung, was nun genau der Grund war, gab es niemals bei uns. Und ich sage es gerne auch laut und deutlich: Jeder einzelne Klaps, den ich bekommen habe, war von mir herausgefordert, war eine Folge meines Verhaltens, das von meinen Eltern zunächst mit entsprechenden Erklärungen und Diskussionen mir als falsch nähergebracht wurde. Ich habe BEWUSST so lange genervt, bis ich die letzte Grenze überschritten habe und der angekündigte Klaps dann auch Wahrheit wurde. Ich hätte JEDERZEIT einlenken können, denn ich hatte genügend Erklärungen und Ankündigungen bis zum Klaps. Und für Funny nochmal deutlich: Nicht ein Klaps, den ich in meiner Kindheit bekommen habe, war ein Fehler meiner Eltern. Ich möchte sogar sagen, dass andere Eltern mich für mein Betragen wahrscheinlich härter sanktioniert hätten. Aber wieso sag ich das? Ich bin ja eh ein Psycho, weil ich als Kind ja dauernd geschlagen wurde. *kopfschüttel* Du machst dich echt ziemlich lächerlich mit deinen Pseudo-Psycho-Theorien...
Aber wenn ich mir heutige Eltern anschaue, die zwar ohne Klaps erziehen wollen (keine Frage, gutes Ziel), aber trotzdem weder eine vernünftige, altersgerechte und konsequente Erziehung zustande bringen, dann frage ich mich, welche Kinder einem mehr leid tun müssen. Die, die mit einem Klaps die Grenze angezeigt bekommen, wenn sie es allzu weit treiben oder die, mit denen Mama und Papa bis zum Erbrechen diskutieren und die niemals lernen, vor Erwachsenen Respekt zu haben und ihnen zu gehorchen...
Und hört bitte auf, hier ein Psycho-Drama aus jedem Klaps zu machen. Ich finde absolut erschreckend, wie wilde Theorien hier eine Vorverurteilung hervorbringen...Und wie gesagt: Die Worte "Du hast mich sehr enttäuscht, ich bin jetzt ganz traurig, weil ich dich doch so lieb habe" tun sehr viel mehr weh und richten sehr viel mehr Schaden in der Kinderseele an als ein Klaps. Weil kleine Kinder mit solch emotionaler Argumentation nicht umgehen können.
So, und nachdem mit den "Klaps"-Gegnern nicht zu diskutieren ist und ich laut Meinung besagter ja sowieso als "geschlagenes" Kind psychisch einen an der Waffel haben muss, ziehe ich mich aus dieser Diskussion zurück. Ich hoffe für euch, dass ihr eure Kinder zu netten, vernünftigen Menschen erzieht, denen man nicht in Kindergarten und Schule noch beibringen muss, wer das Sagen hat und die nicht irgendwann total über die Stränge schlagen, weil sie Grenzen suchen, die ihnen niemand gezeigt hat (man erinnere sich an den ersten Versuch antiautoritärer Erziehung) sondern nur versucht hat, mit ihnen auszudiskutieren.
Und ich sage es gerne auch laut und deutlich: Jeder einzelne Klaps, den ich bekommen habe, war von mir herausgefordert, war eine Folge meines Verhaltens, das von meinen Eltern zunächst mit entsprechenden Erklärungen und Diskussionen mir als falsch nähergebracht wurde. Ich habe BEWUSST so lange genervt, bis ich die letzte Grenze überschritten habe und der angekündigte Klaps dann auch Wahrheit wurde. Ich hätte JEDERZEIT einlenken können, denn ich hatte genügend Erklärungen und Ankündigungen bis zum Klaps. Und für Funny nochmal deutlich: Nicht ein Klaps, den ich in meiner Kindheit bekommen habe, war ein Fehler meiner Eltern. Ich möchte sogar sagen, dass andere Eltern mich für mein Betragen wahrscheinlich härter sanktioniert hätten. Aber wieso sag ich das? .
Weil deine Eltern jetzt gerade echt stolz auf dich wären!!! Ist ja schon gut, ich habe es endlich verstanden: Das Kind ist nunmal Schuld, die Eltern reagieren meistens richtig und der Leiter des Kinderschutzbundes schwatzt *******.
Feuerblick
16.12.2007, 17:31
Tja, sagen wir mal so: Die Dinge sind eben nicht immer nur schwarz oder weiß...
Und ja, meine Eltern sind stolz auf mich... aber nicht, weil ich ihre Erziehungsmethoden verteidige sondern weil ich ihr Kind bin und sie mich lieben. :-)
Übrigens wäre ich dir dankbar, wenn du mich vollständig zitieren würdest. Das "Aber wieso sag ich das?" bezog sich nämlich auf deine Theorie, dass ich als geschlagenes Kind sowieso psychisch nicht normal bin (und meine Argumentation damit ja nicht verwertbar ist) und stellte NICHT eine Frage an mich dar, warum ich meine Eltern "verteidige" (was ich nicht tue, das möchte ich unterstreichen, denn sie haben nichts getan).
Lieber Feuerblick,
ich habe nie nirgends mit nur einem Wort gesagt, dass Kinder die "NUR" "geklapst" werden, schwere psychische Schäden erleiden, wie das ihre armen Kinder-Kollegen erleiden, bei denen die Eltern leider mit dem Klapsen gar nicht mehr aufhören konnten.
Nichtsdestotrotz glaube ich schon, dass diese "Identifikation mit dem Agressor" auch "im Kleinen" gilt. Und nicht nur bei Prügeln. Im übrigen ist es für das Kind immer eine erniedrigende körperliche Züchtigung, die man sich mit ein wenig Selbstdisziplin schlichtweg sparen kann. Mein Vater konnte das auch. Und er ist auch nur ein normaler Mensch.
Was mich hier am meisten stört, ist einfach, dass diese "Klapse" auch noch als adäquate Erziehungs-Strategie verteidigt werden. Statt zu sagen: Das war nicht okay, von meinen Eltern, ansonsten waren sie aber durchaus liebevolle Eltern." Mit letzterem Satz habe ich kein Problem. Aber mit der Verteidigung als Strategie und "ultima ratio" habe ich extreme Probleme. Das ist einfach krank und irgendwie verdreht.
horsedoc
16.12.2007, 17:47
So, nu muss ich auch mal was dazu beisteuern:
Kleintiersprechstunde-Mama mit Sohnemann (ca. 7 J.) während ich mit Mama über die KH ihrer Katze spreche, düst Sohnemann durchs Behandlungszimmer, reisst jede Schublade auf und fängt an, mit Augenspiegel und Otoskop zu "spielen" (so, dass die Geräte fast hinüber sind).Was macht Mama derweil? Genau: NICHTS! Super, ich muss Sohnemann das Zeug aus der Hand nehmen und mir noch von Mama anhören "Nein, wir verbieten dem nie was" :-kotz
Ein anderes Mal bin ich nen Hund am behandeln, der von Papa festgehalten wird und schon am knurren und Zähnefletschen ist-Töchterlein am rumrennen und greift dem Hund direkt ins Gesicht-so, jetzt die Frage an die "ein Klaps ist Gewalt"-Fraktion: Was ist jetzt Gewalt: die Hand des Kindes wegzuschlagen oder die Hundezähne in der Kinderhand???
Ganz ehrlich, es kann doch nicht euer Ernst sein, mit einem Kleinkind irgendwas ausdisskutieren zu wollen??? Auch ein dreijähriger sollte die Bedeutung von "Nein" kennen-oder muss er auf die heisse Herdplatte fassen, damit er´s weiss???
Und es ist eine Frechheit, allen hier Anwesenden, die in ihrer Jugend einen Klaps bekommen haben, zu unterstellen, sie hätten einen psychischen Schaden-Gegenthese: vielleicht habt ihr einen, weil ihr keinen bekommen habt? ;-)
So, nu muss ich auch mal was dazu beisteuern:
Kleintiersprechstunde-Mama mit Sohnemann (ca. 7 J.) während ich mit Mama über die KH ihrer Katze spreche, düst Sohnemann durchs Behandlungszimmer, reisst jede Schublade auf und fängt an, mit Augenspiegel und Otoskop zu "spielen" (so, dass die Geräte fast hinüber sind).Was macht Mama derweil? Genau: NICHTS! Super, ich muss Sohnemann das Zeug aus der Hand nehmen und mir noch von Mama anhören "Nein, wir verbieten dem nie was" :-kotz
Ein anderes Mal bin ich nen Hund am behandeln, der von Papa festgehalten wird und schon am knurren und Zähnefletschen ist-Töchterlein am rumrennen und greift dem Hund direkt ins Gesicht-so, jetzt die Frage an die "ein Klaps ist Gewalt"-Fraktion: Was ist jetzt Gewalt: die Hand des Kindes wegzuschlagen oder die Hundezähne in der Kinderhand???
Ganz ehrlich, es kann doch nicht euer Ernst sein, mit einem Kleinkind irgendwas ausdisskutieren zu wollen??? Auch ein dreijähriger sollte die Bedeutung von "Nein" kennen-oder muss er auf die heisse Herdplatte fassen, damit er´s weiss???
Und es ist eine Frechheit, allen hier Anwesenden, die in ihrer Jugend einen Klaps bekommen haben, zu unterstellen, sie hätten einen psychischen Schaden-Gegenthese: vielleicht habt ihr einen, weil ihr keinen bekommen habt? ;-)
Gut, dass du das Beispiel ansprichst. Diese Mutter MUSS ihrem Kind in dieser Situation die Grenzen zeigen. Es geht nicht, dass es herumrast und deine Behandlung unmöglich macht. Absolute Sauerei, diese Mutter.
Sie oder du oder sonstwer darf es aber NICHT mit Klapsen und Ohrfeigen tun.
Deine Wut auf das Kind ist möglicherweise verständlich, aber die Wut sollte man auf diese Mutter haben, die offensichtlich schon längst was versäumt hat in der Erziehung. Mir ist aber tatsächlich schon oft aufgefallen, dass Erwachsene extreme Wut und Aggression gegen das Kind verspüren, aber nicht gegen die dafür zuz 100 % verantwortliche Mutter. Verstehe ich nicht. Sie ist doch für ihre Erziehung verantwortlich und nicht das Kind.
Gegen jegliche Gewalt sein, heisst nicht, den Stil dieser Mutter gut zu finden. Nur dass wir uns nicht mißverstehen.
Feuerblick
16.12.2007, 17:57
Was mich hier am meisten stört, ist einfach, dass diese "Klapse" auch noch als adäquate Erziehungs-Strategie verteidigt werden. Statt zu sagen: Das war nicht okay, von meinen Eltern, ansonsten waren sie aber durchaus liebevolle Eltern." Mit letzterem Satz habe ich kein Problem. Aber mit der Verteidigung als Strategie und "ultima ratio" habe ich extreme Probleme. Das ist einfach krank und irgendwie verdreht.Okay, dann bin ich halt krank und verdreht und mit mir etwa 90% der Kinder in meiner Generation und 100% meiner Schulkameraden. *schulterzuck* Vielleicht solltest du akzeptieren, dass ich den Klaps immer als durchaus okay empfunden habe und auch noch empfinde und daher auch nichts verteidigen oder entschuldigen muss.
Und: Wenn ich mal wieder so ein verzogenes Kind in der Ambulanz anschauen muss, dann empfinde ich sehr wohl Wut auf die Eltern, die ihrem Kind keine Grenzen zeigen und ihm damit Schaden zufügen. Diese Kinder sind übrigens klaren Erklärungen und Anweisungen sehr zugänglich.
@Horsi: Aber vielleicht muss das arme Kind eben doch erst mal ne richtige Fleischwunde haben, um zu lernen, dass man Hundi wenns knurrt nicht ins Gesicht fasst. Tut doch viiiiiiiieel weniger weh als der Klaps und macht ja schlimmstenfalls nur eine lebenslange Hundephobie. ;-)
@Horsi: Aber vielleicht muss das arme Kind eben doch erst mal ne richtige Fleischwunde haben, um zu lernen, dass man Hundi wenns knurrt nicht ins Gesicht fasst. Tut doch viiiiiiiieel weniger weh als der Klaps und macht ja schlimmstenfalls nur eine lebenslange Hundephobie. ;-)[/QUOTE]
Fleischwunden? Griff auf eine heiße Herdplatte? Herr im Himmel, ihr habt ja Gewaltphantasien. DIESE MUTTER IST SCHULD, nicht das Kind. Warum habt ihr also Wut auf das KIND?????
horsedoc
16.12.2007, 18:01
Äh, wo hab ich denn gesagt, dass ich wütend aufs Kind war??? Es ging um die Aussage der Mutter-ich hab Sohnemann übrigens auch nicht geschlagen (nur mit der grossen Pferdespritze gedroht :-)) , hat funktioniert, hoffe das war keine psychische Gewalt... ;-) ))-ich bin allerdings der Meinung, dass man Kindern Grenzen setzten sollte, das ist meiner Meinung nach genau wie in der Tiererzieheung (jaaa steinigt mich ruhig): beide versuchen, ihre Grenzen auszuloten und brauchen ein entschiedenes "Bis hierhin und nicht weiter"
Und grade bei Kindern ist auch verständlich, wenn man als Elternteil im Affekt überreagiert, wenn sich das Kind in Gefahr begibt (s. obiges Beispiel, Kind läuft auf die Strasse,...). Schön, wenn´s ohne geht, aber ich kanns verstehen...
Äh, wo hab ich denn gesagt, dass ich wütend aufs Kind war??? Es ging um die Aussage der Mutter-ich hab Sohnemann übrigens auch nicht geschlagen (nur mit der grossen Pferdespritze gedroht :-)) , hat funktioniert, hoffe das war keine psychische Gewalt... ;-) ))-ich bin allerdings der Meinung, dass man Kindern Grenzen setzten sollte, das ist meiner Meinung nach genau wie in der Tiererzieheung (jaaa steinigt mich ruhig): beide versuchen, ihre Grenzen auszuloten und brauchen ein entschiedenes "Bis hierhin und nicht weiter"
Und grade bei Kindern ist auch verständlich, wenn man als Elternteil im Affekt überreagiert, wenn sich das Kind in Gefahr begibt (s. obiges Beispiel, Kind läuft auf die Strasse,...). Schön, wenn´s ohne geht, aber ich kanns verstehen...
ich geb´s auf.
Feuerblick
16.12.2007, 18:09
Fleischwunden? Griff auf eine heiße Herdplatte? Herr im Himmel, ihr habt ja Gewaltphantasien. DIESE MUTTER IST SCHULD, nicht das Kind. Warum habt ihr also Wut auf das KIND?????*bricht lachend zusammen* Horsi, wir haben Gewaltphantasien, hörst du´s???? Sag mal Funny, hast du schon mal mit Kindern zusammengelebt und erlebt, was Kinder alles anstellen und wie schnell sie sich verletzen???? Da sind Griffe auf die heiße Herdplatte, der heiße Tee über den gesamten Oberkörper oder der Kratzer durch die genervte Katze noch die kleineren Dinge, die dir mit einem Kind blühen können. Egal, ob du antiautoriär oder autoritär erzogen.
Und wieso haben wir Wut auf das Kind? Wie kommst du auf so einen Blödsinn? Bloß: Wenn Mama nicht durchgreift (hier braucht man keinen Klaps, aber ein klares Nein und das Wegnehmen der Hand), dann hat das Kind den Schaden. Viele Mütter denken nämlich, dass die allerbeste Erziehung ist, wenn man KEINE Grenzen setzt. Weder verbal noch sonstwie. Und dann endet es schon mal mit Fleischwunden, Brandwunden oder eben auch mal mit dem Kind vorm nächsten PKW, weil ihm ja niemand verboten hat, einfach über die Straße zu rennen.
horsedoc
16.12.2007, 18:12
Fleischwunden? Griff auf eine heiße Herdplatte? Herr im Himmel, ihr habt ja Gewaltphantasien. DIESE MUTTER IST SCHULD, nicht das Kind. Warum habt ihr also Wut auf das KIND?????
Das sind keine Gewaltphantasien-das ist das echte Leben! was machst du denn bitteschön, wenn dein Kind sich anschickt, auf die Herdplatte zu fassen? Diskutieren? Oder die Hand wegschlagen oder es wegziehen..
(und wenn Kinder nicht auf heisse Herdplatten fassen oder Töpfe zu sich ziehen sind diese Schutzgitter für den Herd wohl Geldmacherei... :-? )
Eigentlich soll ich mich mit meiner unerwünschten Meinung ja raushalten, aber ich kann nicht:
Niemand der Gewaltgegner hat gesagt, dass Kinder tun und lassen können, was sie wollen!
Ich weiß nicht, warum das Ablehnen von Klapsen, Ohrfeigen o.ä. immer gleich gesetzt wird mit "das Kind lernt keine Grenzen kennen"?? Das eine hat doch mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.
Ach so, dazu noch:
Eine Frage: du schreibst hier, wie du es nicht machen würdest, also neben keine Klapse, keine Schläge (eh indiskutabel), aber auch kein Schreien als Ultima ratio - wie würdest du denn reagieren - sei es auf die hier bereits geschilderten Beispiele von ChristophA (die Sache im Supermarkt) oder das Beispiel mit Schaufel auf Kind/Schienbeintretendes Kind.
Ich sehe es ja wie ChristophA - ich beschränke mein Kind nicht in seiner persönlichen Entwicklung, wenn ich ihm verbiete, Cornflakes-Packungen auszuräumen. Aber dazu brauche ich doch keine Klapse?? Genauso mit dem Schienbein-treten. Das ist nicht erlaubt, warum ist klar, und wenn das Kind trotzdem weiter macht (was ich nicht glaube, wenn die Erziehung vorher nicht völlig schief gelaufen ist), muß man sich woanders hinsetzen oder stehen. So einfach.
Oder Beispiel: du fährst im Auto auf der Autobahn, bist in Eile und hinten kreischt das Kind und hört auch auf mehrmaliges Ermahnen nicht auf - was tust du?
Oder: du möchtest dich mit deinem Partner unterhalten persönlich oder per Telefon, Kind mag das aber nicht und verhält sich dementsprechend?
Aber Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ein kreischendes weinendes Kind damit aufhört, wenn man es klappst?? Wenn man die Zeit hat, anzuhalten im Auto und sein Kind zu klappsen, dann hat man ja vielleicht auch die Zeit, eine kurze Pause zu machen und eine Runde was zum Austoben zu spielen?
Sinnig ist wohl, von anfang an ein konsequentes Verhalten an den Tag zu legen, wie sollen Kinder denn sonst lernen, wo die Grenze ist, wenn nicht von ihren Eltern.
Und damit meine ich nicht nur, dass Kind sich nicht vom Balkon stürzen soll, sondern eben auch, wie es sich in der Gesellschaft verhalten soll.
Beispiel: rumrennende Kinder im Restaurant - klar die Eltern verantwortlich: es ist wesentlich angenehmer für sie, wenn die Kinder rumrennen, da kann man sich am Tisch ausgesprochen ruhig unterhalten.
Warum nehmen sie keine Spiele, Rätselhefte, Malzeug mit - um die Kinder am Tisch zu beschäftigen?
Oder (wenn sie halt doch noch recht klein sind), warum gehen sie nicht mit ihnen zusammen durchs Restaurant (und können solche nervigen Situationen mit dem Service vermeiden)?
Bin ich als Elternteil nicht gewillt, so in einem Restaurant zu agieren, muss ich halt zu McD oder BK gehen ...
Konsequente Eltern, das fehlt zu oft - wie sonst sollen Kinder wissen, wo Grenzen sind?
Ja, aber dagegen sagt doch keiner was? Man kann doch auch konsequent sein ohne Gewalt anzuwenden! Jedenfalls konnten meine Eltern das und ich kenne durchaus noch mehr, denen das gelingt!
Danke hiddl, ich bin doch nicht ganz allein auf diesem Planeten.
@all
Was, wenn Ausserirdische auf der Erde landen und dein Kind ist das einzige, dass die Invasion mörderischer, menschenhassender Monster-Aliens stoppen könnte? Dürfte ich es dann klapsen, wenn es sich weigert, die Menschheit zu retten????
Sorry, aber eure an den Haaren-herbeigezogenen-Extrem-Vergleiche, mit denen ihr Klapse UNBEIDINGT verteidigen wollt, nehmen langsam Slapstick Charakter an.
Oh Gott, und das ist meine Generation :-keks Ich dachte, wir sind schon weiter als das.
Hoppla-Daisy
16.12.2007, 18:52
Ach, jetzt weiß ich endlich, wieso ich so eine andere Haltung habe! Ich gehöre zu einer anderen Generation!!!!! Oh Mann, und ich machte mir schon gerade Sorgen *lacht sich schlapp*
Feuerblick
16.12.2007, 18:53
Danke hiddl, ich bin doch nicht ganz allein auf diesem Planeten.
@all
Was, wenn Ausserirdische auf der Erde landen und dein Kind ist das einzige, dass die Invasion mörderischer, menschenhassender Monster-Aliens stoppen könnte? Dürfte ich es dann klapsen, wenn es sich weigert, die Menschheit zu retten????
Sorry, aber eure an den Haaren-herbeigezogenen-Extrem-Vergleiche, mit denen ihr Klapse UNBEIDINGT verteidigen wollt, nehmen langsam Slapstick Charakter an.
Oh Gott, und das ist meine Generation :-keks Ich dachte, wir sind schon weiter als das.*grins* Und deine Ideen werden zu schlechter Comedy. Alien? Welt retten? Das ist ja mal so gar nicht an den Haaren herbeigezogen. Passiert ja dauernd!!! Täglich quasi!! :-)):-))
Was den letzten Satz angeht: Dito.
Und damit bin ich endgültig raus!
Ach, jetzt weiß ich endlich, wieso ich so eine andere Haltung habe! Ich gehöre zu einer anderen Generation!!!!! Oh Mann, und ich machte mir schon gerade Sorgen *lacht sich schlapp*
Ja, du bist ja auch schon wesentlich älter. Zudem bist du eine Schnepfe und würdest dein Kind auch schonmal gegen das Schienbein treten, damit es spürt, dass das weh tut. Laß mich raten. Du bist 1936 geboren????
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