Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein "Klaps" ist Körperverletzung oder wo fängt Gewalt an...
Seiten :
1
2
3
4
5
6
7
8
[
9]
10
*grins* Und deine Ideen werden zu schlechter Comedy. Alien? Welt retten? Das ist ja mal so gar nicht an den Haaren herbeigezogen. Passiert ja dauernd!!! Täglich quasi!! :-)):-))
Was den letzten Satz angeht: Dito.
Und damit bin ich endgültig raus!
Stimmt, da habe ich wohl was an den Haaren herbeigezogen. Verdammt, stimmt, das passiert ja tatsächlich nicht täglich. Zu dumm, da habe ich wohl einen Fehler gemacht. Tut mir leid lieber Feuerblick.
Hoppla-Daisy
16.12.2007, 19:06
Ja, du bist ja auch schon wesentlich älter. Zudem bist du eine Schnepfe und würdest dein Kind auch schonmal gegen das Schienbein treten, damit es spürt, dass das weh tut. Laß mich raten. Du bist 1936 geboren????
Na, jetzt wird es ja heiß! Frollein, ich lass mich von dir nicht beleidigen. Ich hasse es, wenn man mich jünger schätzt! Schließlich bin ich Anno 1912 geboren! :-D
Also wirklich.....
Na, jetzt wird es ja heiß! Frollein, ich lass mich von dir nicht beleidigen. Ich hasse es, wenn man mich jünger schätzt! Schließlich bin ich Anno 1912 geboren!
Also wirklich.....
Bei deinen antiquierten Ansichten glaube ich das gerne. Vielleicht bist du ja noch älter und während des Mittelalters aufgewachsen :-kotz
horsedoc
16.12.2007, 19:12
Bei deinen antiquierten Ansichten glaube ich das gerne. Vielleicht bist du ja noch älter und während des Mittelalters aufgewachsen :-kotz
Hm, was hätte dein Vater wohl zu so einer Äusserung gesagt... :-?
Deine Manieren sind echt grenzwertig... :-meinung
Feuerblick
16.12.2007, 19:12
Bei deinen antiquierten Ansichten glaube ich das gerne. Vielleicht bist du ja noch älter und während des Mittelalters aufgewachsen :-kotz*lächel* Das nennt man dann wohl Wiedergeburt. Sag mal, gehören Beleidigungen auch zur gewaltfreien Erziehung? Macht man das so, wenn die Argumente ausgehen? Bin ja interessiert, schließlich will ich dazulernen... moderne Erziehungsmethoden...
Hoppla-Daisy
16.12.2007, 19:13
Also damals, zu meiner Zeit, da hätte man........ *Stöckchen schwing*
Kind, du bist erbarmungswürdig.
Aber Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ein kreischendes weinendes Kind damit aufhört, wenn man es klappst?? Wenn man die Zeit hat, anzuhalten im Auto und sein Kind zu klappsen, dann hat man ja vielleicht auch die Zeit, eine kurze Pause zu machen und eine Runde was zum Austoben zu spielen?
Hey, ich habe nicht behauptet, da eine Watschn zu verteilen - es war eine Bitte an dich, mir zu sagen, wie du das (ohne Klapse ist ja klar) löst?
Du bist in Eile, Kind kreischt hinten (nicht weil es ihr/ihm schlecht geht - sondern weil kreischen so schön ist und Mama sich ausnahmsweise nicht durchgehend mit dem Kind beschäftigt, mehrmaliges Ermahnen hat übrigens auch nix geholfen). Alternativ schnallt es sich selbst ab oder piesackt die Geschwister ... und da das ganze ohne Schreien (auch das lehntest du vorher ab) zu lösen, finde ich verdammt schwierig!
Eine Pause kann man nicht immer machen - klar wäre ne Alternative, geht aber oft nicht.
Eure Vorhaben sind (sofern die notwendig Konsequenz inbegriffen ist) ein gutes Vorhaben - wir sollten uns in *ähm* 25 Jahren wieder hier treffen und drüber reden ;-) !
Hey, ich habe nicht behauptet, da eine Watschn zu verteilen - es war eine Bitte an dich, mir zu sagen, wie du das (ohne Klapse ist ja klar) löst?
Du bist in Eile, Kind kreischt hinten (nicht weil es ihr/ihm schlecht geht - sondern weil kreischen so schön ist und Mama sich ausnahmsweise nicht durchgehend mit dem Kind beschäftigt, mehrmaliges Ermahnen hat übrigens auch nix geholfen). Alternativ schnallt es sich selbst ab oder piesackt die Geschwister ... und da das ganze ohne Schreien (auch das lehntest du vorher ab) zu lösen, finde ich verdammt schwierig!
Eine Pause kann man nicht immer machen - klar wäre ne Alternative, geht aber oft nicht.
Eure Vorhaben sind (sofern die notwendig Konsequenz inbegriffen ist) ein gutes Vorhaben - wir sollten uns in *ähm* 25 Jahren wieder hier treffen und drüber reden ;-) !
Das mit dem Schreien hab ich irgendwo relativiert, das ist vielleicht auch eine Temperamentsfrage. Auch wenn ich mit meinem Mann oder sonstwem eine Diskussion habe, werde ich eigentlich nie so richtig "laut", ich halte das auch für keine gute Kommunikationsstrategie. Trotzdem kann man natürlich durch seine Stimmlage auch den Ernst einer Situation klar machen und genauso das würde ich auch in der Situation machen - meinem Kind sagen, dass das so nicht geht (das Geschwister piesacken und v.a. abschnallen, Gekreische kann man sich ja auch mal vorübergehend anhören, das wird erfahrungsgemäß langweilig, wenn keiner drauf reagiert). Kinder, die keine Klapse als Druckmittel kennen, hören auf so was ;-). Und im Zweifelsfall würde ich tatsächlich anhalten und mal 10 Minuten Pause machen um ein bißchen Ruhe rein zu bringen.
Natürlich weiß ich auch nicht, ob ich das alles so perfekt durchhalte, wie mir das so vorschwebt ;-), wahrscheinlich wohl eher nicht. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass ich mein Kind nie schlagen/klapsen... werde, da ich das auch gar nicht als Erziehungsmethode erlebt habe. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass meine Eltern mal rumgebrüllt hätten, das ist auch gar nicht ihr Stil. Da wurden mehr Deeskalationsstrategien verfolgt.
Ich hatte einen Mathelehrer, der hat immer leiser geredet, um so lauter es in der Klasse wurde. Das war sehr effektiv :-), auch wenn die Situation natürlich nicht ganz vergleichbar ist, so zeigt sie doch, dass man auch mit anderen Methoden weiterkommen kann.
Viele hängt sicher auch vom Alter der Kinder ab, wir reden hier ja ziemlich pauschal. Ich bin mir aber sicher, dass Kinder, die erlebt haben, dass die Verbote/Gebote ihrer Eltern einen Sinn haben und nicht willkürlich ausgesprochen werden, auch bereit sind, diese zu akzeptieren.
Gruß, Ute
Danke Ute!
O.g. Kind ist mir übrigens persönlich bekannt ;-) - es hat bis heute (knapp 7) keinen Klaps bekommen ;-) - aber nicht ohne laut werden der Eltern ;-).
Dem Kind zu sagen, dass es die Geschwister nicht piesacken (im Auto) soll oder sich abschnallen, bringt überhaupt nix, dann ist's noch spannender ;-) !
hennessy
17.12.2007, 06:48
einerseits versucht hier jemand mit Gewalt die eigene Meinung durchzudrücken, schreckt dabei auch nicht vor Beleidigungen, Vorurteilen und Beschimpfungen übelster Art zurück. Andererseits wird aber gewaltfreie Erziehung gepredigt. Was soll das? Um nicht vollends die Glaubwürdigkeit zu verlieren und in einer Diskussion auch ernst genommen zu werden, würde ich vielleicht mal darüber nachdenken.
Ich habs hier schon mal gesagt, wiederhole mich aber gerne: Niemand von uns allen, die hier gepostet haben, würde sein Kind verprügeln. Auch wenn das Kind Erziehungsmaßnahmen verdient hätte oder hat.
Dass es auch Kinder gibt, die mit keinerlei Sanktionen seitens der Eltern auskommen, akzeptiere ich jetzt einfach mal.
Aber es existiert eben nicht nur schwarz und weiß, sondern auch etwas dazwischen. Es liegt entscheidend am Geschick der Eltern, eine adäquate Methode anzuwenden, die dem Kind einerseits nicht schadet, andererseits aber den gewünschten Erziehungseffekt erzielt. Und manchmal kommen Situationen auf die Eltern zu, in denen keine Diskussion möglich ist, sondern schnelles Handeln erforderlich wird. Dabei kann es auch möglich sein, einen kleinen Klaps verabreichen zu müssen. Ich finde es aber absolut daneben, diesen Klaps als Gewalt, Körperverletzung und was weiß ich noch alles hochzustilisieren. :-meinung
Ich kann da nur zustimmen, ein schmerzloser "wohlverdienter" Klaps ist ebenso wenig körperliche Gewalt, wie ein lautes kompromissloses "NEIN" psychische Gewalt ist.
Ich denke trotzdem, dass Eltern ohne Klapse auskommen können, ohne deswegen gleich anti-autoritär zu sein, oder unfähig zu sein ihren Kindern Grenzen zu setzen. Das hängt wohl auch vom Temperament der Eltern (und Kinder..) ab.
Natürlich ist Gewalt in Familien stark verbreitet. Ich sehs genauso wie LL, hier tummeln sich mit Sicherheit ne Menge Gewaltopfer, ebenso wie sonst überall. Nur redet man halt darüber kaum. (Aber das ist ein anderes Thema als das Klaps-Thema)
Alle Eltern, oder die meisten, wollen gute Eltern sein. Kaum einer nimmt sich vor "so ich werd zu meinem Kind schön gewaltätig sein, ich werds verprügeln, beleidigen und vergewaltigen". Trotzdem passierts halt. Weil die Geister der Vergangenheit der Eltern ihre bösen Köpfe recken, oder aus sonstigen Gründen.
Ich meine, wir alle kennen doch den Kreislauf von Gewalt, der Menschen schlecht macht. Wie Daisy schon sagte, was ist mit der dicken Brillenschlange in der 5.? Dem etwas dummen pickligen in der 7.? War das etwa keine Gewalt? Alle hier waren schon mindestens ein mal Täter oder Opfer.
Ich bin auch sicher, dass manche der Nachfahren von Medi-Learnern Gewalt erfahren wird. Das will keiner und keiner kann sich das vorstellen, aber wie gesagt, so etwas plant man nicht.
Ebenso kennt sicher jeder von euch ein Kind, das Gewalt erfährt. Ihr würdet es nur nie annehmen. Wie denn auch? Kinder sehen es ja als ihre Aufgabe an so etwas zu vertuschen. Es ist tragisch, dass die meisten Kinder erst als Erwachsene mit der Wahrheit rausrücken.
Ich find man sollte lieber ein mal zu oft als ein mal zu wenig zur Vorsicht zu mahnen. Auch wenn das scheinbar mit der Klaps-Diskussion wenig zu tun hat.
Loi
Dr. Pschy
17.12.2007, 11:50
"Klaps" tendiert fuer mich mittlerweile zum Foren-Unwort des Jahres 2007...
Hoppla-Daisy
17.12.2007, 11:51
Hehe, dein Wunsch sei mir Befehl ;-)
*Thread eröffne*
Abgesehen davon eine wirklich sehr gute Idee, Pschy :-top !!!
alley_cat75
17.12.2007, 21:04
Ich weiß nicht, warum das Ablehnen von Klapsen, Ohrfeigen o.ä. immer gleich gesetzt wird mit "das Kind lernt keine Grenzen kennen"?
Wohl aus demselben Grund, aus dem einige hier Klaps mit Schläge gleich setzen und den betroffenen Eltern Gewaltphantasien unterstellen. Aber sonst seid Ihr sauber, was?! Ganz ehrlich Funny, DU gehörst für mich in psychologische Betreuung. Das ist ja fast schon Paranoia, wenn einer Gefühle beschreibt - nämlich Wut und Unverständnis auf ein Kind, das wild durch die Praxis rennt - und einem gleich Mordeslust unterstellt wird. :-wand Entweder Paranoia oder etremer Mangel an Menschenkenntnis. :-nix
Also damals, zu meiner Zeit, da hätte man........ *Stöckchen schwing*
Kind, du bist erbarmungswürdig.
@Hoppla-Daisy:
Ich bin kein KIND, sondern 29 Jahre alt. Schade für dich oder? Sonst könntest du endlich mal wieder das Stöckchen schwingen. Erschreckend, wie schnell in deiner Argumentation Gewaltandrohungen vorkommen. Du scheinst ein regelrechter Fan davon zu sein. "Stöckhen schwingen, Klapse austeilen, Mal gegen das Schienbein treten, der Tochter Ohrfeigen geben" - das alles sind Äusserungen von dir.
Und ich bin nicht erbarmungswürdig. Erbarmungswürdig bist du, die hier in einem öffentlichen Forum selbstbewußt herumposaunt, dass sie ihre Tochter hin und wieder klapst und ohrfeigt oder aber eben zu Lehrzwecken auch mal gegen das Schienbein tritt. Widerlich sowas. Und jeder hier gibt dir auch noch recht. :-kotz
@alley-cat
Ich bin weder paranoid und habe eine ganz normale Menschenkenntniss. Mit Beleidigungen könnt ihr mich nicht treffen. Das ist immer Ausdruck von Primitivität und Hilflosigkeit.
Gestern bin ich in München in der Stadt gewesen und habe mir -auch vor dem Hintergrund dieser hochemotionalen Diskussion hier im Forum- mal Kinder angesehen, die so zwischen 6 -10 zu sein schienen und meistens an der Hand der Mutter und des Vater gingen. Dieser Größenunterschied zu den Erwachenen. Diese kleinen, zierlichen Kindergesichter. Diese kleinen Körper. Mir wurde schlecht bei dem Gedanken, da mal draufzuschlagen. Oder um eure Sprache zu benutzen. Darauf zu tapsen. Widerlich.
An dieser Stelle: Danke Papa, dass du das nicht nötig hattest. Und ich und mein Bruder haben auch genervt, gezickt und rumgeheult. Und du bist auch noch alleinerziehend gewesen. Erst in der Auseinandersetzung mit anderen weiss ich jetzt, dass das keineswegs selbstverständlich gewesen ist, sondern, dass du die Ausnahme warst. (Wenigstens dafür war diese unsägliche Diskussion gut). DANKE. Du bist der Beste :-top :-top :-top :- :-winky :-winky :-winky
Und für alle Klaps- und Ohrfeigen-Fans einige links:
http://www.babyundfamilie.de/Gewalt-in-der-Erziehung-Muss-fuehlen-wer-Kindererziehung-A050805ANOND008818.html
Feuerblick
18.12.2007, 10:59
Wenn ich mir diesen letzten Beitrag so durchlese, dann weiß ich endlich, warum Kinder zu Unrecht ihren Familien weggenommen und in Heime gesteckt werden. Ich hatte immer gedacht "Wer kommt auf solche Ideen??" Nun weiß ich es: Weil nämlich andere, leicht fanatische Menschen glauben, Gewalt an jeder kleinsten Ecke zu sehen und lieber ein Kind aus diesem bösen Umfeld reißen als mal genauer hinzuschauen. Ich kenne zufälligerweise Daisys Kind und Daisy selbst ganz gut und kann dir, Funny, zum Troste sagen, dass das Kind eines der normalsten und nettesten Kinder ist, das ich kenne und dass Daisy sicher alles ist, nur nicht gewalttätig. Also sei sehr vorsichtig mit deinen Verdächtigungen und Pseudo-Psycho-Theorien!
Funny, du solltest dringend lernen, dass Ironie noch lange nicht die Wirklichkeit ist und dass die Texte, die man im Internet liest, noch lange nicht das abbilden, was der Schreibende in Wirklichkeit tut. Ich hoffe nur sehr, liebe Funny, dass du NIEMALS auf diese fast schon fanatische Weise vorgehst und wild Anzeigen wegen Körperverletzung losjagst. Das was man von dir hier liest, grenzt wirklich an Verfolgungswahn und macht mir Angst. Schon mal überlegt, dass du hier massive psychische Gewalt anwendest?
Ionamaria
18.12.2007, 11:20
wie würdest du denn reagieren - sei es auf die hier bereits geschilderten Beispiele von ChristophA (die Sache im Supermarkt) oder das Beispiel mit Schaufel auf Kind/Schienbeintretendes Kind.
Oder Beispiel: du fährst im Auto auf der Autobahn, bist in Eile und hinten kreischt das Kind und hört auch auf mehrmaliges Ermahnen nicht auf - was tust du?
Oder: du möchtest dich mit deinem Partner unterhalten persönlich oder per Telefon, Kind mag das aber nicht und verhält sich dementsprechend?
Was würdest DU, Solara tun, wenn das Kind auf den "schmerzlosen Klaps" nicht reagiert?
Selbst würde ich nie ausschließen, dass mir die "Hand mal ausrutscht" - gut fühlen würde ich mich dadurch nicht, keine Frage.
Schon die Phrase "die Hand rutscht aus" impliziert, dass es im Affekt geschieht. Der Verstand setzt aus, wenn etwas im Affekt geschieht.
Viele unserer "Pro-Klapse-Fraktion" beschreibt den Klaps als Ultima ratio.
Das heißt, die Kinder haben die Eltern wütend gemacht. Aus rein psychologischer Sicht kann man gar niemanden wütend machen. Denn die Gefühle entstehen in jedem selbst. Das heißt, die Wut auf das Kind entsteht in den Eltern, durch die Eltern. Nicht durch das Verhalten des Kindes.
Deswegen ist es auch so, dass Eltern beim Verhalten ihrer Kinder ausflippen, andere bleiben ruhig. Das Kind zeigt dasselbe Verhalten. Verschiedene Erwachsene reagieren unterschiedlich.
Viele von unseren "Pro-Klapsern" begründen den Klaps damit, dass sich die Eltern von den Kindern "in die Enge getrieben" fühlen. Dieses Gefühl verursacht den Klaps. Das heißt mit anderen Worten, sie reagieren weniger mit dem Verstand, sondern aus dem Gefühl heraus, "dass es jetzt reicht".
Eine Affekthandlung also. Und wer von uns kann denn das Ausmass seiner Affekthandlungen kontrollieren? "Ich schreie nur soundso laut."
"Ich schlage nur soundso hart (weich) zu."
Menschen, die ihre Kinder im Affekt klapsen sind für mich unerwachsene Menschen. Gleichzeitig lernen sie ihren Kindern, dass man mit Klapsen Probleme löst. Klapsen ist ein Verhalten, mit dem man versucht, ein Verhalten des Kindes zu erzwingen. Ein Verhalten zu erzwingen, auf physische oder psychische Weise ist eine Form der Gewalt.
Auch, wenn es "leichte" Gewalt ist, ist ein Klaps Gewalt.
Und Gewalt erzeugt Gegengewalt.
Und auch ein geklapstes Kind wird wütend. Wenn es nicht eingeschüchtert ist, zeigt es seine Wut. Das ist normal. Was machen die Eltern dann? Wie reagieren sie? Vermitteln sie dem Kind, das es das Recht hat, jetzt wütend zu sein? Und wenn dem Kind das Verhalten der Eltern nicht passt, darf es dann auch klapsen?
Oder verhalten wir uns als Erwachsene immer korrekt? Wenn wir dies aus der Sicht des Kindes nicht tun, würde uns dann denn auch ein Klaps nicht schaden?
Auch Eltern können an ihre Grenzen getrieben werden. Sinnig ist wohl, von anfang an ein konsequentes Verhalten an den Tag zu legen, wie sollen Kinder denn sonst lernen, wo die Grenze ist, wenn nicht von ihren Eltern.
Kinder lernen vor allem am Beispiel. Das betrifft nicht nur das Verhalten bei Konfiktlösung, sondern auch soziales Verhalten.
Eltern haben Vorbildfunktion.
Eltern, die auch nur Menschen sind, können doch auch nicht 100% einschätzen, wo die Grenzen sind.
Einmal freut man sich, dass das Kind mit einem spielen will, oder einen provoziert, oder laut ist.
An einem anderen Tag ist man gestreßt und es stört einen die Fliege an der Wand. Kinder nehmen die Emotionen der Eltern wahr und spiegeln sie. Unausgelichene Eltern haben tendenziell quängelnde Kinder. Die Frustrationstoleranz gestreßter Menschen ist auf beiden Seiten geringer.
Schließlich "verliert" das Kind, weil am Ende der Erwachsene der Stärkere ist. Denn er kann klapsen. Wie würde unsere Klapser-Fraktion reagieren, wenn das Kind zurückklapst?
Und damit meine ich nicht nur, dass Kind sich nicht vom Balkon stürzen soll, sondern eben auch, wie es sich in der Gesellschaft verhalten soll.
Beispiel: rumrennende Kinder im Restaurant - klar die Eltern verantwortlich: es ist wesentlich angenehmer für sie, wenn die Kinder rumrennen, da kann man sich am Tisch ausgesprochen ruhig unterhalten.
Es ist normal, dass Kinder im Restaurant rumrennen. Wenn man im Ausland, vor allem Italien, Spanien, Südfrankreich ist, dann hat man einen bunten Haufen tollender Kinder fast überall... und das ist normal. Keiner fühlt sich durch Kinder so belästigt, wie der Deutsche.
Warum nehmen sie keine Spiele, Rätselhefte, Malzeug mit - um die Kinder am Tisch zu beschäftigen?
Weil es zum Kindsein auch dazugehört, zu tollen und sich auszutoben.
Oder (wenn sie halt doch noch recht klein sind), warum gehen sie nicht mit ihnen zusammen durchs Restaurant (und können solche nervigen Situationen mit dem Service vermeiden)?
Ich verstehe hier die Argumentation nicht. Entweder die Eltern sind weitsichtig genug, mit ihren Kinder nicht in ein Schicki-Mikki-Restaurant zu gehen, oder ? Oder was ?
Bin ich als Elternteil nicht gewillt, so in einem Restaurant zu agieren, muss ich halt zu McD oder BK gehen ...
Konsequente Eltern, das fehlt zu oft - wie sonst sollen Kinder wissen, wo Grenzen sind?
Was würden konsequente Eltern denn in diesem Fall machen? Klapsen oder zu McDo gehen?
Flauscheding
18.12.2007, 11:41
Ja, du bist ja auch schon wesentlich älter. Zudem bist du eine Schnepfe [...]
Mit Beleidigungen könnt ihr mich nicht treffen. Das ist immer Ausdruck von Primitivität und Hilflosigkeit.
So schnell schießt man sich selbst ins Aus. Manchmal kann ich hier echt nur noch den Kopf schütteln ...
Schimmelschaf
18.12.2007, 11:43
Waum versaucht ihr euch gegenseitig von Erziehungs-Methoden zu überzeugen? Von einer Diskussion kann man schon lang nicht mehr reden.
Man sieht ja gerade wunderbar, in welche Richtung das führt...
Es wäre einfach schön, wenn Eltern die Kinder nicht als Eigentum ansehen (würden).
Christoph_A
18.12.2007, 11:59
Wollte eigentlich zu dem Thema nix mehr schreiben, aber muß jetzt doch mal noch was loswerden.
Natürlich kann man sich im Zaum halten. Was ist das denn für eine jämmerliche pseudopsychologische Argumentation, das man, wenn man klapst, die Stärke nicht dosieren kann, oder wenn man jemand anschreit, die Lautstärke nicht variieren kann? Also, das ist schon grenzwertig.
Was mich auch stört ist diese, man kann mit seinem Kind über alles reden und das so lange, bis es sein Fehlverhalten korrigiert-so ein Quatsch-welcher Fünfjährige kann schon einer logischen Argumentationskette folgen? Ein Kind muß lernen, sich ein und auch unterzuordnen, das ist wichtig im Leben. Manchmal ist eine kurze, kindgerechte Erklärung nach dem Prinzip "weils halt so ist" doch besser angebracht als tausend Wörter Diskussion. Wer von klein auf keine Autoritäten kennenlernt-und ein Debattierklub ist keine Autorität,der wird sich später in der Welt verdammt schwer tun. :-meinung
Und, um zum Ende wieder den Kreis zu schließen-Autorität kann man mit vielem erreichen, aber es gehören immer zwei Sachen dazu-erstens konsequentes Verhalten, auch wenns einem grade schwerfällt und zweitens, klare, kindgerechte, verständliche Ansagen und Sanktionen, die nachvollziehbar sind.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.