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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rauskickeffekt in der VK- wie stark an eurer Uni?



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smanpodg
26.09.2013, 09:59
Ein erklärtes Ziel, Leute zu etwas auszubilden, wo es in Deutschland noch keinen Bedarf gab und gibt? Was kann man Als Bsc Biologie machen? Als TA arbeiten^^ Dafür muss man nicht studieren. Was als Geschichtswissenschaftler, Jurist, etc.... Alles unausgegorener Käse.

Und es ist tatsächlich so, dass einige Unis einen anderen Schwerpunkt in die Lehre legen, was teilweise aber eine gute Vorbereitung ist. Wer in BC gefordert wird, hat es im Physikum leicht. WO BC ein Sitzschein ist, schneiden die betreffenenden Hochschulen mies ab^^ alles hat ein Für und Wider.

smanpodg
26.09.2013, 10:01
Und nen Master-Studienplatz in Psychologie zu bekommen ist wie Russisches Roulette.

Ich möchte dort anmerken: Fast unmöglich. (Wartezeit 4 Semester nach Bsc und Notenschnitt 1,3 im Bsc ;))

Aber is alles toll bei dem System!!

davo
26.09.2013, 10:03
Ich glaube dass man sich von der Idee lösen muss dass jemand der X studiert unbedingt auch nach dem Studium im Bereich X arbeiten muss. Im Studium lernt man viele Sachen die in jedem etwas anspruchsvolleren Job hilfreich sind. Niemand braucht 11.000 Biologen pro Jahr (aktuelle Absolventenzahl in Deutschland), völlig egal ob mit Bachelor oder mit Master. Leider sind die Unis noch nicht ehrlich genug das zu sagen. In Großbritannien ist man da schon viel offener - dort geht man dann nach dem Biologie-Bachelor halt in eine Unternehmensberatung oder macht ein Trainee-Programm.

Auch hier gilt wieder: rein berufsbildende Studiengänge wie Medizin sind in dieser Hinsicht ganz anders.

Jetzt hör ich mal auf mit meiner Off-topic-Tirade :-))

davo
26.09.2013, 10:04
Ich möchte dort anmerken: Fast unmöglich. (Wartezeit 4 Semester nach Bsc und Notenschnitt 1,3 im Bsc ;))

Aber is alles toll bei dem System!!

Wie gesagt: das war ein erklärtes ZIEL. Kein Fehler im System.

smanpodg
26.09.2013, 10:07
Erklärtes Ziel..... zu was? Das musst du mir erklären.

smanpodg
26.09.2013, 10:10
Im Studium lernt man viele Sachen die in jedem etwas anspruchsvolleren Job hilfreich sind. Niemand braucht 11.000 Biologen pro Jahr (aktuelle Absolventenzahl in Deutschland), völlig egal ob mit Bachelor oder mit Master.

DasProblem liegt daran, dass Hinz, Kunz, Krethi und Plethi heutzutage alle ein mittelmäßiges Abitur schaffen und mit mehr oder weniger Hartnäckigkeit irgendein Studium schaffen, weil das Berichtswesen in diesem schönen Land allen suggeriert, nur mit Studium ist es möglich, zu leben. Und damit bloß niemand sich benachteiligt fühlt, werden sowohl Abianforderungen als auch Studiumsanforderungen nach und nach an einen Einheitsbrei angenähert. Das "Ende" dieser Entwicklung sieht man in den USA: Dort hat JEDER studiert^^

davo
26.09.2013, 10:10
Es war von Anfang an ein erklärtes Ziel dass eben nicht jeder Bachelor-Absolvent dann auch den Master machen soll. Genau deshalb sind die Hürden bei vielen Master-Programmen so hoch. Wenn man wollte könnte man ja problemlos genauso viele Master-Plätze finanzieren wie es Bachelor-Absolventen gibt. Das wäre ja kein Ding der Unmöglichkeit. Aber man wollte es nicht. Deshalb hab ich geschrieben erklärtes Ziel, kein Fehler im System.

smanpodg
26.09.2013, 10:13
Es war von Anfang an ein erklärtes Ziel dass eben nicht jeder Bachelor-Absolvent dann auch den Master machen soll. Genau deshalb sind die Hürden bei vielen Master-Programmen so hoch. Wenn man wollte könnte man ja problemlos genauso viele Master-Plätze finanzieren wie es Bachelor-Absolventen gibt. Das wäre ja kein Ding der Unmöglichkeit. Aber man wollte es nicht. Deshalb hab ich geschrieben erklärtes Ziel, kein Fehler im System.

Das ist Nonsens. Ich habe gefragt, was das Ziel war, nicht, wie die es erreichen wollten. Was soll das für ein Ziel sein, Leuten ein Studium nicht zu ermöglichen? Wir brauchen keine Psychologen? Oder keine Juristen. Keine Molekularmediziner.

davo
26.09.2013, 10:18
Das ist Nonsens. Ich habe gefragt, was das Ziel war, nicht, wie die es erreichen wollten. Was soll das für ein Ziel sein, Leuten ein Studium nicht zu ermöglichen? Wir brauchen keine Psychologen? Oder keine Juristen. Keine Molekularmediziner.

Ich gebs auf. Etwas Leseverständnis darf man selbst von einem Medizinstudenten erwarten.

Und nein, in den USA studiert noch lange nicht "jeder". Seltsamerweise zahlt sich das Studium trotz der hohen Absolventenzahlen auch in den USA nach wie vor eher aus als jedes Finanzinvestment... und es zahlt sich viel stärker aus als bei uns, wo einem ein Großteil der zusätzlichen Produktivität wieder wegbesteuert wird. Es mag zwar elitär denkende Konservative stören dass viele Leute studieren, aber es schadet dem Arbeitsmarkt nicht, ganz im Gegenteil.

smanpodg
26.09.2013, 10:27
Ich habe Leseverständins. Aber du schreibst "Das war das erklärte Ziel". Es kann doch nicht konklusiv sein, wenn es einfach nur das Ziel war, nicht jeden einen Master machen zu lassen. Wenn du geschrieben hättest: "Mit dieser Studienplatzverknappung, die künstlich herbeigeführt wurde, verfolgte die Regierung das Ziel (Achtung, nu folgt eine Begründung!), die Absolventen im Bereich XY zu reduzieren, WEIL der Arbeitsmarkt gesättigt ist (Das war ein Beispiel!)"

Absolute Arrhythmie
26.09.2013, 10:27
Das ist Nonsens. Ich habe gefragt, was das Ziel war, nicht, wie die es erreichen wollten. Was soll das für ein Ziel sein, Leuten ein Studium nicht zu ermöglichen? Wir brauchen keine Psychologen? Oder keine Juristen. Keine Molekularmediziner.

Naja, wieviele Psychologen braucht man denn zB? Mit nem B.Sc in Psychologie kann man viele Sachen, die jetzt auch Dipl.-Psychologen machen, auch machen. Längst nicht jeder Psychologe arfbeitet in der Klinischen Psychologie, und um statistisch zu arbeiten brauch man nicht zwingend nen Master, für vieles reicht auch der Bachelor. Ich kenn auch (aus meiner Psycho-Zeit *gg*) einige mit nem Bachelor in Psychologie, die damit in völlig fachfremden Bereichen tätig sind (zum Beispiel HR, oder Beratung) die einfach nur irgendeinen universitären Abschluss in ihrem Lebenslauf brauchen.

Von daher hat der B schon seine Daseinsberechtigung in dem Fach, es ist halt krass wie sehr manche Unis darauf achten bloß keine B.-Studenten anderer Unis in ihre Master-Programme reinzulassen. Elite, Elite *bäh*

Für andere Fächer (zB Bio, Chemie) find ichs viel schlimmer. Denn da werden durch den Bachelor die alten Ausbildungsberufe "entwertet", die mMn auch eine Daseinsberechtigung haben.

Nessiemoo
26.09.2013, 13:16
Tradition schön und gut. Aber bei anderen Bachelor-Master-Studiengängen war es ja ein erklärtes Ziel dass nicht jeder Bachelor-Absolvent den Master machen muss/soll. Bei Medizin wäre das logischerweise anders da man nach wie vor 10.000 frische Ärzte pro Jahr braucht. Deshalb kann man die Kritik an anderen Bachelor-Master-Studiengängen IMHO nicht 1:1 auf Medizin umlegen. Außerdem ist mein Eindruck dass die Uni-Prüfungen insgesamt gesehen oft deutlich schwerer sind als die Staatsexamen, die Frage ist also wieviel von der Härte des Physikums Wahrheit ist und wieviel Mythos... wobei, im Sommer 2015 werde ich das wohl anders sehen :-))

Wobei ich immer noch nicht verstehe wieso es hier in Deutschland so krass auf der sehr strenger Bachelor/Master System so viel wert gelegt wird. Bei mir zuhause gibt es ziemlich viele Studiengänge, die halt so ein gemeinsames Bachelor/ Master haben - Medizin, Lehramt und Jura vor allem. Man schreibt zwischendurch Bachelor und Masterarbeit, hat die ECTS Punkte, kriegt am Ende sein Master... (Beim medizin kommt der PJ dazu), und die grossen Prüfungen kriegen auch entsprechend ECTS. Ist ja Niederlanden nicht anders.

Sticks
26.09.2013, 14:16
Ich weiß generell nicht was Bachelor oder Master hier fürs Medizinstudium diskutiert werden. Was soll denn bitte ein Masterarzt mehr können als ein Bachelorarzt? Für irgendeine Stelle in der freien Wirtschaft zum Beispiel für Wirtschaftswissenschaften wie es ein freund gerade hinter sich hat kann ich das verstehen, aber doch nicht für Medizin. Arzt und fertig. Bums
Oder worum ging es hier?

Wenn ich schon immer die Studenten auf dem Campus höre die diskutieren welchen Schein sie dieses Semester machen möchten und das sie nicht zu viele Kurse belegen wollen da es zu stressig wird, bin ich froh das bei uns alles von vorne bis hinten durchgeplant ist.

freak1
26.09.2013, 14:22
nur weil du unter dem physikum leiden musstest, müssen alle anderen das auch? macht uns das zu besseren ärzten? wenn alle so denken würde, gäbe es immer noch aip etc.

Es geht auch einfach darum Grundwissen zu vermitteln und auch die Leute zu "sieben" die einfach garnichts auf die Reihe kriegen.

Ich persönlich habe später lieber jemanden der die Anatomie richtig gelernt hat als jemanden der 10 Semester lang "POL" und "Äquivalenzprüfungen" geschrieben hat und eigentlich keine Ahnung hat.

Ja ich weiß überall gibt es gute und schlechte Leute, aber wenn "die" Prüfung des gesamten Studiums umgangen wird hast du am Schluss garantiert mehr Pappnasen dabei.

Und nein ich persönlich musste nicht unter dem Physikum leiden, ich hab die ersten 3 Semester genau 2 Tage pro Klausur investiert und am Ende des 4. Semesters in 4 Wochen einmal die MediLearns durchgearbeitet - Hat für 250 Punkte gereicht bin zufrieden damit und finde es gut... Man wird von den fertigen Ärzten auch irgendwie anders behandelt wenn man sagt "Physikum bestanden"! Gehört halt dazu.:)

Sticks
26.09.2013, 15:27
Es geht auch einfach darum Grundwissen zu vermitteln und auch die Leute zu "sieben" die einfach garnichts auf die Reihe kriegen.

Ich persönlich habe später lieber jemanden der die Anatomie richtig gelernt hat als jemanden der 10 Semester lang "POL" und "Äquivalenzprüfungen" geschrieben hat und eigentlich keine Ahnung hat.

Ja ich weiß überall gibt es gute und schlechte Leute, aber wenn "die" Prüfung des gesamten Studiums umgangen wird hast du am Schluss garantiert mehr Pappnasen dabei.


Auch das würde ich liken!

EVT
27.09.2013, 05:24
das wissen sollte man eigentlich in den 4 semestern vorm physikum erwerben, denn ohne bestandene scheine keine prüfungsanmeldung.. das physikum prüft das gleiche wissen noch einmal ab, also eigentlich überflüssig.
ist wohl eher ein stresstest, ob man in der lage ist, über nen längeren zeitraum nochmal alles zu wiederholen.
"die" prüfung für den arztberuf ist ja wohl eher das 2. staatsexamen, es sei denn, du willst facharzt für anatomie werden. u die ist bekanntlich für alle gleich.
mir kommt es so vor, als hättest du noch nie ne physikumsäquivalenzprüfung gesehen oder andere klausuren aus modellstudiengängen und hälst pauschal alle prüfungen in allen modellstudiengängen für einfacher, ergo schlechter. die ergebnisse des 2. stex sprechen da ne andere sprache.

Sticks
27.09.2013, 07:11
... dann müsstest du sämtliche Abschlussprüfungen in jeder Berufssparte abschaffen, ebenso wie das Abitur, wenn so etwas überflüssig ist...

freak1
27.09.2013, 13:02
das wissen sollte man eigentlich in den 4 semestern vorm physikum erwerben, denn ohne bestandene scheine keine prüfungsanmeldung.. das physikum prüft das gleiche wissen noch einmal ab, also eigentlich überflüssig.
ist wohl eher ein stresstest, ob man in der lage ist, über nen längeren zeitraum nochmal alles zu wiederholen.
"die" prüfung für den arztberuf ist ja wohl eher das 2. staatsexamen, es sei denn, du willst facharzt für anatomie werden. u die ist bekanntlich für alle gleich.
mir kommt es so vor, als hättest du noch nie ne physikumsäquivalenzprüfung gesehen oder andere klausuren aus modellstudiengängen und hälst pauschal alle prüfungen in allen modellstudiengängen für einfacher, ergo schlechter. die ergebnisse des 2. stex sprechen da ne andere sprache.

Wenn du schon so einen auf Klugscheißer machst dann doch bitte richtig, die Approbation gibt es nach dem 3. Stex das mündlich nach dem PJ abgelegt wird!

Vom Chefarzt der Pädiatrie über den der Inneren bis hin zu den Assistenzärzten und den Niedergelassenen hat mir bisher noch ausnahmlos(!) jeder gesagt das Physikum wäre die schwierigste Prüfung und die größte Hürde. Aber wahrscheinlich hast du recht und die einfach alle keinen Plan wovon sie reden.

Ich habe nicht gesagt (lern bitte lesen!) das alle Modellstudiengänge einfacherer/schlechter sind. Ich habe nur gesagt:

Wenn man das staatlich gestellte und hoch objektive Physikum durch interne Klausuren ersetzt können die Unis machen was sie wollen und genau das darf nicht sein! Wenn der Prüfer für den Erfolg der Prüflinge selbst verantwortlich ist wird wohl kaum eine große Anzahl durchfallen, das hieße ja das System ist gescheitert.

Und natürlich schneiden sie im 2. Stex "besser" ab, sie sind ja von Anfang an 10 Semester nur drauf trainiert worden mit diesen Fallbeispielen umzugehen die wir im Regelstudiengang nie zu sehen bekommen, das heißt aber noch lange nicht das sie wirklich "besser" sind.
Man bereitet sie halt einfach 10 Semester lang auf die große Abschlußprüfung vor und lässt im Idealfall die "Zwischenprüfung" die nicht so aufgebaut ist unter den Tisch fallen. Aber hey, du hast recht ihr seid so viel besser ihr habt es gar nicht nötig das Physikum zu schreiben ihr könnt ja auch alles so! #yolo

smanpodg
27.09.2013, 14:35
Aber hey, du hast recht ihr seid so viel besser ihr habt es gar nicht nötig das Physikum zu schreiben ihr könnt ja auch alles so! #yolo

Die sind das Bayern unter den Medizinstudenten ;) I like!

pani
27.09.2013, 15:09
:-nix
Leute, niemand hier kann etwas dafür, dass es den Modellstudiengang gibt und auch nicht dafür, dass es mancherorts weiterhin das Physikum gibt, andererorts eine Äquivalentprüfung geschrieben wird und ganz woanders "irgendwie nichts dergleichen". Gäbe es nirgendwo mehr das Physikum, würde auch niemand schreien, gleicher Fall, gäbe es das weiterhin überall.

Warum darf anderen nicht auch einmal etwas gegönnt werden?
Ich weiß, nun sagt ihr mir einstimmig, dass es so ungerecht ist und ihr nicht neidisch, sondern TOTAL froh über das Schreiben des Physikums seid.

Muss denn hier (fast!) ein jeder darauf beharren, dass er das Beste hat und alles andere doof ist? Das ist doch affig... :-peng

Wer guter und wer besserer Arzt wird, hängt doch nicht nur davon ab, ob im Regel- oder im Modellstudiengang studiert wurde. Was ist mit Sozialkompetenz und Empathie? Davon legen viele hier nicht gerade viel an den Tag, während sie ihren Kleinkrieg gegen "die anderen" führen.

Schade, erwartet man doch von werdenden Ärzten mehr!

:-meinung