Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Patienten und ihre Eigenarten
SchwesterStefanie
08.01.2008, 14:07
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Hellequin
08.01.2008, 14:12
Und reiner Sauerstoff ist trocken, was dazu führt das die Schleimhäute austrocknen.
Wenn sich der Fall tatsaechlich so abgespielt und Alley sich nicht im Ton vergriffen hat, dann denke ich, ist das einfach eine Patienten der Kategorie "pain in the arse" und sollte vergessen werden. Allerdings verstehe ich die Reaktion der OAE und CA nicht - normalerweise unterstuetzen die doch solch ein Affentheater nicht.
SchwesterStefanie
08.01.2008, 14:25
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Hellequin
08.01.2008, 14:33
@Helleqin:
Dieses Argument kenne ich auch. Aber man atmet in einer solchen Situation nicht reinen Sauerstoff, sondern nur Luft mit etwas höherem Sauerstoffanteil, und dieLuft ist eben nur so 'trocken' wie die Raumluft. Meine Erfahrungen damit liegen einige Jahre zurück. Solche Einmalkartuschen, wie sie Logo genannt hat, gab es damals noch nicht. Da hat man aus Hygienegründen einfach das Wasser weggelassen. Man müsste mal nachsehen, ob es dazu Leitlinien gibt.:-nix
Hängt sicher aber auch davon ab wieviel l/min man gibt und vor allem über welchen Zeitraum. Und ich habs in meiner Ausbildung so gelernt, das man den Sauerstoff anfeuchtet, unter anderem zur Soorprophylaxe. Und als ich vor 10 Jahren meine Ausbildung angefangen hab, gabs diese Einmalkartuschen schon.
Man weiß doch, bei welchem Patienten man evtl. Sauerstoff brauchen wird. Dann legt man den doch nicht ausgerechnet in eines der beiden Betten, die keinen Anschluss haben.
In der Pulmonologie potentiell jeder.:-D
SchwesterStefanie
08.01.2008, 14:35
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alley_cat75
08.01.2008, 14:39
@SchwesterStefanie: pulmologischen Patienten O2 ohne Anfeuchtung zu geben, ist obsolet. Diese Patienten sind ohnehin anfällig für Infektionen; mit ausgetrockneten Schleimhäuten wird ihre Situation nicht besser. Soviel nur am Rande. Und jetzt erklärst Du mir nochmal verständlich DEIN Plan zum umschieben. Verstehe Deinen Vorschlag nämlich nicht. :-nix Alle Betten auf Station belegt inkl. zweier "Nicht-Beatmungs-/O2-Plätze". Auf einem dieser besagten zwei Plätze lag die freundliche Dame. Sie selbst brauchte in dieser Nacht keinen O2 mehr. Eine Platzwechsel innerhalb des Zimmers wäre sicher eine spaßige Abwechslung gewesen, hätte jedoch nichts an der Situation geändert.
Ich glaube alley ging es eher um die Verhältnismäßigkeit solch einer Diskussion zu gegebener Stunde, nicht darum ob man es hätte lösen können.
Die gute Frau könnte den fehlenden Schlaf ja eh noch den ganzen nächsten Vormittag nachholen - irgendwann schläft jeder ein ;-)
hennessy
08.01.2008, 14:42
vllt. wollte die Obrigkeit auch nur mal wieder die eigene Autorität hervorkehren. Insgeheim hätten die Herrschaften wahrscheinlich genauso gehandelt, haben es jedoch offiziell nicht sagen wollen/dürfen/können. ;-)
alley_cat75
08.01.2008, 14:43
Aber bei schwerer COPD darf es gar nicht viel sein. Im Gegenteil, Du musst aufpassen, dass es nicht zu viel ist. Wegen der Kohlendioxidnarkose.
Sorry, Du hast wirklich diesbezüglich null Ahnung von der Materie. Im Übrigen geht es hier auch nicht um die Indikationsstellung bzw. wer von meinen Patienten wieviel Sauerstoff braucht, sondern darum, dass sich jemand derart belästigt fühlt, dass er die Klinik auf eigenen Wunsch verlässt.
Meine OÄ argumentierten, dass sie die arme Frau gut verstehen könnten und ich stattdessen doch hätte jemand anderes in das laute Zimmer schieben können - sozusagen Patientenaustausch um 23 Uhr. Und genau das ärgert mich. Ich musste die Patientin anrufen, um ihr mitzuteilen, dass doch ein ruhiges Zimmer frei geworden ist. :-kotz
Ich musste die Patientin anrufen, um ihr mitzuteilen, dass doch ein ruhiges Zimmer frei geworden ist. :-kotz
DAS ist wirklich ekelhaft.
Brr.. Ob ich da wegkuschen könnte - oje ich fürchte, ich werde bei so etwas mal heftig anecken...
Wegen all dem gibt es wohl so viele Leute, die sagen: Ich ertrage Krankenhäuser nicht von innen.
Selbst als Besucherin habe ich immer das Gefühl, da ganz schnell wieder rauszuwollen. (bin keine Medizinstudentin, keine Sorge :-blush
SchwesterStefanie
08.01.2008, 14:48
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Dr. Jekyll
08.01.2008, 14:50
hinterm heizkörper aufbewahren und mit wasser aus der toilette wiederbefüllen. ;-)
also du bist auf ner pulmo alley, bei deinem charme hätte ich auf ne andere fachrichtung getippt :-notify
war auch mal zwei wochen auf der pulmo, als raucher fand ich das schon gruselig. :-(( und vor allem mit was die patienten weitergeraucht haben...
SchwesterStefanie
08.01.2008, 15:00
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alley_cat75
08.01.2008, 15:02
hinterm heizkörper aufbewahren und mit wasser aus der toilette wiederbefüllen.
:-top
also du bist auf ner pulmo alley, bei deinem charme hätte ich auf ne andere fachrichtung getippt.
So, auf was hättest Du denn getippt? Gerichtsmedizinerin? ;-)
alley_cat75
08.01.2008, 15:08
Da hab ich reichlich Erfahrungen auf dem Gebiet der Pulmologie gesammelt. ... Einen Sauerstoffkonzentrator im Krankenhauszimmer hab ich da nie gesehen.
Bei soviel pulmologischer Erfahrung musst Du mich nicht fragen, warum Anfeuchtung und wie das hygienisch gehandhabt wird. Ich empfehle die Website der Firma Linde Berlin oder auch Eibl Home Care. Vielleicht fragst Du da mal nach, was der Quatsch mit den O2-Aufbereitern soll. Ich vermute hinter diesen Geräten schon lange ein mondial-kapitalistisches Komplett der Stromerzeuger und hyperbaren O2-Anbeter. Falls Du eine Unterschriftensammlung initiierst, mache ich mit. :-dafür
Bei soviel pulmologischer Erfahrung musst Du mich nicht fragen, warum Anfeuchtung und wie das hygienisch gehandhabt wird. Ich empfehle die Website der Firma Linde Berlin oder auch Eibl Home Care. Vielleicht fragst Du da mal nach, was der Quatsch mit den O2-Aufbereitern soll. Ich vermute hinter diesen Geräten schon lange ein mondial-kapitalistisches Komplett der Stromerzeuger und hyperbaren O2-Anbeter. Falls Du eine Unterschriftensammlung initiierst, mache ich mit. :-dafür
Holla die Waldfee. Vielleicht ist es das alley ...
alley_cat75
08.01.2008, 15:23
@ funny: ja, vielleicht hast Du Recht, nur dass meine OÄ vor der Kundgabe ihrer Meinung keinerlei Rücksprache mit der Patientin hatten. Hier geht es - nur noch mal als Erinnerung - nicht darum, wie ich bei der Patientin angekommen bin oder ob sie vielleicht meine roten Haare oder den Ring in meiner Nase nicht mochte, sondern allein darum, was Patienten sich manchmal herausnehmen. Mitpatienten existieren nicht, Rücksicht und Toleranz sind Fremdworte, alles muss jetzt und sofort passieren. Also: ist Dir das schon mal passiert?
Ist nicht genau die gleiche Situation, aber wir hatten auf meiner Zivi-Station (UCH) mal den Fall, dass in einem 3-Bettzimmer eine türkische Patientin lag. Wirklich nett, gepflegt. Natürlich bekam sie relativ viel Besuch, aber nur zu den normalen Zeiten, zum Abendbrot waren die dann auch weg.
Eine der beiden Zimmernachbarinnen hatte dann aber einen solch ausländerfeindlichen Schlag, dass es gar nicht ging. Moserte an allem rum was diese Patientin machte, beschwerte sich während diese zuhörte etc.
Eigentlich ging es uns sehr gegen den Strich sie umzuschieben (was ihre Forderung war), am Ende mussten wir es machen um die türkische Patientin zu schützen.
Diese "Ich-bin-der-König-der-Welt"-Mentalität gibt es imho immer mehr und wird im Krankenhaus auch gerne ausgelebt. Mir wird es auch schwer fallen damit umzugehen, gerade wenn das eigene Team da nicht hinter einem steht.
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