Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wann möchtet ihr Kinder bekommen?
Seiten :
1
[
2]
3
4
5
6
7
8
9
Rumpelstilzchen
07.03.2008, 07:27
Ich habe zwei Kinder während des Studiums bekommen, und zwar aus zwei Gründen: 1. soviel Zeit hätte ich nie wieder gehabt und 2. ich wollte nicht warten bis ich 30 bin.
Ich habe gewartet und warte heute immer noch. Bin fertig mit dem Studium, 30, und am 01.04 fange ich in der Gyn und Geburtshilfe an. Ich denke, ich möchte auf jeden Fall mindestens 1 Jahr berufstätig sein, bevor ich schwanger werde.
Meine Freundinnen dagegen haben schon 1-2 Kinder. Sie haben sie vor dem PJ bekommen. In den Blockpraktika haben sie die besten Kurse bekommen und waren schnell fertig, haben auch im PJ ihre Wünsch-KH bekommen. Heute beneide ich sie etwas. Sie haben trotz Schwangerschaften alles hinbekommen, alles bestanden und auch wenn sich das PJ um 6 Monate oder so verschoben hat, sind sie nicht wirklich weit hinter mir was die Ausbildung betrifft.
Ich habe zwei Kinder während des Studiums bekommen, und zwar aus zwei Gründen: 1. soviel Zeit hätte ich nie wieder gehabt und 2. ich wollte nicht warten bis ich 30 bin.
Da ist was wirklich wahres dran. Nur bis vor 1-2 Jahren hätte ich mich keinem Kind zumuten wollen. Ob sie all die Parties, Sauftouren, wechselnden Freunde so gut gefunden hätten::: -]
Ich denke viel wichtiger als das rein faktische Alter ist die Tatsache, ob man sich selbst "gefunden" und kennengelernt hat. Also mit sich im Reinen ist. Ein Kind sollte in ein erfülltes Leben der Mutter "dazukommen" und nicht die "Aufgabe" haben, dieses zu erfüllen. Und da dies mit 33 rein statistisch gesehen eher der Fall ist als mit 19, plädiere ich schon sehr dafür, Kinder erst zu kriegen, wenn alles andere passt.
Denn merke: Kinder sind keine Puppen :-))))
[x]ich will eine menge kinder, werde das aber sicher nicht planen
Angenommen, es klappt aus 1000 möglichen Gründen nicht und es ist wirklich irgendwann zu spät für eigene Kinder und adoptieren will man nicht. Würdet ihr sagen, ein solches Leben ist unerfüllter als ein Leben mit Kinder? Könnte man dies so bewerten?
Rene_Weller
07.03.2008, 14:20
Ja.
(5 Zeichen)
Hoppla-Daisy
07.03.2008, 14:21
Es ist zwar ein unvergleichlich schönes Gefühl, selbst Leben hervorgebracht zu haben. Nur sind wir als Mensch ja (gottseidank) nicht nur auf die Produktion von Nachkommen reduziert. Wenn man bereits vorhandenes Leben beschützt und beim Heranwachsen hilft, so ist das ohne Zweifel genau so wertvoll.
Würde man es rein biologisch betrachten, so wäre man natürlich als sich nicht vermehrendes Wesen irgendwie für die Arterhaltung nutzlos. Diese Betrachtungsweise ließe aber außen vor, dass Menschsein viel mehr ist.
Würde ich keine Kinder haben können (was ja nicht der Realität entspricht), so wäre das mit Sicherheit für mich persönlich eine kleine Katastrophe gewesen. Aber dennoch wäre mein Leben ohne dieses I-Tüpfelchen, Sahnehäubchen, oder wie man es sonst nennen mag, nicht unerfüllt gewesen. Der Kuchen hätte mir auch so geschmeckt ;-).
Es kommt eben (wie so häufig) immer darauf an, was man aus seinem Leben macht. Auch als Kinderloser kann ich durchaus für Kinder sorgen und aus dieser Beziehung zueinander Zufriedenheit und Glückseligkeit ziehen.
Neuling08
07.03.2008, 14:39
für mich kommt dann wohl auch am ehesten die zeit während der facharztausbildung in frage.
erstmal schauen ob die stelle passt, ob man dort die gesamte weiterbildung bleiben will vom klima her usw.
mein freund hat ja mal gesagt er würde gerne auf die kinder aufpassen.
aber ich sprech ihn mal lieber nicht konkret darauf an, sonst bekommt er noch angst :-)
wär natürlich super, wenn man sich das so teilen könnte.
@ mar7ini
haben deine freundinnen dann die von der zeit her günstigsten Blockpraktika bekommen oder wie war das gemeint?
Linda.1001
07.03.2008, 15:27
und ist es überhaupt möglich bis zum 7 1/2. monat in der klinik zu arbeiten? es ist ja ziemlich stressig und anstrengend, oder? welche erfahrungen habt ihr damit?
Also ich kann nicht aus meiner Erfahrung reden, aber aus der meiner Mutter, die bis zum 8. Monat mit mir schwanger gearbeitet hat als Fachärztin.
Ich persönlich, würde jetzt nicht sooo lange mit der Familienplanung warten als bis ich mit der FA-Ausbildung fertig bin, ich habe dafür gestimmt, nach dem Studium vor der FA-Ausbildung ans Kinder-kriegen zu denken.
Ich bewundere aber Mütter, die während oder vor dem Studium Kinder gekriegt haben und das managen können. Ich glaube, ich könnte das nicht. :-blush
NeuroChirurg
07.03.2008, 15:51
Ich hab vor 2 Jahren mein Facharzt gemacht, und bin seit einem Jahr Vater und überglücklich darüber. Es ist wirklich ein unbegreifliches Gefühl und kann mir jetz
ein Leben ohne dem kleinen gar nicht mehr vorstellen. Früher wollte ich eigentlich auch
nie Kinder haben, und dann boom die richtige Frau gefunden und schon war der Braten im offen :D
Jupiterregen
07.03.2008, 16:01
Kinder - wahrscheinlich werde ich irgendwann eins bekommen, weil man das eben so macht. (Hoffe, meine Einstellung ändert sich dann mit einer Schwangerschaft:-blush)
Vorstellen kann ich es mir aber (noch) nicht und auch ansonsten zu keiner Zeit.
Ich finde es ehr komisch, wenn Frauen in meinen Alter "schon" Kinder bekommen - wäre mir doch zu früh.
Ich bin 30 - 2.
:-oopss
Es ist zwar ein unvergleichlich schönes Gefühl, selbst Leben hervorgebracht zu haben. Nur sind wir als Mensch ja (gottseidank) nicht nur auf die Produktion von Nachkommen reduziert. Wenn man bereits vorhandenes Leben beschützt und beim Heranwachsen hilft, so ist das ohne Zweifel genau so wertvoll.
Würde man es rein biologisch betrachten, so wäre man natürlich als sich nicht vermehrendes Wesen irgendwie für die Arterhaltung nutzlos. Diese Betrachtungsweise ließe aber außen vor, dass Menschsein viel mehr ist.
Würde ich keine Kinder haben können (was ja nicht der Realität entspricht), so wäre das mit Sicherheit für mich persönlich eine kleine Katastrophe gewesen. Aber dennoch wäre mein Leben ohne dieses I-Tüpfelchen, Sahnehäubchen, oder wie man es sonst nennen mag, nicht unerfüllt gewesen. Der Kuchen hätte mir auch so geschmeckt ;-).
Es kommt eben (wie so häufig) immer darauf an, was man aus seinem Leben macht. Auch als Kinderloser kann ich durchaus für Kinder sorgen und aus dieser Beziehung zueinander Zufriedenheit und Glückseligkeit ziehen.
Danke für dieses Zitat Hoppla-Daisy. Denn es erschreckt mich schon bzw. setzt mich schon unter Druck, ENDLICH den richtigen Partner (bzw. KindsVater) zu finden, denn sonst droht mir ein unerfülltes Leben ohne Kinder. Das erzeugt schon Druck oder wie man es auch sonst nennt: Torschlußpanik.
Eine liebe Freundin sagte mal: Klar verpasst du was, wenn du keine Kinder hast - aber du verpasst auch was, WENN du Kinder hast.
Das Image von Kinderlosen ist nur so verdammt schlecht. Egoistisch, materiell. Aber was soll man denn machen, wenn es nun einmal nicht in diesem Zeitfenster klappen wollte. Und es ist für Frauen ein Zeitfenster. Für Akademikerinnen, die erst nach dem Studium Kinder wollen, sogar ein nicht mal so großes Zeitfenster.....
die chondropathia
08.03.2008, 07:39
Ja Medizin das hätt ich auch gern gemacht......
Ich glaube es ist eine viel größere Herausforderung als jedes Studium. Es ist das Studium des Lebens.
Es findet keine wirkliche Anerkennung in der Gesellschaft , aber ich denke es ist eine so große und wichtige Aufgabe im Leben.
Eine große Familie gibt jedem Familienmitgied so viel, auch wenn viel Arbeit dahinter steckt, daß kann man auf keiner Schule lernen.
Wenn man den richtigen Partner, ja sagen wir ruhig : sich 2 gefunden haben und lieben , dann würde ich immer für Kinder aus dieser Liebe heraus plädieren. Das ist dann, der für mich richtige Zeitpunkt.
Weise Worte, auch wenn das Bedauern, kein Studium gemacht zu haben in der Argumentation mitzuschwingen scheint.
Mich würde eigentlich mehr interessieren, wie jeweils der Kinderwunsch begründet wird!
Interessant fand ich übrigens die Begründung von Dieter Bohlen für die ständig wechselnden jungen Frauen an seiner Seite - sinngemäß: Er sieht die biologische Aufgabe, sein Ergbut weiterzugeben und in der Lebenszeit möglichst viele Kinder in die Welt zu setzen. Da er finanziell komplett unabhängig ist, kann er sich Kinder in jedem Fall leisten. Er sieht Kinder als Luxus.
In der Argumentation einiger Vorposter klingt ein ähnliches Prinzip an: Kinder sind möglich bei ZEITLICHEM (nicht: monetärem) Luxus...
Ich selbst habe meinen Lebensplan schon früh ausgearbeitet. Der Plan ist eine flexible Weiterbildungszeit, in der ich den Ort nach Gusto wechseln kann. In dieser Zeit sind Kinderwunsch und Partnerschaft sekundär. Mit Erreichen von weitgehender Unabhängigkeit als Facharzt werden sowohl das Kinderkriegen (2-4) als auch die Partnerschaft priorisiert. Dann kann u.U. auch ein Haus gebaut werden, jedoch erst, wenn ich den perfekten Wohnort gefunden habe...
DC
M. Cremaster
08.03.2008, 10:22
und dann boom die richtige Frau gefunden und schon war der Braten im offen :D
:-top Traumhafte Redewendung
Kinder: so bald wie möglich leider fehlt mir noch die richtige Frau dazu (bin in der Hinsicht aber optimistisch)
alley_cat75
08.03.2008, 11:53
Mich würde eigentlich mehr interessieren, wie jeweils der Kinderwunsch begründet wird!
Bei mir wechselt die Begründung stetig und zwar zwischen gesellschaftlicher Verpflichtung und weil es das eigene Leben/Werden zweifelsohne bereichert.
Ich bin jetzt 32 und höre meine biologische Uhr öfter Mal laut ticken. Den Partner habe ich zum Glück, dennoch lieben wir beide unsere Arbeit über alles und natürlich unsere Freiheiten, die wir mit Kind nicht hätten. Wir reisen durch die Welt, meistens sehr spontan und haben zeitintensive Hobbies. Dass wir noch keinen Nachwuchs haben, liegt sicherlich an einer großen Portion Egoismus, aber auch einfach daran, dass wir uns das im Moment nicht vorstellen können. Ich habe 2 Neffen + 2 Nichten, die sehr oft bei uns sind und bekomme so einen kleinen Vorgeschmack auf Familienleben. :-? Aber wie gesagt, meine Hauptsorge ist meine Arbeit - nach 6 Jahren Studium ist es mir wichtig, voran zu kommen, meine Fertigkeiten und mein Wissen zu erweitern - mit Kind würde das alles hinten anstehen. :-meinung Ich habe Angst, dann weniger glücklich zu sein und das evtl. auf Kind und Mann zu übertragen. Eine Kollegin von mir hat jetzt ihr erstes Kind bekommen und langweilt sich bereits nach 6 Wochen. Sie ist zu Hause trotz Kind geistig unterfordert und sehnt sich in die Klinik zurück. Sie hat übrigens bis 6 Wochen vor Entbindung ganz normale Stationsarbeit gemacht. Punktionen und Konserven anhängen haben wir ihr abgenommen. Also möglich ist das schon, vorausgesetzt, die SS verläuft normal.
Hoppla-Daisy
08.03.2008, 11:56
Also nach 6 Wochen zuhause hatte ich noch keine Langeweile! Da war nämlich so ein kleiner Schreihals, der Aufmerksamkeit einforderte.....
alley_cat75
08.03.2008, 11:58
Klar, hängt das von Kind und Umfeld ab. Der Kleine meiner Kollegin ist ziemlich pflegeleicht, schläft problemlos ein und schaut auch sonst nur freundlich durch die Gegend.
Die Frage ist eher warum will ich (derzeit) keine Kinder? Der Ich-muss-Kinder-haben-Instinkt ist bei mir bisher noch nicht hervorgetreten. :-nix
Hoppla-Daisy
08.03.2008, 12:18
Eine Bekannte von mir hat jahrelang, wenn sie Kinder sah, die ein wenig lauter, anstrengender udn wilder waren, als man sich das vielleicht wünschen würde, lauthals verkündet:
"Mir krampfen sich gerade wieder die Eierstöcke zusammen......... neeee, ich will keine Kinder!!! Brauch ich nicht..... ich bin einfach kein Muttertier!!!"
Sie hat noch andere unschöne Dinge über "diese Mütter" gesagt, was unter anderem dazu führte, dass sie nur noch eine Bekannte, aber keine Freundin mehr ist. Aber egal.
Was soll ich sagen: Ihre Eierstöcke mussten nicht weiter krampfen. Sie verspürte dann mit 30 Jahren plötzlich sowas wie einen dezenten Kinderwunsch. Es fing an zu ticken in ihr. Und nun ist sie Mutter einer 1,5 Jahre alten Tochter.
Es gibt nicht DEN Zeitpunkt! Der Zeitpunkt ist DANN da, wenn man es fühlt! Und das kann man ganz bestimmt nicht von Prüfung A oder B oder Karrierewünschen und -absichten abhängig machen. Wenn es mit dem Partner passt, kann es ganz fix passieren (manchmal auch erst nach einigen Jahren trauter Zweisamkeit), dass man alles bisher Gedachte über den Haufen wirft und sich plötzlich mit Freuden vermehrt.
Eine Bekannte von mir hat jahrelang, wenn sie Kinder sah, die ein wenig lauter, anstrengender udn wilder waren, als man sich das vielleicht wünschen würde, lauthals verkündet:
"Mir krampfen sich gerade wieder die Eierstöcke zusammen......... neeee, ich will keine Kinder!!! Brauch ich nicht..... ich bin einfach kein Muttertier!!!"
Sie hat noch andere unschöne Dinge über "diese Mütter" gesagt, was unter anderem dazu führte, dass sie nur noch eine Bekannte, aber keine Freundin mehr ist. Aber egal.
Was soll ich sagen: Ihre Eierstöcke mussten nicht weiter krampfen. Sie verspürte dann mit 30 Jahren plötzlich sowas wie einen dezenten Kinderwunsch. Es fing an zu ticken in ihr. Und nun ist sie Mutter einer 1,5 Jahre alten Tochter.
Es gibt nicht DEN Zeitpunkt! Der Zeitpunkt ist DANN da, wenn man es fühlt! Und das kann man ganz bestimmt nicht von Prüfung A oder B oder Karrierewünschen und -absichten abhängig machen. Wenn es mit dem Partner passt, kann es ganz fix passieren (manchmal auch erst nach einigen Jahren trauter Zweisamkeit), dass man alles bisher Gedachte über den Haufen wirft und sich plötzlich mit Freuden vermehrt.
Sehe ich auch so. Dumm halt, wenn dieser Zeitpunkt mit 47 da ist. :-???
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.