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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sachfragen zum HEX 10/08



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Moorhühnchen
26.09.2008, 11:34
zum EKG:
Den Rechtsschenkelblock würde man ja entweder an einer M-Konfiguration des QRS-Komplexes in V1 und V2 oder an einem plumpen S in I und aVL sehen. Da man in V1 und V2 wegen der ST-Hebung nicht fiel erkennen kann, fällt das weg, aber in I und aVL sieht man ein tief gehendes S[...]
Und warum jetzt ein inkompletter? Weil der QRS-Komplex nicht verlängert ist.
Ok, die M-Konfiguration kann man ja wirklich backen, finde ich!
Das einzig anwendbare Kriterium wäre hier echt das tiefe S in I und AVL.
Ob der QRS-Komplex nun verbreitert ist, kann ICH jedenfalls auf DIESEM EKG gar nicht erkennen. Wie auch? Die ST-Hebung fällt da ja mitten rein und die 25 mm machen es auch nicht gerade leichter. Ein EKG-Lineal wird man ja wohl nicht mitnehmen dürfen.... Oder gibt es irgendwo eine Definiton, daß bei jedem ST-Hebungsinfarkt ein inkompletter RSB vorliegt...? :-music

Naja, ich find die Frage doof...
Vielleicht kann jemand was mit meinem künstlerischen Versuch anfangen? :-))
So ungefähr sieht das Teil aus:

Kriebelmücke
26.09.2008, 12:50
Sachfrage:

Welchen Einfluss haben beta-Rezeptorenblocker auf den Kaliumspiegel im Blut? Laut Arzneimittelkompendium der Schweiz hat z.B. Bisprolol keinen Einfluss, Das IMPP sieht es glaube ich anders. Gibt es hier einen Unterschied zwischen b1-selektiven und unselektiven Blockern?

DesertRose
26.09.2008, 14:16
Wie unterscheide ich eine posttraumatische Belastungsstörung von einer Anpassungsstörung???

chicachen
26.09.2008, 14:33
eine PTBS trifft nach krisenhaften situationen wie krieg, schwere verkehrsunfälle usw. auf. also situationen, die für alle menschen schwere ausnahmesituationen und belastungen darstellen würden.
anpassungsstörung bezieht sich eher auf eine neue lebenssituation.

ich hab auch ne frage.
wie bestimme ich bei nem ekg mit 50mm vorschub nochmal ohne lineal die frequenz?
und was genau ist der herzindex?

Antracis
26.09.2008, 14:35
Wie unterscheide ich eine posttraumatische Belastungsstörung von einer Anpassungsstörung???

ICD 10 verlangt für PTBS:

Ereigniskriterium (Also Trauma muß vorliegen, also Erlebnis von außergewöhnlichem und katastrophalem Ausmaß)

Anhaltende Wiedererinnerungen an das Trauma

Vermeidungsverhalten bezüglich des Traumas

Erinnerungslücken und/oder Übererregbarkeit bezüglich des Traumas

Weiterhin sollten die Symptome innerhalb von 6 Monaten nach dem Trauma auftreten.

Bei der Anpassungsstörung wird verlangt:

Zeitkriterium: Innerhalb eines Monats nach der Belastung müssen die Symptome auftreten.

Weiterhin wird keine außergewöhnliche Belastung, also keine Extremtraumatisierung verlangt.

Ich würde also sagen, das Ereignis selbst und das Zeitkriterium sind sinnvolle Differenzierungen. Flashbacks/Wiedererinnerungen sind weiterhin typisch für eine PTBS. Letztlich ist das aber alles sehr vage. Ich kenne einen Prof, dessen Forschungsgebiet die PTBS ist. Und das Ergebnis seiner Forschung ist, dass das Krankheitsbild nicht exiistiert. :-)) IE eine spezielle Abgrenzung keinen Sinn macht. ;)

Gruß
Anti

DesertRose
26.09.2008, 14:39
Danke Leute! Irgendwie kann man die beiden schon differenzieren.

Es gibt in der Medizin so einige Dinge, die ich nie und nimmer so richtig verstehen werde.

trina1081
26.09.2008, 14:59
Wohl wahr. Dazu gehört in meinen Augen ganz klar das EKG. Warum das wann was wie negativ ist oder eben nicht, werd ich nie verstehen.
Ich bin zufrieden, wenn ich die wichtigsten Sachen erkennen kann, aber wissen warum die so aussehen??? Nie!

Antracis
26.09.2008, 15:06
Ich bin zufrieden, wenn ich die wichtigsten Sachen erkennen kann, aber wissen warum die so aussehen??? Nie!

O-Ton eines Oberarztes aus der Inneren:

"Nur weil ich die Nernst-Gleichung nie wirklich kapiert habe, spritze ich doch dem Patienten nicht gleich einen Bolus KCl."
:-))

Gruß
Anti

zoni
26.09.2008, 15:20
Ob der QRS-Komplex nun verbreitert ist, kann ICH jedenfalls auf DIESEM EKG gar nicht erkennen. Wie auch? Die ST-Hebung fällt da ja mitten rein und die 25 mm machen es auch nicht gerade leichter.

Bei einer Geschwindigkeit von 25mm/s steht ein großes Kästchen für 0,2s. Wenn man sich den sechsten QRS-Komplex in Ableitung I anschaut (den find ich ganz praktisch, weil er am Kästchenrand endet) dann sieht das ungefähr so aus, als würde der QRS-Komplex etwa ca. die Hälfte des Kästchens ausfüllen, die Länge wär also so bei 0,1 vielleicht etwas mehr. Ich kenne die Grenze bei 0,12. Von daher würd ich sagen, nicht verlängert.

Irgendwie hört sich alles ziemlich vage an. Aber so ab ich es mir mal zusammen gebastelt... :-oopss


Ich hab die Frage jetzt nicht gelesen, aber zur Definition:
- ein inkompletter Block ist durch die verlängerte Zeit von Beginn des Q bis zum oberen Umschlagspunkt (ab dem es nur noch runter geht): >30ms beim RSB, >55ms beim LSB
das M und die tiefe S-Zacke auf der anderen Seite ist möglich, aber nicht nötig.


So hatte ich das auch mal in einer Fortbildung gehört. Nur, dass finde ich jetzt noch schwerer in diesem EKG zu beurteilen, weil die Abbildung doch recht klein ist. Ich dachte aber trotzdem, dass M_Konfiguration und plumpes S Teil der Definition für einen Rechtsschenkelblock sind?

zoni
26.09.2008, 18:21
Ich hab das Gefühl jedesmal wenn ich was zur follikulären Konjunktivitis kreuze, krieg ich einen anderen Erreger raus... :-keks Also, Chlamydien sind die klassischen Erreger, aber auch Viren laut Kommentar. Beim googlen stellte ich fest, dass auch Adenoviren eine follikuläre K. auslösen können. Aber die machen doch die Keratokonjunktivitis epidemica.
Ich bin verwirrt. Also, welche Erreger verursachen die follikuläre Konjunktivitis?

ivannie
26.09.2008, 19:40
Hmm, ich glaub nicht, dass dir das hilft..
Follikuläre Konjunktivitis (http://www.atlas-of-ophthalmology.com/atlas/photo.jsf?node=4569&locale=de)

Leider geht auch laut denen beides..
Grüße

zoni
26.09.2008, 22:26
Danke. Ich akzeptier es und hoffe dass ich es mir merken kann... :-bee

Hab direkt noch eine Frage. Ihr seht ich kreuze grad Auge... :-keks

Folgende Angaben:

am rechten Auge +1,5 dpt sph. comb. -0,25 dpt cyl. A 63°, am linken Auge +1,0 dpt sph. comb. -0,5 dpt cyl. A 60°. Eine Konvergenzschwäche wird nicht gefunden. Die brechenden Medien sind klar.

Ich habe jetzt einigermaßen verstanden was sphärische Gläser und Zylindergläser sind etc. Mein Problem ist, wie wende ich das an? Also ich hab jetzt z.B. die Angabe +1 dpt sph. und -0,5 dpt cyl A. 60°

Wenn ich es richtig verstanden habe, heißt, dass das die Hornhaut astigmatisch gewölbt ist. Der vertikale Median wird durch ein sphärisches Glas +1 korrigiert und der horizonatale Median durch ein Zylinderglas mit einer Krümmung von 60°??
Stimmt das was ich geschrieben habe? Und was bringt mir das jetzt für die Aufgabe? Oder soll man daraus nur Ableitungen können, ok da ist wohl ein Astigmatismus. Ich versteh nicht wie ich das anwenden soll.

trina1081
26.09.2008, 22:29
Welche Frage ist denn das? Ich glaub sowas hab ich nie gekreuzt

zoni
26.09.2008, 22:44
Ein 47-jähriger Mann klagt über Sehstörung (Unscharfsehen) mit Kopfschmerzen bei längerem Lesen. Beim Autofahren und beim Blick in die Ferne hat er keine Sehprobleme. Die objektive Refraktionsbestimmung (Refraktometrie)ergibt am rechten Auge +1,5 dpt sph. comb. -0,25 dpt cyl. A 63°, am linken Auge +1,0 dpt sph. comb. -0,5 dpt cyl. A 60°. Eine Konvergenzschwäche wird nicht gefunden. Die brechenden Medien sind klar. Der zentrale Augenhintergrund zeigt eine kleine zentrale Papillenexkavation und einen normalen Makulareflex.
Welche der Therapieempfehlungen eignet sich am besten zur Lösung des von diesem Patienten geschilderten Problems?
*



**A** Brille mit Prismengläsern
**B** Kantenfiltergläser (zur Kontrastverstärkung)
**C** Lupe bzw. Bildschirmlesegerät ("Fernsehlesegerät") als vergrößernde Sehhilfen
**D** therapeutische (medikamentöse) Mydriasis und Entspannung des Ziliarmuskels
**E** Brille mit Fernkorrektur des Brechungsfehlers und bedarfsabhängiger Nahaddition

Aus Stex 08/06, Frage 355
Antwort E ist richtig

In einem HEx gab es auch eine Frage it solchen Angaben bezüglich sph. und cyl. etc. Ich mein, man kann auch einfach auf Astigmatismus bei diesen Angaben geeicht sein, weiß icht ob sich damit immer die Fragen beantworten lassen. Aber wirklich klar ist mir das ganze nicht :-nix

trina1081
27.09.2008, 07:42
Gut, die Frage hab ich wirklich nie gekreuzt, meine CD geht nur bis 8/05 :-D

Ophtalmoplegie
27.09.2008, 10:46
Welche Überlegung bei Gabe einer Einheit (500 mL) Vollblut bei einer normalgewichtigen Frau trifft nicht zu?



A
Es ist Pflicht des Arztes, Personalangaben auf der Blutkonserve und Patientenidentifikationsdaten zu vergleichen.

B
Wenn die Patientin die Blutgruppe A rh-negativ hat, ist bei Gabe von Blut der Gruppe 0 rh-negativ ein lebensbedrohlicher Transfusionszwischenfall kaum zu erwarten.

C
Falls eine schwere Linksherzinsuffizienz vorliegt, ist die Gefahr eines Lungenödems bei rascher Transfusion gegeben.

D
Wenn die Patientin die Blutgruppe A rh-negativ hat, kann ohne Bedenken Blut der Gruppe A Rh-positiv gegeben werden.

E
Die Patientin ist über Komplikationsmöglichkeiten der Übertragung von Blut angemessen aufzuklären.



Laut IMPP ist Antwort D anzukreuzen. So weit, so gut.
Jedoch:
Was ist mit Antwort B?!

In der Aufgabenstellung ist von Vollblut die Rede. Heißt Vollblut nicht Zellen+Plasma?!
Wenn ich nämlich ner Patientin mit Blutgruppe A Plasma der Gruppe 0 gebe... :-((

Oder hab ich nen Denkfehler??!!

Talelady
27.09.2008, 11:56
B Wenn die Patientin die Blutgruppe A rh-negativ hat, ist bei Gabe von Blut der Gruppe 0 rh-negativ ein lebensbedrohlicher Transfusionszwischenfall kaum zu erwarten.

Was ist mit Antwort B?!

In der Aufgabenstellung ist von Vollblut die Rede. Heißt Vollblut nicht Zellen+Plasma?!
Wenn ich nämlich ner Patientin mit Blutgruppe A Plasma der Gruppe 0 gebe... :-((

Oder hab ich nen Denkfehler??!! Wahrscheinlich geht es hier mal wieder um das falscheste Falsch (wie ja meistens bei den Fragen).

ich kann mir 2 Möglichkeiten vorstellen, wie man die Aussage B für sich selbst richtigbiegen kann:

- Mir ist nicht bekannt wie schlimm die Auswirkungen der Menge Anti-A, die im Plasma dieser 500 ml "Vollblut" schwimmen, sind. Mag sein, dass es zwar einen Transfusionszwischenfall geben kann, dieser aber nicht lebensbedrohlich ist, und das IMPP auf diesem Wort die Betonung sieht.

- Außer Eigenblut wird (zumindest in Deutschland) seit ewig und 3 Tagen kein "Vollblut" mehr transfundiert... vielleicht wollen die doch auf EK raus und haben sich (wie es immer mal wieder vorkommt) verschrieben/-tan/-formuliert...

Moorhühnchen
27.09.2008, 14:00
Hat einer von euch 'ne Ahnung, welche Antihypertonika man denn nun jetzt in der Schwangerschaft geben darf?
Ich weiß, daß ich mal 'ne Liste mit 3 Medikamenten in meinen Mitschriften hatte - ich wühle jetzt seit einer halben Stunde in meinen Mitschriften rum, aber finde das verdammte Blatt nicht mehr!

Ich weiß nur, daß eine davon alpha-Methyldopa war. Weiß einer die anderen beiden??

Und ß-Blocker (Metoprolol) waren "damals" noch kontraindiziert, wenn ich mich richtig erinnere... was sie mittlerweile nun wohl nicht mehr sind, nach einem Kommentar in HEX 04/2007. :-keks

Ah, sorry, hab's gefunden (http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/015-018.htm) - eins der drei war noch Dihydralazin. Ich frage mich nur, welches das dritte auf meiner Liste war??

trina1081
27.09.2008, 14:28
in der Schwangerschaft gibt man eigentlich alpha-Methyldopa oder Dihydralazin. Im 1. und 2. Trimenon auch beta-Blocker

Vielleicht waren das die drei die du suchst?

Rumpelstilzchen
27.09.2008, 14:52
Eine meiner Lieblingsseiten (ohne Scheiß!) hilft da weiter.

Und wenn Du mal nicht weiter weißt ... (http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/015-018.htm)