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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arztgehalt ist Bundesdurchschnitt



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alley_cat75
26.05.2009, 17:43
übrigens lebe ich für meine familie und nicht für meinen job. es kommen bessere zeiten, aber anstrengend ist es trotzdem, und wenn man dann kollegen sieht, die nach dem dienst, der um 8uhr endet um 14uhr die klinik verlassen, greife ich mir einfach an den kopf.

Ganz aufrichtig gemeint: mein Beileid. Solche Kollegen versauen wirklich den Schnitt. :-dagegen Ich empfehle Ignoranz, kein Mitläufertum (was Arbeitszeiten betrifft) und ganz, ganz viel Lernen. Irgendwann findest Du eine Stelle, die Dir mehr zusagt und bei der Du Dich nicht entschuldigen musst, für Frau und Kind pünktlich die Klinik zu verlassen. Bei uns in der Abteilung haben die meisten Kinder und als ich noch keine hatte, fand ich es normal, dass die anderen überpünktlich gehen. Eigentlich sollte jedem Chef an familiär zufriedenen Mitarbeitern gelegen sein, oder nicht? Dann läuft doch auch der Job besser.

John Silver
26.05.2009, 17:58
Das gibt's aber auch umgekehrt: Kinder und Familie werden vorgeschoben, um pünktlich alles fallen zu lassen und heimzugehen, und dann müssen die anderen, die nicht Popoloch genug sind, um genauso zu verfahren, die ganze restliche Arbeit erledigen.

Es ist letztlich egal, wie sich unkollegiales Verhalten äußert - in jedem Fall kann man mit solchen Kollegen nicht die geringste Änderung bewirken. Die mögen alle rumsitzen und auch jammern, wie schlecht dieses oder jenes sei; aber sobald sich einer bereiterklärt, die Mißstände offen bei der Obrigkeit anzusprechen, fallen ihm die anderen sofort in den Rücken und benehmen sich so, als sei alles in bester Ordnung, und als wüßten sie überhaupt nicht, wovon der doofe Störenfried da redet.

komaschaf
01.06.2009, 11:28
Hallo !

also ich hab das gemacht von dem soviele reden: Ich bin gegangen, wohin ? in die Schweiz in eine der schönsten Städte der Welt. Ich kann sagen das Gehalt ist nicht alles, sicher ich verdiene hier 1000 Euro mehr als der deutsche Assi im ersten Jahr oder auch etwas mehr, denn jede Minute überstunde ist auch ne überstunde. Urlaubsgeld und Weihnachstgeld und bezahlte Fortbildung ist hier auch völlig diskussionlos möglich, im ersten Jahr ACLS Kurs und eine weitere Fortbildung möglich, in der Arbeitszeit !! und bezahlt!! Aber was das wirklich tolle ist, ja ich kann meinen Chefarzt duzen sowie jede Schwester ihn auch duzt und mich auch, den wir machen erstens unseren Job gern, zweitens verstehen wir uns auch privat gut. Ich arbeite 50 stunde die Woche, ist finde ich nicht zuviel nicht zuwenig, den mein Nachtdienst beschränkt sich zumeist auf 1-5 Patienten also schlaf ich im Normalfall auch. Ich kann nur sagen so hab ich mir das Arzt sein vorgestellt, ich bin nicht wie blöd am Buckeln, ich kann mich auch mal hinsetzen und nachlesen oder fragen, bevor ich jemanden weiterschicke oder hirntote aber standartisierte Diagnostik veranlasse. Ich hab immer einen OA im Hintergrund gut da schwankt die Qualität aber wo ist das nicht so. Ach ja und die Schwestern nehmen das Blut ab, legen Nadeln und mache ihren Job tatsächlich gerne, hier herrscht zufriedenheit, das ist es was den Unterschied macht, Geld gehört dazu aber sicher ist das nicht alles.
Aber das wirklich lustige ist, ich telefoniere mit meinen ehemalitgen Kollegen aus der Uni und alle Beschweren sich kotzen über die Bedingungen und das Klima aber keiner muckt oder macht die Fliege, das ist der eigentliche Schwachsinn, tut halt was und labbert nicht nur

Relaxometrie
01.06.2009, 11:51
In welchem Fach arbeitest Du jetzt, komaschaf?
Deinem Nick nach zu urteilen in der Anästhesie, Deine Schilderungen sprechen aber eher für ein anderes Fach.

komaschaf
01.06.2009, 12:10
interdisziplinäre Notaufnahme eher internistisch geprägt :-)

Relaxometrie
01.06.2009, 12:30
interdisziplinäre Notaufnahme eher internistisch geprägt :-)
Wie lang haste denn in Deutschland, und in welchem Fach, gearbeitet?

komaschaf
01.06.2009, 14:11
bin wie gesagt im ersten Jahr, habe im Studium aber in der opthamologie und psych und chirugie in der Pflege gearbeitet kenne also den 'KH alltag in D nicht nur aus erzählungen

HorstHützel
01.06.2009, 18:49
Was für ein Wahlfach hast du denn im PJ gemacht ? Bist du direkt nach dem Studium in die Schweiz ?

komaschaf
01.06.2009, 18:51
ja direkt nach dem studium, aber falls ihr dazu fragen habt solltet ihr mir ne mail schreiben, das gehört ja nicht so zum thema, ach ja und wahlfach unfallchirugie, und das chirugietertial in der schweiz, aber nicht bei meinem jetzigen arbeitgeber.

Relaxometrie
01.06.2009, 19:03
ja direkt nach dem studium, aber falls ihr dazu fragen habt solltet ihr mir ne mail schreiben, das gehört ja nicht so zum thema, ach ja und wahlfach unfallchirugie, und das chirugietertial in der schweiz, aber nicht bei meinem jetzigen arbeitgeber.
Och, falls das Diskutieren der Schweizerischen Arbeitsbedingungen hier nicht genehm ist, trennen die Moderatoren den Teil des Threads schon ab.

Wie ist denn die Akzeptanz der deutschen Mitarbeiter Deiner Meinung nach? Man hört seit einiger Zeit ja auch kritische Stimmen.

komaschaf
01.06.2009, 19:08
also prinzipiel ist des kein problem, also persöhnlich hab ich sowas noch nie erlebt, zudem wissen die Schweizer sehr genau, das ihr gesundheitssystem kollabieren würde wenn sie nur die hälfte der hier anwesenden deutschen nach Hause schicken würden. Naja die Schweizer haben schon ein gewisses indentiätsproblem und in der Presse wird gelegentlich gehezt, aber dummer mensche gibts nun mal überall. Ich find die Schweizer sehr höflich und auch respektvoll im Umgang mit uns Ärzten, aber man sollte sich sehr bemühen Schweizerdeutsch zuverstehen sonst wirds scho schwierig.

Tobias83
02.07.2009, 23:43
Naja, und Rechtschreibung scheint man in der Schweiz dann wohl auch zu verlernen...zumindest dem obigen Beitrag nach zu schließen....

komaschaf
03.07.2009, 09:18
Naja, und Rechtschreibung scheint man in der Schweiz dann wohl auch zu verlernen...zumindest dem obigen Beitrag nach zu schließen....

ach weist Du derartig konstruktive Beiträge sind sicherlich genau das was man hier braucht. Jeden Rechtschreibfehler den Du findest, kanns Du behalten und ausführlich mit der Parkuhr diskutieren, die hat sicher ein grösseres Interesse an Deiner Meinung. Ach ja eine Antwort ist nicht nötig, da ja auch Dein erster Kommentar nur digitale Umweltverschmutzung darstellt, erspar es uns einfach.

JohannesMoritz
03.07.2009, 09:42
Zehn Jahre nach Berufseinstieg haben einer aktuellen Studie zufolge Ärzte ein durchschnittliches Bruttojahreseinkommen von über 70000 Euro. Mehr verdienen lediglich Wirtschaftsingineure. Nur mal so als kleiner Denkanstoß... . Und die Leute, die in der freien Wirtschaft mehr verdienen (Boston Consulting Group o.ä.) arbeite mit Sicherheit im Schnitt nicht weniger Stunden pro Wochen als ein Mediziner.

komaschaf
03.07.2009, 10:27
naja das mag stimmen, ist dann aber ein generelles Problem, bei den deutschen Abgaben und soweiter bleibt da ja mal grad ein knapp 3000 euro netto Gehalt. Das ist mir defenitive zuwenig, vorallem als OA ist das ein Scherz. Ich fühl mich wo ich grad bin, entsprechend meiner Leistung bezahlt. Ich sag euch das ist ein gutes Gefühl und macht die Arbeit doch immens leichter.

capablanca1
03.07.2009, 14:01
naja das mag stimmen, ist dann aber ein generelles Problem, bei den deutschen Abgaben und soweiter bleibt da ja mal grad ein knapp 3000 euro netto Gehalt. Das ist mir defenitive zuwenig, vorallem als OA ist das ein Scherz. Ich fühl mich wo ich grad bin, entsprechend meiner Leistung bezahlt. Ich sag euch das ist ein gutes Gefühl und macht die Arbeit doch immens leichter.

von wegen Abgaben: wir haben in Deutschland eine der niedrigsten Steuerquoten in der EU.
In der Hinsicht kann sich eigentlich keiner von uns beschweren :-dafür

LasseReinböng
03.07.2009, 14:47
Der Einkommenssteuersatz in der Schweiz ist im Durchschnitt sehr sehr niedrig, aber was nützt mir das bei den hohen Lebenshaltungskosten, die diesen Vorteil schnell wieder zunichte machen ? Ich weiß nicht, was OÄ in CH verdienen, vielleicht ist es wirklich besser...aber die Assi-Gehälter...also in Zürich schmilzt das Gehalt sicherlich dahin wie Schnee in der Sonne. Groteske Mieten für Mini-Appartements ...in anderen Regionen habe ich noch nicht gelebt, aber zumindest in Zürich und Basel kann man ganz schön blechen.

Olivia28
03.07.2009, 16:28
Ich denke, mit den Gehältern wirst Du Recht behalten, also dass sich letztendlich alles wieder ausgleicht und summa summarum das gleiche Geld zur Verfügung steht.

Was allerdings die Schweiz für viele attraktiv macht:
1. sehr kollegialer Umgang miteinander, deutlich weniger Ellenbogenarbeit
2. gute Aufgabenverteilung (für jede Tätigkeit gibt es eine Position in der CH)
3. großer Freizeitwert (Berge, Seen, wandern, klettern, paragliding und und und)
Viele sagen zwar, dass man das in D auch alles machen kann, letztendlich tut man es hier nur nicht, weil man deutlich mehr Überstunden macht. Die Freizeit, die man in D hat nutzen viele um endlich mal wieder auszuschlafen, einzukaufen oder Dinge zu erledigen, die sonst immer liegen bleiben.
4. wer kann schon in Deutschland behaupten z.B. eine 3-stündige Mittagspause zu haben, die auch noch am Hauseigenen Strand verbracht wird/ Hauseigenes Bötchen?

Das sind nur ein paar wenige Punkte. Ich denke die Gehälter sind in D und in der CH letztendlich ähnlich, aber man hat das Gefühl in der SChweiz, dass man mehr von seinem Geld hat. Komisch... :-nix

teletubs
03.07.2009, 17:52
Das sind nur ein paar wenige Punkte. Ich denke die Gehälter sind in D und in der CH letztendlich ähnlich

Ähm, dem widersprech jetzt aber mal...denn in der Schweiz hat man mehr in der Tasche. Allerdings gilt das auch für eine 50-Stunden-Woche, die meistens eingehalten wird. Und wenn es Dienste gibt, dann kompesniert man. Das finde ich sehr angenehm. In Deutschland hab ich Dienste ohne Ende geschrubbt, Geld dafür bekommen (aber nun keine Millionen) und meistens war ich stehend ko. Hier ist das totaly anders. Vielleicht liegt es an den Dienstjahren. Ich denke, es hat alles seine Vor-und Nachteile und jeder sollte es selber ausprobieren um dann urteilen zu können.
Ich bin nicht in die Schweiz gegangen um reich zu werden. :-wow Sondern das Miteinander und weil ich es einfach toll finde. :-love

Olivia28
03.07.2009, 18:17
Ähm, dem widersprech jetzt aber mal...denn in der Schweiz hat man mehr in der Tasche.

Ich meinte damit, dass nach Abzug der im Vergleich teuren Miete und sonstigen Lebenshaltungskosten letztendlich das Gleiche rumkommt, aber die Lebensqualität einfach höher ist in der Schweiz. Vielleicht hab ich mich unglücklich ausgedrück.... Ich glaube wir haben praktisch das gleiche gesagt.