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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : *genieße dein Studentenleben, so lange du noch kannst"



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Cilo
27.05.2009, 21:12
mit einem Kunststudium kann man nur HarztIV beantragen...interessant. Das muss ich mal meinen Bekannten erzählen, die das studiert haben...dann müssen die wohl jetzt ihre Jobs kündigen...;-)



na kommt ja mal ganz darauf an was die studiert haben, ich meinte z.B. Malerei und die studiert man in der Regel jedenfalls nicht, um sich dann irgendwo anstellen zu lasen, sondern um Kunst zu machen - das machen dann auch die meisten, nur Geld damit verdienen wirklich die wenigsten

Medi Freak
27.05.2009, 22:11
Das Studium ist schon was besonderes und da möchte ich Kackbratze widersprechen. Es ist nicht irgendein Studium - es ist Medizin.

Passend dazu fällt mir eine Situation aus dem Alltag ein:

Ich stehe im Hof und will gerade den Müll zum Müllcontainer bringen. Da kommt mir ne alte Frau entgegen, die auch hier wohnt. Wir kommen ins Gespräch und sie fragt mich was ich studiere: "Ich studiere hier Medizin." - daraufhin macht sie eine staunende Geste und drückt mir ihren Respekt aus.

Hätte ich gesagt, ich studiere Biologie oder Forstwirtschaft oder schlagmichtot, dann heißt es wieder: "Soso, aha, naja auch schön" oder sowas in der Art. Versteht ihr was ich meine? In der Bevölkerung hat das Medizinstudium einen unerhört guten Ruf und dessen sollte man sich bewusst sein.
Mein Beispiel mit der alten Frau lässt sich auf nahezu jede beliebige Person übertragen.

Medimatze
27.05.2009, 22:13
ich?

also,ich mache grade famulatur und bin voll eingespannt. ich habe einen notaufnahmepieper, kann dort sehr vieles allein machen, werde gut integriert, bekomme gute ausbildung durch die ärzte ( die assis auch durch die oa´s und den chef). die bezahlung ist für meine verhältnisse ok und überstunden sind rar. was will ich mehr! jedenfalls scheinen die umstände dort besser zu sein, als die, die du so schilderst. ok, ist aber nicht repräsentativ!

die frage war ja worauf genau du dich freust!

Medimatze
27.05.2009, 22:16
Auch wenn man sich vornimmt nicht zu verblöden, als Chirurg schränkt man sein Fachwissen ja doch ziemlich ein

ums verblöden brauchst du dir definitiv KEINE sorgen zu machen. das ist schon passiert...

freestyler
27.05.2009, 22:20
Und wer hat gesagt, dass ich nur Medizin studiert habe?
Meinen Spass hatte ich definitiv an der Uni, allerdings nicht in aufgeblasenen Studentenstädten sondern an kleinen, feinen Unis und FHs...

Was die kolportierte 50h Woche anbetrifft...alles eine Sache der Organisation. Man kann sicherlich 50h pro Woche im KH bleiben und zusätzlich noch Nachtdienste machen...man muss aber nicht.

Uni, insbesondere die Med-Uni, ging mir nur auf die Eier. Dieses rumgelöre, wie wichtig man doch ist, weil man ja einen sooo wichtiges Studium macht das ja sooo schwer ist. Und ausserdem muss man sooviel Verantwortung am Ende übernehmen und macht sich selber ja soo kaputt.
Aber man macht das Ganze ja nicht wegen dem Image und dem potentiellen vielen Geld sondern weil man ja achso sozial ist....
Es gab kaum andere Themen (ausgenommen "auf welche langweilige Studentenparty gehen wird heute").
Irgendwann steht einem das bis Unterkante-Oberlippe. Es ist ein Studium wie jedes andere auch und am Ende steht ein Job. Es ist ein Job.
Keine Berufung, keine göttliche Mission.
Ein Job.

Keine Ahnung wo du studiert hast, aber bei uns war das komplett anders. Es hat sich eigentlich keiner zu wichtig genommen, denn die meisten hatten damit zu tun ihr Studium zu packen.


Was kostet denn so eine Krankenschwester?

2,5 mal so wenig, jedenfalls bei uns. Aber alleys Aussagen grenzen ja sowieso oft an maßloser Übertreibung. Muss man also nicht verstehen.

Medimatze
27.05.2009, 22:23
Das Studium ist schon was besonderes und da möchte ich Kackbratze widersprechen. Es ist nicht irgendein Studium - es ist Medizin.

Passend dazu fällt mir eine Situation aus dem Alltag ein:

Ich stehe im Hof und will gerade den Müll zum Müllcontainer bringen. Da kommt mir ne alte Frau entgegen, die auch hier wohnt. Wir kommen ins Gespräch und sie fragt mich was ich studiere: "Ich studiere hier Medizin." - daraufhin macht sie eine staunende Geste und drückt mir ihren Respekt aus.

Hätte ich gesagt, ich studiere Biologie oder Forstwirtschaft oder schlagmichtot, dann heißt es wieder: "Soso, aha, naja auch schön" oder sowas in der Art. Versteht ihr was ich meine? In der Bevölkerung hat das Medizinstudium einen unerhört guten Ruf und dessen sollte man sich bewusst sein.
Mein Beispiel mit der alten Frau lässt sich auf nahezu jede beliebige Person übertragen.

freak!!!

die staunende geste und den respekt kriegst du mit deinem ersten gehaltszettel. ich bin erstaunt was ich hier lesen muss, nee muss ich ja garnicht. viel schlimmer ist, dass sowas wirklich in manchen kopfen rumgeistert. du bist echt ein freak!!!

Medi Freak
27.05.2009, 22:30
und du bist ein burn outer :D

Man, es hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, es ist einfach schön, wenn die Leute das toll finden, dass man Medizin studiert. :-top

Titanus
28.05.2009, 00:09
Ich hette ne verdammt wilde und geile Studentenzeit, hab mein Studium aber trotzdem in der Regelstudienzeit durchgezogen.

Würde sofort nochmal studieren. Das Problem: wenn man sich mal an das (leider für die Arbeitsbelastung zu niedrige) Gehalt gewöhnt hat, fällt es schwer, darauf wieder zu verzichten. Andererseits ist Zeit auch ein Luxusgut - und Zeit hat man als Student tatsächlich mehr als genug.

Die Niere
28.05.2009, 02:31
Witziger Thread...hätte nicht gedacht, dass es so verschiedene Meinungen gibt :-)

Ich habe das Studium auch als sehr arbeitsintensiv und stressig empfungen, habe es mir aber nicht nehmen lassen regelmässig die Sau raus zu lassen und es mir gut gehen zu lassen (nicht nur nach Prüfungen und im Examen). Und ich bin verdammt froh es gemacht zu haben. Heutzutage geniess ich seltener meine Freizeit, aber meist luxuriöser, intensiver und bedächtiger als früher.

Aber wie lava schon gesagt hat...Freizeit ist ein sehr hohes Gut geworden ab dem Zeitpunkt, in dem man mitten im Berufsleben steht und WEs häufig auch im Spital verbracht werden müssen - ein guter Grund sich von seinem Gehalt eine Raumkosmetikerin zu holen ;-).

Würde ich wieder zurück in das Studentenleben wollen? NEIN - auf keinen Fall, aber würde ich meinem damaligen Selbst raten, es noch ein wenig mehr zu geniessen: JA - auf jeden Fall.

Ich denke wir alle entwickeln uns weiter und wollen nur in den seltensten Fällen zurück, aber an dem Spruch den Studenten gegenüber ist einfach was dran - wisst zu schätzen was ihr habt und geniesst es, es wird nicht schlechter, aber auch nicht besser...es wird halt einfach ANDERS!

@papiertiger: Ich hab wie lava auch diverse Kurse einfach unter den Tisch fallen lassen, wenn ich keine Lust hatte - entweder physisch, wenn keine Anwesenheitspflicht besteht oder wenn eine besteht in Form von guten Freunden, die die eigene Unterschrift fälschen oder psychisch, in dem man sich zwar in den Kurs gesetzt hat, das transzendentale Ich jedoch noch gemütlich daheim geschlummert hat.

gruesse, die niere

Die Niere
28.05.2009, 02:40
die staunende geste und den respekt kriegst du mit deinem ersten gehaltszettel. ich bin erstaunt was ich hier lesen muss, nee muss ich ja garnicht. viel schlimmer ist, dass sowas wirklich in manchen kopfen rumgeistert. du bist echt ein freak!!!
Abgesehen davon, dass deine Umgangsformen einem staunende Gesten ins Gesicht zaubern, ist an dem von Medifreak beschriebenen Umstand durchaus etwas dran. Das Arztdasein hat trotz aller Widrigkeiten noch immer einen hohen Stellenwert - wer dieses leugnet, ist entweder blind, lügt und einfach nur ein so grosses ArschIoch, dass es den Respekt sofort nihiliert.

gruesse, die niere

Medimatze
28.05.2009, 05:53
Das Arztdasein hat trotz aller Widrigkeiten noch immer einen hohen Stellenwert -
gruesse, die niere

stimmt. das scheint für viele ja auch sehr wichtig zu sein.

Lava
28.05.2009, 07:21
Man, es hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, es ist einfach schön, wenn die Leute das toll finden, dass man Medizin studiert. :-top

Dann solltest du dir aber auch bewusst sein, dass man durch die alleine Tatsache, Medizin zu studieren, noch überhaupt keinen Respekt VERDIENT hat. Klar ist es toll, bewundert zu werden, aber wie gesagt: meinst du, du hättest das irgendwomit verdient? Bis man den Respekt wirklich verdient, den einem die Leute häufig entgegen bringen, vergeht noch viel Zeit. Selbst jetzt nach dem Studium merke ich, wie wenig ich eigentlich wirklich tun kann. Ich mache doch auch nur meinen Job, wie jede Krankenschwester. Ich nähe die Platzwunde zusammen, die Schwester macht nen Verband drum. Hab ich jetzt mehr Respekt verdient als sie, nur weil ich Arzt bin? Den Respekt nehme ich gern dann, wenn ich wirklich was kann, was nicht eben nicht jeder x-beliebige kann.

Kackbratze
28.05.2009, 07:59
Gibt ja auch Leute die den Respekt der ihrem Auto entgegengebracht wird auf sich selber beziehen...

icespeedskatingfan
28.05.2009, 08:14
Gibt ja auch Leute die den Respekt der ihrem Auto entgegengebracht wird auf sich selber beziehen...

lol,:-D indeed... wer sein Selbstbewusstsein aus dem Respekt der seinem weissen Kittel entgegengebracht wird schöpft, hat einfach noch nicht realisiert, was für ein armer Willi er/sie eigentlich ist.

zu "mehr Wert als eine Krankenschwester" : studieren eigentlich nur noch Leute mit ausgeprägter Störung des Selbstbewusstseins Medizin?

Bei Anlässen bei denen ich definitiv nicht mit der Gallenblasenoperation der Schwiegermutter meines Gesprächspartners konfrontiert werden möchte antworte ich auf die Frage nach meinem Beruf irgendeinen Mist " verkaufe Schokolade", " bin Steuerfachgehilfin" oder "schreibe Arztromane" - das kann sooo entspannd sein - habe deswegen aber noch keine Respektlosigkeit entgegen gebracht bekommen.

leks
28.05.2009, 08:51
zu "mehr Wert als eine Krankenschwester" : studieren eigentlich nur noch Leute mit ausgeprägter Störung des Selbstbewusstseins Medizin?


quatsch - der medizinstudent von heute hat nur erkannt, dass er gottkomplex und arrogantes getue schon im studium verinnerlichen muss... später hat er keine zeit mehr dafür wegen der vielen Überstundenjede einzelne davon viel zu schlecht bezahlt!)/zeit auf dem golfplatz(jede einzelne davon viel zu teuer! wer soll sich das von dem gehalt den leisten?)

zum thema:

ich würde mich kackbratze anschließen: Unizeit ist ne schöne zeit und man kann viel spass haben ABER nicht unbedingt mit den damen und herren von der med. Fakultät - die sind mir zu großen teilen suspekt. liegt aber viell. auch an mir, kann einfach keine anderen götter neben mir ertragen.

Medi Freak
28.05.2009, 09:21
Lava, ich gebe dir Recht. Ich habe im Grunde keinen Respekt verdient, nur weil ich Medizin studiere. Aber warum wird er mir dann entgegengebracht? (zB von der alten Frau, etc pp)

Erst, wenn ich Herzchirurg bin, und einem Säugling das Leben rette? Ab wann hat man Respekt verdient? Hat der Hausarzt Respekt verdient, weil er mir ein Rezept für meine Grippeerkrankung verschreibt? Ich finde, wir bewegen uns in einer Grauzone.

icespeedskatingfan
28.05.2009, 09:38
[QUOTE=Medi Freak;780121]
Erst, wenn ich Herzchirurg bin, und einem Säugling das Leben rette? Ab wann hat man Respekt verdient?
Immer. Und jeder Mensch, egal welcher Beruf, welcher IQ

WackenDoc
28.05.2009, 11:01
Ich hab doch gar nicht geschrieben,dass ich mehr wert bin als eine Krankenschwester!!!!
Aber warum soll eine Krankenschwester mehr wert sein als ein Assistenzarzt?

Das ist doch genau so ein Unsinn.

*dasQ*
28.05.2009, 12:34
leute, nich kloppen *malbisslharmonieverstreu* :-D freue mich ja, ne rege diskussion angeheizt zu haben und bin auch überrascht, wie unterschiedlich die meinungen sind, aber - immer mit der ruhe ;-)

Evil
28.05.2009, 14:29
Alter Schwede, was nehmt Ihr Euch hier alle wichtig.
Respekt hin oder her, die Anforderungen steigen mit der Position, das hat wie üblich Vor- und Nachteile, muß jeder selber wissen, was ihm mehr gefällt.

Ein großer Vorteil der Studienzeit ist aber die Möglichkeit auf einen Auslandsaufenthalt, die im Berufsleben sicherlich nicht mehr in dem Maße gegeben ist. Ich kann nur jedem empfehlen, das zu nutzen.


Verstehe nicht, dass ihr immer gleich solche Härte und unnötige Belehrungen hier in die Diskussionen bringen müsst.
Dann faß Dir mal bitte an die eigene Nase, es gibt hier wenige Zeigefinger, die so hoch erhoben sind wie Deiner.