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WackenDoc
03.06.2009, 16:25
Zitat von Medimatze
erfahrung ist nicht wissen. viele verwechseln das zu gerne. .......................... das ist nicht wissen, das ist antrainiert. wie bei einem affen. das ist nicht wissen.
Da muss ich Medimatze ausnahmsweise mal Recht geben. (Wobei bei der Pflege nicht alles Nichtwissen ist- aber bei vielen Dingen fehlt da wirklich das Hintergrundwissen)
Medimatze
03.06.2009, 18:05
Ich genieße mein Studentenleben momentan sehr!
Einzig und allein das liebe Geld und mein Ego treiben mich an, das Studium schnellstmöglich erfolgreich zu beenden[/B]
wasfür geld?!
Die Dauerstressern und Gestressten halte ich mich jetzt (Einsicht) nach Möglichkeit fern! Stichwort max. Entschleunigung
hallo lothar!
alley_cat75
05.06.2009, 10:01
die schwester machts "so wie immer" und kennt kein anderes. das ist nicht wissen, das ist antrainiert. wie bei einem affen. das ist nicht wissen.
Und jetzt erkläre uns mal den Unterschied zwischen einem frischen Medizinabsolventen und der besagten Krankenschwester. Ersterer hat sich in 6 Jahren auch nur alles antrainiert - wie ein Affe - und kennt keine Alternativen. :-))
Medimatze
05.06.2009, 12:06
Und jetzt erkläre uns mal den Unterschied zwischen einem frischen Medizinabsolventen und der besagten Krankenschwester. Ersterer hat sich in 6 Jahren auch nur alles antrainiert - wie ein Affe - und kennt keine Alternativen. :-))
ja, aber der eine affe trainiert weiter, der andere nicht.
WackenDoc
05.06.2009, 16:10
Nicht wirklich. Der Jungassistent hat ne Menge Hintergrundwissen angehäuft, kann dieses aber aufgrund seiner mangelnden Erfahrung noch nicht im Tagesgeschäft anwenden. (Er weiss zwar warum er was macht, kann es aber noch nicht machen). Also das wissen muss erst noch mal sortiert werden.
Erfahrene Krankenschwestern machen ihre Tätigkeiten oft sehr gut und kennen sich im Ablauf und stations-und abteilungsspezifischen Dingen sehr gut aus. Auch weil sie in der Ausbildung genau die Tätigkeiten lernen, die sie später brauchen und natürlich zeitmäßig einen Vorteil haben. Und haben in diesem Punkt einem Jungassi natürlich einen Vorsprung. Aber es fehlt oft einfach das Hintergrundwissen (Sie wissen zwar was sie machen, aber nicht warum).
Medi Freak
05.06.2009, 18:16
medimatze, irgendwie nerven deine beiträge. warum machst du nicht was anderes, wenn doch alles schlecht is und kurrierst dein burn out aus? :D
welche erfahrungen habt ihr mit studenten aus anderen fakultäten gemacht? staunen die auch, dass ihr medizin studiert oder was sagen sie dazu? welchen ruf haben medizinstudenten bei euch anner uni?
Kackbratze
05.06.2009, 22:04
Oha, jetzt noch ein paar Pauschalurteile hören wollen--.
Willst Du umbedingt hören, dass Du auf Grund deines Studienplatzes ein beneidenswerter und besserer Mensch bist als Andere?
Bitteschön:
Jeder Medizinstudent ist auf Grund des Studienplatzes, des Studienortes und des insgesamt wesentlich anspruchsvollerem und anstrengenderem Studiums ein besserer Mensch als jeder andere Mensch, Student oder sonstwas.
Fehlt da noch was oder reicht das insgesamt aus?
welche erfahrungen habt ihr mit studenten aus anderen fakultäten gemacht? staunen die auch, dass ihr medizin studiert oder was sagen sie dazu? welchen ruf haben medizinstudenten bei euch anner uni?
Staunen und Anerkennung ist eher was, was Du als Musikstudent hast, vor allem bei den populären Disziplinen wie Geige, Klavier, Gesang, Flöte, wo von über 80 Bewerber dann so 1-2 genommen werden.
Von den vielen Anwärtern auf nen Platz resp. von Menschen, die amateurmässig ein Instrument spielen bringt allein die Tatsache, dass man das Niveau hatte/hat sich den Platz zu erspielen, ne Menge Respekt ein.
Wo man hier auch sagen muss, dass da dann auch fachpraktisch schon bei Aufnahme des Studiums ein fast professionelles Niveau erreicht sein muss.
Aber was der Med. Student sicher nicht zu hören bekommt ist das: Was? Man kann Flöte studieren? Ist das ein Witz? Was gibt es denn da zu studieren :-oopss:-oopss:-oopss:-oopss
angelusmuc
05.06.2009, 22:34
medimatze, irgendwie nerven deine beiträge. warum machst du nicht was anderes, wenn doch alles schlecht is und kurrierst dein burn out aus? :D
welche erfahrungen habt ihr mit studenten aus anderen fakultäten gemacht? staunen die auch, dass ihr medizin studiert oder was sagen sie dazu? welchen ruf haben medizinstudenten bei euch anner uni?
Warum soll man staunen, nur weil jemand Medizin studiert? Ich staune eher WAS so alles Medizin studiert. :-D
btw. als ich noch gearbeitet habe, hatte ich mehr Freizeit. Freu mich schon, wenns Studium vorbei ist :-)
John Silver
05.06.2009, 22:38
Ein Musikstudent wird wohl kaum wirklich viel Anerkennung und Respekt von Laien bekommen, schlicht weil ein Laie gar nicht einschätzen kann, was es bedeutet, einen so begehrten Studienplatz zu bekommen. :-stud
Die ganze Anerkennungsdebatte zeigt mal wieder, daß viele Leute kein Gefühl fürs Maßvolle haben. Man muß nicht ins entgegengesetzte Extrem verfallen, nur um einer extremen Aussage zu widersprechen. Die Behauptung, man verdiene Respekt und Anerkennung, nur weil man Medizin studiere, ist unsinnig, weil's letztlich jeder Depp kann, Abitur und Geduld vorausgesetzt; jedoch ist es genauso schwachsinnig, zu behaupten, man sei bis zum Facharzt weniger wert als eine Schwester. Wer nach 3-4 Jahren Klinik noch immer weniger wert ist, als eine Schwester, wird's auch mit Facharzttitel sein.
Die Zeit an der Uni hat ihre Vor- wie Nachteile. Wie jede andere Zeit im Leben auch, außer vielleicht einem Knastaufenthalt - aber den muß man ja nicht buchen :-)) Man sollte jeden Abschnitt des Lebens genießen und sich wohl fühlen - oder etwas ändern.
John Silver
05.06.2009, 22:45
Und jetzt erkläre uns mal den Unterschied zwischen einem frischen Medizinabsolventen und der besagten Krankenschwester. Ersterer hat sich in 6 Jahren auch nur alles antrainiert - wie ein Affe - und kennt keine Alternativen. :-))
Wirf nicht alle in einen Topf. Du hast Dir vielleicht im Studium bloß alles antrainiert wie ein Affe - alle tun's aber nicht. Es gibt tatsächlich Leute da draußen, die die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Medizin im Rahmen des verfügbaren Wissens verstehen, und sich nicht bloß Sachverhalte einprägen. Es sind nicht viele, aber sie existieren. *leise Akte-X-Melodie*...
Espressa
06.06.2009, 07:33
Hmm, also ich versteh schon was Alley mit "antrainiert" meint. Ich seh das ja auch an unseren Arzthelferinnen. Oft machen die etwas was in einer gewissen Konstellation meistens richtig ist, aber rein aus dem Grund "weil das immer so gemacht wird", und nicht weil sie es verstehen.
Und da sie die Patienten auch nicht selbst untersuchen, sind die Ideen auch rein geahnter Natur, wie das Prozedre aussehen soll. Manche Faustregeln gelten nun mal nicht immer - und oft genug passt es auch nicht ganz was sie vorschlagen.
Aber ich möchte den Berufsstand der Schwestern nicht herabwürdigen; muss man sich vor Augen halten dass es nun mal ein komplett anderer Beruf ist und andere Ziele verfolgt, und somit auch nicht vergleichbar ist.
lg espressa
gyrasehemmer
06.06.2009, 08:19
Irgendwie sind wir gewaltig Off-Topic............:-oopss:-))
Ich muss zugeben, wann hat man sonst so viel Freizeit, wie während des Studiums?! Ahh während der Schulzeit, mit monatelangen Ferien :-)) Alles mit seinen Vor- und Nachteilen:-micro
gyrase, die gerade frei hat und es voll ausnutzen wird:-top
alphawelle
06.06.2009, 08:47
Wirf nicht alle in einen Topf. Du hast Dir vielleicht im Studium bloß alles antrainiert wie ein Affe - alle tun's aber nicht. Es gibt tatsächlich Leute da draußen, die die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Medizin im Rahmen des verfügbaren Wissens verstehen, und sich nicht bloß Sachverhalte einprägen. Es sind nicht viele, aber sie existieren. *leise Akte-X-Melodie*...
Die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Medizin, wirst du im Alltag auf der Station nicht oft verwenden. Du brauchst seeeehr wenig von Biochemie verstehen, um das richtige Mittel zum Blutdrucksenken, einsetzen zu können.
Ich bezweifle auch, dass sehr viel physiologisches wissen eine rolle spielt, wenn du überlegst, clonidin vs nitro vs kurzwirksamen beta-blocker, etc. Wahrscheinlich lernst du was sich empirisch bewährt hat, und fährst mit dem gut.
Medimatze
06.06.2009, 09:40
Ich bezweifle auch, dass sehr viel physiologisches wissen eine rolle spielt,
unterscheidet uns dann vom affen...
übrigens fand ich das studentenleben irgendwie nervig, weil man immer nur von der einen prüfung zur nächsten gerannt ist, nie die nötige zeit hatte sich wirklich intensiv mit einer sache (fach) auseinanderzusetzen und ich zu oft das gefühl hatte unnötige dinge zu lernen. da fand ich die schulzeit wesentlich angenehmer. letzlich ist es doch so, dass mit zunehmender verantwortung (die man immer haben will wenn man sie nicht hat) unflexibler wird. in der schule hats keine rolle gespielt wenn man mal nicht erschienen ist, während dem studium in eigenverantwortung auch nicht, im berufsleben nicht möglich. dazu kommen diverse verpflichtungen (gewollt und ungewollt) und man wünscht sich oft mal langeweile.
letzlich sollte man immer das genießen was man gerade macht, denn es kommt nicht wieder. klingt zwar abgedroschen gewinnt aber immer mehr an bedeutung für mich. es ist wichtig im hier und jetzt zu leben.
der_querulator
06.06.2009, 09:50
Die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Medizin, wirst du im Alltag auf der Station nicht oft verwenden. Du brauchst seeeehr wenig von Biochemie verstehen, um das richtige Mittel zum Blutdrucksenken, einsetzen zu können.
Ich bezweifle auch, dass sehr viel physiologisches wissen eine rolle spielt, wenn du überlegst, clonidin vs nitro vs kurzwirksamen beta-blocker, etc. Wahrscheinlich lernst du was sich empirisch bewährt hat, und fährst mit dem gut.
Genau das macht aber den guten Arzt aus. Natürlich muss bei der Entscheidung, welches Mittel zur Blutdruckeinstellung geeigent ist, eine ziemlich genaue Vorstellung der Wirkmechanismen vorhanden sein. Nur so lassen sich zum Beispiel auftretende Nebenwirkungen auf das Medikament zurückführen etc. Die Erfahrung braucht´s auch, das ist sicher richtig, aber die reicht eben nicht, um den Job gut zu machen.
Genau das macht aber den guten Arzt aus. Natürlich muss bei der Entscheidung, welches Mittel zur Blutdruckeinstellung geeigent ist, eine ziemlich genaue Vorstellung der Wirkmechanismen vorhanden sein. Nur so lassen sich zum Beispiel auftretende Nebenwirkungen auf das Medikament zurückführen etc. Die Erfahrung braucht´s auch, das ist sicher richtig, aber die reicht eben nicht, um den Job gut zu machen.
Der Internist weiß das vielleicht. Der Chirurg gibt eins der Blutdruckmittel, die er kennt - rein aus Erfahrung. ;-)
alphawelle
06.06.2009, 15:16
es ist wichtig im hier und jetzt zu leben.
Sagte der Chirurg. Selbstverständlich, denn dein Job hat nur für hier und jetzt, und deine unmittelbaren Patienten eine Bedeutung. Grundlagenforschung wird kaum von Chirurgen betrieben. Chirurgen haben keine wahl außer im hier und jetzt zu leben, denn die sind halt intelligente, aber einfache menschen, die keinerlei bedeutung für die zukunft, und meistens auch nicht außerhalb den grenzen des eigenen KHs, und dass wissen die genau. Wenn du ein richtiger forscher fragst, was ist wichtig, dann mag es schon sein, dass du was anderes zu hören bekommst, die stecken extrem viel mühe ein, um was zu erreichen, und nicht nur weil das an sich allein immer gleich viel spass macht.
Kackbratze
06.06.2009, 15:49
Chirurgen haben keine wahl außer im hier und jetzt zu leben, denn die sind halt intelligente, aber einfache menschen, die keinerlei bedeutung für die zukunft, und meistens auch nicht außerhalb den grenzen des eigenen KHs, und dass wissen die genau.
Du hast dauergeil vergessen. Dann sinds auchschon 10Euro ins Phrasenschwein...
:-oopss
Rutscht das Ganze hier jetzt in das Austauschen von Klischees ab?
Medi Freak
06.06.2009, 15:55
und das geht am topic hier vorbei.
also ich hatte schon den eindruck, dass medizinstudenten, egal an welcher uni, zur elite gehören und sie anmutig behandelt wurden :-))
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