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Hellequin
19.03.2010, 09:57
Ist eine schriftliche Prüfung in einem Prüfungsraum nicht
ordnungsgemäß durchgeführt worden, so gilt dieser Prüfungsteil für diese Teilnehmer als nicht unternommen. Die Entscheidung darüber, ob
eine schriftliche Prüfung in einem Prüfungsraum nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde, trifft die nach Landesrecht zuständige Stelle. § 18 Abs.
1 Satz 1 gilt entsprechend.
Nimmt man diesen Paragraphen als Grundlage, ist es auf jeden Fall erstmal nicht zulässig nur einzelne Betroffene rauszurechnen, sondern es müsste zumindestens immer der gesamte Prüfungsraum rausgenommen werden. Halt immer unter der Massgabe dass das zuständige LPA entscheidet das die Prüfung dort nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden ist. Wobei sich dabei natürlich dann auch gleich die Frage stellt, ob dann für jemanden der eigentlich bestanden hätte die Prüfung ebenfalls als nicht durchgeführt gilt.
Wobei ich mir nicht vorstellen kann das irgendein LPA die Entscheidung in der Form trifft, die hätten dann ja gleich mehrere Dutzend Anwälte am Hals.
Interessant ist ja in diesem Fall auch die Tübinger Stellungsnahme, das es zumindestens dem LPA Stuttgart bereits am Vortag der Prüfung bekannt war, das Probleme mit den Unterlagen gab und das diese deswegen vorab nocheinmal geprüft wurden. Es stellt sich dann natürlich die Frage wieso das in anderen Bundesländern nicht möglich war und ob hier ein Organisationsverschulden seitens der betroffenen LPAs vorliegt.

airmaria
19.03.2010, 10:01
Nimmt man diesen Paragraphen als Grundlage, ist es auf jeden Fall erstmal nicht zulässig nur einzelne Betroffene rauszurechnen, sondern es müsste zumindestens immer der gesamte Prüfungsraum rausgenommen werden.
jo, mein reden ;-)
airmaria

Hellequin
19.03.2010, 10:04
jo, mein reden ;-)
airmaria
Hast du was im Auge? Du zwinkerst immer so?:-))

sayeh
19.03.2010, 10:28
ich bin immer froh wenn er was im auge hat, dann finde ich ihn gleich viel netter.... ;-) (mein auge juckt auch)


Es stellt sich dann natürlich die Frage wieso das in anderen Bundesländern nicht möglich war und ob hier ein Organisationsverschulden seitens der betroffenen LPAs vorliegt.

Ja diese Frage stellt sich und mir drängt sich die Frage auf, inwiefern es zu vertreten ist, dass Stuttgart das ganze länderintern gehalten hat, wo es doch klar war, dass diese Hefte bundesweit rausgingen...

abi07
19.03.2010, 10:34
Finde das auch seltsam. Da bin ich schon beim Lesen des ML-Artikels drübergestolpert - ist aber dann irgendwie in der ganzen Aufregung in Vergessenheit geraten.

Zur Referenzgruppe: Gibt es eigentlich irgendwelche Daten darüber, ob der Schnitt besser oder schlechter wäre, wenn man ALLE Physikumskandidaten in die Berechnung einbeziehen würde?

Naja, ich bin weiter gespannt, wie sich die Sache entwickelt...

Ist es nicht toll, an so einem "besonderen" Physikum teilgenommen zu haben? :-keks

sayeh
19.03.2010, 10:36
oh ja abi wir sind was ganz besonderes.

;-)

airmaria
19.03.2010, 11:01
Hast du was im Auge? Du zwinkerst immer so?:-))
ich habe mir sagen lassen, die neuen kleinen fangen sonst immer gleich an zu heulen, wenn ich was sage...
prinzipiell mag ich diesen hier :-)) eigentlich viel lieber :-angel
airmaria

abi07
19.03.2010, 11:32
die neuen kleinen fangen sonst immer gleich an zu heulen, wenn ich was sage...

Mhm...du schreibst in den Threads der "neuen kleinen"? Muss ich mich angesprochen fühlen? :-heul ;-)

sayeh
19.03.2010, 12:03
ich glaube hier müssen einige zum augenarzt
aber vor allen dingen back to topic!

Ehemaliger User 05022011
19.03.2010, 22:59
aber vor allen dingen back to topic!
:-dafür
wir waren beim Problem der eventuelle Verringerung der Referenzgruppe und ob diese dann zu klein wird, um repräsentativ zu sein

( am Rande würde mich mal interessieren, ob jemand weiß, warum eigentlich alle die nicht in de Regelstudienzeit liegen nicht zur Referenzgruppe gehören, also warum man dass mal so geregelt hat, obwohl da Bundesverfassungsgericht, dass damals als entschieden wurde, dass es neben der absoluten Bestehensgrenze auch eine realtive geben muss, gar nicht gefordert hat )

sayeh
20.03.2010, 03:00
( am Rande würde mich mal interessieren, ob jemand weiß, warum eigentlich alle die nicht in de Regelstudienzeit liegen nicht zur Referenzgruppe gehören, also warum man dass mal so geregelt hat, obwohl da Bundesverfassungsgericht, dass damals als entschieden wurde, dass es neben der absoluten Bestehensgrenze auch eine realtive geben muss, gar nicht gefordert hat )

vll ja weil die denken, dass wir so dumm sind, dass wir das ergebnis verfälschen und zu viele regelstudienzeitler mit durchschleusen? :-))

Ehemaliger User 05022011
20.03.2010, 09:05
vll ja weil die denken, dass wir so dumm sind, dass wir das ergebnis verfälschen und zu viele regelstudienzeitler mit durchschleusen? :-))
naja, aber dem wären ja auch Grenzen gesetzt, weil die, die zu dumm sind, (um bei deiner Formulierung zu bleiben) nach drei mal raus sind :-nix

Fakt ist, dass das Bundesverfassungsgericht vorgegeben hat, dass der Prüfling im Verhältnis zu seinen Mitstreitern zu beurteilt ist und deswegen die „relative“ Bestehensgrenze eingeführt wurde und Mitstreiter sind nun mal alle, auch die, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht in der Regelstudienzeit liegen. Da diese Gruppe von Medizinstudenten nicht unerheblich groß ist ( im Frühjahr 2009 waren es immerhin doppelt so viele wie Referenzler und auch im Herbst waren es immer noch etwa ein Drittel alles Prüflinge), wird m.E. durch die jetzige Regelung des § 14 Abs. 6 der ÄAppO die vom Bundesverfassungsgericht vorgegebene Prämisse verletzt.

Coxy-Baby
20.03.2010, 10:39
Naja Leute die wiederholen und sich somit ein halbes Jahr nur mit dem Physikum beschäftigen konnten kann man ja eigentlich auch nicht mit regulären Studenten die nur ein paar Wochen Zeit haben in einen Topf werfen...

Zünder
20.03.2010, 10:41
Naja Leute die wiederholen und sich somit ein halbes Jahr nur mit dem Physikum beschäftigen konnten kann man ja eigentlich auch nicht mit regulären Studenten die nur ein paar Wochen Zeit haben in einen Topf werfen...



Du bist und bleibst ein Penner...:-love

Ehemaliger User 05022011
21.03.2010, 09:39
Naja Leute die wiederholen und sich somit ein halbes Jahr nur mit dem Physikum beschäftigen konnten kann man ja eigentlich auch nicht mit regulären Studenten die nur ein paar Wochen Zeit haben in einen Topf werfen...
Meinst du das jetzt ernst?

coron
21.03.2010, 10:32
naja, aber dem wären ja auch Grenzen gesetzt, weil die, die zu dumm sind, (um bei deiner Formulierung zu bleiben) nach drei mal raus sind :-nix

Naja, trotzdem haben die "Dummen" einen deutlichen Einfluß auf das Durchschnittsergebnis. Die Referenzgruppe (die "Nichtdummen") erreicht im Durchschnitt immer um 230 Punkte.

Der Gesamtdurchschnitt liegt im Herbst (weniger "Dumme") um ca. 10 Punkte, im Frühling (viele "Dumme") um ca. 30 Punkte tiefer! Vgl. http://www.impp.de/index.php?id=9

Der Unterschied ist also klar vorhanden.

Zumindest ein Punkt spricht für die aktuelle Regelung: Die Ergebnisse der Referenzgruppe sind relativ konstant, die Gesamtdurchschnitte schwanken stark, insbesondere zwischen Frühling und Herbst. Ohne Begrenzung der Referenzgruppe würde man im Frühling viel leichter bestehen als im Herbst ...

airmaria
21.03.2010, 11:27
Meinst du das jetzt ernst?
denke schon, dass er das ernst meint... denn es stimmt ja auch!
dies ist sicherlich nur ein aspekt, der bei zugrundelegung der referenzgruppe mit ausschluss der nicht-regelstudienzeitler in betracht gezogen wurde!
die prüfungsleistung soll unter einbezug der zeitlichen rahmenbedingungen vergleichbarer werden.

ein anderer aspekt ist dann wohl auch darin begründet, dass die schwächeren kandidaten mit zunächst nicht ausreichenden prüfungsleistungen (ob nun während der semester oder in den vorversuchen) die qualität des ergebnisses beeinflüssen würden, insbesondere dann, wenn die zahl je nach saison schwankt. der beweis für dieses problem ist eigentlich hier schön aufgezeigt:

Der Gesamtdurchschnitt liegt im Herbst (weniger "Dumme") um ca. 10 Punkte, im Frühling (viele "Dumme") um ca. 30 Punkte tiefer! ...Der Unterschied ist also klar vorhanden.
insgesamt scheint jedoch der erste aspekt den zweiten nicht ganz kompensieren zu können...
airmaria

goeme
21.03.2010, 15:08
Der Gesamtdurchschnitt liegt im Herbst (weniger "Dumme") um ca. 10 Punkte, im Frühling (viele "Dumme") um ca. 30 Punkte tiefer! Vgl. http://www.impp.de/index.php?id=9


das liegt wohl eher daran, dass im Frühling wesentlich weniger Regelstudienzeitler schreiben......

coron
21.03.2010, 17:16
das liegt wohl eher daran, dass im Frühling wesentlich weniger Regelstudienzeitler schreiben......
Genau. Die Nicht-Regelstudienzeitler erreichen (im Durchschnitt) regelmäßig deutlich weniger Punkte als die Regelstudienzeitler. Das wollte sagen.

Die Bezeichnung "dumm" habe ich der Kürze wegen aus den vorigen Beiträgen übernommen. Gemeint sind die Nichtregelstudienzeitler.

Ehemaliger User 05022011
21.03.2010, 20:23
Zumindest ein Punkt spricht für die aktuelle Regelung: Die Ergebnisse der Referenzgruppe sind relativ konstant, die Gesamtdurchschnitte schwanken stark, insbesondere zwischen Frühling und Herbst. Ohne Begrenzung der Referenzgruppe würde man im Frühling viel leichter bestehen als im Herbst ...
das überzeugt ! ( Die von dir genannten Zahlen kannte ich nicht, hätte sie natürlich kennen können, aber hab mir dies noch nie so genau angesehen - interessant)

denke schon, dass er das ernst meint... denn es stimmt ja auch!

sehe ich anders, denn :

Naja Leute die wiederholen und sich somit ein halbes Jahr nur mit dem Physikum beschäftigen konnten kann man ja eigentlich auch nicht mit regulären Studenten die nur ein paar Wochen Zeit haben in einen Topf werfen...
Hier wird unterstellt, dass man eine Gruppe von Teilnehmers bilden kann, die die gleiche Bedingungen und Voraussetzungen für die Prüfung mitbringt und dies ist m.E.fern jeder Realität, eine solche Sichtweise (unterschiedliche Vorbereitungszeit bedingt eine Nicht-Mehr-Vergleichbarkeit) lässt außer acht, dass die Unterschiedlichkeit nicht so sehr in der Dauer der Vorbereitungszeit, sondern vor allem in der Frage liegt, wie intelligent, begabt, wie in der Lage mit der Art der Fragen klar zukommen e.c. der Einzelne ist. Deswegen geht die hier aufgemachte einfache Rechnung "ein halbes Jahr für Vorbereitung Zeit haben" bedingt allein, dass man nicht mehr vergleichbar mit anderen Medizinstudenten, die sich dieser Prüfung unterziehen, aber wenige Wochen nach den letzten Klausuren schreiben, eben m.E. nicht auf.