Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kündigungsgrund 2.Ehe zulässig o_O
Seiten :
1
2
3
4
5
[
6]
7
8
ein Beispiel (http://www.kirchensteuer.de/zusammkranken.html)
Selten dämliches Gefasele: was hat der Glaube mit der Berufsausübung zu tun, außer daß einem als Atheist/Agnostiker von deutschen Kirchen ein Glaube auf dem Papier aufgezwungen wird, um gleiche Arbeitsmarktchancen wie echt Gläubige zu haben?
Vielen Dank. Ab jetzt bei mir auf der ignore-Liste... Augenscheinlich scheint Dir eine sachliche und noch dazu nicht persönliche Argumentation nicht möglich. Schade für Dich.
LieberInvasiv
04.07.2010, 20:39
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass einige Leute hier Glaube und Institutionen (institutioneller Glaube) verwechseln..
Für mich (bekennender Agnostiker aus liberal katholischer Familie) hat mein Glaube nichts damit zu tun, ob ich in einem kirchlichen Krankenhaus arbeiten darf oder nicht. Jeder Glaube der mich daran hindern würde wäre in meinen Augen ein falscher Glaube, denn Glaube darf nicht einschränken, sondern muss neue Möglichkeiten erschaffen.
Genau so paradox und unverständlich ist es in meinen Augen daher Nicht(mehr)kirchenmitglieder zu benachteiligen, wenn es um einen Job (oder auch alle andere Sachen) geht.
Das wiederspricht in meinen Augen nicht nur dem Grundprinzip der christlichen Philosophie (und der aller anderen gemäßigten Religionen und Glaubensrichtungen), sondern auch dem freiheitlich demokratischen Grundsatz auf dem unsere Regierungsform eigentlich fußt/fußen sollte....
Wie war das noch mit der grenzenlosen Gleichberechtigung? :-nix
Entweder man identifiziert sich zu 100% - dann kann man das Argument anführen - oder man tut es nicht (was glaube ich für uns alle zutrifft). Denn irgendwas was einem nicht so 100% zusagt, oder über das man besse rnicht so genau nachdenkt gibt es überall.
Wenn ich aus der Kirche austreten, dann identifiziere ich mich zu 100% mit dem Nicht-Glauben etc, ergo kommt es für mich nicht in die Frage, einen kirchlichen AG zu wählen.
Und das ist meine Frage, auf die ja leider hier nur selten eingegangen wird - warum der ein oder andere dann so inkonsquent ist und doch eine kirchlichen AG wählt.
Aber anstatt das dann zu begründen oder die eigenen Motive, diesen AG zu wählen bzw aus der Kirche ausgetreten zu sein, schlägt der ein oder andere nur wild um sich :-nix - wie bereits gesagt: Schade!
Edit:
Zur Gleichberechtigung: die Einstellungskriterien sind vorab bekannt.
Mich nimmt auch kein Fussballprofiverein - soll ich jetzt klagen, dass das mit dem grenzenlosen Gleichberechtigung nicht hinhaut?
Aber: eigentlich bin ich ja schon gar nicht mehr hier ;-)!
oh no... wie dumm ist denn das? und daran glaubst du auch noch? Atheismus hat ja nun gar nix mit Glauben am Hut.
http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus
Grundsätzlich hat Atheismus wenig von einer Religion, aber so fanatisch und plump wie vor allem Du (und ein paar andere) hier herumschwafeln, würden sowohl Feuerbach als auch Kant im Grabe rotieren.
Wenngleich zugegebenermaßen Nietzsche seine Freude daran hätte. ;-)
Ehemaliger-User-13092010
04.07.2010, 21:00
Grundsätzlich hat Atheismus wenig von einer Religion, aber so fanatisch und plump wie vor allem Du (und ein paar andere) hier herumschwafeln, würden sowohl Feuerbach als auch Kant im Grabe rotieren.
Wenngleich zugegebenermaßen Nietzsche seine Freude daran hätte. ;-)
wen interessieren jetzt diese Leichen? Sollen das Götter von Atheisten sein oder willst du dich damit nur aufblasen?
Leelaacoo
04.07.2010, 21:02
Wenn ich aus der Kirche austreten, dann identifiziere ich mich zu 100% mit dem Nicht-Glauben etc, ergo kommt es für mich nicht in die Frage, einen kirchlichen AG zu wählen.
Und das ist meine Frage, auf die ja leider hier nur selten eingegangen wird - warum der ein oder andere dann so inkonsquent ist und doch eine kirchlichen AG wählt.
Aber anstatt das dann zu begründen oder die eigenen Motive, diesen AG zu wählen bzw aus der Kirche ausgetreten zu sein, schlägt der ein oder andere nur wild um sich :-nix - wie bereits gesagt: Schade!
Edit:
Zur Gleichberechtigung: die Einstellungskriterien sind vorab bekannt.
Mich nimmt auch kein Fussballprofiverein - soll ich jetzt klagen, dass das mit dem grenzenlosen Gleichberechtigung nicht hinhaut?
Aber: eigentlich bin ich ja schon gar nicht mehr hier ;-)!
Aus der Kirche auszutreten hat doch bitteschön rein garnichts mit 100%igem Nichtglauben zu tun...sondern mit der Institution, die einem mehr oder weniger aufgezwungen wurde, bevor man was dagegen sagen konnte. Basta.
Ich z.B. fühle mich durchaus als den christlichen Idealen zugetan...sehe diese aber momentan weder in meiner "alten" evangelischen Kirche noch im Katholizismus repräsentiert...und fühle mich daher durch die von Relaxometrie schon genannte, durch die kirchlichen Träger betrieben Ablehnung einzig wegen meiner Nicht-Kirchen-Zugehörigkeit wegen diskriminiert...dass es in meinem täglichen Leben keine größere Rolle spielt, ist mein Glück...aber allein die Vorstellung, dass mir (und anderen Nicht.Kirchenmitgliedern) per se eine unchristliche, unmotivierte und menschenfeindliche Einstellung unterstellt wird, so dass ich in einem christlichen Haus keine gute Arbeit verrichten kann, empfinde ich als nicht zeitgemäß und erniedrigend...
Die Motivation in einem christlichen haus zu arbeiten hat damit nur bedingt zu tun...ob es an der Entfernung liegt, der Abteilung, dem netten und kompetenten Chef...seis drum...ich weiß, dass ich von vornherein keine Chance habe, da zu arbeiten...und das sollte in unserer Gesellschaft einfach nicht sein! Wenn Ablehnung, dann aus fachlichen Gründen...aber nicht unter Einbeziehung meines Wesens und meines durchaus privaten Glaubens...welchen ich durchaus für so wichtig empfinde, dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe, welche Kirche mir keine Bauchschmerzen bereitet...und keine gefunden habe...mein Pech, oder? Hier gehts doch schon längst um prinzipielle Fragen...und das finde ich wichtig...:-meinung
Und dein Argument mit dem Fußballprofi...wenn ein Verein einen Fußballprofi ablehnt, weil er Moslem/Hindu/whatever ist...was meinst, wie groß der Aufschrei wäre (man möge unsere Nationalmanschaft genauer betrachen...). Da gehts wieder um QUALIFIKATION....ist das so schwer zu verstehen...die hat nichts mit dem Glauben zu tun. Und wenn man kirchenfreier Arzt ist hat die Ablehnung eben garnichts mit Qualifikation zu tun...aber warum erklär ich Dinge, die eigentlich klar sind:-blush
Im Übrigen: Danke LieberInvasiv, so gut kann ich das nicht formulieren...
LG lee
"Wenn ich aus der Kirche austreten, dann identifiziere ich mich zu 100% mit dem Nicht-Glauben etc, ergo kommt es für mich nicht in die Frage, einen kirchlichen AG zu wählen."
Wieso denn schon wieder dieses 100% Argument!? Wenn ich aus der Kirche austrete, dann will ich in erster Linie keine Steuer mehr zahlen um die Institution Kirche damit zu unterstützen. Das hat erstmal noch nicht einmal etwas mit einer Ablehnung von Kreuzen über den Türen oder ähnlichem zu tun...
Wenn ich nun einen kirchlichen Arbeitgeber finde, der mir ein attraktives Angebot macht, warum sollte ich das dann als Kirchen-Austreter nicht annehmen?
Entweder ich wollte nur Steuern sparen - dann sind mir die Kreuze über den Türen vermutlich ziemlich schnuppe.
Oder ich möchte in erster Linie nicht die Kirche (oder auch den christlichen Glauben an sich) unterstützen - dann wäre es natürlich seltsam ausgerechnet so eine Stelle anzutreten. Aber wenn das Angebot insgesamt atraktiv genug ist, bin ich vielleicht immer noch bereit über die Kreuze (und allem was damit zusammenhängt) hinwegzusehen - sozusagen ein kleines Übel für einen großen Lohn akzeptieren.
So ging es mir letztens zB als ich bei BP getankt habe: Eigentlich will ich diesen Konzern nicht unterstützen - aber 40km zu Fuß zur nächsten freien Tankstelle war mir mein Idealismus dann doch nicht wert.
Umgekehrt, aber letztlich ganz ähnlich stellt es sich für den Arbeitgeber dar:
Erstmal möchte ich einen Arbeitnehmer der sich 100%ig mit meinem Unternehmen und seiner Philosophie identifiziert. Das gilt natürlich nicht nur für Kirchen sondern auch für alle anderen - schonmal als FDP-Mitglied versucht eine Stelle in einer Gewerkschaft zu erhalten?
Wenn der Arbeitgeber nun keinen anderen (ausreichend/ ähnlich qualifizierten) Mitarbeiter findet, dann stellt er halt zur Not u.U. auch Nicht-Kirchenmitglieder ein.
Jetzt hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer gegenüber jedoch einen gewissen Nachteil: Während man die Philosophie eines Unternehmens recht einfach aufgrund der Außen- und Pressedarstellung sowieso Kommentaren anderer Mitarbeiter erfahren kann (wobei auch hier Grenzen existieren), ist das für den Arbeitgeber nicht so einfach: Erstens ist Glaube nicht zwangsweise an gewisse Handlungsweisen geknüpft. Zweitens müsste man schon Stasi-Methoden anwenden um das Privatleben des potentiellen Mitarbeiters auf nicht-christliche Handlungen zu durchforsten (was sicher keiner ernsthaft will).
Also greift der Arbeitgeber zur Minimalanforderung "Kirchenmitglied" und hofft, damit zumindest tendenziell eher gläubige Christen als überzeugte Atheisten/ Agnostiker/ blablub einzustellen. Genauso verhält es sich mit der Haltung zur zweiten Heirat: Ob jemand notorischer Bordellgänger ist, seinen Partner jahrelang betrügt oder zehn uneheliche Kinder hat, kann ich nicht herausfinden - also nehme ich das einzig "offizielle" Merkmal was mir zur Verfügung steht: Die Hochzeit.
Leelaacoo,
ich habe bereits alles dazu gesagt, was zu sagen ist.
Zum Fussballbeispiel:
der Verein nimmt mich nicht, weil ich das "falsche" Geschlecht hab - hmm, wohl nicht die richtige Qualifikation erworben :-nix ...
Und wenn er mich doch nehmen sollte und mich ins Frauenteam steckt - dann zahlt er mir nicht ansatzweise das, was die Jungs bekommen.
Ungerechtigkeit!!! Ich klage!!
Basta (zumindest für mich und weitere Beiträge von meiner Seite)!
Aus der Kirche auszutreten hat doch bitteschön rein garnichts mit 100%igem Nichtglauben zu tun...sondern mit der Institution, die einem mehr oder weniger aufgezwungen wurde, bevor man was dagegen sagen konnte. Basta.
Ich z.B. fühle mich durchaus als den christlichen Idealen zugetan...sehe diese aber momentan weder in meiner "alten" evangelischen Kirche noch im Katholizismus repräsentiert...und fühle mich daher durch die von Relaxometrie schon genannte, durch die kirchlichen Träger betrieben Ablehnung einzig wegen meiner Nicht-Kirchen-Zugehörigkeit wegen diskriminiert...dass es in meinem täglichen Leben keine größere Rolle spielt, ist mein Glück...aber allein die Vorstellung, dass mir (und anderen Nicht.Kirchenmitgliedern) per se eine unchristliche, unmotivierte und menschenfeindliche Einstellung unterstellt wird, so dass ich in einem christlichen Haus keine gute Arbeit verrichten kann, empfinde ich als nicht zeitgemäß und erniedrigend...
Die Motivation in einem christlichen haus zu arbeiten hat damit nur bedingt zu tun...ob es an der Entfernung liegt, der Abteilung, dem netten und kompetenten Chef...seis drum...ich weiß, dass ich von vornherein keine Chance habe, da zu arbeiten...und das sollte in unserer Gesellschaft einfach nicht sein! Wenn Ablehnung, dann aus fachlichen Gründen...aber nicht unter Einbeziehung meines Wesens und meines durchaus privaten Glaubens...welchen ich durchaus für so wichtig empfinde, dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe, welche Kirche mir keine Bauchschmerzen bereitet...und keine gefunden habe...mein Pech, oder? Hier gehts doch schon längst um prinzipielle Fragen...und das finde ich wichtig...:-meinung
Und dein Argument mit dem Fußballprofi...wenn ein Verein einen Fußballprofi ablehnt, weil er Moslem/Hindu/whatever ist...was meinst, wie groß der Aufschrei wäre (man möge unsere Nationalmanschaft genauer betrachen...). Da gehts wieder um QUALIFIKATION....ist das so schwer zu verstehen...die hat nichts mit dem Glauben zu tun. Und wenn man kirchenfreier Arzt ist hat die Ablehnung eben garnichts mit Qualifikation zu tun...aber warum erklär ich Dinge, die eigentlich klar sind:-blush
Im Übrigen: Danke LieberInvasiv, so gut kann ich das nicht formulieren...
LG lee
Endlich mal wieder ein halbwegs sachlicher Beitrag...
Allerdings scheinst du meinen ersten Post nicht wirklich gelesen zu haben:
Natürlich ist ein Arzt mehr als nur jemand der ein Medizinstudium absolviert hat. Ob jemand nun Christ ist oder nicht, macht sich durchaus auch in der alltäglichen Arbeit bemerkbar. Damit will ich allen Nicht-Christien jetzt nicht unterstellen, sie seien nicht einfühlsam, verständlich, whatever - auch wenn einem das so wohl gerne in den Mund gelegt würde.
Aber wenn ich überzeugter Christ bin, dann macht sich das doch durchaus in Bemerkungen und Einstellungen bemerkbar - bis eben dahin, dass ich mit einem Patienten bete. Natürlich gibt es dafür (auch) Krankenhausseelsorger - aber dieser geistige Beistand kann durchaus auch Bestandteil der ärztlichen Arbeit sein. Und das ist etwas wozu es eben dann nicht reicht Medizin erfolgreich studiert zu haben oder ein guter Mensch zu sein - allenfalls als guter Schauspieler könnte man das vielleicht noch leisten.
Wenn du nun überzeugter Christ und genauso überzeugter Kirchengegner bist, dann spielt zwar obige Argumentation keine Rolle, aber natürlich diese Frage: Warum willst du ausgerechnet bei einem kirchlichen Arbeitgeber arbeiten und damit die Kirche MASSIV unterstützen, gleichzeitig aber nicht die eigentlich viel geringere Unterstützung durch einen Kircheneintritt auf dich nehmen?
Das ist doch so ähnlich als wenn ich sage, ich wähle zwar nicht CDU stelle mich aber trotzdem vor dem Wahlkampf vier Wochen als Wahlkampfhelfer zur Verfügung...
Hellequin
04.07.2010, 21:19
Wenn man unterstellt, das ein Nichtgläubiger prinzipiell nicht für einen kirchlichen Arbeitgeber arbeiten kann, weil er nicht die spirituellen Werte des AG teilt, dann würde das ja im Umkehrschluss bedeuten, das der Gläubige das auf jeden Fall tut (um mal im 100%-Bereich zu bleiben).
Dann verstehe ich nicht wieso es hier so viele Threads im Forum gibt, wo der VKA-Tarif (im Vergleich zum TVÖD) beklagt wird. Schließlich suche ich mir ja meinen kirchlichen Arbeitgeber; zumindesten verstehe ich hier einige so; nicht wegen des schnöden Mammons, guten Arbeitsbedingungen etc. aus, sondern weil ich mich mit den kirchlichen Werten des AGs identifizieren kann. Also Dinge wie Nächstenliebe, das dienen, den Erhalt eines VIP-Tickets bei der Himmelfahrt *scnr*.
Oder ist das letztlich sowas wie mit den verhütungsmitteln in der katholischen Kirche, offiziell verboten, inoffiziell interessiert sich (fast) keine Sau für das Verbot?
Leelaacoo
04.07.2010, 21:20
Also greift der Arbeitgeber zur Minimalanforderung "Kirchenmitglied" und hofft, damit zumindest tendenziell eher gläubige Christen als überzeugte Atheisten/ Agnostiker/ blablub einzustellen. Genauso verhält es sich mit der Haltung zur zweiten Heirat: Ob jemand notorischer Bordellgänger ist, seinen Partner jahrelang betrügt oder zehn uneheliche Kinder hat, kann ich nicht herausfinden - also nehme ich das einzig "offizielle" Merkmal was mir zur Verfügung steht: Die Hochzeit.
Und was bitte soll in der täglichen ärztlichen Arbeit rechtfertigen, dass ich die Anforderung stelle, nur Christen, die einer Kirche angehören, könnten diese erfüllen? Du stellst ja selbst dar, dass die alleinige Zugehörigkeit zu einer Kirche keinen perfekten Menschen macht...und dass ein notorischer Fremdgänger ja nicht zwangsläufig ein schlechter und wenig mitfühlender Arzt ist...was ja anscheinend mit der Kirchenzugehörigkeit automatisch gegeben zu sein scheint, aber mit der Wirklichkeit eben rein garnichts zu tun hat...das ist doch total verdreht. Was sind denn das für Kriterien? Wird der Fremdgänger jetzt viel toller, wenn er in die Kirche eintritt...oder automatisch ein satansabeter, wenn er austritt...und zählt Satansanbeten auch als Glaube?
Und wenn das ganze schon so streng sein soll...warum hat man als chritliches Haus mit Moslems da kein Problem. Das ist nun wirklich keine christliche Religion...
Könnte ich also zu so einem Vorstellungsgespräch gehen und behaupten, ich gehöre der gaaanz exclusiven christlichen "Leelaacoo"-Sekte an...ist das dann ok?
LG Lee (will noch jemand in meine Sekte???)
Wenn man unterstellt, das ein Nichtgläubiger prinzipiell nicht für einen kirchlichen Arbeitgeber arbeiten kann, weil er nicht die spirituellen Werte des AG teilt, dann würde das ja im Umkehrschluss bedeuten, das der Gläubige das auf jeden Fall tut (um mal im 100%-Bereich zu bleiben).
Dann verstehe ich nicht wieso es hier so viele Threads im Forum gibt, wo der VKA-Tarif (im Vergleich zum TVÖD) beklagt wird. Schließlich suche ich mir ja meinen kirchlichen Arbeitgeber; zumindesten verstehe ich hier einige so; nicht wegen des schnöden Mammons, guten Arbeitsbedingungen etc. aus, sondern weil ich mich mit den kirchlichen Werten des AGs identifizieren kann. Also Dinge wie Nächstenliebe, das dienen, den Erhalt eines VIP-Tickets bei der Himmelfahrt *scnr*.
Oder ist das letztlich sowas wie mit den verhütungsmitteln in der katholischen Kirche, offiziell verboten, inoffiziell interessiert sich (fast) keine Sau für das Verbot?
Und zum dritten Mal - warum immer und überall 100%!?
Abgesehen davon ist das von dir gelieferte Argument tatsächlich mit für den niedrigeren VKA-Tarif verantwortlich. Aber da auch die allerwenigsten Christen ihren Arbeitgeber nur nach der Religion aussuchen, sondern eben andere Dinge auch eine Rolle spielen gibt es dagegen mitlerweile natürlich auch Widerstände.
Bis zu einem gewissen (individuell unterschiedlichen) Grad wiegt die konfessionsgebundenheit des Hauses aber sicher tatsächlich einen geringeren Verdienst auf. Was gleichzeitig natürlich dazu führt, dass das Haus für Nicht-Gläubige recht unatraktiv wird. Genauso wie du vermutlich bereit bist für ein tolles Arbeitsklima und einen super Chef gewisse Gehaltseinbußen hinzunehmen - wenn du dann aber nur die Hälfte von dem verdienst, was es anderswo gibt, dann wirst du dir auch Gedanken machen...
Und was bitte soll in der täglichen ärztlichen Arbeit rechtfertigen, dass ich die Anforderung stelle, nur Christen, die einer Kirche angehören, könnten diese erfüllen? Du stellst ja selbst dar, dass die alleinige Zugehörigkeit zu einer Kirche keinen perfekten Menschen macht...und dass ein notorischer Fremdgänger ja nicht zwangsläufig ein schlechter und wenig mitfühlender Arzt ist...was ja anscheinend mit der Kirchenzugehörigkeit automatisch gegeben zu sein scheint, aber mit der Wirklichkeit eben rein garnichts zu tun hat...das ist doch total verdreht. Was sind denn das für Kriterien? Wird der Fremdgänger jetzt viel toller, wenn er in die Kirche eintritt...oder automatisch ein satansabeter, wenn er austritt...und zählt Satansanbeten auch als Glaube?
Und wenn das ganze schon so streng sein soll...warum hat man als chritliches Haus mit Moslems da kein Problem. Das ist nun wirklich keine christliche Religion...
Könnte ich also zu so einem Vorstellungsgespräch gehen und behaupten, ich gehöre der gaaanz exclusiven christlichen "Leelaacoo"-Sekte an...ist das dann ok?
LG Lee (will noch jemand in meine Sekte???)
Wenn du dich bewirbst, wirst du sicherlich nicht von deinen 10 Kindern, deinen Vorlieben für schwarze Messen und den von dir nebenher betriebenen Bordellen erzählen - sonst gehen deine Bewerbungschancen (auch bei nichtchristlichen Arbeitgebern) vermutlich gegen Null. Nur dummerweise (für den Arbeitgeber) weiß man sowas ja nicht und darf nicht danach fragen. Also gehe ich nach der Kirchenzugehörigkeit.
Wenn du bei Mercedes arbeiten willst, gibst du ja auch nicht umbedingt deine Mitgliedschaft im Opel-Fanclub bei der Bewerbung an sondern erzählst dass du schon immer ein Fan von diesem Stern warst.
Achja - noch zu den Moslems: Meist lese ich von "Angehöriger einer christlichen Religion"... Ansonsten ist der Islam ja durchaus mit dem Christentum verwandt - immerhin glauben beide an einen Gott und eine höhere Bestimmung im Gegensatz zum Atheisten/ Agnostiker (?!??), der halt glaubt tot ist tot und dann bleiben halt noch ein paar Kohlenstoffmoleküle übrig.
LieberInvasiv
04.07.2010, 21:36
Aber wenn ich überzeugter Christ bin, dann macht sich das doch durchaus in Bemerkungen und Einstellungen bemerkbar - bis eben dahin, dass ich mit einem Patienten bete. Natürlich gibt es dafür (auch) Krankenhausseelsorger - aber dieser geistige Beistand kann durchaus auch Bestandteil der ärztlichen Arbeit sein. Und das ist etwas wozu es eben dann nicht reicht Medizin erfolgreich studiert zu haben oder ein guter Mensch zu sein - allenfalls als guter Schauspieler könnte man das vielleicht noch leisten.
Interessantes Gedankenexperiment. Ich persönlich würde das sehr gut finden und es hilft sicherlich auch dem Patienten (so der denn auch gläubig ist und das gut findet) nur würde mich eins interessieren - die Reaktion deines Chefs und der Verwaltung... denn ob christliches Haus oder nicht, ich glaube denen ist deine menschliche Einstellung in dieser Hinsicht ***** egal. Die wollen das Du deinen Job machst und dafür nicht zu viel Zeit brauchst....
Denn da geht es dann plötzlich wieder um Leistung und Geld.. und schon hört die christliche Nächstenliebe wieder auf.
Wilkommen im Leben....
Das ist doch so ähnlich als wenn ich sage, ich wähle zwar nicht CDU stelle mich aber trotzdem vor dem Wahlkampf vier Wochen als Wahlkampfhelfer zur Verfügung...
Das Groh der Wahlhelfer arbeitet wohl wirklich noch aus Idealismus, aber es gibt auch durchaus bezahlte Wahlhelfer (nicht nur in den USA), von Lobbyisten mal ganz angesehen. Das ist das was wir im Kleinen betreiben in groß. Die Grundidee ist ziemlich egal, Job ist Job.... Wer bezahlt bekommt eine Gegenleistung. Ob das der Rhönkonzern ist, ein KH der Cellitinnen oder ein Versorgungszentrum der Krankenkasse XY.. wo ist der Unterschied?
Sein Gewissen sollte man sicherlich nicht vergessen wenn es um Auswahl von Arbeitgeber und Arbeit geht, aber bei diesen marginalen Unterschieden von einer Gewissensentscheidung zu reden ist wirklich mehr als albern...
denn es geht hier weder um Glaube, noch um gelebte Religiosität. Selbst die Verwaltungsangestellten in den "Kirchlichen" Häusern wissen nicht wofür diese Klausel noch existiert. Sie ist genau so antiqiuert wie vieles in der Institution Kirche... es geht längst nicht mehr um eine Identifikation, sondern nur um einen machtpolitischen Vorteil gegenüber den Arbeitnehmern!
Kann man also leider nicht so direkt vergleichen...
Leelaacoo
04.07.2010, 21:39
Endlich mal wieder ein halbwegs sachlicher Beitrag...
Allerdings scheinst du meinen ersten Post nicht wirklich gelesen zu haben:
Natürlich ist ein Arzt mehr als nur jemand der ein Medizinstudium absolviert hat. Ob jemand nun Christ ist oder nicht, macht sich durchaus auch in der alltäglichen Arbeit bemerkbar. Damit will ich allen Nicht-Christien jetzt nicht unterstellen, sie seien nicht einfühlsam, verständlich, whatever - auch wenn einem das so wohl gerne in den Mund gelegt würde.
Aber wenn ich überzeugter Christ bin, dann macht sich das doch durchaus in Bemerkungen und Einstellungen bemerkbar - bis eben dahin, dass ich mit einem Patienten bete. Natürlich gibt es dafür (auch) Krankenhausseelsorger - aber dieser geistige Beistand kann durchaus auch Bestandteil der ärztlichen Arbeit sein. Und das ist etwas wozu es eben dann nicht reicht Medizin erfolgreich studiert zu haben oder ein guter Mensch zu sein - allenfalls als guter Schauspieler könnte man das vielleicht noch leisten.
Wenn du nun überzeugter Christ und genauso überzeugter Kirchengegner bist, dann spielt zwar obige Argumentation keine Rolle, aber natürlich diese Frage: Warum willst du ausgerechnet bei einem kirchlichen Arbeitgeber arbeiten und damit die Kirche MASSIV unterstützen, gleichzeitig aber nicht die eigentlich viel geringere Unterstützung durch einen Kircheneintritt auf dich nehmen?
Das ist doch so ähnlich als wenn ich sage, ich wähle zwar nicht CDU stelle mich aber trotzdem vor dem Wahlkampf vier Wochen als Wahlkampfhelfer zur Verfügung...
Ok, Mano. Ich muss vielleicht hinzufügen, dass ich es in meinem klinischen Alltag noch NIE erlebt habe, dass sich Ärzte/Pflege aufgrund ihres christlichen Glaubens grundsätzlich anders verhalten, ob sie nun Kirchemitgleider sind oder nicht...auch als Nicht-Kirchenmitglied wäre ich in der Lage, mit den Angehörigen eines sterbenden Patienten zu beten...und angesichts vieler muslimischer Patienten eben auch auf deren Einstellungen hinsichtlich Therapie und Gesprächsführung einzugehen (z.B bei Fragen wie lebensverlängernde Maßnahmen etc.) Das gebietet mir meine Menschlichkeit und das Gefühl, als Arzt eben auch dafür zuständig zu sein...ich glaube nicht, dass ich mich grundsätzlich anders verhalten würde, wenn ich nicht ausgetreten wäre...und ich bin mir sicher, dass bei uns keiner der Kollegen weiß, ob und welcher Religion man angehört oder ob man ausgetreten ist (abgesehen von den Zeiten, wenn die moslemischen Kollegen tagüber nicht zum Essen mitkommen). Der grundsätzliche Umgang mit den Patienten im Sinne von Verantwortung und Empathie wird von jedem gleichermaßen erwartet...warum spricht die Kirche als Träger das Nicht-Mitgleidern von vornherein ab?
Ohne Ansehen von Religion, Rassezugehörigkeit, Herkunft und Geschlecht behandelt zu werden...ist das eine unmögliche Forderung? Und aus Bequemlichkeit wieder in die Kirche einzutreten ist mir gerade aus den Gründen dieser Disskussion unmöglich. Irgendwo im Leben muss man halt auch Idealist sein...auch wenn das voll uncool ist:-dafür
LG Lee
wen interessieren jetzt diese Leichen?
Es würde Dir helfen, wenn Du zumindest mal Deinen eigenen Link durchliest, dann könntest Du auch konstruktiv mitreden.
Oder wolltest Du Dich gerade gekonnt disqualifizieren? :-D
Interessantes Gedankenexperiment. Ich persönlich würde das sehr gut finden und es hilft sicherlich auch dem Patienten (so der denn auch gläubig ist und das gut findet) nur würde mich eins interessieren - die Reaktion deines Chefs und der Verwaltung... denn ob christliches Haus oder nicht, ich glaube denen ist deine menschliche Einstellung in dieser Hinsicht ***** egal. Die wollen das Du deinen Job machst und dafür nicht zu viel Zeit brauchst....
Denn da geht es dann plötzlich wieder um Leistung und Geld.. und schon hört die christliche Nächstenliebe wieder auf.
Wilkommen im Leben....
Das Groh der Wahlhelfer arbeitet wohl wirklich noch aus Idealismus, aber es gibt auch durchaus bezahlte Wahlhelfer (nicht nur in den USA), von Lobbyisten mal ganz angesehen. Das ist das was wir im Kleinen betreiben in groß. Die Grundidee ist ziemlich egal, Job ist Job.... Wer bezahlt bekommt eine Gegenleistung. Ob das der Rhönkonzern ist, ein KH der Cellitinnen oder ein Versorgungszentrum der Krankenkasse XY.. wo ist der Unterschied?
Sein Gewissen sollte man sicherlich nicht vergessen wenn es um Auswahl von Arbeitgeber und Arbeit geht, aber bei diesen marginalen Unterschieden von einer Gewissensentscheidung zu reden ist wirklich mehr als albern...
denn es geht hier weder um Glaube, noch um gelebte Religiosität. Selbst die Verwaltungsangestellten in den "Kirchlichen" Häusern wissen nicht wofür diese Klausel noch existiert. Sie ist genau so antiqiuert wie vieles in der Institution Kirche... es geht längst nicht mehr um eine Identifikation, sondern nur um einen machtpolitischen Vorteil gegenüber den Arbeitnehmern!
Kann man also leider nicht so direkt vergleichen...
Zwischen theoretischen Anspruch und praktischer Realität gibt es häufiger Widersprüche. Aber man muss deshalb nicht zwangsläufig seinen Anspruch aufgeben sondern sollte lieber an der Realität arbeiten.
Ansonsten: Wenn es sowieso nur marginale Unterschiede zwischen Glauben und Nicht-Glauben gibt, dann tritt doch einfach in die Kirche ein, erzähl dass du nen treuer Christ bist und freu dich, dass dein christlicher Arbeitgeber sich damit zu frieden geben wird.
Das ist es nämlich, was ich an dieser ganzen Diskussion nicht verstehe:
- Wenn jemand gegen die Institution "Kirche" ist (Gründe dazu wurde ja schon zu Hauf gennant), dann wird er sicherlich eh nicht in einem kirchlichen Haus arbeiten wollen, egal wie toll der Chef da sein mag.
- Wenn jemand nicht an Gott glaubt und deshalb irgendwann mal "konsequenterweise" aus der Kirche ausgetreten ist - was spricht dagegen wieder einzutreten? Dürfte ja eigentlich keinen Unterschied machen.
- Wenn jemand Christ ist und einer Kirche angehört, dann stellt sich das Problem eh nicht.
- Der einzige, der eine u.U. sinnvolle Argumentationslinie vertreten könnte (aber hier bezeichnenderweise nicht aufgetreten ist), wäre der Angehörige einer anderen nicht-Christlichen Glaubensgemeinschaft (der einfachkeithalber nehme ich mal einen Muslim): Hier hat jemand tatsächlich u.U. ein Problem, wenn er an einem christlichen Haus arbeiten will. Vermutlich hat er nichts gegen die Institution Kirche (sonst würde der erste Punkt ja schon zutreffen), will aber gleichzeitig nicht nur zum Schein einer christlichen Kirche beitreten (nehme mal an, dass es da auch im Islam irgendein Gesetz gegen gibt^^) - eben aus eigner religiöser Überzeugung. Aber zumindest in dieser Diskussion betrifft es eben niemand direkt sondern viele wollen sich offensichtlich nur über die ach so böse Kirche ereifern.
Ok, Mano. Ich muss vielleicht hinzufügen, dass ich es in meinem klinischen Alltag noch NIE erlebt habe, dass sich Ärzte/Pflege aufgrund ihres christlichen Glaubens grundsätzlich anders verhalten, ob sie nun Kirchemitgleider sind oder nicht...auch als Nicht-Kirchenmitglied wäre ich in der Lage, mit den Angehörigen eines sterbenden Patienten zu beten...und angesichts vieler muslimischer Patienten eben auch auf deren Einstellungen hinsichtlich Therapie und Gesprächsführung einzugehen (z.B bei Fragen wie lebensverlängernde Maßnahmen etc.) Das gebietet mir meine Menschlichkeit und das Gefühl, als Arzt eben auch dafür zuständig zu sein...ich glaube nicht, dass ich mich grundsätzlich anders verhalten würde, wenn ich nicht ausgetreten wäre...und ich bin mir sicher, dass bei uns keiner der Kollegen weiß, ob und welcher Religion man angehört oder ob man ausgetreten ist (abgesehen von den Zeiten, wenn die moslemischen Kollegen tagüber nicht zum Essen mitkommen). Der grundsätzliche Umgang mit den Patienten im Sinne von Verantwortung und Empathie wird von jedem gleichermaßen erwartet...warum spricht die Kirche als Träger das Nicht-Mitgleidern von vornherein ab?
Ohne Ansehen von Religion, Rassezugehörigkeit, Herkunft und Geschlecht behandelt zu werden...ist das eine unmögliche Forderung? Und aus Bequemlichkeit wieder in die Kirche einzutreten ist mir gerade aus den Gründen dieser Disskussion unmöglich. Irgendwo im Leben muss man halt auch Idealist sein...auch wenn das voll uncool ist:-dafür
LG Lee
"Verantwortung und Empathie wird von jedem gleichermaßen erwartet...warum spricht die Kirche als Träger das Nicht-Mitgleidern von vornherein ab?"
Tut sie das!? Hätte ich noch nie in der Form irgendwo gelesen - alles andere sind Unterstellungen.
"in meinem klinischen Alltag noch NIE erlebt habe, dass sich Ärzte/Pflege aufgrund ihres christlichen Glaubens grundsätzlich anders verhalten, ob sie nun Kirchemitgleider sind oder nicht"
Schade.
"auch als Nicht-Kirchenmitglied wäre ich in der Lage, mit den Angehörigen eines sterbenden Patienten zu beten..."
Vielleicht geht es genau darum. Für dich ist das Gebet nicht mehr und nicht weniger als etwas was man unter psychiologischer Betreuung und Empathie zusammenfassen würde.
Wie sieht es aber aus, wenn ich einen Schritt weiter gehe und behaupte: Darum geht es nicht - dass kannst du natürlich genauso gut oder schlecht wie jeder Christ auch - sondern es geht um das Gebet als Gebet. Es geht darum, *dass* du für den Patienten betest. Nicht vor den Angehörigen, nicht am Krankenbett sondern abends zu Hause. Ja, ich weiß, dass ist ein Anspruch dem vermutlich nur sehr wenige gerecht werden. Und ja, man kann dagegen argumentieren, dass sowas ja keinen Utnerschied macht und den Patienten auch nicht gesund oder man das ja auch den Pastor machen lassen kann. Und genau deshalb wird hier jede rationale Argumentation sinnlos - eben weil es sich dabei um Glauben handelt.
Und nochmal, bevor es wieder angeführt wird: Weder als Kirchenmitglied, noch als Christ, noch als Kirchenmitglied das dabei auch noch tatsächlich überzeugter Christ ist, wird man umbedingt allen Ansprüchen der Kirche und des Glaubens gerecht. Aber daraus umgekehrt zu folgern, dass man gar keinen Anspruch mehr stellen sollte, weil ihn eh niemand erfüllt halte ich für töricht.
"Kirche einzutreten ist mir gerade aus den Gründen dieser Disskussion unmöglich. Irgendwo im Leben muss man halt auch Idealist sein...auch wenn das voll uncool ist"
Aber dann solltest du doch auch gerade aus Idealismus dich gegen einen kirchlichen Arbeitgeber entscheiden. Ich hänge mir doch auch keine Peace-Flagge aus dem Fenster und arbeite gleichzeitig in der Rüstungsindustrie, weil das Arbeitsklima da so toll ist und ich den Arbeitsplatz direkt um die Ecke habe...
LieberInvasiv
04.07.2010, 23:53
Argumentationsfehler!
Im Zweifelsfalle wird es darauf hinauslaufen.. aber nicht weil ich Opportunist bin, sondern weil ich weiß, dass ich keien Chance gegen einen so einflussreichen Gegner habe. Das heißt aber nicht, dass es richtig ist.
Das ich nämlich zu einem falschen Glaubensbekenntnis gezwungen werde nur um keine Nachteile zu haben wiederspricht nämlich nicht nur dem christlichen Glaube (welche Ironie), sondern wie bereits aufgeführt auch einer säkularisierten Demokratie, welche die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung des Menschen bei Recht auf freie Religionsausübung und ihren Bannern trägt. Letztendlich dem Gedanken des freien Humanismus....
Und daher macht das in meinen Augen durchaus einen Unterschied.
Würde es diesen "kleinen" Unterschied nicht geben, dann bäuchten wir dieses ganzen Freiheits und Demokratiquatsch ja gar nicht... wie war das noch damals? :-kotz
Mal ganz bagesehend davon, dass ich mir lieber selber aussuche welchen karitativen Projekte ich unterstütze, ohne das davon die Hälfte in einen anktiken Verwaltungsaparat und Ansichten, die ich ganz und gar nicht vertreten kann, fließt!
Argumentationsfehler!
Im Zweifelsfalle wird es darauf hinauslaufen.. aber nicht weil ich Opportunist bin, sondern weil ich weiß, dass ich keien Chance gegen einen so einflussreichen Gegner habe. Das heißt aber nicht, dass es richtig ist.
Das ich nämlich zu einem falschen Glaubensbekenntnis gezwungen werde nur um keine Nachteile zu haben wiederspricht nämlich nicht nur dem christlichen Glaube (welche Ironie), sondern wie bereits aufgeführt auch einer säkularisierten Demokratie, welche die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung des Menschen bei Recht auf freie Religionsausübung und ihren Bannern trägt. Letztendlich dem Gedanken des freien Humanismus....
Und daher macht das in meinen Augen durchaus einen Unterschied.
Würde es diesen "kleinen" Unterschied nicht geben, dann bäuchten wir dieses ganzen Freiheits und Demokratiquatsch ja gar nicht... wie war das noch damals? :-kotz
Mal ganz bagesehend davon, dass ich mir lieber selber aussuche welchen karitativen Projekte ich unterstütze, ohne das davon die Hälfte in einen anktiken Verwaltungsaparat und Ansichten, die ich ganz und gar nicht vertreten kann, fließt!
Wenn du nicht glaubst - wo ist dann dein Problem mit einem falschen Glaubensbekenntnis (das ja nichtmal eines ist, sondern es geht ja nur um die Mitgliedschaft in einer Institution und die Frage ob du Kirchensteuer zahlst^^) - in die Hölle wirst du ja vermutlich nicht kommen ;-)
Wie schon geschrieben bei einem überzeugten Muslim könnte ich die Argumentation nachvollziehen, aber wenn man eh an nix glaubt!?
"Mal ganz bagesehend davon, dass ich mir lieber selber aussuche welchen karitativen Projekte ich unterstütze, ohne das davon die Hälfte in einen anktiken Verwaltungsaparat und Ansichten, die ich ganz und gar nicht vertreten kann, fließt!"
Und deshalb möchtest du ausgerechnet bei einem Arbeitgeber arbeiten, der den von dir erwirtschafteten Gewinn in gerade diesen antiken Verwaltungsaparat und Ansichten steckt, die du ganz und gar nicht vertreten kannst!? Nicht wirklich zu verstehen...
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.