Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeitskleidung- selber kaufen oder vom Krankenhaus?



Seiten : 1 2 [3] 4 5 6 7 8 9 10 11 12

eve05
01.02.2011, 17:51
Wobei das natürlich alles Fach-abhängig ist... ich kenne eine Klinik Dermatologie, da ist es sogar gewünscht, dass die weiblichen Kollegen Röcke und hohe Schuhe tragen...

kenne da auch so eine Klinik (womöglich dieselbe?:-)))- wobei da die meisten Assistentinnen die Absatzhacken zusätzlich im Spind haben und die dann einmal die Woche zu gegebenen Anlass rausgeholt werden ;-)

Ich persönlich bin froh, dass ich Turnschuhe an den Füßen habe, denn man läuft echt genug rum am Tag. Habe meine persönlichen Klinikhosen (die gestellten sind einach nur eine Zumutung!!!), da hab ich mir ein paar kostengünstig bestellt. Das sind sicherlich keine Modeknüller, aber sie passen wenigstens und haben einen akzeptablen Schnitt und Sitz.

Kittel zum Schutz der eigenen Shirts finde ich auch wichtig, wobei ich den gerade bei Wundversorgungen gerne aushabe, damit die Ärmel nicht irgendwo in der Suppe hängen. Wenn ich weiss, dass meine eigene Verschmutzungsgefahr hoch ist hole ich mir aber einen frischen Schutzkittel- zu meinem und zum Patientenschutz. Benutze den Kittel eigentlich nur zum Stift- Funk- und Zetteltransport.

Was das Selbstvertrauen angeht finde ich es ehrlich gesagt im Kittel auch einfacher, wobei ich sagen muss, dass das insgesamt auch viel mit der vorhandenen Behandlungskompetenz zusammenhängt- je genauer man einem Patienten etwas erklären kann und je mehr man sich mit etwas auskennt desto eher wird man von Patienten auch so akzeptiert und respektiert ohne dass gleich nach einem Vorgesetzten gerufen wird. Das ist aber natürlich nicht von Arbeitstag 1 der Fall sondern wächst mit der Zeit. Ist im Op oder Funktionsbereichen gegenüber der Pflege überigens ähnlich.

MRSA
01.02.2011, 21:46
Nervt es dich nicht, wenn die Taschen so schwer sind? Außer meinem schwarzen Füller hab ich nichts drin, wozu auch, wenn es doch fertige Blutabnehmtabletts und Regale im Arztzimmer gibt?

dreamchaser
01.02.2011, 21:52
Ich muss ja zwangsweise meine Piepser (im Dienst auch noch einen zweiten), Kugelschreiber, einen Zettel mit der Stationsübersicht incl. To-do-Liste unterbringen, dazu meistens einen Stauschlauch (der fehlt doch zuu oft auf anderen Stationen). Dann noch meine Schlüssel (für die Arztzimmer bzw. Funktionen) und eine Essenskarte. Soo schwer ist es auch nicht, passt auch in die Taschen von einem Kasack.

Leelaacoo
02.02.2011, 10:39
Ihr wisst ja sowieso, die höher steigende Position im Klinikalltag ist umgekehrt proportional zu der Anzahl der im Kittel mitgeführten Utensilien:-D

Ich z.B. brauche nur einen goldenen Kugelschreiber mitzunehmen:-))

Aber es stimmt....der OA oder CA hat ja seine Assi-Tragetiere dabei und kann die Frage nach der richtigen Dosierung eines exotischen Medikamentes stets als weiterbildende Frage an den armen Assi mit dem immer schwerer werdenden Arzneimittel pocket stellen...auch wenn er/sie es selbst nicht weiß:-wow

Ich hatte am Anfang dabei: 3-6 Kugelschreiber (die zur spontanen Verflüchtigung neigten), ein Moleskine-Telefonbüchlein, einen kleinen To-Do-Block, Stethoskop, Hammer, Lampe, Stimmgabel, Arzneimittelpocket, manchmal noch ein Innere-Büchlein, Schlüsselsatz, Dect-Telefon, Piepser, Stauschlauch, Essenskarte, EKG-Lineal, diverse Zettel...
Im Laufe der Arztwerdung (bzw. der Feststellung, dass sich das Examenwissen eh nicht halten läßt und durch andere Sachen ersetzt wird) habe ich die Geschichte jetzt rationiert....1 Kugelschreiber (wenn der weg ist, ist sicher wer mit 3-6 Stück in der Nähe), ein Stethoskop, eine Lampe, ein Telefon, ein Piepser, ein Zettel pro Tag und der Schlüssel...Nummern hab ich jetzt größtenteils im Kopf, zum Essen komm ich eh nicht, also flog Geld und Essenskarte auch raus. Alles andere lagert im Aufnahmeraum...
Ausmisten ist toll:-top

LG lee (überlege mir, auch das Telefon loszuwerden...aber es kommt IMMER zurück zu mir...arghhh)

wjsl
22.02.2012, 05:56
Ich habe mir tatsächlich überlegt, selbst einen Schwung Klinikkleidung zu kaufen. Kenne das teilweise so, dass sehr viele eigene Hosen getragen haben, und Shirts kriegt man auch nicht immer gestellt. Außerdem stört es manche, dass überall das Kliniklogo drauf ist. Oft passen auch einfach Größe oder Länge nicht.

Allerdings ist das schon sehr teuer. Pro Shirt, Hose, Kittel kosten zusammen mindestens 50 Euro, und davon bräuchte man noch mehrere Garnituren.

Wie macht ihr das eigentlich? Was bringt ihr von "zu Hause" mit? Schuhe sind klar, aber der Rest? Gibt es irgendwo sehr günstige Multipacks? Bin gerade etwas unschlüssig, wie viel man tatsächlich investieren sollte oder müsste. Mein Problem bisher war, dass das meiste so gut wie nie richtig gepasst hat.

easy-bisy
22.02.2012, 14:36
Ich denke alles, was in der Diensvorschriften geregelt ist, steht sowieso nicht zur Diskussion. Schon aus versicherungstechnischen Gründen. Ob die 10 cm Highheels da tasächlich ursächlich für jedwege Problematik im Zusammenhang mit Patienten waren, interessiert dann bei der Versicherung wohl niemanden. Alles Andere würde ich mit dem Chef absprechen. In vielen Abteilungen wird viel Wert auf das Erscheinungsbild gelegt, wozu dann meistens auch gewisse Kleidungsvorschriften zählen.
Und zum "gut fühlen, wenn man gut aussieht"- leider hat es das Schicksal an sich, dass man in besonders besch*** Situationen oft zusätzlich noch doof aussieht, wenn einem z.B. Blut etc. aus verschiedenen Körperöffnungen entgegenkommt. Da ist es dann nicht hilfreich, wenn die Gedanken hauptsächlich um die Flecken auf dem Shirt und die zerstörte Frisur kreisen.

WackenDoc
22.02.2012, 15:14
@wjsl: Wart´s doch einfach erstmal ab, wie das in deinem Haus geregelt ist.

Akutell bin ich ja in ner normalen Praxis- da werden private Klamotten getragen und eine Praxisjacke (manche haben auch noch Praxis-T-Shirts)- ist für mich ziemlich befremdlich und hygienetechnisch an sich so nicht erlaubt.
Sonst wurde die Bekleidung immer gestellt und auch gewaschen.

Wenigstens ist es zur Zeit vollkleckerarm. Aber ich hab das Erbrochene des Patienten, den Eiter und das Blut lieber nicht an meinen Privatklamotten- vor allem wenn ich damit noch nach Hause fahren muss.

Flauscheding
22.02.2012, 16:38
Ich muß wirklich sagen, dass es mir etwas befremdlich vorkommt, überhaupt darüber nachzudenken, im Röckchen oder Kleidchen arbeiten zu gehen. Von den Stilettos ganz zu schweigen. Im angelsächsischen ist es zwar durchaus üblich, aber wenn ich darüber nachdenke, in High Heels zum Schockraum/Notfall/Rea/sonstwas wirklich dringendes rennen zu müssen ... :eek:.
Ich habe es bisher immer so gehandhabt, dass ich mir billige weiße Hosen selber gekauft habe. Die Kliniken, die ich bisher kennenlernen durfte (Famulaturen, PJ, mein jetziger Arbeitgeber) haben einfach nur gruselige, unvorteilhafte, nicht passende Hosen. Ganz nebenbei kann ich es auch nicht nachvollziehen, warum man nicht normale, halbwegs gut sitzende Hosen stellen kann? Bündchen bis unter die Brust und Karottenlook muß ja nun echt nicht sein.
Wie dem auch sei, diese Hosen habe ich vor Ort an- und ausgezogen, mit nach Hause genommen und dort separat mit Sagrotanwaschmittel/Chlorix heiß gewaschen.
Den von der Klinik gestellten Kittel hatte ich immer oben drüber, einfach auch um mein Zeug, das ich mit mir rumschleppe, unterzukriegen. Oberteile gibts bunte, private mit netten Motiven drauf, die genauso wie die Hosen gewaschen werden. Wenn Sie dann irgendwann einlaufen oder sich verziehen, gehen sie halt in den Müll.
Wichtig war mir immer, dass es praktisch und passend ist. Meine weißen Hosen hab ich übrigens für 15€ im Takko gekauft, mein Waschverfahren halten sie aus und wenn sie dann halt schnell hinüber sind, ist es nicht weiter schlimm, wenn ich sie austausche.

Achso, anmalen tu ich mich auch jeden Morgen. Wenns dann mal soweit ist mit den Diensten, hab ich aber auch kein Problem, ungeschminkt und unausgeschlafen mit verstrubbelten Haaren vor meinen Kollegen zu sitzen. So isses eben. Aber grundsätzlich gehört das für mich zum gepflegt sein einfach dazu. So fühl ich mich einfach wohler und nur weil ich jetzt arzt bin, hör ich ja nicht auf, Frau zu sein.

Muriel
22.02.2012, 19:40
Tja, Männer bekommen immer zumindest halbwegs vernünftige Hosen gestellt, Frauen dann immer die von Flausche angesprochenen Karottendinger *grusel* Eine Kollegin von mir hat damals allerdings nach fast einstündiger Diskussion mit den Wäschereidamen durchgesetzt, dass sie die Herrenhosen bekommt. Keine Ahnung, warum das so ein Problem ist.

Flauscheding
22.02.2012, 19:46
.. wobei ich sagen muß, dass die Herrenhosen für mich nicht weniger unvorteilhaft sind. Es gibt eben anatomische Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein und die Herrenhosen sind mir in der Hüfte/Taille zu weit, aber an den Beinen (ich präzisiere: Oberschenkel) viel zu eng. Ich bin eben eher wie eine ganz typische Frau gebaut und da stehen mir weder Karottenhosen, noch Herrenhosen. Ein gerade geschnittenes Bein scheint schon zu viel der Wünsche zu sein (von leicht ausgestellt - ich liebe ja bootcut - red ich da gar nicht erst :-(( ).

Muriel
22.02.2012, 19:54
Herrenhose = gerades Bein in meiner alten Klinik ;-)

Hoppla-Daisy
22.02.2012, 20:16
Ich hatte bei den gestellten Hosen meist immer das Problem, dass sie im Schritt ordentlich kniffen und - um es mal plastisch auszudrücken - das nicht nur hinten, sondern auch vorne, so als sollte da eine vorhandene anatomische Gegebenheit noch verstärkt werden. Wenn man sich damit bückte, bohrte sich die Naht zwischen die Schenkel, was seeeehr unangenehm war!

Hellequin
22.02.2012, 20:54
Wieso muss ich jetzt nur daran denken:http://www.rofl-kartoffel.de/lustiges_bild.php?image_id=1844 (http://www.rofl-kartoffel.de/details.php?image_id=1844)

wjsl
22.02.2012, 22:47
Es geht doch nicht um Kleidchen; aber im PJ hatte ich einen (gestellten) Kittel, der viel zu groß war, da sagte jemand sogar zu mir das sehe unmöglich aus. Die meinten sie hätten halt nichts Kleineres mehr. Hosen sind oft runtergerutscht, was auch peinlich war, und waren am Fuß zu eng zulaufend. Die Shirts aus Baumwolle; was besonders im Sommer natürlich alles andere als toll war. Letzten Endes haben sich viele Kollegen ihre Klamotten selbst mitgebracht, vor allem da es auch ewig dauerte, bis das Zeug aus der Zentralwäsche zurückkam. Und dann am ersten Tag dastehen, und wo der erste Eindruck zählt nichts Ordentliches in Reserve zu haben fände ich schon riskant. Auch wenn es dreckig werden könnte, einigermaßen sitzen muss das Zeug halt schon...im PJ wars egal aber danach sollte man schon einen besseren Eindruck machen...ich würde wenn dann auch nur Berufskleidung kaufen, aber auch die ist eben nicht ganz billig...oder in zumindest noch am suchen, was eine günstigere Bezugsquelle angeht, deshalb die Frage. Zumindest die Oberteile kriegt man ja wohl auch nur sehr selten gestellt.

epeline
22.02.2012, 23:23
ich versteh jetzt deinen einwand gegen baumwolle im sommer nciht ganz.... ?

wjsl
22.02.2012, 23:30
War halt ziemlich schwerer Stoff, wenig atmungsaktiv. Aber darum ging es mir primär eigentlich gar nicht. Vor allem, da Oberteile sowieso sehr selten gestellt werden.

epeline
22.02.2012, 23:41
oberteile werden seltener gestellt als hosen bzw die gesamtkombi?
ist mir neu?

Muriel
23.02.2012, 05:13
Nee, das stimmt schon. Kasacks klar, aber die zieht man außer auf ITS und im OP ja eigentlich nicht an.

Colourful
23.02.2012, 07:09
Es geht doch nicht um Kleidchen; aber im PJ hatte ich einen (gestellten) Kittel, der viel zu groß war, da sagte jemand sogar zu mir das sehe unmöglich aus. Die meinten sie hätten halt nichts Kleineres mehr. Hosen sind oft runtergerutscht, was auch peinlich war, und waren am Fuß zu eng zulaufend.

Was für eine Freude. Ich muss mir dann wahrscheinlich *wirklich* schon mal einen Satz Kittel kaufen, da ich schon mit Größe 36 das kleine Gespenst spielen kann.

Brutus
23.02.2012, 11:17
^^ *grins* Dann noch ein Tuch über Haare und Gesicht und mit einer Sense über die Stationen laufen. Macht bestimmt einen guten Eindruck... :-)) :-))