Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenversicherung: privat oder gesetzlich?
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emergency doc
18.01.2011, 00:55
und hat man dann damit auch die Chefarztbehandlung mit drin ?
Ja, sonst macht es doch gar keinen Sinn...:-meinung
Ehemaliger User 05022011
18.01.2011, 00:58
Ja, sonst macht es doch gar keinen Sinn...:-meinung
für nur 50 € - gut zu wissen, Danke für diese Info und auch "gute Nacht":-sleppy
moin,
also daaaaaaaaaaamals, als ich noch privat versichert war, bekam man ja so und so viel Monatsbeiträge zurück, wenn keine Leistung in Anspruch genommen wurde. Diese konnte man sich auszahlen lassen oder eben für eine eigene Altersrückstellung übeer die private anlegen. Vielleicht war sowas gemeint.
Ich bin zur Zeit gesetzlich versichert, die Kinder noch über ihren Vater privat. Wenn die Scheidung endlich durch ist, werden sie bei mir gesetzlich versichert und ich habe nicht vor, das zu ändern. Privat zusatzversichert bin ich auch, sind 35 Euro im Monat Zweibett- mit Chefarzt.
Unterm Strich stelle ich mich da mit den zwei Kindern wesentlich günstiger. Und zudem bietet die gesetzliche in meinem speziellen Fall wesentlich mehr Leistungen, die ich eventuell mal nutzen muss. Wie z.B. eine Haushaltshilfe im Krankheitsfall, was die private nicht getan hätte.
Alles solche Dinge, die man bedenken muss.
Mein Mann, als nun Alleinstehender, bleibt natürlich privat und das ist für ihn tatsächlich wesentlich günstiger bei besseren Leistungen gerade im ambulanten Bereich.
Gibt da keine Pauschalempfehlung.
emergency doc
18.01.2011, 21:04
Also als DINK fährt man sicher ganz gut voll privat, aber mit Familie...:-nix
LasseReinböng
19.01.2011, 12:01
GKV + private Zusatzversicherung ist die beste Option. Ich kenne kaum jemanden, der den Wechsel in die PKV später nicht bereut hat.
Als gutverdienender Single ok, aber später mit Familie ein finanzieller Albtraum. :-((
emergency doc
20.01.2011, 00:25
GKV + private Zusatzversicherung ist die beste Option. Ich kenne kaum jemanden, der den Wechsel in die PKV später nicht bereut hat.
Als gutverdienender Single ok, aber später mit Familie ein finanzieller Albtraum. :-((
Genau so würd ich es inzwischen jedem raten, der sich das überlegt. So viel kann man gar nicht sparen in den ersten Jahren, daß sich das bis zur Rente und dem Ableben rentiert, wenn man Familie plant.
Leute, bitte helft mir. Ich blicke in diesem Dschungel nicht mehr durch. Wo kann ich mich denn wirklich mal gut informieren, ob die PKV in naher Zukunft für mich Sinn macht?
Fange jetzt zum 01.03 als Assistent an und hab mich erstmal gesetzlich versichern lassen (+ privater Zusatzversicherung); habe aber die Chance zumindest eine Anwartschaft in meiner alten PKV (über Eltern) zu erwerben. Das ist aber in meinem Fall recht kostspielig (genauer Betrag kommt noch, aber locker 70 Euro im Monat für die große Anwartschaft). Ein Fachmann von einem großen medizinischen Dienstleister hat mir zu der Anwartschaft geraten; weiß aber noch nicht mit welchem Hintergedanken.
Bin grad echt überfragt, ob ich das machen soll. Kurz zu mir: 28 Jahre alt. Kinder habe ich keine, verheiratet bin ich auch noch nicht. Letzteres kann sich innerhalb der nächsten zwei Jahre ändern; ersteres wahrscheinlich erst in ca. fünf Jahren...
Ich wär für Eure Tipps sehr dankbar.
Beste Grüße!
Leute, bitte helft mir. Ich blicke in diesem Dschungel nicht mehr durch. Wo kann ich mich denn wirklich mal gut informieren, ob die PKV in naher Zukunft für mich Sinn macht?
Fange jetzt zum 01.03 als Assistent an und hab mich erstmal gesetzlich versichern lassen (+ privater Zusatzversicherung); habe aber die Chance zumindest eine Anwartschaft in meiner alten PKV (über Eltern) zu erwerben. Das ist aber in meinem Fall recht kostspielig (genauer Betrag kommt noch, aber locker 70 Euro im Monat für die große Anwartschaft). Ein Fachmann von einem großen medizinischen Dienstleister hat mir zu der Anwartschaft geraten; weiß aber noch nicht mit welchem Hintergedanken.
Bin grad echt überfragt, ob ich das machen soll. Kurz zu mir: 28 Jahre alt. Kinder habe ich keine, verheiratet bin ich auch noch nicht. Letzteres kann sich innerhalb der nächsten zwei Jahre ändern; ersteres wahrscheinlich erst in ca. fünf Jahren...
Ich wär für Eure Tipps sehr dankbar.
Beste Grüße!
Heißer Tipp: In der aktuellen FinanzTest ist ein guter Artikel zu dem Thema PKV :-top
Meine persönliche Meinung (als Arzt und angehender Gesundheitswissenschaftler und Gesundheitsökonom): Bleibt in der GKV, kauft euch Zusatzversicherungen ein und freut euch mit 70 darüber, es so gemacht zu haben. Die PKV als solche wird Schiffbruch erleiden :-meinung
Relaxometrie
21.02.2011, 20:36
Die PKV als solche wird Schiffbruch erleiden :-meinung
Kannst Du das noch ein bißchen genauer erklären? Ich stehe der PKV zwar auch kritisch gegenüber, aber ich habe leider keine harten Fakten, das zu belegen. Mir ist dieses Kuddelmuddelsystem (PKV und GKV) aber irgendwie suspekt.
Eine klare Grundversorgung für jeden, die man dann nach Lust/Laune/Ansprüchen/Geldbeutelgröße individuell aufstocken kann, würde mir besser in den Kram passen.
Bleibt in der GKV, kauft euch Zusatzversicherungen
Genau so habe ich es gemacht. Private Zusatzversicherung für den stationären Bereich. Wenn's finanziell eng werden sollte, kann ich die Zusatzversicherugn kündigen und bin trotzdem noch in der GKV.
Heißer Tipp: In der aktuellen FinanzTest ist ein guter Artikel zu dem Thema PKV :-top
Habe mir besagten Artikel mal gekauft. Zwar interessanter Artikel, allerdings hilft er mir nur wenig bei meiner Frage weiter, sondern erklärt vor allem die Kostenexplosion in der PKV. Interessantes Fazit aber auch hier: "Wechseln Sie nur zur privaten Krankenversicherung, wenn Sie den Beitrag dauerhaft schultern können. Beamte liegen mit der Privaten meistens richtig. Sonst lohnt sie sich fast nur für gutverdienende, junge Männer, die später keine Familie wollen."
In diesem Zusammenhang: Wie lang ist eigentlich wieder der Weg zurück, sprich Wechsel aus der PKV in die GKV, möglich? Angenommen ich erwerbe die Anwartschaft, werde in 2 Jahren in die PKV aufgenommen und bleibe dort 10 Jahre: Kann ich dann wieder zurück in die GKV, wenns zu teuer wird?
Bin wirklich unentschlossen. Ich sag mal so: Ich habe von den Vorzügen der PKV in den letzten Jahren wirklich profitiert...
Und was mich auch noch interessiert: Zahlt die GKV wirklich auch Krankentagegeld? Mir wurd letztens gesagt, dass das nur die PKV in vollem Umfang macht?!
Würd mich über weitere Kommentare freuen!
Grüße
Meine persönliche Meinung (als Arzt und angehender Gesundheitswissenschaftler und Gesundheitsökonom): Bleibt in der GKV, kauft euch Zusatzversicherungen ein und freut euch mit 70 darüber, es so gemacht zu haben. Die PKV als solche wird Schiffbruch erleiden :-meinung
Meine Meinung (als angehender Arzt und Ökonom) ist das genaue Gegenteil, es wird beim dualen System bleiben. Ich habe nichts gegen die GKV und Zusatzversicherungen, könnte mir aber für die Zukunft aber eine Abkehr von der Rundum-Sorglos-GKV vorstellen.
Wenn die PKV untergeht, dann weil das politisch gewollt ist, aber sicherlich nicht aus ökonomischen Gründen :-meinung
Meine Meinung (als angehender Arzt und Ökonom) ist das genaue Gegenteil, es wird beim dualen System bleiben. Ich habe nichts gegen die GKV und Zusatzversicherungen, könnte mir aber für die Zukunft aber eine Abkehr von der Rundum-Sorglos-GKV vorstellen. Wenn die PKV untergeht, dann weil das politisch gewollt ist, aber sicherlich nicht aus ökonomischen Gründen :-meinung
Die Gretchenfrage PKV-Vollversicherung ja oder nein wird eine politische sein, die sich demographisch lösen wird. Die Frage, ob man sich die Versicherung mit 70 noch leisten kann, ist eine andere. An dieser Stelle verweise ich nochmal auf die aktuelle Finanztest, die sich mit dem Thema sehr schön befasst.
Darf ich in dem Zusammenhang noch an meinen Beitrag (#30) erinnern. Der ist jetzt leider auf der vorherigen Seite untergegangen...
Die PKV kann mit den demographischen Faktoren aber viel besser umgehen, da sie eben ggf. die Beiträge flexibel anpassen kann. Natürlich ist es die Frage ob man sich die PKV mit 70 noch leisten kann, aber für diese Fälle gibt es dann ja immer noch des Basistarif, der auch nicht teuerer als der GKV-Beitrag sein darf.
Habe mir besagten Artikel mal gekauft. Zwar interessanter Artikel, allerdings hilft er mir nur wenig bei meiner Frage weiter, sondern erklärt vor allem die Kostenexplosion in der PKV. Interessantes Fazit aber auch hier: "Wechseln Sie nur zur privaten Krankenversicherung, wenn Sie den Beitrag dauerhaft schultern können. Beamte liegen mit der Privaten meistens richtig. Sonst lohnt sie sich fast nur für gutverdienende, junge Männer, die später keine Familie wollen."
In diesem Zusammenhang: Wie lang ist eigentlich wieder der Weg zurück, sprich Wechsel aus der PKV in die GKV, möglich? Angenommen ich erwerbe die Anwartschaft, werde in 2 Jahren in die PKV aufgenommen und bleibe dort 10 Jahre: Kann ich dann wieder zurück in die GKV, wenns zu teuer wird?
Bin wirklich unentschlossen. Ich sag mal so: Ich habe von den Vorzügen der PKV in den letzten Jahren wirklich profitiert...
Und was mich auch noch interessiert: Zahlt die GKV wirklich auch Krankentagegeld? Mir wurd letztens gesagt, dass das nur die PKV in vollem Umfang macht?!
Würd mich über weitere Kommentare freuen!
Grüße
Meines Wissens nach kommst Du nur wieder in die GKV zurück, wenn Du noch unter 55 Jahre alt bist und dein Einkommen wieder unter die Versicherungspflichtgrenze gesunken ist. Diese liegt für 2011 bei 49.500 € (brutto pa).
Die PKV kann mit den demographischen Faktoren aber viel besser umgehen, da sie eben ggf. die Beiträge flexibel anpassen kann. Natürlich ist es die Frage ob man sich die PKV mit 70 noch leisten kann, aber für diese Fälle gibt es dann ja immer noch des Basistarif, der auch nicht teuerer als der GKV-Beitrag sein darf.Genau: Flexibel anpassen bedeutet dann auch mal 10 % mehr Beitrag, weil man sich mit den Rücklagen am Finanzmarkt verzockt hat.
Der Basistarif amüsiert mich sehr: Zum einen kann die PKV ihre Mitglieder, wenn diese zum Beispiel verschuldet sind und ihre Beiträge nicht entrichten können, in den Basistarif downgraden. Zum anderen: Dumm nur, dass der Gesetzgeber für Basistarifversicherte KEINE Behandlungsverpflichtung bei niedergelassenen Ärzten vorsieht (diese verdienen mit dem Basistarif grottenschlecht und können die Behandlung verweigern). Das geht bei GKV-Versicherten nicht. Zu dem Thema gabs vor Kurzem eine Anfrage im Bundestag.
Darf ich in dem Zusammenhang noch an meinen Beitrag (#30) erinnern. Der ist jetzt leider auf der vorherigen Seite untergegangen...
Sorry, überlesen :-)
Die Rückkehr von der PKV in die GKV ist sehr schwer bis ausgeschlossen.Dies geht nur, wenn du ein Jahr unter der Versicherungspflichtgrenze von 49.500 € liegst UND unter 55 Jahre alt bist. Sonst hast du eben Pech und genießt die "Vorzüge" des Basistarifs ;-)
Genau: Flexibel anpassen bedeutet dann auch mal 10 % mehr Beitrag, weil man sich mit den Rücklagen am Finanzmarkt verzockt hat.
Der Basistarif amüsiert mich sehr: Zum einen kann die PKV ihre Mitglieder, wenn diese zum Beispiel verschuldet sind und ihre Beiträge nicht entrichten können, in den Basistarif downgraden. Zum anderen: Dumm nur, dass der Gesetzgeber für Basistarifversicherte KEINE Behandlungsverpflichtung bei niedergelassenen Ärzten vorsieht (diese verdienen mit dem Basistarif grottenschlecht und können die Behandlung verweigern). Das geht bei GKV-Versicherten nicht. Zu dem Thema gabs vor Kurzem eine Anfrage im Bundestag.
Das sind alles Risiken denen man sich bewusst sein muss, wenn man in die PKV geht, das ist absolut richtig.
Natürlich kann die PKV die Versicherten "downgraden", wäre ja wohl noch schöner wenn dem nicht so wäre. Es gibt im Übrigen ein Abkommen über die Vergütung von Versicherten im Basistarif zwischen den PKVen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, also grottiger als im GKV-Budget wird die Vergütung kaum sein ;-)
Abgesehen davon sind Behandlungsverweigerungen wohl eher die Ausnahme und auch mit dem Sicherstellungsauftrag nicht vereinbar :-top
Das sind alles Risiken denen man sich bewusst sein muss, wenn man in die PKV geht, das ist absolut richtig.
Natürlich kann die PKV die Versicherten "downgraden", wäre ja wohl noch schöner wenn dem nicht so wäre. Es gibt im Übrigen ein Abkommen über die Vergütung von Versicherten im Basistarif zwischen den PKVen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, also grottiger als im GKV-Budget wird die Vergütung kaum sein ;-)
Abgesehen davon sind Behandlungsverweigerungen wohl eher die Ausnahme und auch mit dem Sicherstellungsauftrag nicht vereinbar :-topDer Sicherstellungsauftrag ist Vertragsgrundlage zwischen der GKV und den KVen. Somit gilt er nicht für PKV-Basisversicherte!
Die Vergütung nach PKV -Basistarif ist die gleiche wie bei einem GKV -Versicherten. Der kleine Unterschied: Den kostenintensiven PKV - Patienten (was im Alter ja nicht unüblich ist) im Basistarif darf der Niedergelassene vor die Tür setzen :-))
Stimmt, mein Fehler, Sicherstellungsauftrag gilt nur für GKV-Versicherte. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass Behandlungsverweigerungen die Ausnahme sein sollten, wenn Du anders lautende Zahlen hast, dann gerne her damit.
Hast Du vielleicht auch Zahlen, wie die Vergütung für Ärzte im Basistarif ausschaut ?
Das Problem wird aktuell (noch) keine große Rolle spielen, da die Anzahl der Basistarifler noch gering ist und in den nächsten Jahren steigen wird. Dennoch: Es geht um den Einzelfall. Wenn man mit einer "teuren" Erkrankung basistarifversichert ist hat man ein Problem. Da nützen einem die tollen Tarife 30 Jahre zuvor und die vielen Rücklagen nichts.
Die Entlohnung ist bei Basistarifversicherten bis zu 40 % schlechter, da die PKV mit den KVen eigene Tarife vereinbart - unabhängig von den GKV-Sätzen. Nur: Der GKV-Versicherte MUSS behandelt werden, auch wenn die Praxis ihn "quersubventionieren" muss. Der Basistarifpatient nicht! Das ist der Unterschied! Dazu ein schöner Beitrag hier (http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_28_10/1__beitrag.html) und hier (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44800/SPD-Gesundheitsexpertin_kritisiert_Versorgungsluecken_ im_PKV-Basistarif.htm)
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