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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenversicherung: privat oder gesetzlich?



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abcd
30.01.2012, 08:56
Das mit den Terminen kann man z.B. bei der Techniker auch auf die Kasse abwälzen. Es gibt dort einen Terminservice. Sie vereinbaren Termine für ihre Kunden. Ob das gut funktioniert, weiß ich allerdings auch nicht. Hat das schon mal jemand getestet?

Heute im Radio habe ich was davon gehört, dass die TK Präparate, die nur auf grüne Rezepte "verordnet" werden können übernimmt (Bereiche Anthroposophie, Homöopathie und Phytotherapie) Dazu habe ich auch online bisher nur eine Pressemitteilung gesehen.

Rico
30.01.2012, 10:31
Heute im Radio habe ich was davon gehört, dass die TK Präparate, die nur auf grüne Rezepte "verordnet" werden können übernimmt (Bereiche Anthroposophie, Homöopathie und Phytotherapie) Dazu habe ich auch online bisher nur eine Pressemitteilung gesehen.Also für die genannten mediakmentengruppen bräuchte es ja nichteinmal ein gründes rezept, die sind ja alle frei Verkäuflich und bei der TK gibt es tatsächlich Tarife in denen sowas beinhaltet ist.

Ansonsten übernehmen die aber auch (wie viele andere Kassen auch) manches anderes auf Antrag, z.B. haben die bei unserer Tochter die Rota-Impfung gezahlt (Impfstoff hat immerhin irgendwas um 100€ gekostet).

abcd
30.01.2012, 11:13
Hatte mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Sicher sind diese Medikamente frei verkäuflich. Wenn sie nun jedoch auf Privatrezept oder grünes Rezept verordnet werden, kann man sie bei der TK einreichen.
http://www.tk.de/tk/pressemitteilungen/bundesweite-pressemitteilungen/pressemitteilungen-bundesweit-anwendung/309238?newsroomPressemitteilung=405568

LMD
30.01.2012, 14:40
Wow, LMD. Ich glaube ich muss Deinen Beitrag noch ein drittes und viertes Mal lesen, um wirklich alles zu begreifen. Du hast auf jeden Fall schonmal extrem interessante Hinweise geliefert. Darf ich fragen wie Du Dich eingelesen hast? Via Google oder hast Du spezielle Tipps bekommen?

Also, tausend Dank für die Zeit, die Du Dir genommen hast. Ehrlich.

Ich stand jetzt auch vor der Entshceidung und da ich übermorgen mit Arbeiten anfange und rein rechnerisch die Grenze erreiche und noch eine Anwartschaft für eine PKV bezahle, dachte ich, ich informiere mich mal. Ich habe zuerst im Netz gelesen, dann mich von meiner GKV beraten lassen. Bin zu meinem PKV-Fuzzi und der hat mir dann ein paar Bedenken entkräftet. (Das Argument, dass in ein paar Jahren eh eine Bürgerversicherung existiert hat er auch gebracht...aber was dann wirklich kommt, weiß keiner). Schließlich kann ich eines empfehlen Finanztest und Focus Money, die nehmen das ganze sehr sachlich auseinander. Geben auch Empfehlungen, was für einen in Frage kommt. Und ich hatte ein Rating von Morgen & Morgen (Rating-Agentur, ziemlich renommiert) gefunden. Da ging es um Beitragsstabilität der PKVs und der gesamte Struktur und danach habe ich gedacht: jup die gesetzliche.


Deine Frau zahlt aber nur dann nichts in der Elternzeit, wenn sie entweder selber pflichtversichert ist oder, wenn sie freiwillig gesetzlich versichert ist,nur dann,wenn Du dann pflichtversichert bist. Seid Ihr beide freiwillig versichert, zahlt sie dann ca. 300€/Monat.

Jepp, habe vergessen das aufzudrösseln, da meine "frau" zum Glück nicht-Medizinerin ist, und noch studiert und danach auch nicht gleich so viel verdienen wird, dachte ich nicht daran. Danke für die Ergänzung. :)

loxi
30.01.2012, 17:38
Und ich hatte ein Rating von Morgen & Morgen (Rating-Agentur, ziemlich renommiert) gefunden.

Dazu muss man wissen, dass ein großer Teil der Einnahmen dieser Rating Agenturen von den Versicherungen selbst kommt:

Möchte eine Versicherung mit Ihrem guten Rating werben, muss für den Abdruck des Logos der Agentur im Prospekt oder im Internet Geld an diese gezahlt werden.
Würde man allzuviele Versicherungen also schlecht raten könnten allzuviele nicht mehr damit werben usw...

LMD
30.01.2012, 18:59
Dazu muss man wissen, dass ein großer Teil der Einnahmen dieser Rating Agenturen von den Versicherungen selbst kommt:

Möchte eine Versicherung mit Ihrem guten Rating werben, muss für den Abdruck des Logos der Agentur im Prospekt oder im Internet Geld an diese gezahlt werden.
Würde man allzuviele Versicherungen also schlecht raten könnten allzuviele nicht mehr damit werben usw...

ich weiß, morgen & morgen gehört aber zu den größten und hat einen ziemlich guten ruf...und trotz guter ratings für gewisse pkv´s bleibe ich in der gkv

Narcanti
30.01.2012, 22:35
Gibt's hier auch den Fall, dass jemand nach dem Studium von der PKV in die GKV zurückwechselt ist? Gab es da Probleme? Unter der Jahresbruttogrenze bleibt man ja wohl als Anfänger!?

LasseReinböng
30.01.2012, 22:41
An diejenigen in der PKV, die berufstätig sind - was habt ihr denn für monatliche Ersparnisse durch die PKV-Mitgliedschaft ?

gnuff
30.01.2012, 22:44
Gibt's hier auch den Fall, dass jemand nach dem Studium von der PKV in die GKV zurückwechselt ist? Gab es da Probleme? Unter der Jahresbruttogrenze bleibt man ja wohl als Anfänger!?

Keinerlei Probleme...

Rico
30.01.2012, 22:48
Gibt's hier auch den Fall, dass jemand nach dem Studium von der PKV in die GKV zurückwechselt ist? Gab es da Probleme? Unter der Jahresbruttogrenze bleibt man ja wohl als Anfänger!?Hab ich gemacht.
Was soll es da für Probleme geben? Wenn Du unter der Beitragsbemessungsgrenze bleibst, dann musst Du ja in eine GKV, ob Du willst oder nicht...

Narcanti
30.01.2012, 23:39
Ich will ja!
Blöde Anfängerfrage, ich weiß, ich würd jetzt schon gerne wechseln, aber das geht ja im Studium leider nicht. Die PKV hat die Beiträge ja drastisch erhöht! Aus meinem engeren Umfeld habe ich mitbekommen, dass meist der 'Kollegenbonus' auch reicht um gut versorgt zu werden. Dann natürlich nicht unbedingt im Einzelzimmer.

Grombühlerin
31.01.2012, 08:13
Ich sag den Privatpatienten manchmal, dass sich die PV für die Narkose eigentlich nicht lohnt, es kriegen alle die gleichen Medikamente :-).

Aber was anderes: ich erinnere mich dunkel, dass die Versicherungsfrau mir irgendeine Versicherung für Kuren aufschwätzen wollte, da man diese von der Ärzteversorgung nicht bezahlt bekommt. Ich bin/war aber auch noch in der normalen Rentenversicherung, da ich vor und während des Studiums über 5 Jahre rentenversicherungspflichtig gearbeitet habe.

Reicht das? Würden die mir eine Kur bezahlen, auch wenn ich da seit ich Ärztin bin nichts mehr eingezahlt habe?

Also ich will gar nicht auf Kur, ist mehr ne grundsätzliche Frage.

Ansonsten muss ich die TKK mal lobend erwähnen, die haben mir neulich meine selbstgekaufte Antibiose und die Codein-Tropfen erstattet!

LMD
31.01.2012, 10:01
Das mit der Kur stimmt so nicht ganz. Das Versorgungswerk kann die Kosten für eine Reha übernehmen. Das ist ein bisschen undurchsichtig, bin da auch noch nicht ganz durchgestiegen, aber es ist nicht so, dass sie das nicht zahlen.

Nachtrag: Habe gerade noch einmal nachgeschaut: Sie zahlen (in Sachsen) für Rehamaßnahmen, die geeignet sind die Berufsfähigkeit wiederherzustellen für die medizinischen Maßnahmen 60%, das heißt Unterkunft und Verfplegung u.ä. sind selbst zu tragen. Für AHBs ist die GKV zuständig, da die GRV nur als Mitglied leistungspflichtig ist.

Eine dieser Bedingungen ist für eine medizinische Reha zu erfüllen wenn die von der GRV gezahlt werden soll: - Wartezeit von 15 Jahren
- 6 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen in den letzten 2 Jahren
- Bezug einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit
- allgemeine Wartezeit von 5 Jahren bei verminderter oder in absehbarer Zeit gefährdeter Erwerbsfähigkeit
- Anspruch auf große Witwenrente beziehungsweise Witwerrente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit.

Für AHBs verhält es sich ähnlich.

flavour
31.01.2012, 18:08
Fand es übrigens interessant zu merken, nachdem ich die Barmer gekündigt habe (war da jahrzehntelang als Kind versichert), der Chef der Filiale persönlich sehr nett am Telefon mit mir Sachen extra verhandeln wollte, die sie übernehmen würden. Sowas wie PZR etc.

wjsl
31.01.2012, 21:28
Wie schwer ist es tatsächlich, in der Privaten Versicherung zu bleiben nach dem Studium? Bei akuten Erkrankungen denke ich macht es keinen Unterschied, aber wenn es um was Längerfristiges geht, ist man mit einer privaten Versicherung doch meist besser dran. Denke nicht, dass Zusatzversicherungen da so viel kompensieren können.

Und wenn man einen Versicherungswechsel machen muss: Werden dann die bisherigen Diagnosen der neuen Versicherung übermittelt? Offiziell, oder unter Umständen auch über indirekte Hinweise? Können sich Vordiagnosen auf die Beitragshöhe auswirken?

Narcanti
31.01.2012, 22:36
Und wenn man einen Versicherungswechsel machen muss: Werden dann die bisherigen Diagnosen der neuen Versicherung übermittelt? Offiziell, oder unter Umständen auch über indirekte Hinweise? Können sich Vordiagnosen auf die Beitragshöhe auswirken?
Nee garnicht, deshalb wechseln ja grad alle Diabetiker massenweise in die Privaten und lachen sich dann ins Fäustchen...

gnuff
31.01.2012, 22:41
...aber wenn es um was Längerfristiges geht, ist man mit einer privaten Versicherung doch meist besser dran. Denke nicht, dass Zusatzversicherungen da so viel kompensieren können...

Kannst Du das irgendwie belegen oder ist das (wiedermal) Bauchgefühl?


Und wenn man einen Versicherungswechsel machen muss: Werden dann die bisherigen Diagnosen der neuen Versicherung übermittelt? Offiziell, oder unter Umständen auch über indirekte Hinweise? Können sich Vordiagnosen auf die Beitragshöhe auswirken?

Du kannst denen ja mal was verschweigen und kucken was passiert...
Das sind VERSICHERUNGEN, denen geht es ums Geld, um sonst garnix... die lassen sich jedes zusätzliche Risiko vergolden...

Picknicker
01.02.2012, 08:47
Ich bin jetzt seit 4 Jahren in der PKV und spare monatlich ca. 400 Euro an Beitrag. Einerseits. Andererseits sind meine Beiträge jetzt jedes Jahr saftig angestiegen, so dass meine gesamte Rente, wenn das so weitergeht, für meine Krankenversicherung draufgeht...:-kotz
Hmm. Wenn ich jetzt doch mal nen Kollegen in Anspruche nehmen muss (z.B. Zahnarzt) bekommt man natürlich schon bessere Leistungen. Gerade in diesem Bereich zahlt die GKV ja inzwischen fast nix mehr dazu. Zusatzversicherungen sind da sicherlich ne gute Sache, aber die kosten ja auch ne Stange Geld.
Das Argument mit der Elternzeit ist aber auch nicht zu vernachlässigen, habe es jetzt bei uns gemerkt, meine Frau ist freiwilllig in der GKV und muss jetzt in der Elternzeit nen Mordsbeitrag berappen, weil ich in der PKV bin.
Fazit: Generell sollte man sich nen Wechsel in die PKV auf jeden Fall gut überlegen, auch im Hinblick auf die Familienplanung! Betrachtet man es unter dem Leistungsgesichtspunkt und den Beiträgen in jungen Jahren, ist die PKV (natürlich je nach Tarif) sicher die bessere Lösung. Betrachtet man die Beiträge im Alter und sieht das ganze unter dem Solidaritätsgesichtspunkt, gibt es als Lösung nur die GKV.
Aus heutiger Sicht würde ich wohl, trotz der (im Moment) hohen Kosten, in die GKV gehen und mir ne Zahn- und stationäre Zusatzversicherung dazunehmen.

Strodti
01.02.2012, 09:10
@wjsl

Also bei Wechsel in die GKV zum Berufsstart sind deine Vordiagnosen tatsächlich nicht wichtig. Die GKV setzt deinen Beitrag nicht nach Versicherungsrisiko fest, sondern nach deinem Einkommen.

Bei einem Wechsel in eine andere PKV wirst du sicherlich Vorerkrankungen angeben müssen und häufig (immer?) unterschreibst du im Antrag, dass du deine behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht entbindest und die Versicherung wird sich diese Auskünfte auch holen. Gleiches gilt für Berufsunfähigkeitsversicherungen. Die PKV versichert dich ja nach deinem individuellen Risiko und da ist klar, dass der Hypertoniker mit Diabetes mehr bezahlen muss.

WackenDoc
01.02.2012, 12:29
Das Problem ist übrigens weniger in ne PKV rein- als irgendwann wieder raus zu kommen.

Wie ist das eigentlich mit den Zusatzleistungen der GKV- die kann man doch problemloser wieder kündigen, als aus ner PKV raus zu kommen, oder?