Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schüler fragen Examinierte ...
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Nein, so einfach aus den Ärmel geschüttelt, schön wärs ! Aber ich habe immer wieder den Eindruck, das allein der Gedanke sich mal damit zu befassen, vielen Pflegekräften den Schweiß auf die Stirn treibt.
Was der Bauer nicht kennt, frißt er nicht. Und leider ist das was Shanaria schreibt, typisch für die dt Pflegelandschaft !
Shanaria
13.09.2004, 08:22
und der größte Horror kommt noch....ich darf ab heute nochmal ne Woche auf die Station.. mir is jetzt schon übel...ich für meine Fälle mach das jetzt mit den Pflegeplanunen so wie es festgeschriebener Standart ist und wenn sich die lieben Kolegen aufregen, weil ich etwas länger brauche, habe ich ja noch das Argument "Schule". Vielleicht bewegt sich ja irgendwann da mal was. Ich sehe mal gar nicht ein, daß ich mich von meinem Weg abbringen lasse... wer stur bleibt klar im Vorteil is! :D
RS-USER-rettungshamster
16.09.2004, 15:01
Original geschrieben von Shanaria
was. Ich sehe mal gar nicht ein, daß ich mich von meinem Weg abbringen lasse... wer stur bleibt klar im Vorteil is! :D
Das du dich nicht von deinem Weg abbringen lassen willst finde ich toll.....aber mit der Sturheit läuft man ganz schnell auf *schnüff* Quertreiber sind nicht immer gerne gesehen. Aber wenn man da durch ist und seine Linie gefunden hat, kann man später leichter damit umgehen.
Was interessiert uns schon was andere Menschen über uns denken ;)
Shanaria
19.09.2004, 09:11
Hallo zusammen!
Es ist vollbracht... selten war ich so froh einen Einsatz hinter mir zu haben.. So, es ist natürlich genauso gekommen, wie ich es mir gedacht hab.. da ich meine Pflegeplanungen zweimal schreibe, eine für die Station, eine für die Schule, war Schule voll und ganz zufrieden und Station hat gemault.. "Das ist zuviel, das liest ja keiner mehr" "Du bist zu langsam" "Pat. XY muß noch gewaschen werden" (nicht mein Bereich!)
Habe dem Laden auf meine eigene, freundlich-bestimmte Art klargemacht, daß ich zum lernen da bin (Pflegeplanungen eingeschlossen) und nicht um meinen lieben Kollegen das Leben leichter zu machen und die Waschstraße alleine zu fahren.
War schon immer ein Quertreiber, das Image stört mich nicht... aber die Argumentation, daß sie sich an solche Planungen gewöhnen werden müssen, weil danach ja auch abgerechnet wird, konnten sie nicht vom Tisch fegen... arme Mädels...
Hallo,
Naja, Du hättest die Pflegeplanung auch kopieren können, aber ich denke, du hast es auf Deine Art und Weise gemacht !;)
Bin zur Zeit auf Intensiv und die Anleitung ist spitze. Aber ich rechne nicht mit einer guten Beurteilung, im Gegenteil.
Ich merke, was ich auf den anderen Stationen nicht bekommen habe !:mad:
"Du bist zu langsam" Hab ich oft genug gehört....Und dann sehe ich immer, wie nach der schnellen Rumzerrerei an den Pat. diese noch verwirrter zurückbleiben.
Bist Du nicht im Oberkurs, kurz vor dem Examen ? Dann sollte Dir das Recht zustehen, so zu arbeiten, das Du Dich bestens auf das Examen vorbereiten kannst !
Mach weiter so, denn auch Examinierte müssen immer lernen !
Gruß
Hörbird
Shanaria
20.09.2004, 08:40
Hallo Hörbird..
ja bin jetzt im dritten Kurs...und versuche gerade meine anatomischen Defizite aufzuarbeiten..bin ja nun auch nicht perfekt..aber die Kopien der Pflegeplanungen hab ich immer nach Dienstschluß geschrieben..schließlich will man den Betrieb nicht aufhalten...aber bei adipösen Apo-Patienten mit KHk und Diab. und allem anderen was der Mensch nicht braucht, werden die Planungen halt auch mal zwei Seiten lang.. Pech für Kuh Else...und ich kann halt nicht sagen, daß auch Springer von anderen Stationen sofort nen Patienten pflegen können sollen, aber gleichzeitig an Information sparen... eins von beidem geht nur.
Rettershrek
20.09.2004, 10:53
Nee Hamsterle, ...
das stimmt wohl, aber ich finde es immer nur so erschreckend, das viele es schon im Gedanekn ablehnen mit Pflegediagnosen zu arbeiten!!!
Das ist find ich das eigentlich schlimme! Es gibt immer wieder neue Sachen, ... ich denke halt, erst mal ausprobieren und dann urteilen (geht jetzt nicht im geringsten gg Dich, sondern ich meine nur, das so ein Grundtenor rauszuhören ist, bei einigen)
ICH hab halt schon gute Erfahrungen gemacht (auch schon nicht so gute) und denke, wenn alle bereit sind, damit zu arbeiten und der Stein erst mal rollt, dann kann das ne echt gute Sache sein!
Und dann is auch ne Arbeitsersparung drin!!!
Mehr sag ich doch gar nicht!
RS-USER-rettungshamster
20.09.2004, 14:29
@ Rettershrek...wenn du nochmal nach liest, wirst du merken das wir im Grunde die gleiche Ansichten vertreten ;)
Aber wie immer im Leben dauert alles Gute seine Zeit :)
Rettershrek
20.09.2004, 22:04
Ja, richtig!!
So wie bei mir!!! Ich brauch auch manchmal meine Zeit!!!
Einer der Gründe, warum ich nicht bei der Feuerwehr bin, ... ich steh einfach zu oft auf'm Schlauch!!! ;) :D
Aber dann bin ich ja zufrieden!!!
RS-USER-Claudi
21.09.2004, 16:42
Erschreckend ist nur, daß sich insgesamt (siehe auch Thread 5-Tage-Woche) in den letzten 20 Jahren kaum was verändert hat. Meiner bescheidenen Ansicht nach liegts einfach an der Bequemlichkeit vieler, die urplötzlich mit bestandenem Examen ihre Meinung ändern und plötzlich alles schön und gut finden, was sie als Schüler noch zum Kotzen fanden. Ich hab es selbst oft genug gesehen und noch öfter von Schülern gehört, daß Schwester xyz (die man selbst noch als Schülerin kannte) plötzlich genauso ist, wie die lieben "alten" Kollegen. :-p
Die "alten" mit denen ich früher arbeiten mußte, sind mittlerweile alle pensioniert. Und trotzdem hat sich auf vielen Stationen nix getan. Bei näherem Hinterfragen hört man: "Ne - ich hab genug andere Sorgen", "Bin froh, daß ich meine Ruhe hab" u.s.w.
Kleiner Aufruf an alle Schüler/innen: Macht was draus, wenn ihr Examen habt und paßt auf, daß ihr nicht ganz fix in den selben Trott fallt. Oder mit Rettungshamsters Worten ausgedrückt:
"Wer immer nur meckert, aber selbst nichts ändert, braucht sich nicht wundern." :rolleyes:
Sucht euch ein gutes Haus und ein Team mit dem ihr etwas ändern könnt. Als Einzelkämpfer könnt ihr leider gar nichts erreichen. Ist halt so. Dann lieber dort die Kraft einsetzen, wo unter dem Strich auch Veränderungen raus kommen.
RS-USER-SchwesterM
22.09.2004, 18:54
Also in dem Haus, in dem ich bis nächste Woche gearbeitet haben werde, gibt es sogenannte DRG - Bögen.
Die kommen in jede Patienten - Kurve mit rein.
Eine Seite dürfen die Ärzte beschreiben mit Krankheits - Diagnosen, die andere müssen wir Pflegenden (habe übrigens gerade erfolgreich mein Examen hinter mich gebracht ) ausfüllen.
Die Seite ist allerdings schon vor-bedruckt, da gibt es dann solche Sachen wie "Sehbehinderung eines oder beider Augen", "Urininkontinenz", "Versorgung eines Stomas" etc. zum Abzeichnen, für mich sind das Pflegediagnosen, oder seh ich das falsch ?
Pflegeplanung gibt es bei uns / denen nicht, auch ich hatte eine unglaubliche Mühe mit den Plänen für die Schule, weil ich in der Praxis nichts damit anfangen konnte.
Ab Freitag nächste Woche arbeite ich auf der örtlichen Sozialstation, die müssen ihre Pflege planen !!
ich bin mal gespannt ...
So long !
RS-USER-SchwesterM
22.09.2004, 18:58
Ich hätt da mal noch ne Frage:
Patienten, die bronchoskopiert werden, bekommen die eine Narkose ?
Wenn ja, geht die dann so weit, daß die Pat. beatmet werden müssen?
und wie funktioniert das dann ?
Und wenn keine Narkose, wie unterdrückt man dann den Hustenreiz ?
Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich jemand bei vollem Bewußtsein diesen Schlauch in die Lunge schieben läßt ... ?
Ich muß gestehen, bei uns im Haus werden nicht allzu viele Bronchos gemacht, und noch weniger davon hab ich mitbekommen, kann mich bitte jemand aufklären ?!?
Dankeschön !:kiss:
RS-USER-rettungshamster
22.09.2004, 18:59
Original geschrieben von SchwesterM
(habe übrigens gerade erfolgreich mein Examen hinter mich gebracht )
Herzlichen Glückwunsch - ich hab´s heute erfolgreich beendet :)
Original geschrieben von SchwesterM
Also in dem Haus, in dem ich bis nächste Woche gearbeitet haben werde, gibt es sogenannte DRG - Bögen.
Die kommen in jede Patienten - Kurve mit rein.
Eine Seite dürfen die Ärzte beschreiben mit Krankheits - Diagnosen, die andere müssen wir Pflegenden (habe übrigens gerade erfolgreich mein Examen hinter mich gebracht ) ausfüllen.
Die Seite ist allerdings schon vor-bedruckt, da gibt es dann solche Sachen wie "Sehbehinderung eines oder beider Augen", "Urininkontinenz", "Versorgung eines Stomas" etc. zum Abzeichnen, für mich sind das Pflegediagnosen, oder seh ich das falsch ?
Pflegeplanung gibt es bei uns / denen nicht, auch ich hatte eine unglaubliche Mühe mit den Plänen für die Schule, weil ich in der Praxis nichts damit anfangen konnte.
Ab Freitag nächste Woche arbeite ich auf der örtlichen Sozialstation, die müssen ihre Pflege planen !!
ich bin mal gespannt ...
So long !
Herzlichen Glückwunsch !!!! Schon ne Stelle ?
RS-USER-SchwesterM
22.09.2004, 19:39
Original geschrieben von Hörbird
Herzlichen Glückwunsch !!!! Schon ne Stelle ?
Danke !
Ja, wie gesagt, auf der örtlichen Sozialstation.
Nicht gerade mein Traumjob, aber besser als nix und es hat verdammt lang gedauert, was zu kriegen !!
RS-USER-SchwesterM
22.09.2004, 19:40
Original geschrieben von rettungshamster
Herzlichen Glückwunsch - ich hab´s heute erfolgreich beendet :)
Auch dir herzlichen Glückwunsch !!!
Stelle ?
Original geschrieben von SchwesterM
Danke !
Ja, wie gesagt, auf der örtlichen Sozialstation.
Nicht gerade mein Traumjob, aber besser als nix und es hat verdammt lang gedauert, was zu kriegen !!
Glaub ich, der Kurs der im April diesen jahres fertig war, hatte auch ungalubliche Probleme, anfangs hatten gerade mal 6 von23 eine Stelle, meißtens auf einer Sozialsation oder im Pflegeheim.
Vom welchen Bereich des Schwarzwaldes kommst Du her ?
RS-USER-rettungshamster
23.09.2004, 05:32
Original geschrieben von SchwesterM
Stelle ?
Bis Ende März noch Behindertenwohnheim und dann zurück ins Altenheim.
RS-USER-Rippenspreizer
23.09.2004, 05:48
Original geschrieben von SchwesterM
Ich hätt da mal noch ne Frage:
Patienten, die bronchoskopiert werden, bekommen die eine Narkose ?
Wenn ja, geht die dann so weit, daß die Pat. beatmet werden müssen?
und wie funktioniert das dann ?
Und wenn keine Narkose, wie unterdrückt man dann den Hustenreiz ?
Um mal auf Deine ursprüngliche Frage zurückzukommen;
Natürlich kann man eine Bronchoskopie ohne Sedierung nur mit ziemlicher Gegenwehr ausführen. Deshalb ist - aus anästhesiologischer Sicht - der narkostisierte und damit intubierte Patient der ideale Untersuchungskandidat.
Das ist aber in der praktisch-klinischen Anwendung oft nicht durchführbar und wäre auch etwas mit Kanonen auf Spatzen geschossen!
Daher nutzt man meist die Kombination aus lokaler Betäubung (Lidocain-Spry etc.) und einem ordentlichen Schub Dormicum als Sedierung.Den Hustenreiz kann ich mit etwas Codein angehen, meist ist dieser aber auch schon durch das Sedativum abgemildert.
Der Patient empfindet die eigentliche Bronchoskopie dadurch nur noch gedämpft, mitunter aber denoch als unangenehm.
Wichtig hierbei ist natürlich einerseits, gute Untersuchungsbedingungen zu schaffen (was kaum möglich ist, wenn einem ständig die Extremitäten des Patienten ins Gesicht schlagen), zweitens muss ich aber auch sicherstellen, dass mein Patient nicht die Spontanatmung einstellt. Also nicht zuviel vom Sedativum!
Schlussendlich kommt mir bei der ganzen Prozedur sicherlich auch die retrograde Amnesie des Benzodiazepins zugute.
Alles in allem sicherlich keine schöne Untersuchung, aber zuweilen doch notwendig.
Mehr Infos dazu findest Du beim Netdoktor.de (http://www.netdoktor.de/ratschlaege/untersuchungen/bronchoskopie.htm)
Gruss, Daniel
PS: Ich hoffe, ich darf im "Examinierten-Subforum" auch als Arzt einen Senf dazugeben ;)
PPS: Glückwunsch auch noch mal von mir zum Examen.
RS-USER-rettungshamster
23.09.2004, 17:51
Original geschrieben von Rippenspreizer
PS: Ich hoffe, ich darf im "Examinierten-Subforum" auch als Arzt einen Senf dazugeben ;)
Na klar doch - wirsind ja nich so ;)
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