PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Stationsküche



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 [18] 19

mountainview
05.02.2016, 14:21
Bitte nicht falsch verstehen, aber arbeitet ihr soviel weil ihr es für euren Lebensunterhalt braucht? Es liest sich z.T. als wenn euch die Arbeit viel Spaß macht und ihr es auch ohne diese Notwendigkeit tun würdet. Aber wenn ihr so viele Dienste macht und nebenbei studiert- wieviel Freizeit bleibt euch da?

Absolute Arrhythmie
05.02.2016, 14:36
Bitte nicht falsch verstehen, aber arbeitet ihr soviel weil ihr es für euren Lebensunterhalt braucht? Es liest sich z.T. als wenn euch die Arbeit viel Spaß macht und ihr es auch ohne diese Notwendigkeit tun würdet. Aber wenn ihr so viele Dienste macht und nebenbei studiert- wieviel Freizeit bleibt euch da?

Haha, sorry, aber wenn ich nicht müsste, um meine Miete zu bezahlen, dann würde ich keinen einzigen Tag arbeiten gehen :-))
Das heißt aber nicht, dass mir die Arbeit keinen Spaß machen würde - Freizeit macht aber mehr Spaß ;-)
Wieviel Freizeit aktuell bleibt? Zwei Wochenenden im Monat plus die Zeit, die ich unter der Woche nicht an/mit der Uni verbringe.
Man darf natürlich nicht unterschlagen, dass man durch die Arbeit echt viel lernt!

][truba][
05.02.2016, 14:48
Ich würde mit Sicherheit auch nicht arbeiten gehen, wenn ich nicht müsste.

Spass macht es mit Sicherheit nicht immer und je weiter das Studium voranschreitet umso weniger Spass macht´s.

Freizeit? Wass´n das? (Passt schon, wenn man es nicht anders kennt mit weniger Freizeit als einige andere ;-) )

mountainview
05.02.2016, 15:12
Danke für eure Antworten! :-)

altalena
05.02.2016, 15:40
[truba][;1907783']...... und je weiter das Studium voranschreitet umso weniger Spass macht´s.



Wieso? Empfand ich nicht so, im Gegenteil :-nix

nie
05.02.2016, 15:49
Vielleicht weil man dann immer weniger Lust auf Pflege hat und endlich ärztliche Aufgaben übernehmen will?
Ist jetzt aber nur so ne Theorie, bin ja selbst nicht in der Pflege tätig...

*milkakuh*
05.02.2016, 16:09
Also ich bin hier eher das Gegenteil. Ich müsste im Moment nicht arbeiten gehen, da ich sehr sparsam lebe. Mit dem Geld, was ich von meinen Eltern bekomme, komme ich zurecht (obwohl es eher unterdurchschnittlich ist würde ich sagen). Ich möchte aber gerne in den Semesterferien was von der Welt sehen und spare daher meinen Verdienst für reisen.

Meistens macht mir die Arbeit Spaß und ich lerne auch (noch) wirklich einiges dabei. :-) Obwohl ich im Moment mindestens 4 Dienste im Monat mache bleibt noch genug Zeit für Sport und so.

Morgen und übermorgen bin ich wieder auf der Gastro. :-)

@AA: Sehr cool! Auch auf deiner alten Station?

Edit: Da meine Schwester neben ihrem Studium jobbt käme ich mir auch etwas faul vor, wenn ich gar nichts machen würde.

mountainview
05.02.2016, 16:33
Klar, nebenbei jobben ist gut möglich, aber bei euch klang das nach vielen Diensten und somit viel Zeit…und es ist doch auch eine richtig anstrengende Arbeit, also im Vgl. zu Schlaflabor, Mikroskopieren oder Nachhilfe etc…las sich nach einem echt straffen Programm, zB bei dir milkakuh mit den vielen Diensten, dem Studium, dem Sport…und dann gibt es ja auch noch Freunde/Familie/ Hobbies etc. :-D…finde das schon ziemlich stark, wieviel ihr im Programm habt.

Aber insgesamt seid ihr schon straff organisiert, oder? Also mal einen Nachmittag sinnlos vertrödeln oder am we planlos in den Tag starten ist wohl eher seltener drin?

Absolute Arrhythmie
05.02.2016, 16:41
Ich vertrödel genau genommen den Großteil meiner zeit. Aber ich hab auch das Gefühl viel mehr zeit zu haben als während meiner Berufstätigkeit.
In der Vorklinik war es schon ein straffes Programm, aber so ist das eben, was soll man denn auch machen?
Macht ja keinen Sinn sich darüber den Kopf zu zerbrechen, wenn ich ohne Job nicht über die Runden kommen würde.
Und jetzt in der Klinik komme ich nicht mal auf 40h/Woche die ich in uni und Arbeit investiere. Also an und für sich schon ein gechilltes Leben.
Ich weiß ja nicht was du so den ganzen tag machst, aber wenn du vier Tage arbeiten neben der Uni "hart" findest, dann freu dich mal drauf wie das wird wenn du vollzeit arbeitest :-))

][truba][
05.02.2016, 16:51
Wieso? Empfand ich nicht so, im Gegenteil :-nix

Weil es anstrengender ist als früher. Arbeite auf einer herzchirurgischen ITS und wenn man da nicht mehr die Routine hat, wird es schwer alles zu schaffen. Wenn man ECMO, IABP, CICA usw. usf. im Zimmer hat und dann die ganzen instabilen und/oder deliranten Patienten, bleibt auch keine Zeit "nebenher was zu lernen". Nix da mit Sono´s, Punktionen oder sonstige Sachen sehen. Meistens bin ich froh alles zu schaffen. Und unterbezahlt bin ich auch noch.

Aber ich will mich nicht beschweren. Es macht ja noch Spass, nur immer weniger je länger ich von einer "regelmäßigen" Arbeit dort entfernt bin.

Und es wird auch Zeit, endlich mal fertig zu sein und nicht der ständig arbeitende "Student".

][truba][
05.02.2016, 16:56
Vielleicht weil man dann immer weniger Lust auf Pflege hat und endlich ärztliche Aufgaben übernehmen will?
Ist jetzt aber nur so ne Theorie, bin ja selbst nicht in der Pflege tätig...

Das ist bei mir wirklich nicht so (obwohl ich natürlich trotzdem gern ärztl. Tätigkeiten übernehmen möchte). Heute hab ich einen nicht wirklich ITS- pflichtigen Patienten gehabt (neben dem richtigen ITS Patient ;-) ), der aber dement gewesen ist und mir hat es sehr viel Spass gemacht richtige Pflege zu betreiben. Wird mir sogar manchmal fehlen (manche Sachen davon).

mountainview
05.02.2016, 16:59
Wie geschrieben, teilweise, zb bei milkakuh liest sich das eher so: viele Dienste (also mehr als vier Tage), viel Spaß und eher wegen der Arbeit selbst und dem Lerneffekt als wegen der Notwendigkeit den Lebensunterhalt erarbeiten zu müssen. Schreibt sie oben ja auch, dass sie eigentlich nicht so viel arbeiten müsste….das mit den Lebenskosten und dem Sparen für Reisen etc. ist ja selbstredend, aber wenn die Notwendigkeit sonst nicht gegeben ist - soviel selbstbestimmte freie Zeit hat man nach dem Studium wohl kaum wieder…daher meine neugierigen Fragen. :-)

][truba][
05.02.2016, 17:02
Ich arbeite auch mehr als ich nur fürs "reine Überleben" bräuchte. Aber wer will schon "nur" überleben.

Absolute Arrhythmie
05.02.2016, 17:05
Jo, ich fahre zwei bis dreimal im Jahr in den Urlaub und wohne in einer 4 Zimmer Wohnung. Da nicht arbeiten zu gehen wäre wohl dekadent.

*milkakuh*
05.02.2016, 17:10
Also ich bin leider nicht besonders gut organisiert bisher, hab mir aber wieder mal vorgenommen das zu ändern. :-)) Ich fange leider meistens erst kurz vor den Klausuren an zu lernen. Hab zwar bisher im der Klinik alles bestanden aber halt nicht mit super Noten. Nach der Uni und am Wochenende vertröstet ich also auch oft meine Zeit (gerade liege ich zum Beispiel auf dem Sofa und schaue GNT :-D)

Sie Dienste finde ich meistens auch sehr stressig, auch weil mir die Routine fehlt. Aber die Dankbarkeit der Patienten und die Bestätigung gleichen das wieder aus. Meistens habe ich auch keine Zeit irgendwo zuzuschauen aber viele Sachen bekommt man ja nebenbei mit und verinnerlicht es dadurch. Spontan fällt mir ein Beispiel ein: Hab eine Patientin mit ambulant erworbener Pneumonie aufgenommen und von der ZNA war die Bestimmung vom Legionellen Antigen im Urin a geordnet, schöne Wiederholung für Mibi. Sowas meinte ich mit "lernen".

Absolute Arrhythmie
05.02.2016, 17:14
Ich hatte letztens auch die Gelegenheit eine atypische Pneumonie auszukultieren, und auf Intensivstation kann ich recht viel Physio und Patho-Wissen anwenden.
"Lernen" im sinne von Bücher lesen geht i.d.R. nicht, dafür ist es viel zu stressig drei Intensivpatienten eigenverantwortlich zu versorgen.
Nicht dass das hier falsch rüberkommt, ich muss nicht arbeiten um nicht zu verhungern, dafür reicht das Bafög schon aus :-))
Aber um den von mir gewünschten Lebensstil aufrecht erhalten zu können und meine Freizeit so verbringen zu können wie ich möchte muss ich schon arbeiten.
Aber mit ein ganz klein bisschen Organisation geht das schon. Ist halt nicht immer schön sonntags um 5 Uhr aufzustehen.

][truba][
05.02.2016, 17:20
Dann bin ich hier wohl der einzige, der arbeitet um nicht zu verhungern. Was allerdings kein Wunder ist, bei meinem Nahrungsmittelkonsum :-D

Absolute Arrhythmie
05.02.2016, 17:24
[truba][;1907824']Dann bin ich hier wohl der einzige, der arbeitet um nicht zu verhungern. Was allerdings kein Wunder ist, bei meinem Nahrungsmittelkonsum :-D

Für mehr als essen und Kaffee trinken würde das Bafög bei mir aber auch nicht reichen. Hier sind die mieten nicht gerade günstig und auch wenn ich nicht allein lebe schlägt das dann doch ganz ordentlich zu Buche.
Aber von bafög+450€-Job lässt es sich recht komfortabel leben, wenn man gut kalkuliert :-)

mountainview
05.02.2016, 17:26
AA, das ist ja absolut nachvollziehbar was du schreibst und es klingt auch moderat…arbeite auch neben der uni, verein, und ehrenamtlichem job…hatte wegen den VIELEN Diensten gefragt, die ja auch schlauchen, aber wohl nicht gaaanz notwendig sind…geht etwas in die Richtung von der aktuellen Diskussion um die Gehalts-Zulagen…eben ob lieber mehr Geld in der Tasche oder am WE/Feiertag lieber Famile/Freunde/Hobbies?…war aber überhaupt nicht wertend gefragt, sondern reine Neugierde.

*milkakuh*
05.02.2016, 17:31
Hat hier glaube ich auch keiner in den falschen Hals bekommen. Fand die "Diskussion" auch interessant. :-)