Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwindelerregend - Routineeinsatz im Milieu?
WackenDoc
19.08.2012, 16:51
Aber nach 8Stunden sollte man die Ischämie doch im CT sehen können,oder?
Was macht denn das restliche Labor? Haben wir da ne Erklärung für den Schwindel.
Mein Favorit wäre ja immernoch die Klinik,die ihn kennt. Evtl würden die die geplante TEA ja vorziehen.
lupina81
19.08.2012, 16:51
Also der Neurologe zieht die Sache natürlich jetzt durch. Hätte ich auch gemacht. Aufnahme auf die Stroke für 72 h. Morgen gibt es das MRT Bild + kompletter Angiostatus.
lupina81
19.08.2012, 16:52
Was macht denn das restliche Labor?
Welche Werte möchtest Du noch haben? Alles haben wir zugegebenermaßen nicht gemacht.
WackenDoc
19.08.2012, 17:03
Ah,ich seh's grad.Die Werte hattest du ja schon gepostet.
Was meinst du eigentlich mit komplettem Angiostatus?
Hellequin
19.08.2012, 17:18
Sofern da keine andere Ursache aus dem Busch springt und laut "Hier" schreit würde ich ihn auch auf Stroke aufnehmen. Vom Essener Risikoscore her dürfte er genügend Punkte für eine Eskalation auf Plavix haben. Je nach bisheriger Simvastatin Dosis würde ich ggf. auf 40mg erhöhen. Zeigt das MRT eine Ischämie haben wir nen Nachweis, ist es blande würde ich es bei zurückgebildeter Symptomatik als TIA laufen lassen. Was macht eigentlich die Dysarthrie?
Hellequin
19.08.2012, 17:21
Aber nach 8Stunden sollte man die Ischämie doch im CT sehen können,oder?
Der Stammhirnbereich sind häufig schwierig bis gar nicht im CCT zu beurteilen. Vorallem wenn es eher eine kleine Ischämie ist.
Relaxometrie
19.08.2012, 17:29
Gibt es eigentlich PRIND noch? Ich meine, schon vor längerer Zeit gelesen zu haben, daß diese Diagnose nicht mehr verwendet wird?
Hellequin
19.08.2012, 17:51
Gibt es eigentlich PRIND noch? Ich meine, schon vor längerer Zeit gelesen zu haben, daß diese Diagnose nicht mehr verwendet wird?
Das was man früher als PRIND hat laufen lassen, waren halt letztendlich manifeste Schlaganfälle wo die Leute die Sympomatik aber rasch kompensieren konnten. Von daher macht die Unterscheidung keinen Sinn mehr.
psycho1899
19.08.2012, 18:07
Einen KH-Infarkt sollte man in der Tat nach 8 h meist sehen können (wenn er nicht winzig ist), selbst im CT. Hirnstamm ist da hingegen schon sehr diffizil. Wenn ich ehrlich bin... wenn ich dem seine vertebrobasiläre fluktuierende Symptomatik glaube, dann will ich nicht erst am Folgetag eine Gefäßdarstellung. Doppler ist natürlich machbar, hat aber vertebrobasilär seine Einschränkungen, gerade was die distale Basilaris anbelangt. Von daher, falls MRT nicht möglich wäre, hätte ich zumindest eine CT-Angio. Eigentlich möchte ich ja auf das MRT bestehen ;-) Das macht einem auch die Entscheidung, ob man ein Strokebett bucht oder nicht, einfacher.
Wie war denn der AAT?
AAT? Erbitte schamanistenverständliche Erklärung ;-)
psycho1899
19.08.2012, 18:11
Sofern da keine andere Ursache aus dem Busch springt und laut "Hier" schreit würde ich ihn auch auf Stroke aufnehmen. Vom Essener Risikoscore her dürfte er genügend Punkte für eine Eskalation auf Plavix haben. Je nach bisheriger Simvastatin Dosis würde ich ggf. auf 40mg erhöhen. Zeigt das MRT eine Ischämie haben wir nen Nachweis, ist es blande würde ich es bei zurückgebildeter Symptomatik als TIA laufen lassen. Was macht eigentlich die Dysarthrie?
8 h Beschwerdepersistenz ist schon arg lang, um von einer TIA auszugehen, falls das MRT DWI-negativ ist. Formal nicht auszuschließen, aber die meisten TIA-Patienten mit negativem MRT haben eine Rückbildung der Symptomatik innert 1 h.
psycho1899
19.08.2012, 18:11
AAT? Erbitte schamanistenverständliche Erklärung ;-)
Das war jetzt suchtmedizinisch und natürlich totaler Blödsinn von mir, da wir ja das Ethanol in der Klinik im Labor bestimmen.
Atemalkoholtest
FirebirdUSA
19.08.2012, 19:06
Einen KH-Infarkt sollte man in der Tat nach 8 h meist sehen können (wenn er nicht winzig ist), selbst im CT. Hirnstamm ist da hingegen schon sehr diffizil. Wenn ich ehrlich bin... wenn ich dem seine vertebrobasiläre fluktuierende Symptomatik glaube, dann will ich nicht erst am Folgetag eine Gefäßdarstellung. Doppler ist natürlich machbar, hat aber vertebrobasilär seine Einschränkungen, gerade was die distale Basilaris anbelangt. Von daher, falls MRT nicht möglich wäre, hätte ich zumindest eine CT-Angio. Eigentlich möchte ich ja auf das MRT bestehen ;-) Das macht einem auch die Entscheidung, ob man ein Strokebett bucht oder nicht, einfacher.
Wie war denn der AAT?
Infratentoriell ist die Beurteilung je nach Verfahren (Spirale oder Sequenziell), Zahnstatus, Kollimation, berechneter Schichtdicke und Dosis häufig sehr schwierig, auch KH-Infarkte embolischer Genese.
MR akut halte ich für nicht therapierelevant (hat schon ASS und ist durch seine Leber sowieso antikoaguliert, selbst wenn du keeine Diff.störung siehst kannst du klinisch eine TIA nicht ausschliesen), Gefäßstatus inkl. Vertebralisabgang aber schon (ggf. Intervention bei höhergr. Abgangsstenose), deswegen CTA ab Aortenbogen bitte.
psycho1899
19.08.2012, 19:13
Bei Symptomatik > 8 h, schwammiger Symptomatik (Schwindel und sonst nichts wirklich objektivierbares) und negativem MRT würde ich den bei meist vorherrschender Bettennot nicht auf die Stroke aufnehmen. Eine TIA, die 8 h eine Symptomatik macht, aber DWI-negativ ist, ist eine absolute Rarität.
PS: Embolischer Genese? Welche Genese soll's denn sonst sein bei Kleinhirninfarkt, wenn es nicht ein Dissekat ist?
lupina81
19.08.2012, 22:08
Was meinst du eigentlich mit komplettem Angiostatus?
Unteren Extremitäten und Karotiden bds. Wobei letzteres vermutlich wichtiger ist. Auch über eine elektive Coro wurde schon nachgedacht.
lupina81
19.08.2012, 22:10
Mein Favorit wäre ja immernoch die Klinik,die ihn kennt.
Da ist er. Ist vielleicht etwas untergegangen. Vermutlich war deswegen die Aufnahme auf die Stroke auch unkomplizierter. Die Vorbefunde sprechen ja für sich.
lupina81
19.08.2012, 22:13
Was macht eigentlich die Dysarthrie?
Der Gefäßchirurg, der ihn von der letzten Aufnahme kennt, meint er spricht schon "anders", kann es aber auch nicht mit Sicherheit sagen, da die Artikulationsfähigkeit von Natur aus schon etwas "eingeschränkt" zu sein scheint. Laut Frau und Patient selbst sei alles in Ordnung.
lupina81
19.08.2012, 22:32
Hab noch mal schnell den Originalbefund der "Duplexsono hirnversorgende Gefäße" herausgesucht:
"Rechts: Die ACC ist etwas elongiert, aber durchgängig. Unauffällige ACE. Die ACI weist am Abgang grobschollige Verkalkungen auf, die Restlichtung ist mit echoarmem Material nahezu vollständig ausgefüllt. Duplexsonographisch allenfalls geringer Flussnachweis in der ACI. Links: geringe Kalkplaques im Bereich der Karotisgabel.
Beurteilung:
Subtotaler Verschluß der re. A. carotis interna.
lupina81
19.08.2012, 22:54
Und weil ja sonst keiner die Spannung aushält, hier der CT Angio Befund:
subtotaler Verschluss der re. AICA bei artherosklerotischen Veränderungen der A. basilaris und beider Aa. carotis interna (re > li).
FirebirdUSA
20.08.2012, 09:39
Bei Symptomatik > 8 h, schwammiger Symptomatik (Schwindel und sonst nichts wirklich objektivierbares) und negativem MRT würde ich den bei meist vorherrschender Bettennot nicht auf die Stroke aufnehmen. Eine TIA, die 8 h eine Symptomatik macht, aber DWI-negativ ist, ist eine absolute Rarität.
KKann ich nachvollziehen, wäre bei uns aber kein Grund sofort ein MR zubekommen wenn es wirklich voll ist (viel zu wenig Meßzeit für viel zu viele Anforderungen). Oder würde dir in diesem Fall nur eine DWI reichen?
PS: Embolischer Genese? Welche Genese soll's denn sonst sein bei Kleinhirninfarkt, wenn es nicht ein Dissekat ist?
Stenose auf Basis der bekannten Gefäßerkrankung.
Was macht man eigentlich therapeutisch in diesem Fall? Plavix zusätzlich trotz Q 60%?
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.