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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Assistenzärzte verdienen wenig?



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Peter_1
28.10.2012, 13:29
Verglichen mit so manch anderem Akademiker mit jetzt nicht unbedingt abwechslungsreichem Job fühle ich mich schon mal nicht so ganz finanziell gewürdigt.

Kommt drauf an mit welchen Akademikern man sich vergleicht. Die meisten die ich kenne verdienen weniger, aber vielleicht kenne ich die falschen. Wenn ich mal so vergleiche, dann haben es Mediziner doch gerade echt gut. Nicht nur dass der Verdienst jetzt vergleichsweise ganz okay ist (gut besser geht und gibt es immer), sondern auch die Jobaussichten sind paradiesisch verglichen mit anderen Akademikern. Gejammer gehört ja zu jedem Beruf und hat auch bei den Medizinern durchaus reale Hintergründe (z.B. AiP Zeit noch vor Jahren und ausbeuterische Wochenarbeitszeiten z. T. ja noch heute, mit dem Unterschied, dass man heute eben einfach eine bessere Stelle suchen kann), manchmal geht es mir aber doch auf den Nerv. Schülern müsste man doch heute sagen: wenn euch der Job interessiert, dann macht es, das Geld liegt überall nicht auf der Strasse und arbeiten muss man auch überall dafür.

astrophys
28.10.2012, 13:32
Verglichen mit so manch anderem Akademiker mit jetzt nicht unbedingt abwechslungsreichem Job fühle ich mich schon mal nicht so ganz finanziell gewürdigt.

Das ist kurios, insbesondere da Ärzte die am besten bezahlte Berufsgruppe in Deutschland, auch verglichen mit anderen Akademikern, ist.

Lizard
28.10.2012, 13:46
Das ist kurios, insbesondere da Ärzte die am besten bezahlte Berufsgruppe in Deutschland, auch verglichen mit anderen Akademikern, ist.
Gilt das auch noch wenn man die Wochenarbeitsstunden inkl.Überstunden mit einbezieht ?

Feuerblick
28.10.2012, 13:54
Da auch andere gut verdienende Gruppen durchaus VIELE Stunden/Woche arbeiten und viele Überstunden machen, dürfte das trotzdem gelten.

Colourful
28.10.2012, 13:59
Da auch andere gut verdienende Gruppen durchaus VIELE Stunden/Woche arbeiten und viele Überstunden machen, dürfte das trotzdem gelten.

Auf jeden Fall, manche Investmentbanker verdienen dann zwar das doppelte Facharztgehalt und mehr, aber die arbeiten dann auch jahrelang 80 Stunden in der Woche. Ist vielleicht immer noch mehr, aber mal im Ernst, wer möchte denn hier wirklich mit dem Geld anderer Leute *spielen* und überall schief angeschaut werden? ;-)

Ich sehe das so wie Funkel - mein Einstiegsgehalt wird etwa so in dem Bereich liegen (eher drüber), was mein Papa nach 40 Berufsjahren verdient (ist kein Akademiker), aber wird für seinen Beruf auch eher gut bezahlt, von dem Geld und auch teilweise weniger hat der immerhin zwei Kinder groß gezogen (meine Mama hat immer auf 400 Euro-Basis gearbeitet).
Im Urlaub waren wir auch. :-)
Alles wirklich auch eine Frage der Ansprüche.

LG!

Peter_1
28.10.2012, 15:21
Da auch andere gut verdienende Gruppen durchaus VIELE Stunden/Woche arbeiten und viele Überstunden machen, dürfte das trotzdem gelten.

:-top sehe ich auch so!

EKT
28.10.2012, 15:35
Sind 3,8 k für einen OA ok?

Ich finde es eher eine Frechheit....

Feuerblick
28.10.2012, 15:44
Und warum findest du das? Ist verdammt viel Geld, oder?

Muriel
28.10.2012, 15:48
Zumal diese Zahlen nicht realistisch sind, da selbst ein Assistent in fortgeschrittener WB mit Diensten locker auf dieses Netto kommt bei entsprechender Superklasse zumindest.

Peter_1
28.10.2012, 15:50
Sind 3,8 k für einen OA ok?

Ich finde es eher eine Frechheit....

Mit oder ohne Dienste, mit oder ohne Poolbeteiligung?

Peter_1
28.10.2012, 15:51
Zumal diese Zahlen nicht realistisch sind, da selbst ein Assistent in fortgeschrittener WB mit Diensten locker auf dieses Netto kommt bei entsprechender Superklasse zumindest.
So kenn ich das nämlich auch.

Feuerblick
28.10.2012, 15:54
Eben... :-nix Irgendwo muss es dann ja auch mal gut sein. Erklär mal einem Schichtarbeiter bei Opel, warum er weniger als ein Drittel verdient, obwohl er Tag für Tag schwer arbeitet...

Ex-PJ
28.10.2012, 16:00
Eben... :-nix Irgendwo muss es dann ja auch mal gut sein. Erklär mal einem Schichtarbeiter bei Opel, warum er weniger als ein Drittel verdient, obwohl er Tag für Tag schwer arbeitet...
Weil er oft eine nur gering qualifizierte Ausbildung hat und eigentlich ueberbezahlt ist. In Bochum stehen bei Opel zuhauf ehemalige Bergleute hochdotiert am Fliessband.

Feuerblick
28.10.2012, 16:06
Schmälert das nun die Arbeit und die körperliche Anstrengung, dass er eine geringere Ausbildung hat? Was ich sagen will: Es ist schon okay, dass höher qualifizierte Menschen entsprechend Jobs mit höheren Ansprüchen und damit höherer Bezahlung bekommen. Aber irgendwann muss man die Kirche im Dorf lassen und mal ganz objektiv sehen, dass man eigentlich monatlich viel Geld auf dem Konto hat. Und dass es einem verglichen mit sehr, sehr vielen Menschen in diesem Land verdammt gut geht. Weil die nämlich mit einem Drittel unseres Gehaltes Wohnung, Kinder, Auto finanzieren müssen und es auch irgendwie schaffen. :-nix

Peter_1
28.10.2012, 16:36
Weil er oft eine nur gering qualifizierte Ausbildung hat

Es ist selbstverständlich legitim mehr Geld für die bessere Ausbildung und die höhere Verantwortung zu bekommen, deswegen ist der Vergleich mit einem Bandarbeiter vielleicht ein schiefer Vergleich. Aber auch wenn wir uns mit anderen ähnlichen Berufen vergleichen, so kann man (finde ich) beileibe nicht sagen, dass es uns da lohntechnisch (und karrieremässig)schlecht trifft. Mein gesamter Freundeskreis besteht aus Akademikern unterschiedlichster Fachrichtungen, die meisten sind froh wenn sie sich von einem zum nächsten befristeten Job hangeln können, von einer Entlohnung wie ich sie als Assistenzarzt schon nach 5 Jahren hatte, können die meisten nur träumen. Ich gebe aber zu bedenken, dass ich keinen einzigen Investmentbanker im Freundeskreis habe.
Ich gehe da vollkommen mit zu sagen die für mich relevanten Defizite in der Medizin liegen heutzutage nicht unbedingt in der Entlohnung, sondern zB in schlechter Weiterbildung, zunehmender Bürokratisierung, Defensivmedizin und Arbeitsverdichtung. Hier lohnt es sich zu kämpfen: zB für eine gelebte Weiterbildungskultur, für eine Entlastung von medizinfremden Tätigkeiten, für mehr Zeit am und mit den Patienten usw..

EKT
28.10.2012, 17:16
Und warum findest du das? Ist verdammt viel Geld, oder?

Das finde ich, weil es in keiner Weise in Relation zu meiner Ausbildung, Erfahrung und vor allem Verantwortung steht, im Übrigen auch nicht zum Gehalt von z. B. Krankenschwestern und schon gar nicht zu den Kosten guter Fortbildungen.


ein Assistent in fortgeschrittener WB mit Diensten locker auf dieses Netto kommt

Eben.


Mit oder ohne Dienste, mit oder ohne Poolbeteiligung?

Ohne Dienste. Poolbeteiligung - was ist das? Mein Chef sackt alles selbst ein.

Thomas24
28.10.2012, 17:19
Ok, aber um das Ganze mal in Relation zu setzen.
Ab 126.000 Eur/ brutto (!!!) Jahresgehalt gehört man zu den Top 1% der Einkommensbezieher.
Und das sind durchaus Größenordnungen, die man als FA/OA im Laufe seiner Berufstätigkeit erreicht-

Miss
28.10.2012, 17:24
Poolbeteiligung? Darüber las ich heute auch in einer Stellenanzeige...man sieht sich ja mittlerweile mal um. Und konnte nur herzhaft lachen, stimmt, da war doch was :-nix

Kackbratze
28.10.2012, 17:40
Entschuldigt, aber die gesamte Diskussion hier könnt ihr auch per copy&paste aus verschiedenen anderen Gehaltsthreads rauskopieren.
Es dreht sich doch immer im Kreis, oder?

:-meinung

SuperSonic
28.10.2012, 17:41
Sind 3,8 k für einen OA ok?

Ich finde es eher eine Frechheit....
Ich gehe davon aus, dass du 3,8 k€ netto meinst (TVÄ/VKA, EG III, Stufe 1, LStKl. IV: 3.6 k€), das ist dann für einen OA doch mehr als genug. :-nix