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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Assistenzärzte verdienen wenig?



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EVT
04.11.2012, 14:31
sie hatte ja nur geschrieben, dass andere diese gehälter erreichen, nicht sie selber.

anba
04.11.2012, 15:19
sie hatte ja nur geschrieben, dass andere diese gehälter erreichen, nicht sie selber.


Sie hat in diesem Thread geschrieben:



Ich bin Diplomatin, daher verdiene ich schon deutlich mehr als ein Arzt.




Ich bin erst seit diesem Jahr mit der Ausbildung fertig und habe das dreifache Nettogehalt eines Assistensarztes.



In meinem Job kann ich jeden Monat, einen Betrag in der Höhe eines Assistensarztgehalt, auf mein Sparbuch packen...


In einem anderen Thread schrieb sie:



Hallo Leute,

ich lebe im Ausland und mache gerade mein Abi via Fernstudium nach. Ohne Abi könnte sie nur im mittleren Dienst sein (Sachbearbeiterin oder so ähnlich ) und da käme sie niemals auf das [Zitat] "dreifache Nettogehalt eines Assistenzarzts" - nicht mal in Novosibirsk oder Somalia und schon gar nicht direkt nach dem Abschluss der (nicht universitären) Ausbildung - behaupte ich jetzt mal.

Um auf die in astrophys' und JJs Link genannten Diplomatengehälter zu kommen, müsste sie ein Hochschulstudium abgeschlossen, in einem angeblich ziemlich harten Auswahlverfahren für den Vorbereitungsdienst zum Diplomatischen Dienst durchgekommen und diesen Vorbereitungsdienst (vergleichbar dem Referendariat der Juristen) erfolgreich absolviert haben. Dann aber wäre ein Medizinstudium für sie ein Zweitstudium.

Nurbanu
04.11.2012, 15:36
Don't feed the troll :-)

Anba, Danke für deine Mühen einzelne Belege dieser hanebüchenen Behauptung und Gegenbeweise zusammenzusuchen.

EVT
04.11.2012, 15:36
ich hatte mich auch gewundert, dass man im gehobenen dienst schon auf so viel geld kommt, aber ohne abi kann man den ja gar nicht machen oder? dann würde es mich noch mehr wundern. ich war jetzt davon ausgegangen, dass es an den auslandszulagen, vllt. noch kindergeld und unterhalt etc. liegt, dass es so hoch ist. vllt. auch an der steuerfreiheit, ka. aber selbst als attachee im höheren dienst verdient man nicht so viel, das stimmt.
sie wird uns bestimmt aufklären ;-)

anba
04.11.2012, 15:52
ich hatte mich auch gewundert, dass man im gehobenen dienst schon auf so viel geld kommt, aber ohne abi kann man den ja gar nicht machen oder?
Ich hab dazu gerade mal in dieser Broschüre gestöbert: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/371240/publicationFile/166457/WeltWeitWir.pdf;jsessionid=B4AA77C811FF85EFF4156BD B4121BC3C

Voraussetzung für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst für den gehobenen Dienst ist demnach das Abitur oder mindestens die Fachhochschulreife.

Zitat aus http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/371240/publicationFile/166457/WeltWeitWir.pdf;jsessionid=B4AA77C811FF85EFF4156BD B4121BC3C


1. Vorbildungsvoraussetzungen

höherer Dienst: ein mindestens mit einem
Master abgeschlossenes Hochschulstudium
(ein Bachelor-Abschluss ist nicht ausreichend)


gehobener Dienst: Abitur, Fachhochschulreife
oder ein hochschulrechtlich als gleichwertig aner-
kannter Bildungsstand


mittlerer Dienst: mittlerer Bildungsabschluss
(z.B. mittlere Reife) oder Hauptschulabschluss mit
einer abgeschlossenen förderlichen Berufsausbil-
dung, beispielsweise im kaufmännischen Bereich

Kokrobite
04.11.2012, 16:06
ebenfalls

anba
04.11.2012, 16:32
Ich habe damals die Schule abgebrochen und somit nur die schulische Fachhochschulreife.

Du widersprichst Dir selbst ;-): Neulich hattest Du in einem anderen Thread als Schulabschluss noch die Fachoberschulreife genannt, also einen "mittleren Abschluss" ( „Mittlere Reife“). Guckst Du dort:

Somit habe ich aktuell leider nur die Fachoberschulreife mit Qualifikation.

Heute sprichst Du von der Fachhochschulreife, also einem Abschluss, der umgangssprachlich als „Fachabi“ bezeichnet wird.

Kokrobite
04.11.2012, 16:41
ebenfall

anba
04.11.2012, 17:06
Ich habe den SCHULISCHEN Teil der Fachhochschulreife, was ohne den praktischen Teil, aber trotzdem nur die Fachoberschulreife ist.
Der Widerspruch besteht weiterhin: Die Fachoberschulreife erhält man beim erfolgreichen Abschluss der zehnten Klasse, also nach Abschluss der Sek I. Für den schulischen Teil der Fachhochschulreife musste man bisher (also zur Zeit des G13) mindestens zwei Jahre lang die Sek II erfolgreich besucht haben, also mindestens die zwölfte Klasse an einem Gymnasium, einer Gesamtschule etc. gemacht haben.

Fachoberschulreife:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mittlere_Reife (http://de.wikipedia.org/wiki/Mittlere_Reife#cite_note-0)


Fachhochschulreife:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fachhochschulreife

Edit ist auch noch etwas hierzu eingefallen:


Ich habe den SCHULISCHEN Teil der Fachhochschulreife, was ohne den praktischen Teil, aber trotzdem nur die Fachoberschulreife ist.

Den praktischen Teil der Anforderungen für die Fachhochschulreife hättest Du mit dem Abschluss einer Berufsausbildung (in Deinem Fall der Ausbildung zur "Dipolmatin" im Mittleren Dienst) auch erfüllt. Also hättest Du nicht die Fachoberschulreife, sondern die Fachhochschulreife.

Thomas24
04.11.2012, 17:21
Und der Fred läuft und läuft und läuft...

@Anba: ist dir bislang noch nie jemand über den Weg gelaufen, der bei "formal geringerer Qualifikation" teilweise deutlich mehr verdient als du?

anba
04.11.2012, 17:29
Und der Fred läuft und läuft und läuft...... q. e.d. ;-)

anba
04.11.2012, 18:16
Für alle, die nun doch etwas Konkretes über Gehälter im Mittleren Dienst des Auswärtigen Amts wissen wollen: Hier ist ein Link zu einer pdf des Auswärtigen Amts über die Bezüge eines Singles im Mittleren Dienst des AA (Stand 8/2012): http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/375232/publicationFile/170838/Bezuege.pdf



In Berlin gibts demnach 2083 Euro/Monat als zu versteuerndes Gehalt (Grundgehalt plus Ministeriumszulage). Davon geht noch die Krankenversicherung/PKV weg.



In Brüssel gibts 1974 Euro/Monat als zu versteuerndes Grundhgehalt, von dem die Krankenversicherung/PKV bezahlt werden muss. Hinzu kommen 988 Euro steuerfreie Zuschläge. (Nicht schlecht und Brüssel soll ja eine schöne Stadt sein.)



In Lagos gibts ebenfalls 1974 Euro/Monat als zu versteuerndes Grundgehalt, von dem die KrankenversicherungPKV bezahlt werden muss. Hinzu kommen noch 2920 Euro/Monat als steuerfreie Zuschläge, aber wer will schon nach Lagos.

astrophys
04.11.2012, 18:41
Nach allem, was man in den Infos lesen kann, kann man im mittleren Dienst nicht Diplomat/in werden.

Also was ist jetzt richtig: Mittlerer Dienst oder Diplomatin?

anba
04.11.2012, 18:53
Nach allem, was man in den Infos lesen kann, kann man im mittleren Dienst nicht Diplomat/in werden.
Diese Frage hatte ich mir auch gestellt, aber auch Wikipedia hat mich da nicht wirklich schlau gemacht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Diplomat




Ein Diplomat ist ein Regierungsbeauftragter, der seinen Staat (http://de.wikipedia.org/wiki/Staat) auf Regierungsebene gegenüber ausländischen Staaten oder internationalen Organisationen (http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Organisation_(Völkerrecht)) völkerrechtlich (http://de.wikipedia.org/wiki/Völkerrecht) vertritt. Er kann dabei Chef einer diplomatischen Mission (http://de.wikipedia.org/wiki/Diplomatische_Vertretung) oder dieser untergeordnet sein.
Im Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland werden grundsätzlich alle entsandten Beamten des Auswärtigen Dienstes zur Diplomatenliste eines Empfangsstaates angemeldet.
Der letzte Satz würde auch Beamte des Mittleren Dienstes einschließen, obwohl man sich umgangssprachlich unter einem Diplomaten nicht unbedingt den Sachbearbeiter aus dem Mittleren Dienst der Botschaft vorstellt

astrophys
04.11.2012, 19:13
Also alles, was man so findet deutet darauf hin, dass man als Diplomat nur im höheren Dienst eingesetzt werden kann:

Wie wird man Diplomat (http://wissen.dradio.de/auswaertiger-dienst-wie-wird-man-diplomat.39.de.html?dram:article_id=871)

Arbeitsagentur (http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/berufId.do?_pgnt_act=goToAnyPage&_pgnt_pn=0&_pgnt_id=resultShort&status=T01)

Sowohl im mittleren, als auch im gehobenen Dienst übernimmt man mehr oder weniger anspruchsvolle Sachbearbeiteraufgaben bis hin zum Verwaltungsleiter:

Mittlerer und gehobener Dienst beim AA (http://www.auswaertiges-amt.de/DE/AusbildungKarriere/AA-Taetigkeit/Laufbahn-mDgD_node.html)


Da die Ausbildung im höheren Dienst im Regelfall ein Hochschulstudium voraussetzt, haben Diplomaten üblicherweise einen solchen Abschluß, bevor sie mit der Ausbildung beginnen.

anba
04.11.2012, 19:14
Zuhause sprechen wir nur deutsch, aber wir leben im Ausland. Somit wächst mein Kind mehrsprachig auf.
Wir haben erst in Westafrika gelebt. Dort hat er sehr zügig englisch gelernt und kann es auch heute noch. Nun leben wir seit einigen Monaten in Lateinamerika. Spanisch geht schleppend voran, da unser Freundeskreis hier überwiegend deutsch ist.
Da wir aber noch einige Jahre hier leben werden und es nach der Einschulung weitgehend mit deutsch vorbei ist, bin ich zuversichtlich, dass er wohl eines Tages fließend spanisch sprechend wird.

Ich tue mich ehrlich gesagt schwerer als er...
Wir sind beide ohne Spanischkenntnisse her gekommen.
Er saugt die Wörter quasi auf,ich muss sie mir mühevoll in den Kopf hämmern :)



Wie sollen wir das verstehen? Das Auswärtige Amt schickt eine Diplomatin ohne Spanischkenntnisse in ein Land, dessen Landessprache Spanisch ist?

Nurbanu
04.11.2012, 21:11
Es gibt wohl nichts Albernenes als erst groß zu reden und dann sämtliche Beiträge zu editieren.

Es gibt Konsulate und Botschaften. Die meisten Mitarbeiter dieser beiden Einrichtungen sind Konsularbeamte. Der höchste Posten in einem (General-)Konsulat ist der (General-)Konsul. Sie sind verwaltend und teilweise repräsentierend tätig. Sie sind Behördenmitarbeiter. So wie man hier zum Einwohnermeldeamt geht, seinen Pass beantragt/verlängert was auch immer. Sie vertreten das eigene Land gegenüber den eigenen Landsleuten.

Der Diplomat hingegen vertritt die Regierung seines Landes. Nun scheint es in Deutschland, dass auch einfache Beamte als Diplomaten bezeichnet werden. Aber das klassische Verständnis von Diplomat ist wohl: Vertreter des eigenen Landes gegenüber einem anderen Land.

Zum Leben von Konsularbeamten u.ä.:
- alle paar Jahre umziehen
- keine richtigen sozialen Kontakte
- Schulkosten für Kinder, da sie auf eine private internationale Schule geschickt werden müssen (die Preise aus D, die ich kenne, sind ganz schön happig)
- "traumatisierte" Kinder (sowas wie feste Freunde oder Bindung und einen Ort, an den sie sich zurückziehen können, kennen sie nicht)
- man kann auch an weniger schönen Orten bzw. gefährlichen Orten der Welt eingesetzt werden, sodass man wie auf einem Campus (oder wie in den USA die privaten, bewachten Wohnbezirke) lebt und in Militärfahrzeugen vom Areal wegfährt
- es arbeitet meist nur einer, denn der andere Partner findet nicht überall einen Job, vor allem, weil unterschiedlichste Sprachen gelernt und beherrscht werden wollen und nicht überall Englisch ausreicht
- oder es läuft auf eine extreme Fernbeziehung

Das ist garantiert nicht beneidenswert.

@ anba

Knapp 3000 € monatlich ohne Steuern, macht bei drei Jahren Auslandseinsatz in Lagos 108.000 €. Also davon kann man sich einen ordentlichen Teil des Eigenheimes ohne Zinsen leisten. Nicht schlecht. :-) Für die Zeit nach der Rente nicht schlecht. Davor braucht man kein Immobilieneigentum.

JJ*
05.11.2012, 08:36
Anba, Danke für deine Mühen einzelne Belege dieser hanebüchenen Behauptung und Gegenbeweise zusammenzusuchen.
:-top

Herzkasperl
05.11.2012, 09:18
Solange Ihr Euch so kryptisch ausdrückt, muß man ja von etwas Illegalem, oder wenig Angesehenem ausgehen.

Das mit dem wenig Angesehenem ist gegenüber Ärzten sicher richtig. Hier geht es aber um Geld :-))

Sieh Dir nur mal diese bereits zitierte Quelle genauer an:
http://www.iww.de/pfb/wirtschaftsberatung/gesundheitswesen-verdienstmoeglichkeiten-fuer-niedergelassene-und-fuer-angestellte-aerzte-f56144

Dann wirst Du feststellen, dass sich auf den ersten 4 Plätzen 4 Berufsgruppen tummeln, die sich grob in 2 Lager einteilen lassen: Die erste Gruppe sind Berufe, die man sein gesamtes Berufsleben (Arzt, Pilot) ausübt, die andere Gruppe ist von Berufsanfängern und jungen Associates geprägt (Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer). Bei BCG&Co fliegt man selbst als Partner mit spätestens 50-55 raus, dann ist da Schicht. Und >80% der Leute bleiben maximal bis sie 35 sind. Danach sind die aber nicht arbeitslos, sondern GF, mindestens Gruppenleiter oder selber Unternehmer. Und da steht dann unter 100.000/a niemand mehr vom Sofa auf.
Und dass Investmentbanker das doppelte bis dreifache eines Arztes verdienen, glaubt ihr ja selbst nicht. Aber vielleicht hilft ja die Beschäftigung mit singning bonus und ähnliche Vokabeln, um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es in Bereichen zu geht, die zwar absolut legal sind aber in der Öffentlichkeit nicht immer den besten Ruf haben.

Und zu mir persönlich: Ich habe kein Bedürfnis hier meinen Job zu posten - so viele Leute wie mich gibt es nicht in Deutschland und da bleibe ich lieber diesbezüglich anonym.

P.S.: Ein nicht so seltenes Modell in den USA ist: WiWi studieren, als Investmentbänker arbeiten, die Schulden fürs Erststudium abbezahlen und den medical doctor aus Ersparnissen studieren.

Miss
05.11.2012, 10:23
Ich hoffe, Ihr steckt in andere Projekte genausoviel Energie? :-nix
Wird Euch das nicht langweilig? :-peng