Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Assistenzärzte verdienen wenig?
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Ok, aber um das Ganze mal in Relation zu setzen.
Ab 126.000 Eur/ brutto (!!!) Jahresgehalt gehört man zu den Top 1% der Einkommensbezieher.
Und das sind durchaus Größenordnungen, die man als FA/OA im Laufe seiner Berufstätigkeit erreicht-
Wovon man mit knapp 82 k€ brutto wohl sehr deutlich entfernt ist....
Thomas24
28.10.2012, 17:59
Dann musst du mal mit deinem CA reden... OA Grundgehalt (Uni) + Hintergrunddienste/ Überstunden/ Opt Out+ Pool ... kommt schon hin.
Thomas24
28.10.2012, 18:02
Ich gehe davon aus, dass du 3,8 k€ netto meinst (TVÄ/VKA, EG III, Stufe 1, LStKl. IV: 3.6 k€), das ist dann für einen OA doch mehr als genug. :-nix
Äh? In Relation zu Tätigkeit/ Verantwortung/ Ausbildung -und die entsprechend qualifizierte Person ausserhalb der Klinik realisieren könnte (ohne Dienste an WE/Feiertagen etc. bei kürzerer Wochenarbeitszeit)...: Nein.
Also ich habe im Moment so 3000 netto (keine Dienste, LSK 3, Kinderfreibeträge, konfessionslos) plus Kindergeld. Das hört sich erst mal viel an und es geht sicher vielen schlechter als mir, aber für einen Verdienst Mitte 30 nach 6 Jahren Studium + Vorlauf (13 Jahre Schule, Zivi, Ausbildung) + laufende Facharztweiterbildung sowie dem Stress/Verantwortung den/die man hat finde ich es nicht so berauschend. Wenn man davon einen Mehrpersonenhaushalt einschl. Kinder über mehrere Jahre hinweg finanzieren soll (das Familienmodell von Frau von der Leyen - 2 arbeiten Vollzeit, Kindermädchen sorgt für die Kinder, funktioniert bei uns mangels Reichtum/Verdienstmöglichkeiten meiner Frau dann leider nicht und finde ich auch nicht im Sinne der Kinder so sinnvoll), dann sind damit keine allzu großen Sprünge möglich. Aber dafür hat man als Arzt sowieso keine Zeit. :-oopss
Relaxometrie
28.10.2012, 19:43
Die Gratifikationskrise, die manche hier erleben, kommt meiner Meinung nach daher, daß es keinen objektiven Parameter bzgl. der Arbeitsleistung eines Einzelnen gibt. Es müssten ja der IQ in Bezug zur nötigen Denkleistung im Beruf, die Verantwortung im Beruf, die Ausbildungsdauer, die selbst getragenen Ausbildungskosten und noch einige andere Daten in einen solchen Parameter einfließen.
Anders ausgedrückt: jemand, der ein ruhiges Leben haben möchte, und deswegen trotz wahnsinniger Intelligenz "nur" Zeitungsbote wird, müsste weniger für diesen Job bekommen, als ein Zeitungsbote, der bei niedrigem Bildungsniveau und im Schweiße seines Angesichts diesen Job gerade eben noch schafft. Da aber nunmal ein solcher, 100%ig objektiver Parameter nicht möglich ist -oder möchte jemand darüber habilitieren-, wird es wohl ewig Streitereien darüber geben, ob man sich ausreichend bezahlt sieht, oder sich in einer Gratifikationskrise befindet/fühlt.
Ich finde, viele jammern hier auf einem sehr hohen Niveau. Als Assistenzarzt im ersten Jahr habe ich so viel wie meiner Vater am Ende seines Berufslebens. Meine Mutter hatt nie so viel Gehalt. Von meinem Gehalt finanziere ich alles, da meine Freundin noch studiert und ihr Nebenjob nicht viel abwirft, sie aber als Vollwaise mit fast 30 keine großartigen Ansprüche mehr geltend machen kann. Trotzdem bleibt noch ne Menge Geld über und wir haben unseren Lebensstandard auch an das neue Gehalt angepasst. Für mich gibt es mit 2,5k netto inkl. dienste nichts zu meckern. Es ist bei weitem nicht zu wenig im Vergleich zu anderen Akademikern...
ach so, es geht nicht darum wie gerecht oder ungerecht wir im Vergleich zu anderen Berufsgruppen entlohnt werden, sondern darum was wir meinen verdient zu haben. Sagt das doch gleich! Also ich glaube verdienen würde ich ein Gehalt ab 10.000 netto aufwärts :-D
manchmal fühle ich mich nahezu unbezahlbar:-))
Diese ganze Diskussion ist doch mühselig und m.E. auch nicht zufriedenstellend zu lösen. Die ganze Problematik dreht sich doch eigentlich nicht wirklich darum, wie viel man nun verdient, sondern welche Arbeitsbedingungen herrschen und wie das kompensiert wird.
Wenn ich >6 Dienste/Monat mit hoher Belastung leisten muss, ein Haufen Überstunden habe, die unter den Tisch fallen, meine Weiterbildung schlecht ist dann bin ich auch unzufrieden. Und da diese Bedingungen selten in einem bestimmten Haus verbessert werden können, will man natürlich dies auch irgendwie kompensiert kriegen. Und das geht halt nur mit höherem Verdienst. Abgesehen davon gibt es ja Faktoren,die die Arbeitsbedingungen überall erschweren, z.Bsp. der Personalmangel, die Bürokratie und der Fakt,dass man als Arzt immer mit einem Bein vorm Richter steht.
Wer also zufrieden ist mit dem was er bekommt oder als Nicht-Arzt der Meinung ist, dass der Verdienst vollkommen in Ordnung ist, kann sich ja mal überlegen, welche Arbeitsbedingungen vorherrschen können und mal kritisch hinterfragen ob er selbst dann auch noch zufrieden wäre. Denn nur auf die nackten Zahlen auf dem Gehaltszettel zu schauen, reicht m.E. nicht.
D
manchmal fühle ich mich nahezu unbezahlbar:-))
:-top
Stimme Odinx zu- es heißt ja auch -wenn man sich in einer Beziehung über Geld streitet, ist etwas Grundlegendes Anderes nicht in Ordnung- so ist es sicher zum Teil auch mit dem Job.
Ich fühl mich wohl in meinem, hab alles was ich für wichtig finde: nette Kollegen, gute Weiterbildung, nicht mehr als 4-6 Dienste/Monat, nur selten 12h-Tage, sondern meist 9-11h... bin auch mit dem Gehalt zufrieden.
Hoppla-Daisy
29.10.2012, 17:38
Apropos Dienste... mir wurde heute gesagt, dass ich so wenig geldgeil sei. Mein Argument, dass ich lieber Wert auf Lebensqualität als auf monetäre Quantität legen würde, stieß auf ungläubige Blicke meiner Kollegin.
Naja, ich habe lieber weniger Geld am Ende des Monats, dafür aber mehr Lebensqualität :-meinung
Echt wenig? Meine Eltern wären froh gewesen, wenn sie bei Kind und Eigenheim diese Menge Kohle ZUSAMMEN gehabt hätten. Trotzdem waren Urlaube drin. :-nix Ist immer eine Frage der Ansprüche, die man hat...
Aufgewachsen bin ich in einer 56qm Wohnung. Bevor mein Vater sich selbstständig gemacht hat, hatten meine Eltern auch ein eher durchschnittliches Gehalt, mit dem keine großen Sprünge möglich waren. Meine Eltern sind aber auch beide Nichtakademiker und haben "nur" einen Hauptschulabschluss. Ich finde, mit Abitur, nach mehr als 6 Jahren Studium und einem Beruf mit durchaus viel Verantwortung, Nachtdiensten, Wochenenddiensten und Feiertagsdiensten hab ich das mehr als verdient, was ich bekomme.
Kackbratze
29.10.2012, 17:48
Ich bekomme wesentlich weniger als das, was ich eigentlich verdiene.
Shitstorm irgendjemand?
@Threadersteller: Also als Berufseinsteiger ohne Kinder und in Steuerklasse I hast du mit Sicherheit nicht 2500 Euro netto am Ende des Monates, eher 2000 bis 2200 Euro (Ohne Dienste und unter der Annahme, dass Überstunden nicht bezahlt werden). Die Gehaltssteigerungen bis zum FA sind auch nicht sehr berauschend (ca. + 300-400 Euro nach 5 Jahren).
Das ist insgesamt wirklich kein schlechtes Gehalt. Aussagen, dass es besser wäre als das Gehalt der meisten anderen Akademiker im Freundeskreis mancher, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Insbesondere im Wirtschafts- und Ingenieurbereich kenne ich viele, die da wesentlich besser gestellt sind und zudem noch deutlich relaxter und weniger arbeiten.
Feuerblick
29.10.2012, 19:28
Ich bekomme wesentlich weniger als das, was ich eigentlich verdiene.
Shitstorm irgendjemand?Ich bekomme wesentlich mehr als das, was ich eigentlich mit rumsitzen und schlaue Reden halten verdiene... Shitstorm? :-))
astrophys
29.10.2012, 19:44
Das ist insgesamt wirklich kein schlechtes Gehalt.
Das Einstiegsgehalt ist mit gut 46000 Euro das höchste Durchschnittsgehalt aller Berufsanfänger. Da von "kein schlechtes Gehalt" zu sprechen ist wohl schon etwas weltfremd.
Hier ein zwei Jahre alter Artikel Gehaltsreport (http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/gehaltsreport-reiche-mediziner-arme-architekten-a-725819.html)
Relaxometrie
29.10.2012, 19:55
Hier ein zwei Jahre alter Artikel Gehaltsreport (http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/gehaltsreport-reiche-mediziner-arme-architekten-a-725819.html)
SpOn lese ich nicht mehr ernsthaft. Ist zu reißerisch, und die Kommentare zeigen, wes Geistes Kind die Leser häufig sind. An dieses Niveau passen sich anscheinend auch die Journalisten im Laufe der Zeit an :-nix
Und was obigen Artikel angeht: dort wird einfach pauschal gesagt, daß sich eine Dissertation positiv auf das Gehalt auswirkt. Das ist in manchen Branchen wohl auch wirklich so. In der Medizin meiner bisherigen Beobachtung nach jedoch nicht. Der Artikel ist also ungenau recherchiert. Und von SpOn erwarte ich leider auch nichts anderes mehr.
Das Einstiegsgehalt ist mit gut 46000 Euro das höchste Durchschnittsgehalt aller Berufsanfänger. Da von "kein schlechtes Gehalt" zu sprechen ist wohl schon etwas weltfremd.
Hier ein zwei Jahre alter Artikel Gehaltsreport (http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/gehaltsreport-reiche-mediziner-arme-architekten-a-725819.html)
Ein Ingenieur verdient laut deinem Link im Schnitt max. 1500 Euro im Jahr weniger. Denkst du er macht ansatzweise soviele Überstunden wie ein durchschnittlicher Mediziner? Deswegen die ironische Einschränkung "kein schlechtes Gehalt".
Thomas24
29.10.2012, 19:59
Ich bekomme wesentlich mehr als das, was ich eigentlich mit rumsitzen und schlaue Reden halten verdiene... Shitstorm? :-))
Lass mich Dir helfen... brauchst du meine Bankverbindung? *gg*
astrophys
29.10.2012, 20:00
Ein Ingenieur verdient laut deinem Link im Schnitt max. 1500 Euro im Jahr weniger. Denkst du er macht ansatzweise soviele Überstunden wie ein durchschnittlicher Mediziner? Deswegen die ironische Einschränkung "kein schlechtes Gehalt".
Wie kommst du darauf, dass ein Mediziner Ansatzweise so viele Überstunden macht wie ein Ingenieur?
Relaxometrie
29.10.2012, 20:01
Lass mich Dir helfen... brauchst du meine Bankverbindung? *gg*
Naja, noch sagt Feuerblick ja nicht, daß sie keine Verwendung für das Geld hat, welches sie eigentlich nicht vedient. Somit ist das mit Deiner Bankverbindundg wohl.......ähmmmmm.....ein netter Versuch :-))
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