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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Prognose" Wartezeit für WS 2014/15



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Coxy-Baby
24.11.2013, 19:23
Das ist halt Angebot und Nachfrage, aber über kurz oder lang kriegt jeder einen Studienplatz...

ehem-user-08-01-2026-1952
24.11.2013, 19:24
Das stimmt, Gott sei Dank! Fair ist es aber leider nicht wirklich...

Warten_sucks!
25.11.2013, 16:20
Hey, danke für eure Antworten. Eigentlich war es mir ja klar, dass ich wahrscheinlich erst in 2 Jahren ein reelle Chance hab einen Platz zu bekommen.
Falls bis dahin nicht irgendwie auch noch das Recht auf einen Studienplatz gestrichen wird. :-S

@ MTLA88 - cool, dass du es schaffst noch so positiv zu sein. Ich bewerb mich schon seit 2008 jedes Semester auf einen Losplatz. Ich glaub die Wahrscheinlichkeit, dass ich vom Blitz getroffen werde ist größer :-P
Ich hab auch MTLA gelernt und arbeite jetzt seit einem Jahr. Ich halt das Warten nicht mehr aus. Aber einen Plan B hab ich leider auch nicht.

Pullo
25.11.2013, 16:39
@ Selbstgefälligkeit

"Angebot und Nachfrage" bringt es auf den Punkt. :

(Das System ist meiner Meinung nach viellt nicht ganz optimal aber irgendwie doch gerecht.)

Viellt sollte man noch bedenken:

Wenn es nach der dt. Ärztekammer gehen würde, würden nur die Besten der besten Schüler Medizin studieren dürfen (z.B. nur mit DN 1,0).

Wenn es nach den meisten Universitäten gehen würde, würden nur diejenigen Medizin studieren dürfen, die erfolgreich universitäre Auswahlverfahren absolviert hätten.

Hochschulstart.de trägt dazu bei, dass dem nicht so ist und ebenfalls eine Wartequote existiert und auch Schüler ohne Einser-Schnitt die Möglichkeiten haben einmal eine gute Ärztin/ guter Arzt zu werden.

Natürlich kann das Warten für manche echt depremierend sein.

ABER andere haben sich in der Schule einfach mehr Mühe gegeben oder mehr Grips in der Birne und deshalb einen besseren Notendurchschnitt! Diese Leute zu benachteiligen wäre, objektiv gesehen, wirklich nicht gerecht!

Scheiß Lehrer gehabt? Schweierige Kindheit gehabt? Die Funktionsweise des Gesellschaft & Auswahlverfahren zu spät verstanden? In der Nacht vor der Abiprüfung schlecht geschlafen? Taschenrechner in der Matheklausur vergessen?
hmmmmm.....so ist das Leben nun mal......

"Fair" ist leider nicht, dass von 7 Mrd. Menschne auf der Erde, Millionen Kinder Hunger leiden, Millionen Kinder Opfer von sexuellem Mißbrauch sind...das ist nicht fair... (Dieser Satzt hört sich viellt jetzt sehr plakativ an, aber hilft, wenn man vor lauter selbstgefälliger Luxusproblemen die Bodenhaftung verliert.)

Ansonsten bitte doch einfach dankbar sein, dass jeder Wartende irgendwann einen Studienplatz in Medizin erhalten wird,
der die Gesellschaft angeblich >200.000 € kostet....und bis dahin kann man viele tolle Sachen machen und erleben

Absolute Arrhythmie
25.11.2013, 16:59
@Pullo: gut auf den Punkt gebracht *gefaelltmir*

@MTLA88: Ich hab ganz sicher KEIN schlechtes Abi und habe trotzdem 14 Semester gewartet. Dein Kommentar oben liest sich für mich ziemlich arrogant nach dem Motto "Ja selber Schuld wenn du soooo ein schlechtes Abi hast". wenn dem so ist: gewöhn dir das mal schnell ab, an der Uni fragt dich KEINER mehr nach deiner Note und du merkst es auch meistens nicht an der Leistung. Gibt gute Studenten mit schlechten Abi-Noten, und mäßige Studenten mit tollen Abis.
Wenn ich das fehlinterpretiert hab nehm ich natürlich alles zurück! :-))

Warten_sucks!
25.11.2013, 17:28
Was mich interessieren würde Pullo, wartest du auch auf einen Studienplatz oder zählst du dich zu denen mit mehr Grips in der Birne?

the.animal2009
25.11.2013, 17:59
Was meint ihr zu diesem Vorschlag: wartequote abschaffen und ADH auf 80% ausweiten, aber dann NOCH mehr Kriterien in Adh einfließen allen (FSj, Ausbildung, Berufserfahrung in medizinschen Berufen und sonst iwelche weitere Faktoren, die iwie mit Medizin zu tun haben). Dabei dann auch die Gewichtung ändern, also Abiturnote nicht mehr so stark gewichten wie bisher.

Die Motivation dahinter wäre: Reines Warten auf ein Studiumplatz ist keine Leistung, und sollte auch nicht belohnt werden, sondern man muss aktiv sein medizinisches Interesse beweisen ( durch oben erwähnte Faktoren) und man könnte aktiv auf sein Studienplatz hinarbeiten, indem man die Kriterien "abarbeitet" und somit seine Position verbessert.



Ich möchte niemanden angreifen oder ihm seine Eignung zum Mediziner aberkennen, es soll nur ein Vorschlag sein, der gerne diskutiert werden darf.:peace:

Pullo
25.11.2013, 18:07
@ Warten_sucks?

….hmmm….anhand der vielen Rächtsschreipfähler in meinem letzten Beitrag wirst Du Dir sicher vorstellen können, dass ich mich nicht zu denen zähle, die von sich behaupten können viel Grips in der Birne zu haben ….aber mit etwas Fleiß und hoffentlich genügend Selbstreflektion konnte ich das bisher in meinem Leben (meiner Meinung nach) ganz gut kompensieren und ein bissl was für eine nette Karriere erreichen…

…ach ja….ich gehöre zu denen, die schon vieles hinter sich haben, was Du ws noch vor Dir haben wirst....

Aber statt Dir darüber Gedanken zu machen, würde ich Dir empfehlen einen Plan B zu entwickeln, damit im Falle der Abschaffung der Wartezeitquote (wie Du es anscheinend vermutest) trotzdem ein glückliches, selbsterfülltes Berufsleben führen kannst…

MTLA? Es gibt viele Studiengänge die sich mit Labordiagnostik beschäftigen….auch im Ausland….(bekanntlich Wartezeitunschädlich) …

Und falls ich Dir mit meinem Beitrag in irgendeiner Weise auf den Schlips getreten sein sollte, tut es mir leid.
Aber ich finde die Einstellung: „Will haben, Will haben…und wenn ich das nicht bekomme ist es das total unfair…“ nicht besonders toll. Und spätestens im Studium und Berufsleben wird man damit scheitern oder es sich abgewöhnen.

LG

Nurbanu
25.11.2013, 18:23
Was meint ihr zu diesem Vorschlag: wartequote abschaffen und ADH auf 80% ausweiten, aber dann NOCH mehr Kriterien in Adh einfließen allen (FSj, Ausbildung, Berufserfahrung in medizinschen Berufen und sonst iwelche weitere Faktoren, die iwie mit Medizin zu tun haben). Dabei dann auch die Gewichtung ändern, also Abiturnote nicht mehr so stark gewichten wie bisher.

Die Motivation dahinter wäre: Reines Warten auf ein Studiumplatz ist keine Leistung, und sollte auch nicht belohnt werden, sondern man muss aktiv sein medizinisches Interesse beweisen ( durch oben erwähnte Faktoren) und man könnte aktiv auf sein Studienplatz hinarbeiten, indem man die Kriterien "abarbeitet" und somit seine Position verbessert.



Ich möchte niemanden angreifen oder ihm seine Eignung zum Mediziner aberkennen, es soll nur ein Vorschlag sein, der gerne diskutiert werden darf.:peace:

Bescheuerter Vorschlag aus zwei Gründen.

1. Man hat schon etwas getan, nämlich sein Abitur abgelegt. Da gibt es keinen Grund andere Elemente verpfichtend zu machen.
2. Jeder hat das Recht auf freie Berufswahl (GG).

Es darf gerne mal etwas weiter gedacht werden als um die Ecke.

the.animal2009
25.11.2013, 18:30
Bescheuerter Vorschlag aus zwei Gründen.

1. Man hat schon etwas getan, nämlich sein Abitur abgelegt. Da gibt es keinen Grund andere Elemente verpfichtend zu machen.
2. Jeder hat das Recht auf freie Berufswahl (GG).


Es darf gerne mal etwas weiter gedacht werden als um die Ecke.
zu1: und warum gibt es dann tms und andere Boni?
zu2:kann nicht nachvollziehen, inwiefern dieses Recht missachtet wird... Jeder hat doch weiterhin die Möglichkeit Medizin zu studieren, muss halt paar Kriterien erfüllen

Coxy-Baby
25.11.2013, 18:34
Irgendwelche Bonirechnerei führt dann aber irgendwann dazu das die mit schlechtem Abi 3,0 und höher gar keinen Studienplatz kriegen, da die mit besserem Abi und einigen Boni alle wegschnappen.....

the.animal2009
25.11.2013, 18:41
Irgendwelche Bonrechnerei führt dann aber irgendwann dazu das die mit schlechtem Abi 3,0 und höher gar keinen Studienplatz kriegen, da die mit besserem Abi und einigen Boni alle wegschnappen.....

Ich denke es liegt dran, das aktuell Abiturnote zustark gewichtet wird (über50%). Wenn man halt auch BErufserfahrung in meidzinischen Fächern (in Jahren) gewichten würde, könnte es vllt auch für 3.0er besser aussehen.
Und es wäre nicht mehr möglich, spontan Medizin zu studieren, weil reines Warten nicht belohnt wird.

Aber ich sehe schon, die Zustimmung für diese Idee ist gering :)

Coxy-Baby
25.11.2013, 18:46
Wieviele Leute entscheiden sich denn "spontan" Medizin zu studieren gibt es da belastbare Zahlen? Und diese Denke jemand mit 5 Jahren Krankenschwester hat es eher verdient Medizin zu studieren als jemand der 5 Jahre an der Dönerbude gejobbt hat, erschließt sich mir auch nicht wirklich....

Nurbanu
25.11.2013, 18:57
@ the.animal2009

Ich schrieb von VERPFLICHTENDEN Elementen. Das ist ein kleiner Unterschied. Deinem Vorschlag nach MÜSSTE man weitere "Qualifikationen" mitbringen. Und genau das ist Quatsch. Das Medizinstudium ist ein Studium an der Uni, und hierfür braucht man lediglich das Abitur. Es ist erstaunlich, wie viele Warter frustriert sind und am Aufnahmekriterium Abitur Zweifel äußern. Und weil das Abitur der Schlüssel ist und die Vergabe so objektiv wie möglich bleiben muss, wird das Abitur mit mind. 51% gewertet! Es kann nicht sein, dass jemand noch mehr Leistung erbringen als das Abitur, um irgendwann einen Platz zu bekommen. Zusätzliche Leistung beschleunigt nur die Aufnahme des Studiums bei ausreichend gutem Abitur.

@ Coxy

In Selbstmitleid kann man sich so schön suhlen.

EVT
25.11.2013, 19:20
die bonierung der ausbildung ist so ne sache... man belegt ausbildungsplätze, die auch kosten, obwohl man sich sicher ist, dass man in diesem beruf nie arbeiten will. es zeigt natürlich schon interesse und man bekommt vorwissen, aber da würde ein fsj im med. bereich auch reichen. wenn natürlich dann jeder nach dem abi ein fsj macht, was mit 0.1 boniert wird, würde das auch nicht viel am nc ändern.

Warten_sucks!
25.11.2013, 19:22
Ich hab in keinem Wort von fair oder unfair geredet. Das wäre, wie du ja anschaulich in deinem letzten Beitrag dargestellt hast, auch meiner Meinung nach ziemlich unnötig. Glaub mir ich bin die Letzte, die die Einstellung: „Will haben, Will haben…und wenn ich das nicht bekomme ist es das total unfair…“ hat. Ich bin auch durchaus zur Selbstreflektion fähig und erkenne an, dass es nun mal ein System geben muss nach dem man die Studienplätze verteilt und der NC sich dabei anbietet. (Obwohl man sich jetzt natürlich darüber streiten kann, wie vergleichbar der NC-Wert bei dem dt. Bildungssystem überhaupt ist.) Tja und da gab und gibt es halt eine Menge Menschen die besser waren/sind als ich oder wie du meinst mehr Grips haben. Dennoch bin ich auch nur ein Mensch und empfinde nun mal keine Freude dabei 8 Jahre auf meinen Studienplatz zu warten. Und es fällt mir auch sehr schwer Dankbarkeit zu empfinden, wenn ständig von einem hohen Ärztemangel in Deutschland zu hören ist und die Regierung es nicht schafft dem durch z.B. die Schaffung von mehr Studienplätzen entgegenzuwirken. Und deswegen klingen deine Beiträge ziemlich selbstgerecht. Ich hab keinen Plan B und werde mir auch keinen zulegen.

EVT
25.11.2013, 19:30
keiner empfindet freude am jahrelangen warten. mir tun auch alle leid, die so lange warten müssen. aber alleine in meinem freundeskreis gibt es sooo viele einserabiturienten, die sich einfach viel zu wenig informiert haben u daher falsch beworben u ohne platz da stehen. da habe ich kein mitleid mit, wenn rumgejammert wird. obwohl ich auch immer allen meine hilfe angeboten habe. als erfolgreiche quereinsteigerin kenne ich mich ziemlich gut aus u gebe das gerne weiter.
aber es gibt keinen generellen ärztemangel (sondern ne fehlverteilung) und es liegt auch nicht an zu wenig studienplätzen. haben wir beides hier schon tausendmal diskutiert.

Coxy-Baby
25.11.2013, 19:42
Und es fällt mir auch sehr schwer Dankbarkeit zu empfinden, wenn ständig von einem hohen Ärztemangel in Deutschland zu hören ist und die Regierung es nicht schafft dem durch z.B. die Schaffung von mehr Studienplätzen entgegenzuwirken.

Wieder mal Stammtischparolen, das Problem liegt eher post studium, es werden zu wenig Leute im eigenen Land gehalten/ im kurativen Sektor, daran muss gearbeitet werden und nicht daran noch mehr Studienplätze für 150.000 € zu schaffen von denen 50%-60% wieder nicht da landen wo sie benötigt werden....

Pullo
25.11.2013, 19:54
@warten Sucks

Sorry „Warten_sucks!“,
selbstgerecht will ich nicht sein!! Aber wenn man in diesem Forum so manchen Beitrag durchliest und wahrnimmt, wie so viele über dies und das meckern, nur weil sie selbst keinen Studienplatz haben…dann denke ich, dass die meisten nicht annähernd einen Plan haben wie rücksichtslos alleine schon unsere „Wohlfühl-Gesellschaft“ ist. Daher wollte ich mit meinem Beitrag ein bisschen die Realität aufzeigen und hoffen das man drüber nachdenkt und bissl erwachsener wird.
Eigentlich war mein Adressat auch derjenige, der von „unfair“ gesprochen hatte und nicht Du. Du sollst Dich deshalb nicht angegriffen fühlen. (übrigens hab ich damals auch mal eine Laborausbildung gemacht, danach allerdings noch ein Studium im Ausland drangehängt falls HM nicht geklappt hätte....aber jeder hat andere vorstellungen die wartezeit auszufüllen)

Im Übrigen stimme ich Dir mit Deiner Meinung über Bildungssystem und Ärztemangel vollkommen zu!
Ich denke nur, dass Gerechtigkeit sehr sehr schwer herzustellen ist. Einfach weil es so viele Interessensgruppen gibt und ständige wirtschaftliche, gesellschaftliche und finanzielle Veränderungen die Organisation noch zusätzlich erschweren. Ein total gerechtes System wird es deshalb, meiner Meinung, nie gegen können, aber hoffentlich eine Annäherung daran…und das ist für mich im Großen und Ganzen das bestehende System (wenn auch mit Schwächen).

EVT
25.11.2013, 19:59
das studium kostet sogar 250.000 und da ist natürlich klar, dass man die abbrecherquoten möglichst gering halten will. wobei die hohen kosten glaube ich erst nach der vorklinik kommen.