Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Es ist kein Feuer mehr da. Kein Motivation. Was nun?
Ich denke, deine Entscheidung ist richtig und wünsche dir, dass du den Sinn in deinem Leben wiederfindest :)
Kackbratze
07.06.2014, 13:27
Mach mal Pause, schau was geht.
Es gibt genug Leute, die ihren Studiengang im Rahmen des Lebens und der Erkenntnis gewechselt haben.
Ich habs insgesamt 3x gemacht, beim letzten Studiengang bin ich dann hängen geblieben. :-nix
Medimel_Katze
08.06.2014, 02:27
Eine Freundin von mir ist in diesem Forum angemeldet, hatte vor ein paar Tagen deinen Beitrag gelesen und mir davon am Telefon erzählt. Sie meinte, ich solle mich hier anmelden und dir schreiben. Das tue ich hiermit.
Ich habe mit ihr über dich viel gesprochen... was man dir schreiben könnte...
Auch jetzt weiß ich nicht, welchen Weg meine Antwort nehmen wird, aber bei einer Sache bin ich mir sehr sicher: KEIN Mensch wir dir helfen können. Niemand da draußen wird DIR sagen können, was DU tun sollst. Vergiss es, mein Lieber.
Du suchst nach Antworten, nach Lösungen, nach Wegen, nach Ideen. Du suchst sie, in dem du mit anderen Menschen über dein Leid sprichst.
Das ist deine Art und Weise mit deiner jetzigen Lebenssituation umzugehen.
Interessant, wenn du mich fragst. Aber gleichzeitig, wenn du mich fragst, kein Stück hilfreich. Kein einziges Stück.
Und jetzt kommen wir zum Grund. Zum Grund, wieso du feststeckst. Und zwar aus deiner Sicht ganz schön tief.
Ich fühle, dass du nie (!) in deinem bisherigen Leben dich einen einzigen (!) Moment mal hingesetzt hast, das Licht in deinem Zimmer gelöscht hast und in dich hineingehört hast. Du hast dich nie (!) mal wirklich selbst gefragt, was du wirklich möchtest. Wirklich in deinem Leben möchtest oder was dein HERZ (!) dir flüstert, welchen Weg du einschlagen könntest. Du hörst dein Herz nur, wenn du ganz leise und still bist. Das warst du nie. Und soll ich dir sagen, woher ich das weiß? Weil du sonst niemals so einen Text in so einem Forum schreiben würdest. Du würdest niemals auf die Meinungen anderer Menschen hören.
Was denkst du, was diese Menschen in deinem Umfeld dir raten? In was für einer Gesellschaft leben wir wohl?
Leistungsdruck, Karriere, klare Strukturen und Geld. Was ERWARTEST du?
Du weißt, dass fast alle Menschen dir sagen, dass du überlegen sollst oder weiter machen sollst.
Aber das weißt du. Du weißt, was die Menschen sagen. Aber das möchtest du gar nicht hören.
Du möchtest auch nicht hören, dass sie dir sagen, dass du aufhören sollst. Weil du nicht loslassen kannst. Du kannst NICHT loslassen. Von dem Leben, das du momentan führst.
Und was du auch nicht realisiert hast: es ist DEIN Leben.
Kein Mensch auf dieser Welt interessiert sich, was du aus deinem Leben machst. Jeder interessiert sich am Ende (!) des Tages nur für sein eigenes (!) Leben. Es ist DEIN (!) Problem und deine Entscheidung, was du in diesen wenigen Jahren Lebenszeit, die du auf diesem Planeten hast, machst.
Du realisierst nicht, dass es dein Leben ist. Und nur deins. Du hörst dich nicht. Du hörst nicht deine innere Stimme. Du bist blind. Du bist feige und du kannst nicht loslassen. Du bist rastlos, steckst fest und leidest.
Das ist dein Leben. Du leidest. Morgen lebst du vielleicht nicht mehr. Deinen letzten Tag in deinem Leben hast du in der Universität verbracht mit einem Seminar, in dem du dich überhaupt nicht wohlfühlst und am Abend hast du für eine Klausur gelernt, für dich du gar nicht lernen willst. Dann bist du eingeschlafen und nie wieder aufgewacht...
Weißt du, ich könnte schreiben und schreiben und nie wieder aufhören...
Ich höre aber jetzt einfach mal auf zu schreiben und sage dir: du weißt deine Entscheidung. Du weißt sie, wenn du in dich hineinhörst und das macht, wonach du dich fühlst.
Du entscheidest, wie du lebst. Bald wirst du sterben. Das ist leicht zu vergessen, stimmt's?
Wir alle wissen nicht, warum wir leben. Aber was wir wissen: es hat ein Ende.
Und zum Abschluss gebe ich dir ein Zitat mit auf den Weg: THE ONLY WAY OUT IS IN.
Leb wohl. Möge dein Leben voller Licht, Liebe und Wärme sein und du am Ende deines Lebens mit einem Lächeln diesen Ort verlassen, was auch immer nach dem Tode kommen mag.
Und dieses Lächeln... dieses Lächeln hast du, wenn du deine Seele singen lässt - deine eigene Melodie.
ehemaliger User_11062015
08.06.2014, 02:39
mh die Antwort ist ebenso tiefgründig wie extrem oberflächlich zur gleichen Zeit.
'höre auf dein Herz'.. kann man genau so gut sagen 'achte auf deinen Stuhlgang'.
Ich denke der TE weiß sehr wohl, dass er auf seine innere Stimme hören sollte, aber wenn er noch unschlüssig ist, was die stimme am plappern ist, weil vielleicht derzeit eine Kommunikationsstörung zwischen innerem Mojo und ihm vorherrscht, bringt ihm ein Vorhalten seines baldigen Todes (?!) auch nichts, um zu erkennen, was er wirklich möchte.
Gott, ich hoffe echt, dass du herausfindest, was dir wirklich Spaß macht! Denke das anstehende Urlaubssemester ist eine gute Idee.
Viel Glück :)
Medimel_Katze
08.06.2014, 03:01
Natürlich ist meine Antwort oberflächlich. Sie ist an der Oberfläche. Sie ist an der Oberfläche, weil sie meine Meinung ist zu SEINEM Leben. Weil es nicht MEIN Leben ist und ich nicht ER bin.
Wenn du denkst, dass er sehr wohl weißt, dass er auf seine innere Stimme hören sollte... dann denke das mal. Ich denke nicht, dass er sich selbst zuhört. Wie schon erwähnt: ein Mensch - eine Meinung. Unendlich viele Menschen - unendlich viele Meinungen.
Ich:1-Gott:0
08.06.2014, 09:55
Hallo Medimel!
Ich danke dir für deine Antwort und es gibt in der Tags wohl nur wenige Menschen auf diesem Planeten die sich für jemand fremdes so viel Mühe geben würde. Danke an dieser Stelle.
Nun hast du mit vielem recht und mit anderem nicht.
Eines vor weg: Ich habe mein Leben lang getan was ich wollte und nur deshalb habe ich es so weit gebracht. Ich war bis zu 10. Klasse richtig mies in der Schule (ich bin etwas älter, derzeit 24), weil ich nunmal Basketballprofi werden wollte. Es lief gut. Verdammt gut, doch wie das Leben so spielt habe ich mich böse verletzt und mich nun ja psychisch nie erholt. In dieser Zeit in der ich 3 Einheiten pro Tag absloviert habe, wusste was ich will. Ich hatte das Gefühl von "Flow", ein Gefühl die Zeit zu vergessen und eins zu werden mit dem was man tut. Ich war so glücklich wie noch nie in meinem Leben und ich war bereit jeden Schmerz zu ertragen, weil ich wusste, dass diese Schmerzen im Training mich immer besser werden lassen. Sie machten mich glücklich.
Als es vorbei war, kam ich in die Oberstufe und ich erlebte den Flow in der Medizin, beim Rettungsdienst. Ich habe bei großen Veranstaltung darum gerungen der erste beim Patienten zu sein, denn ich wollte ihn versorgen. Es machte unglaublich viel Spass, nicht war wichtig und eine 36 Std. Schicht habe ich nicht mal vorbeiziehen sehen. Das war das Gefühl von Flow, das beste Gefühl auf dieser Welt. Dieses Gefühl verspüren sehr viele Sportler, aber nur wenige andere Menschen. Ich hatte es und deshalb habe ich mich für Medizin entschieden.
Somit habe ich die Entscheidungen zum größten Teil selbst entschieden.
Nun, was ist passiert? Wieso ist das Gefühl nicht mehr da? Ich weiß es nicht...Seit dem 2. Semester ist es verschwunden. Womöglich weil ich erkannt habe, worum es in der Medizin wirklich geht: Geld. Es wird viel zu wenig grundlegend behandelt und eher Oberflächlich..ist praktisch, denn der Patient kommt wieder. Womöglich auch weil ich mit der Einstellung der Menschen nicht klarkommen, die die Ärzte als Dienstleister missbrauchen und einfach nur schnell paar Pillen wollen. Ich bin nicht bereit ihnen diese zu geben, ohne dass sie ihren Beitrag zur Genesung leisten, denn viel gesundheitlich Probleme kann man ohne invasive Maßnahmen und haufenweise Medikamente bis zum Ende des Lebens lösen. Ich würde es mir sehr schwer tun unter einem Chef zu Arbeiten, der so etwas tun würde, denn ich würde ihn nicht respektieren. So ging es mir auch Inder Famulatur. Ich verlor den Respekt, denn ich sah, dass es nur noch ums Geschäft ging. Auf der anderen Seite sah ich Menschen, die nichts für sich selbst tun wollen.
Ich habe nicht einfach mal so Medizin studiert. Ich bin ein verdammter Idealist, der heute merkt, dass mir mehr am Leben der anderen hängt als ihnen selbst. Schon traurig. Ich gehe die Strasse entlang und rege mich über den Fettsack mit dem Eis auf und über seinen Arzt, der ihm weiterhin Bedingungslos seine Pillen verschiebt. Es ist wie bei der Konditionierung. Der frisst sein Eis, weil er eh weiß, dass ihn die Media halbwegs schützen. Wüsste er, dass er die Medis selbst bezahlen muss, wenn nicht mitanpackt oder einfach gar keine bekommt, wäre die Einstellung eine andere. Aber kaum ein Arzt wagt es Bedienungen zu stellen und dann so konsequent zu sein diese umzusetzen. Das geht übrigens nicht gegen den Grundsatz der Medizin, denn seien wir mal ehrlich: Täglich eine Handvoll Pillen zu schlucken, hat nichts mit Medizin zu tun. Abzuspecken und keine Pillen mehr schlucken zu müssen, hingegen eher. Aber dann müsste wir ja Menschen zu etwas drängen was sie nicht wollen...Denken wir mal anders rum: Diese Menschen vergnügen sich auf Kosten anderer, wenn sie täglich so weiter machen wie bisschen und einfach die bunten Pillen von der Gesellschaft beziehen.
"Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente."
— Hippokrates von Kos (460 bis etwa 377 v. Chr.)
Ich weiß, dass das heute nicht ins Geschäftsmodell passt, aber ist das nicht das worum es in der Medizin gehen sollte? Den Menschen gesund zu machen und nicht seine kranke Einstellung gegenüber seinem Körper auch noch zu unterstützen, in dem man ihm bedingungslos die Pillen in den Rachen schmeisst? Für mich sind solche Ärzte Verbrecher, denn sie versuchen nicht mal etwas zu ändern und machen den Menschen abhängig von der Medizin. Sie machen sie krank, anstatt ihnen eine Chance auf Genesung zu bieten.
Das traurige, dass es den meisten gar nicht bewusst. Sie sind so brainwashed, dass sie gar nicht merken was sie tun, wenn sie einfach nur die Richtlinien befolgen.
Ich weiß, dass es viele geben wird, die es anders sehen und mir ist auch bewusst, dass es nicht bei jeder Krankheit möglich ist zu 100% so zu handeln. Doch Leute: Mein Vater ist über 80 und nimmt kaum Pillen. Wieso? Weil er alles was da oben im Zitat steht befolgt und sich von keinem überklugen Arzt, der die Richtlinien befolgt zu viel andrehen lässt. Es gibt nunmal in den meisten Fällen eine andere Lösung, nur sie sitz nicht lukrativ.
Du merkst...es hat sich viel Wut angestaut in mir. Ich verabscheue förmlich die heutige Denkweise von: Hauptsache schnell und Hauptsache viel Kohle. Es macht mich traurig, so traurig, dass in mir alle Liebe zur Medizin starb. Da hilft auch gerade kein Adrenalin, um diese Asystolie zu beheben.
Sehr wohl habe ich mir viele Gedanken gemacht. Sehr wohl mach ich mir sie täglich. Sicher sind sie oft von den Medien manipuliert und den Worten anderer.
Ich habe oft auf mich selbst gehört und dieses ich sagt mir, dass ich nicht damit leben könnte täglich so zu handeln, wie es Tausende von Ärzten tun, die einfach die Richtlinien befolgen und Geld verdienen wollen. Ja verdammt, ich habe Medizin studiert, weil ich heilen wollte und weil ich den Flow leben wollte. Nur hat die Medizin heute mit Gesundheit nur noch wenig zu tun. In unserer Gesellschaft 90 Jahre alt zu werden, hat doch nichts mehr mit Gesundheit zu tun und dem Grundgedanken der Medizin. Die Menschen leben nicht, sie existieren ihre letzten Jahre.
Viele mit denen gesprochen haben, verstehen was ich meine. Viele wissen von dem Problem. Kaum hat einer hat die Eier es zu ändern oder es anders zu tun. Ich spreche hier von fertigen Medizinern.
Heute ringe ich mit mir. Ich ringe mir zu sagen, dass ich mich noch 10 Jahre quäle, um es eines Tages besser zu machen. Um eines Tages zu versuchen dem faulen Patienten wirklich zu helfen und nicht nur mit Medikamentenabzuspeisen. Mich gegen das System aufzulehnen und sich mehr Zeit als 5 Minuten pro Patient zu nehmen. Zuzusehen wie die Menschen dennoch in der Konsumgesellschaft nicht auf mich hören und zu einem anderen Doc gehen um ihre Pillen zu bekommen, anstatt 30 Minuten täglich Sport zu treiben und sich ausgewogen zu ernähren. Denn heute ist alles wichtiger, als die eigene Gesundheit, solange sie sich nicht zu Wort meldet.
Auf der anderen Seite stehe ich. Ich, der sein Leben auch genießen will. Ich, der immer mehr zum Egoisten (?) wird und sagt, dass es mir reicht. Dass es an der Zeit ist an sich webst zu denken und einfach nur noch das zu tun was mir Spass macht. Kochen, trainieren, leben, genießen. Ist es das wert sich aufzuopfern? Ich weiß, dass ich mit meiner Einstellung als Arzt keinen Cent verdienen werde, denn die Krankenkasse zahlt nicht, wenn man nur labert. Es sei den man ist Psychodoc.
Klar könnte man sagen, ich kann in die Notfallmedizin gehen, aber ich das will ich einfach irgendwie nicht mehr. Ist einfach ein Gefühl, dem ich glauben schenke.
Ja ich stecke fest. Ja, ich weiß nicht mehr weiter, aber nein es liegt nicht daran, dass ich nie versucht habe auf mich selbst zu hören. Ich denke nur wohl viel zu viel nach und fuckt mein brain up....
Seit dem zweiten Semester habe ich mich nicht mehr glücklich gefühlt und das ist traurig. Ich frage mich täglich, wie ich es noch so lange aushalten soll. Das macht mich fertig, auch wenn ich ein verdammt zäher Drecksack zu sein scheine und bisher so einiges überstanden habe.
Gerade sitze ich vor Pharma und versuche mich noch einmal durchzuboxen. Das Attest - meine "Lebensversicherung" für ein Leben, dass ich scheinbar nicht mehr will. Doch ich brauche Geld und scheint einfach zu sein sich Pharma zu knallen, als täglich am Fließband zu arbeiten. Tun wir eigentlich in der Medizin noch etwas anderes?
Ich danke dir von Herzen für deine Antwort und ich weiß, dass ich gerade nur wirres Zeug geschrieben habe, aber das war das was aus mir kam und mich seit Jahren quält.
Ich weiß, dass es bisschen assi ist, die Rechtschreibfehler und co nicht zu verbessren, aber das unterbricht nur den Gedankenfluss in der jetzigen Situation und nach nun 30 Minuten, muss ich mich schnellstens wieder an Pharma setzen. Das wird sich bessern, ich verpsreche:-winky
Viele Grüße
“Wer den Tod fürchtet, wird nie einer des Menschen würdigen Tat fähig sein.”[v. Christian Zippel]
Nicht, dass er mir nicht bewusst wäre.
Feuerblick
08.06.2014, 10:06
Ich frage mich ja, woher deine Erkenntnis kommt, in der Medizin könne man fast alles nur mit Disziplin und Lebensweise heilen und ansonsten ginge es nur ums Geld. So einen Quatsch hab ich echt schon lange nicht mehr gehört. Vielleicht solltest du noch ein paar Famulaturen machen und weniger auf die Massenmedien hören. Denn auch wenn es sicherlich bei der Medizin nicht nur nur darum geht, den Menschen komplett uneigennützig Gutes zu tun, so ist doch die Annahme, man behandle nur für die Kohle ohne Rücksicht auf den Menschen, für die allermeisten Ärzte Unfug. Und es hält dich als Arzt keiner davon ab, den Menschen nahezubringen, dass eine gesündere Lebensweise ihnen helfen kann und dass man bei einer Erkältung keine Antibiotika braucht :-nix Mir zumindest hat keiner meiner vielen Chefs jemals nahegelegt, gewinnoptimiert zu arbeiten...
Für mich klingst du wie ein erfolgsverwöhntes Kind, das immer alles erreicht hat und plötzlich merkt, dass es nicht nur an seine Grenzen stößt sondern dass die Welt blöderweise mehr Facetten halt als schwarz und weiß. Du wirst lernen müssen, dass (egal welchen Beruf du ergreifst....oder glaubst du, dass das Leben als Koch in der gehobenen Kategorie ein Zuckerschlecken ist und dass es da keine Ignoranten gibt???) du nicht immer ganz oben sein kannst, dass du auch Niederlagen einstecken und akzeptieren musst und dass es überall Negatives zu erleben gibt. Und ums Geld wird es auch überall gehen....
Ich:1-Gott:0
08.06.2014, 10:15
Ich frage mich ja, woher deine Erkenntnis kommt, in der Medizin könne man fast alles nur mit Disziplin und Lebensweise heilen und ansonsten ginge es nur ums Geld. So einen Quatsch hab ich echt schon lange nicht mehr gehört. Vielleicht solltest du noch ein paar Famulaturen machen und weniger auf die Massenmedien hören. Denn auch wenn es sicherlich bei der Medizin nicht nur nur darum geht, den Menschen komplett uneigennützig Gutes zu tun, so ist doch die Annahme, man behandle nur für die Kohle ohne Rücksicht auf den Menschen, für die allermeisten Ärzte Unfug. Und es hält dich als Arzt keiner davon ab, den Menschen nahezubringen, dass eine gesündere Lebensweise ihnen helfen kann und dass man bei einer Erkältung keine Antibiotika braucht :-nix Mir zumindest hat keiner meiner vielen Chefs jemals nahegelegt, gewinnoptimiert zu arbeiten...
Für mich klingst du wie ein erfolgsverwöhntes Kind, das immer alles erreicht hat und plötzlich merkt, dass es nicht nur an seine Grenzen stößt sondern dass die Welt blöderweise mehr Facetten halt als schwarz und weiß. Du wirst lernen müssen, dass (egal welchen Beruf du ergreifst....oder glaubst du, dass das Leben als Koch in der gehobenen Kategorie ein Zuckerschlecken ist und dass es da keine Ignoranten gibt???) du nicht immer ganz oben sein kannst, dass du auch Niederlagen einstecken und akzeptieren musst und dass es überall Negatives zu erleben gibt. Und ums Geld wird es auch überall gehen....
Ich habe nicht behauptet: "Alles" , sondern VIELES. Nehmen wir mal Diabetes Typ 2 im Anfangsstadium oder auch fortgeschritten. In beiden Fällen, kann man ganz viel ohne Medis herausholen oder gar soweit kommen, dass dieses wieder abgesetzt werden. Nur wird man niemals einen Patienten dahin bringen, wenn man ihm lediglich sagt: Essen sie gesünder und treiben sie mehr Sport. Das ist nicht genug.
Massenmedien haben hiermit nichts zu tun, sondern meine Erfahrung an Patienten, Bekannten, Verwandten und mir selbst.
Verwöhnt? Du kannst dir nicht vorstellen wie oft ich gescheitert bin und das jetzt nicht nur im Sport. Ich weiß was es heißt ganz unten anglommen zu sein und zwar so weit unten, dass man nicht weiß ob man den nächsten Tag noch erleben wird.
Klar wird es überall immer um Geld gehen, aber es kann nicht richtig sein einen Patienten an sich zu binden und das geschieht wie gesagt oft unbewusst.
Weißt du, ich könnte schreiben und schreiben und nie wieder aufhören...
Doch bitte, hör auf! Hör auf! Hör bitte auf! :-wow
Feuerblick
08.06.2014, 10:47
Ich habe nicht behauptet: "Alles" , sondern VIELES. Nehmen wir mal Diabetes Typ 2 im Anfangsstadium oder auch fortgeschritten. In beiden Fällen, kann man ganz viel ohne Medis herausholen oder gar soweit kommen, dass dieses wieder abgesetzt werden. Nur wird man niemals einen Patienten dahin bringen, wenn man ihm lediglich sagt: Essen sie gesünder und treiben sie mehr Sport. Das ist nicht genug.
Massenmedien haben hiermit nichts zu tun, sondern meine Erfahrung an Patienten, Bekannten, Verwandten und mir selbst.
Verwöhnt? Du kannst dir nicht vorstellen wie oft ich gescheitert bin und das jetzt nicht nur im Sport. Ich weiß was es heißt ganz unten anglommen zu sein und zwar so weit unten, dass man nicht weiß ob man den nächsten Tag noch erleben wird.
Klar wird es überall immer um Geld gehen, aber es kann nicht richtig sein einen Patienten an sich zu binden und das geschieht wie gesagt oft unbewusst.Es ist an DIR, was du deinen Patienten rätst...übrigens raten gute Hausärzte bei DM Typ 2 tatsächlich zu Ernährungsumstellung und Sport. Es nur zu sagen, mag nicht reichen. Konkrete Anweisungen, Ernährungspläne etc. sind dir als Arzt aber doch nicht verboten... ich verstehe dein Problem nicht... :-nix
Du magst "Scheitern" kennen, aber du kennst nur scheitern oder den großen Erfolg. Mittelmaß ist das, woran du dich gewöhnen solltest... Dir werden immer Dinge begegnen, die du nicht 100% perfekt lösen kannst. Lerne, damit umzugehen. Frustrationstoleranz wirst du im Berufsleben brauchen - und davon viel! Hör auf, dein Leben als Drama des Kämpfers zu sehen und lerne, es normal wie alle anderen zu leben. Nicht ganz unten oder ganz oben sondern zwischendurch auch mal einfach in der Mitte.
Ich:1-Gott:0
08.06.2014, 10:53
Es ist an DIR, was du deinen Patienten rätst...übrigens raten gute Hausärzte bei DM Typ 2 tatsächlich zu Ernährungsumstellung und Sport. Es nur zu sagen, mag nicht reichen. Konkrete Anweisungen, Ernährungspläne etc. sind dir als Arzt aber doch nicht verboten... ich verstehe dein Problem nicht... :-nix
Du magst "Scheitern" kennen, aber du kennst nur scheitern oder den großen Erfolg. Mittelmaß ist das, woran du dich gewöhnen solltest... Dir werden immer Dinge begegnen, die du nicht 100% perfekt lösen kannst. Lerne, damit umzugehen. Frustrationstoleranz wirst du im Berufsleben brauchen - und davon viel! Hör auf, dein Leben als Drama des Kämpfers zu sehen und lerne, es normal wie alle anderen zu leben. Nicht ganz unten oder ganz oben sondern zwischendurch auch mal einfach in der Mitte.
Nur wenn ich das mit dem überwiegenden Teil der Patienten mache, stehe ich am Ende des Monats ohne Kohle da. Zumindestens ist mir nicht bekannt, dass die Krankenkasse für die Erstellung von Ernährungsplänen etc Geld bezahlt an den Arzt.
Zwischendurch? Mittelmäßig? Stimmt, das sind Worte die ich nicht kenn und nicht wirklich kennen will. Ich war nie durchschnitt und will und werde es nie sein.Es mag Menschen, die sich damit abfinden. Ich gehöre nicht dazu.
Coxy-Baby
08.06.2014, 11:02
Dann studiere doch was anderes wenn du mit Mittelmäßigkeit nicht klar kommst, was meinst du wohl wieviele Patienten direkt nach Infarkt oder bei paVK rauchen gehen wollen und sich das nicht nehmen lassen? Was willst du machen wenn der Patient versucht zu Rauchen während er bibap't? Ein nicht geringer Teil der Patienten ist einfach beratungsresistent oder nimmt lieber ne Tablette mehr...... So ist das nunmal....damit MUSS man klarkommen.
Ich:1-Gott:0
08.06.2014, 11:15
Nein, man DARF sowtwas nicht unterstützen in dem man die Tabletten einfach weiter verschreibt und so tut als sei alles in Butter. Es muss klare Grenzen geben und solange derjenige gerade kein Notfall ist, ist es durchaus durchsetzbar.
Coxy-Baby
08.06.2014, 11:27
Dann würde ich dir empfehlen, dicke Kissen zu kaufen, damit die Landung in der Realität nicht so weh tut..... Naklar kriegt der Diabetiker erst wieder Medis wenn er im Koma ist, ist dann ja notfall......sonst gehts dir aber gut?
Absolute Arrhythmie
08.06.2014, 11:39
Du willst kein Mittelmaß sein... dann lieber gar nicht, wenn du nicht top sein kannst? Na Glückwunsch, damit hast du die Depression schon gebucht. Es geht nicht immer nur bergauf und man kann nicht immer zu den besten gehören.
Zu ner gesunden lebenseinstellunf gehört auch, dass man sich mit seinen Schwächen und stärken akzeptiert.
Ich:1-Gott:0
08.06.2014, 11:48
Dann würde ich dir empfehlen, dicke Kissen zu kaufen, damit die Landung in der Realität nicht so weh tut..... Naklar kriegt der Diabetiker erst wieder Medis wenn er im Koma ist, ist dann ja notfall......sonst gehts dir aber gut?
Wenn er beginnt etwas für seinen Körper zu tun, wird er mit der Zeit immer weniger und im Idealfall nicht mehr brauchen. Wer nicht bereit ist etwas zu tun, vergnügt sich auf Kosten anderer. Wie man es am besten umsetzt ist eine Frage, so wie es heute läuft, ist es eher ein langsames töten des Patienten, weil man ihm keine Motivation gibt etwas zu ändern.
Wieso auch? Wenn es auch paar Pillen tun? Und das! hat nichts mehr mit Medizin zu tun.
Ich:1-Gott:0
08.06.2014, 11:49
Du willst kein Mittelmaß sein... dann lieber gar nicht, wenn du nicht top sein kannst? Na Glückwunsch, damit hast du die Depression schon gebucht. Es geht nicht immer nur bergauf und man kann nicht immer zu den besten gehören.
Zu ner gesunden lebenseinstellunf gehört auch, dass man sich mit seinen Schwächen und stärken akzeptiert.
Nein genau so geht es nach oben! Wer sich mit Mittelmaß abfindet, wird es immer bleiben. Ich war mein Lebenslang für fremde Augen größenwahnsinnig und nur deshalb habe ochs von ganz unten so weit gebracht. Meine Einstellung bleibt, denn das ist mein Weg.
Schwächen sind dazu da überwunden zu werden.
Absolute Arrhythmie
08.06.2014, 11:50
Findest du es nicht etwas anmaßend so über andere Menschen zu urteilen?
Und scheinbar bist du ja doch nicht so weit gekommen bzw nicht so zufrieden. Fällt dir da was auf? Ich hab solche Aussagen wie deine schon oft genug gehört... in der Psychiatrie.
Feuerblick
08.06.2014, 11:51
Nur wenn ich das mit dem überwiegenden Teil der Patienten mache, stehe ich am Ende des Monats ohne Kohle da. Zumindestens ist mir nicht bekannt, dass die Krankenkasse für die Erstellung von Ernährungsplänen etc Geld bezahlt an den Arzt.
Zwischendurch? Mittelmäßig? Stimmt, das sind Worte die ich nicht kenn und nicht wirklich kennen will. Ich war nie durchschnitt und will und werde es nie sein.Es mag Menschen, die sich damit abfinden. Ich gehöre nicht dazu.
So ein Unfug! Sorry, aber hast du überhaupt eine Ahnung, wie das System funktioniert? Die Kasse zahlt nur für Privatpatienten jeden einzelnen Schritt, den du tust. Für Kassenpatienten gibts die Quartals-Flatrate, bei der es gänzlich egal ist, ob du ihnen Pillen aufschreibst oder nur das Händchen hältst... Und ob und wieviel du obendrauf machst (und wieviel davon anrechenbar ist), ist immer deine Entscheidung. Ob dir Kasse Ernährungspläne zahlt, musst du halt rausfinden. Und die notwendige Qualifikation dafür erst mal aufweisen. Das wird aber der allerkleinste Teil des Klientel sein. Oder willst du einer 80jährigen mit Bluthochdruck Sport empfehlen? Oder der 70jährigen mit Hüftschaden weismachen, dass alleine die Gewichtsreduktion ihre Schmerzen kuriert? Oder dem Glaukompatienten erzählen, dass Entspannungsübungen alleine reichen, um den Sehnervenschaden zu verhindern? Du solltest dringend erst mal mehr über die Medizin und den Alltag lernen, bevor du urteilst. Denn noch hast du keine Ahnung...
Was deine Einstellung zum Durchschnitt angeht: Dummerweise wirst du in deinem Leben mit viel mehr durchschnittlichen Menschen zu tun haben, als du glaubst. Also komm von deinem hohen Ross runter und leb damit, dass auch du nicht immer Überflieger sein kannst oder such dir um Himmelswillen einen Beruf, in dem du nichts mit Menschen zu tun hast. Denn du bist offensichtlich nicht in der Lage zu akzeptieren, dass es auch andere Wege gibt als den, den du als den vermeintlich richtigen Weg ansiehst. Wer auf einem hohen Ross sitzt, der wird nie in der Lage sein, den normalen Menschen irgendwas zu raten. :-nix
Kurz: Für mich bist du einfach nur frustriert, weil du lernen musst, dass du nicht perfekt bist. Und nun suchst du eine Ausrede, um hinschmeißen zu dürfen.
@Coxy: Ein Kissen wird nicht ausreichen....
Ist also genauso umzusetzen wie bei Rauchern, Menschen die jemals Alkohol trinken, Basketballspielern und sonstigen Spotrler, Moutainbikern, Skifahrern und nicht zu vergessen, den Motorradfahrern.
Alles Verhalten schädlich gegenüber dem eigenen Körper und sollten demnach erst behandelt werden, wenn sie glaubhaft abgeschworen haben.
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