PDA

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Feuerblick
26.04.2015, 17:28
Aber warum soll man auf Schmerzstillung verzichten, nur weil es ein physiologischer Vorgang ist? Versteh ich nicht :-nix Geburten sind sicher heute nicht schlimmer als vor 18 Jahren, aber die Möglichkeiten zur Schmerzbekämpfung inzwischen Routine... Ist man eine bessere Gebärende, wenn man sich durch Schmerzen quält? Schon komisch irgendwie. Ich hätte wohl auch keinen Bock, mich mit dem Gebären auseinanderzusetzen. Kind muss raus...Ende... :-))

Rhiannon
26.04.2015, 17:48
Bei mir wars einfach so, dass es die ganze Zeit lehrbuchmäßig 1cm pro Stunde weiterging. Als es dann hieß 5cm, ich mich grad übergeben hatte, weil Schmerzen und fast 40 Grad und schon seit 12 Stunden wach doch ne schlechte Kombi waren, war die Aussicht auf noch 5 Stunden Eröffnungswehen plus Pressphase im Anschluss nicht mehr so prickelnd.... Durchgehalten hätt ichs bestimmt irgendwie, wenn ich gemusst hätte (und gewusst hätte, dass das Kind 2h später da ist), aber es war doch gut zu wissen, dass es die PDA gibt und danach gings mir echt massiv besser.
Nennt mich Weichei, aber ich fand die PDA echt den Segen überhaupt.

Und zum eigentlichen Topic: die Aufklärung war kurz und schmerzlos, weil ich der Anästhesistin gesagt hab, ich kenn die Risiken und sie soll notieren, dass ichs nicht nochmal erzählt haben wollte.

Hoppla-Daisy
26.04.2015, 17:50
Meine mich entsinnen zu können, dass bei einer Geburt mit PDA häufig die Dauer der Geburt sowie das Risiko einer Zangen- oder Saugglockengeburt ansteigen. Also ich hätte sowas nicht unbedingt gewollt :-))

Meine Tochter erblickte um 4.58 Uhr das Licht der Welt. Ich war seit dem Morgen des vorherigen Tages wach gewesen, nix Mittagsschläfchen oder so und hatte Wehen ab ca. 19.30 (wenn ich mich recht erinnere), die dann kontinuierlich anstiegen. Da fuhren wir dann auch ins Krankenhaus. Ab ca. 23.00 Uhr wurden die Wehen dann auch schon echt fies, wobei ich mir sicher war, dass das nicht alles war :-oopss. Ich lief also auf den Klinikfluren herum, und hab damit mit Sicherheit auch viel dafür gesorgt, dass die Schwerkraft ihr übriges dazu tat. Nach Mitternacht hab ich mich dann im Kreisssaal aufgehalten und bin da rumgetigert. Um nichts auf der Welt hätte ich da LIEGEN WOLLEN! Ich fand eher, dass Bewegung gut tat. Die letzten 1,5 Stunden waren dann echt schon so, dass ich eben nicht mehr großartig rumlaufen konnte und mich auf der kreisrunden Geburtsfläche rumräkelte. Alles in allem kam mir das schon wie ne stinknormale Geburt vor bzw. nicht anders hatte ich es erwartet. Auch wenn ich im Vorfeld ordentlich Schiss vor dem Ganzen gehabt und währenddessen schon des öfteren gedacht hatte "also SCHÖN isses nicht! Bin froh, wenn es endlich vorbei ist!", fand ich es so im Nachhinein dennoch nur sehr anstrengend. Klar, ordentlich schmerzhaft auch, aber nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich wusste, dass ich es überleben würde :-))

Alles in allem würde ich es als eine stinknormale Geburt bezeichnen. Klar hatte ich mal im Vorfeld von sowas wie einer PDA gehört (damals war ich ja noch nicht medizinisch bewandert), aber eben auch, dass es mit PDA unter Umständen länger dauern würde, weil Laufen dann eben nicht mehr funktionieren würde. Also noch länger als in meinen schlimmsten Vorstellungen? Neeee, das wollte ich dann doch nicht. Also hab ich mich damit auch nicht mehr wirklich beschäftigt ;-). Wenn es denn hätte sein MÜSSEN, klar.... aber freiwillig? No way!

Rhiannon
26.04.2015, 17:52
Meine mich entsinnen zu können, dass bei einer Geburt mit PDA häufig die Dauer der Geburt sowie das Risiko einer Zangen- oder Saugglockengeburt ansteigen. Also ich hätte sowas nicht unbedingt gewollt :-))

In dem Moment war mir das alles egal. Ich hab mich drauf verlassen, dass Kind schon aus dem laut Hebamme gebärfreudigen Becken rausfinden wird. :-oopss

Grombühlerin
26.04.2015, 18:04
Nee, war kein Fehler. Muss nicht ich selbst sein. Aber bitte jemand aus der gleichen Fachrichtung! Dann kann ich zumindest davon ausgehen, dass die gängigen Verhaltensregeln beachtet werden... ;-)

Ich kenne ja beides (Hebammen bzw. Anästhesie zieht raus) und ich fand Fall1 deutlich angenehmer. War ist denn daran so speziell? Macht ihr da etwa Gerinnungskontrollen vorher?

abcd
26.04.2015, 18:15
Pdk Aufklärung wurde bei erster Anmeldung im Kreissaal mit nach Hause gegeben. Als ich mit Wehen kam wurde ich, glaube ich noch einmal gefragt, ob ich einen wolle. Im Nachhinein ist man schlauer *grummel*

Zum Film: wie schon einmal weiter oben geschrieben, wird nicht auf die Indikation der S. eingegangen und leider wird nicht erwähnt, dass Geburten ohne Sectio auch traumatisch sein können, selbst, wenn man das Kind hinterher auf der Brust liegen hat.

Jule-Aline
26.04.2015, 18:20
Mir wurde im OP auch gleich das Kind unter das Bonding-Tuch gesteckt.Vorher wurde es kurz untersucht un d dann kam es zu mir.Ich hielt mit der einen Hand ihn fest, hörte nebenbei wie die restl.Op ablief.

Bille11
26.04.2015, 18:35
Ich kenne ja beides (Hebammen bzw. Anästhesie zieht raus) und ich fand Fall1 deutlich angenehmer. War ist denn daran so speziell? Macht ihr da etwa Gerinnungskontrollen vorher?

ja. und kontrollieren, ob der Katheter komplett mit Spitze gezogen ist. Das möchte man beides doch ganz sicher selbst/Vertreter der eigenen Fachabteilung gesichert wissen.

Kann ja sonst jemand das Ding rausziehen und sagen 'oh von der Clexane (direkt vorher) hab ich nicht gewusst'.. - 'oh, ob der Katheter im Gesamten raus ist, das weiss ich nicht, wie sieht sowas eigentlich normal aus..' --- haftbar gemacht wird vmtl dann weiterhin der Arzt..

THawk
26.04.2015, 18:39
Wie, man macht echt vor jeder PDK-Entfernung eine Gerinnung (also Quick, aPTT?, auch Blutbild?)?

Das Video ist krass. 50% Sectio-Rate? Wow. Es überrascht mich, da die Neonatologie im AKH einen sehr guten Ruf hat und sehr Familien-orientiert / modern arbeitet.

Bille11
26.04.2015, 18:43
formal ja.

man kontrolliert, ob gerinnungsbeeinflussende Substanzen gegeben wurden. Ich erfrage zumindest kurz die Gerinnungsanamnese neu. & werfe einen Blick auf das Labor. (ganz ehrlich - ohne zwischenzeitliche Gabe von Gerinnungsbeeinflussenden Substanzen und bei blandem Labor schreie ich nicht nach einem neuen Labor, aber - formal ja!)
Bei Gaben von Zeugs Einhaltung der Zeitabstände vor Zug des PDK.

Laelya
26.04.2015, 18:49
Ich finde es einfach blöd das man Frauen anprangert nur weil sie eine schmerzstillung wollen. Physiologischer Vorgang hin oder her.

Mein blasensprung war Punkt 0 Uhr. Im Krankenhaus waren wir 0:30 und um 1 Uhr war ich auf Station. Um 3 Uhr begannen leichte wehen. Tat weh aber nichts dramatisches. Um 9 Uhr gabs den Wehen Cocktail damit es mal voran geht. Um 12 Uhr hab ich schon auf Station das Zimmer zusammen gebrüllt. Dann gabs Buscupan und ich war erst bei 2cm. Um 13 Uhr bin ich runter in den Kreißsaal und kam an einem schmerztropf. Der hat mich nur düselig gemacht aber nicht die Schmerzen genommen. Um 15 Uhr standen wir bei 3cm und ich hatte kaum Pausen zwischen den Wehen. Hatte seit dem Vortag um 19 Uhr nichts mehr gegessen und dank Examen extrem wenig geschlafen und war super fertig mit den Nerven. Die Aussage das mein Kind auch noch falsch herrum liegt machte es nicht besser. Ich hab die PDA verlangt. 2-3 Stunden könnte ich die Wehen genießen konnte jede wehe mit turnen und wir haben es auf 9cm geschafft. PDA ließ nach und ich sollte mit dem pressen beginnen, da war es ca 18 Uhr. Die Presswehen waren furchtbar. Ich hatte das Gefühl mal reißt mich von vorne nach hinten auf. Ich hatte keine Pause mehr zwischen den Wehen und das Kind hing fest. Bis 21:27 Uhr hab ich durchgepresst und unter den Presswehen weiter geturnt und geglaubt ich sterbe vor Schmerz. Hatte zwei kurze Panik Attacken weil ich dachte der Schmerz übermannt mich. Klar war es toll als sie dann da war. Aber das erste was ich meinem Mann gesagt habe, nachdem sie unsere Tochter zur Untersuchung mitgenommen haben war, das ich dass nie wieder durchmachen möchte und er stand da und meinte, dass er nie wieder sehen will dass ich so leide.....

Im Nachhinein wünsche ich mir nach wie vor dass die PDA verlängert worden wäre. Dann hätte ich 3-4 Stunden Presswehen wohl besser überstanden. Ich habe keine wehe ausgelassen und dennoch gemacht was von mir verlangt wurde auch wenn ich immer wieder geflucht habe dass ich mich unter der wehe auch noch turnend bewegen soll ;-)

Im Nachhinein wurde mir gesagt das ich einen sehr engen geburtskanal habe (von wegen geburtsfreudigesbecken) und das es schon fast gut war das die kleine 4 Wochen und früh kam, da sie sonst eventuell nicht durchgepasst hätte.

Ich finde man sollt sich heute nicht dafür entschuldigen müssen wenn man weniger Schmerzen erleiden möchte. Deswegen bin ich nicht weniger Frau als jede andere.

Ich kann mir jetzt mit etwas Abstand von der Geburt durchaus vorstellen nochmal ein Kind zu bekommen. (Mein Mann jedoch noch nicht, der hat anscheinend keine Hormone die ihn das erlebte vergessen lassen ;-) ) aber wie gesagt, auch wieder nur mit PDA und Diesesmal mit der klaren Ansage das die PDA nachgespritzt wird, damit ich eventuell auch dann bei Verstand bin um mal vom Wunder der Geburt zu sprechen.

Hoppla-Daisy
26.04.2015, 18:55
Von Anprangern war auch gar nicht die Rede!

Ist halt nur ne Beobachtung von mir gewesen, dass früher ne PDA echt ne absolute Ausnahme war und heute gefühlt jede Geburt mit PDA stattfindet. Abgesehen davon empfindet jeder Mensch Schmerzen nun mal anders. Meine ersten Worte nach "woah, ist die schön....." waren im übrigen "ich will noch eins!" So kann es auch gehen, auch ohne PDA :-). Und der Kopp meiner Lütten war auch nich klein.

Espressa
26.04.2015, 21:08
@laelya: ähnlich war's bei mir mit dem ersten, um 4:00 mit Wehen aufgewacht, am nächsten Tag um 3:43 geboren, dazwischen 3 Vorstellungen im Kreißsaal, "schmerztropf" und ab 2:00 Uhr dann PDA. Zittern und Erbrechen hatten mich beunruhigt, diesmal deutete ich es positiv als Zeichen dafür, dass es vorangeht.
Dein Beispiel verdeutlicht aus meiner Sicht eher, dass da einiges die Geburt eher gehemmt als gefördert hatte, länger zuhause bleiben und in Ruhe abwarten, Baden, bewegen, Essen und trinken wären evt günstiger gewesen. Aber kaum ist man im KH, wird eben irgendwas gemacht, dafür ist man schließlich gekommen, nicht? Einfach nur in Ruhe machen dürfen, um bei Bedarf (!) medizinische Hilfe rasch verfügbar zu haben (wie es mMn sein sollte) -das läuft schon lang nicht mehr. Und das meinte die Hebamme im Video mit "man muss die Frauen beschützen".
Wenn es in meinem Fach den Patienten nicht passte, was wir mit ihnen machten, dachte ich mir immer "dann bleibt doch zuhause". Tja...

Grombühlerin
26.04.2015, 22:22
ja. und kontrollieren, ob der Katheter komplett mit Spitze gezogen ist. Das möchte man beides doch ganz sicher selbst/Vertreter der eigenen Fachabteilung gesichert wissen.

Kann ja sonst jemand das Ding rausziehen und sagen 'oh von der Clexane (direkt vorher) hab ich nicht gewusst'.. - 'oh, ob der Katheter im Gesamten raus ist, das weiss ich nicht, wie sieht sowas eigentlich normal aus..' --- haftbar gemacht wird vmtl dann weiterhin der Arzt..

Interessant.

Bei den länger liegenden Schmerzkathetern verfahren wir ähnlich, aber die normal Schwangere kriegt ja kein Heparin.

roxolana
26.04.2015, 22:33
Gebären heute ist eben nicht wie vor 20 Jahren. Das Geburtsgewicht der Kinder steigt jedes Jahr. Abgesehen davon gibt es eine Menge "physiologischer" Sachen, die wir uns heute nicht mehr bieten lassen (Wie wärs mit erstes Kind mit 12 und dann im jährlichen Rhythmus weitere? War früher ja auch normal und ist vollkommen physiologisch). Dass eine PDA für Geburtskomplikationen sorgt ist laut meinem Gyn-Buch ein (Heb)Ammenmärchen. Frauen mit starken Schmerzen haben mehr Komplikationen, egal ob mit oder ohne PDA. Und Frauen mit leichten Schmerzen wollen halt seltener ne PDA.

Und ich könnte meine Hebamme im KH dafür verfluchen, dass sie 1. mich ewig auf die PDA hat warten lassen, 2. ewig der Anästhesie nicht Bescheid gegeben hat, dass die sch*** PDA nicht wirkt und 3. es am Ende noch geschafft hat, die Entbindung so zu verpfuschen, dass das Kind auf der Neo-ITS gelandet ist. Die soll an ihren Globulis ersticken, die blöde Hexe.

GOMER
27.04.2015, 02:31
Meine mich entsinnen zu können, dass bei einer Geburt mit PDA häufig die Dauer der Geburt sowie das Risiko einer Zangen- oder Saugglockengeburt ansteigen. Also ich hätte sowas nicht unbedingt gewollt :-))


Und genau das stimmt eben nicht. Meines Erachtens isses mit PDA sogar sicherer, weil ich im Fall einer Sectio die Anästhesie bereits habe.

Laelya
27.04.2015, 03:02
@espressa:
Ich hätte auf gar keinen Fall zu Hause warten sollen. Mein Kind saß vor blasensprung mit dem Kopf noch nicht fest im Becken und ist mit blasensprung sogar noch weiter rausgesprungen. Die Gynäkologen im Kreißsaal waren erbost darüber dass wir alleine mit dem Auto gekommen sind, da ich liegend transportiert hätte werden müssen, wegen der hohen Gefahr eines Nabelschnur Vorfalles. Ich durfte bis zur Geburt nicht mehr aufstehen, auf die Toilette nur mit Begleitung und bitte/Danke nicht so häufig.

Abwartendes Verhalten zu Hause mit rumlaufen etc hätten meinem Kind eventuell geschadet. Ich Ärger mich heute noch dass ich nicht daran gedacht habe einen RTW zu rufen, wo ich es doch hätte wissen müssen, dass ich liegend transportiert werden müssend ich bin heilfroh dass nichts passiert ist.

Laelya
27.04.2015, 03:03
Und genau das stimmt eben nicht. Meines Erachtens isses mit PDA sogar sicherer, weil ich im Fall einer Sectio die Anästhesie bereits habe.

Das ist mitunter einer der Gründe für meine Entscheidung der PDA. Im Falle einer notsectio oder sonstigen Komplikationen hätten sie schnell eingreifen können. :-)

Brutus
27.04.2015, 03:36
@laelya: ähnlich war's bei mir mit dem ersten, um 4:00 mit Wehen aufgewacht, am nächsten Tag um 3:43 geboren, dazwischen 3 Vorstellungen im Kreißsaal, "schmerztropf" und ab 2:00 Uhr dann PDA. Zittern und Erbrechen hatten mich beunruhigt, diesmal deutete ich es positiv als Zeichen dafür, dass es vorangeht.
Aha. Dann also lieber ein systemisch wirkender "Schmerztropf" als eine PDA. Na denn...


Wenn es in meinem Fach den Patienten nicht passte, was wir mit ihnen machten, dachte ich mir immer "dann bleibt doch zuhause". Tja...
Finde ich bedenklich. Hier enthälst Du der Schwangeren m.M.n. eine wirksame Therapie vor, die unter Umständen ja sogar ein weit größeres "Trauma" verhindern kann. Meistens ist es ja so, dass die Patienten eher eine Maßnahme ablehnen, also z.B. eine OP oder eine andere Intervention. Dann sage ich auch, dann geh doch, oder warum biste überhaupt gekommen. Aber wenn doch ein Patient / Schwangere eine Maßnahme wünscht, dann lehnt man das ab?
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Was, wenn die Schwangere "stundenlang" eine PDA zur Schmerztherapie möchte, irgendwann dann selbst die Hebamme einsieht, dass da nix mehr geht und die Frau sich erschöpft, und dann die Anlage einer PDA aufgrund von Wehen und der psychischen Verfassung nicht mehr möglich ist und es dann zu einer "Notsectio" kommt, bei der Mutter oder Kind Schaden nehmen... Also von MIR würdest Du nur noch Briefe meines Anwalts bekommen.
Und zum Schluß noch einmal: Was spricht denn dagegen, den PDK bei Wunsch der Patientin anzulegen? Ich muss ihn ja noch nicht benutzen? Dann habe ich dem Wunsch der Patientin entsprochen, die Hebamme kann ja durchaus noch ein bißchen tricksen, aber wenn es eben nicht geht, dann kann ich ohne Zeitverzug hochspritzen.


Interessant.
Bei den länger liegenden Schmerzkathetern verfahren wir ähnlich, aber die normal Schwangere kriegt ja kein Heparin.
Naja, aber gerade bei den Schwangeren ist ja die Gerinnungskaskade sowas von daneben. Also so einfach rausziehen mit den Worten ist ja eine gesunde junge Frau, was soll schon sein?


Das ist mitunter einer der Gründe für meine Entscheidung der PDA. Im Falle einer notsectio oder sonstigen Komplikationen hätten sie schnell eingreifen können. :-)
Und eben für die Notsectio ist es leider nicht so. Denn da habe ich keine Zeit, dass die PDA lange einwirken kann, um eine komplette Anästhesie zu erreichen. Es ist ja eben nicht so, wie die Allgemeinmedizinerin auf ihrer Seite schreibt, dass die Patientinnen ab der Anlage PDA nicht mehr aus dem Bett rausdürfen, weil sie eine komplette motorische und sensible und sympathische Ausschaltung haben...
Da bleibt gerade bei der Notsectio oftmals doch nur die Allgemeinanästhesie übrig...

BTW: die gefühlte Wahrheit, dass mittlerweile JEDE Frau eine PDA erhält ist m.E. wirklich nur eine gefühlte Wirklichkeit. Klar kommt es gerade mir so vor, dass es so ist, weil ich ja NUR die Frauen erlebe, die denn eine kriegen. Aber wenn ich eben die absoluten Zahlen der Geburten in meinem alten Haus ansehe, und dann mit den Besuchen im Kreisssaal vergleiche, dann ist da immer noch deutlich die Minderheit...
Ist wahrscheinlich genauso wie in der Schmerztherapie. Da sehe ich ja auch nur die Patienten, die nach BS-OP mit Postdiskotomiesyndrom rauskommen. Und dann denkt man auch, dass man niemanden am Rücken operieren sollte. Man sieht eben nicht die große Zahl derer, die keine Probleme haben...
:-meinung

Laelya
27.04.2015, 07:27
A
Und eben für die Notsectio ist es leider nicht so. Denn da habe ich keine Zeit, dass die PDA lange einwirken kann, um eine komplette Anästhesie zu erreichen. Es ist ja eben nicht so, wie die Allgemeinmedizinerin auf ihrer Seite schreibt, dass die Patientinnen ab der Anlage PDA nicht mehr aus dem Bett rausdürfen, weil sie eine komplette motorische und sensible und sympathische Ausschaltung haben...
Da bleibt gerade bei der Notsectio oftmals doch nur die Allgemeinanästhesie übrig...



das wusste ich nicht, das es im Zuge einer notsectio nicht bringt.

aber das mit dem turnen haben colour und ich ja bestätigt :-)) die PDA hat mich keineswegs ans Bett gefesselt