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Hanno04
28.02.2016, 15:21
Na hoffentlich fragt dich später auch mal ein Kunde in der Apotheke nach der Ramipril-Synthese, die ihn schon seit langer Zeit umtreibt und dann sein Leben endlich wieder besser wird. :-D.

oh scheiß, mein einer Prof erzählt immer eine ganz ähnliche anektote. er hat mal in seiner pj zeit einer alten dame versucht zu erklären, wo der unterschied zwischen den ibuprofen stereoismoren liegt und warum das s-ibuprofen doch wirksamer ist als sein spiegelbild. damit hat er die dame so verunsichert, dass sie gar kein ibu mehr gekauft hat nur noch paar lakritze wollte.
mit so einem fachwissen kann man einem theoretiker kommen, aber doch nicht tante emma...naja jetzt müssen es die studenten aushalten

MineBiene
28.02.2016, 18:12
Na und wnn man erstmal mit seinem Wissen glänzen kann und mit der Theorie auspackt, kommt doch auch nur ein "ähm ok, danke." vom Kunden zurück. Das will man doch alles gar nicht wissen ;-)

Tamii
28.02.2016, 21:24
Na und wnn man erstmal mit seinem Wissen glänzen kann und mit der Theorie auspackt, kommt doch auch nur ein "ähm ok, danke." vom Kunden zurück. Das will man doch alles gar nicht wissen ;-)

Stimmt. Normalerweise geht man schnell rein und holt sich das benötigte Medikament und nichts wie raus da. So hab ich das als Teenager auch immer gemacht :-D

Angii_ka
06.03.2016, 17:10
Das will man doch alles gar nicht wissen ;-)
hm naja gibt solche und solche. während meiner Ausbildung hab ich schon mal erlebt wie kunden so grob wissen wollten was da genau los ist und wie wo was wirkt usw. ich finde es auch gar nxht so abwägig.. etwas Interesse sollte man ja schon aufbringen. ich lese auch immer tausendmal nach bevor ich was einnehme, schließlich geht es ja um meinen Körper/Gesundheit.

luckyluc
09.03.2016, 19:20
ich lese auch immer tausendmal nach bevor ich was einnehme, schließlich geht es ja um meinen Körper/Gesundheit.

Solange du nicht dem Kunden später den Waschzettel vor ließt ist auch alles gut. Denn wenn der erstmal von allen Nebenwirkungen gehört hat, wird er das Medikament sicher nicht mehr kaufen wollen. Dann hat er Angst, dass du ihn vergiften wirst. Aber ein adäquate und vor allem AKTIVE Beratung ist unser Job! Das sollten wir Ernst nehmen.

Lissminder
12.03.2016, 11:42
Da sagst du was ganz Wichtiges: Aktiv Beraten! Das ist nicht nur unsere Aufgabe, sondern auch unsere Chance. Ich bin manchmal so enttäuscht, wenn ich mitbekomme, wie wenig meine Kollegen beraten und ihre pharmazeutische Aufgabe wahrnehmen. Ich kann nicht verstehen, dass sie sich selbst zum "blöden Verkäufer" machen und ihr Wissen nicht mitteilen. Ist mir unbegreiflich wie man so lustlos werden kann. Mir machen nämlich gerade die Beratungsgespräche und die pharmazeutische Betreuung Spaß. Ich wünsche mir echt, dass wir als Nachwuchs da wieder mehr Schwung in die alten Apothekerriegen bringen.

janis02
12.03.2016, 23:07
Mir machen nämlich gerade die Beratungsgespräche und die pharmazeutische Betreuung Spaß. Ich wünsche mir echt, dass wir als Nachwuchs da wieder mehr Schwung in die alten Apothekerriegen bringen.

Gerade das ist auch für mich das attraktivste an der ganzen Sache. Ich würde das auch nutzen, um mich einfach abzugrenzen und mal zu zeigen, dass es kein Schubladenzieher-Job ist.
Sonst kann man doch auch irgendwo an der Kasse sitzen und den blöden Verkäufer spielen, wenn man eh nur guten Tag und nen schönen Tag wünscht. -.-

Morphium
13.03.2016, 20:12
Solange du nicht dem Kunden später den Waschzettel vor ließt ist auch alles gut. Denn wenn der erstmal von allen Nebenwirkungen gehört hat, wird er das Medikament sicher nicht mehr kaufen wollen. Dann hat er Angst, dass du ihn vergiften wirst. Aber ein adäquate und vor allem AKTIVE Beratung ist unser Job! Das sollten wir Ernst nehmen.

Da steht doch fast auf jedem drauf: Nebenwirkungen: kann tödlich sein :-D danach hat man jedenfalls keine Lust, Medis zu nehmen. ;-)

Hanno04
14.03.2016, 13:26
werden aus dem grund in der krankenhaus apotheke die tabletten eigentlich ausgeblister? und wer übernimmt dann die verantwortung für nebenwirkungen?

Lissminder
14.03.2016, 13:43
Hi Hanno,
weil es in der KH-Apotheke erstmal nur bestimmte Medikamente gibt. Darum werden die Patienten auch oft umgestellt. Sonst müsste die ja zig verschiedene Statine, beta-Blocker und Co, bevorraten, was ein immenser Aufwand wird.
Der Sinn des Ausblisterns besteht darin, dass so die Medikation jeden Tag für den Patienten individuell und neu gestellt wird. Damit wird gegen Einnahmefehler, Doppeleinnahmen oder gar dem Vergessen vorgebeugt.

Angii_ka
20.03.2016, 16:54
Gerade das ist auch für mich das attraktivste an der ganzen Sache. Ich würde das auch nutzen, um mich einfach abzugrenzen und mal zu zeigen, dass es kein Schubladenzieher-Job ist.
Sonst kann man doch auch irgendwo an der Kasse sitzen und den blöden Verkäufer spielen, wenn man eh nur guten Tag und nen schönen Tag wünscht. -.-

das habt ihr sehr schön aufn punkt gebracht. darauf wurde in der ausbildung wert gelegt. wir haben so oft geübt wie man mit kunden spricht, wie man das gespräch einleitet etc. mir ist aber auch aufgefallen dass ganz viele diese pflicht nicht wahrnehmen oder viel zu wenig beraten. das bestätigt dann ja auch alle vorurteile

janis02
26.03.2016, 22:16
immerhin wird da wirklich wert drauf gelegt. Wir müssen dann im PJ sowas einfach können, was ich echt dumm finde. Aber hoffentlich lernt man sowas schnell und ist während des PJs nicht so aufgeschmissen..

Tamii
27.03.2016, 15:26
Naja das PJ ist gerade dazu da, damit man diese Praxiserfahrung hat. Ich glaube, dass man das schnell lernt. Also den Umgang mit den Kunden und das Beratungsgespräch ergibt sich dann ja, wenn man freundlich nachfragt, ob alles klar ist. Aber was ich wichtig finde, ist, dass Apotheker dann noch nicht erwarten dürfen, dass man die Arbeit in der Apo schon perfekt kann. Woher denn auch? Wenn sie dann mit Verständnis gegenübertreten und an der einen oder anderen Stelle einem unter die Arme greifen, ist dann ja auch alles gut. Dann finde ich, dass das eine Jahr zum Einstieg in die richtige Arbeitswelt bzw. Gewöhnung ausreichend.

Morphium
27.03.2016, 22:20
Hm ich weiß nicht, ob das "soo einfach" ist, wie du das darstellst. Eine Freundin von mir ist jetzt im PJ und ärgert sich immer, dass ihre Arbeitskollegen immer meckern oder erwarten, dass man das alles im Studium schon gelernt hat. Aber wann denn? Und sie findet es auch noch viel, gleich zu wissen, welcher Wirkstoff hinter welchem Handelsnamen steckt. Das lernt man wirklich nach und nach und im Studium lernt man auch nicht unbedingt, wie die Medis heutzutage alle heißen.

Angii_ka
03.04.2016, 18:33
naja so ist das Studium eben aufgebaut und da muss man drüber stehen und nicht gleich jeden doofen spruch zu herzen nehmen. wenn man das den Arbeitskollegen erklärt dann haben diese auch meistens verständnis. man muss da einfach entspannt rangehen und sich selbst nicht so viel stress machen!

Morphium
03.04.2016, 21:06
Aber das hängt ja auch von deiner Persönlichkeit ab, wie du auf sowas reagierst. Manche bleiben da ganz gechillt und entspannt, andere bekommen hektische Flecken. So ist das eben.

Hanno04
05.04.2016, 14:02
hektische flecken, hihi....das hat immer eine Assistentin bekommen, wenn sie ein Seminar halten musste. ich hatte manchmal fast angst, dass ihr die Halsader platzen können so rot färbte sich ihr hals. die tat mir ganz schön leid. aber sie ist das beste Beispiels, dass es sich durch außreichend Übung irgendwann legt. jetzt im 3. Semester ist weit und kein stress-fleck mehr zu sehen.

Minoo
06.04.2016, 12:09
[QUOTE=Hanno04;1920851]hektische flecken, hihi....das hat immer eine Assistentin bekommen, wenn sie ein Seminar halten musste.[QUOTE]

So eine hatte ich auch. Die trug dann immer einen hochgewickelten Schal, selbst im Sommer. Sah ziemlich doof aus.
Ich kann es aber auch verstehen. Ich hatte auch mal eine Phase, in der ich extrem schnell rot geworden bin, wirklich teils bei totalen Kleinigkeiten. Ist dann nach einer Zeit meinem Selbstbewusstsein gewichen.

janis02
09.04.2016, 22:53
Ich habe leider nicht so viel Glück und bin sooooo ein blasser Typ, dass ein kleiner Rotstich schon sehr sehr doll auffällt. Aber bei Vorträgen oder Kolloquien habe ich es mittlerweile unter Kontrolle, es sei denn, ich werde etwas ganz komisches gefragt, auf das ich keine kreative Antwort habe. :-blush

MineBiene
10.04.2016, 19:40
Ich habe leider nicht so viel Glück und bin sooooo ein blasser Typ, dass ein kleiner Rotstich schon sehr sehr doll auffällt. Aber bei Vorträgen oder Kolloquien habe ich es mittlerweile unter Kontrolle, es sei denn, ich werde etwas ganz komisches gefragt, auf das ich keine kreative Antwort habe. :-blush

LOL Der Sommer kommt, Janis. :-D Ich werde nicht rot, aber habe dann Schweißausbrüche - DAS ist viel unangenehmer. :-kotz