Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweitstudium 2016/17
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Trianna, das musst du auch mir nicht darlegen oder mit mir besprechen, aber dann doch bitte so ehrlich sein und sagen "Bei mir und zig anderen hat es leider nicht geklappt" und nicht "Aber ich kenne x und y und z, die es alle prima geschafft haben".
Nein, Freundschaft sagt mir nichts ... da kann ich dir bestimmt nicht das Wasser reichen.
Kind mit 8 Wochen in der Krippe oder Partner in Elternzeit ist tatsächlich nicht so ganz die Regel. Das sollte man dann eben finde ich dazu sagen, um keine falschen Vorstellungen zu schüren.
Nein, ich habe es tatsächlich komplett alleine geregelt. Wie, das habe ich ja schon geschrieben. Die ersten 3 Semester habe ich die Uni nur zu den Prüfungen besucht (dafür sind dann extra die Großeltern oder der Vater angereist, um während der Prüfungen aufzupassen) und war ansonsten gezwungenermaßen zuhause, weil kein Kita-Platz. Da habe ich in jeder freien Minute gelernt. Freizeit hatte ich keine, das war mir aber auch nie wichtig. Danach habe ich dann mit Betreuungsplatz normal studieren und nebenher arbeiten können. Der Vater war leider in einer anderen Stadt und arbeitet mittlerweile im Ausland, so dass ich da wenig Unterstützung (im zeitlichen Sinne) hatte. Allerdings sind wir tatsächlich noch sehr gut befreundet (ach so, Freundschaft kenne ich ja gar nicht ...).
Aber ich weiß auch, dass das unter anderen Umständen (z.B. mit Laborpraktika oder Anwesenheitspflicht zu Kursen) so NIE funktioniert hätte. Da bin ich einfach ehrlich.
Jolica kennt keine Freundschaft und ich sitzt im Glasschloss mit meinem Herzstück und sollte bloß nie Psychologe werden... LOL echt amüsant hier...
Niemand muss ein Jahr warten, weil er einmal nicht beim Praktikum war. Man hat im Normalfall 20% Fehltermine. Wenn ein Praktikum also 1x pro Woche stattfindet, kann man 2-3x im Semester fehlen. Wenn alle Pflichtlehrveranstaltungen regelmäßige Termine haben, könnte man also problemlos zwei bis drei komplette Wochen pro Semester fehlen.
3 Wochen kommen schnell zusammen, wenn das Kind im Winter mal krank ist (und bis das Immunsystem durch Krippe und Kindergarten abgehärtet ist) und die Betreuung spontan ausfällt. Für eine Geburt im Semester sind 2-3 Wochen "Pause" auch nicht allzu großzügig bemessen. Und daneben fallen zumindest an der hiesigen Uni >30h pro Woche für Kurse an. Klar ist es nicht so dramatisch, dass man gleich ein Jahr verliert wenn man einmal fehlt (das habe ich auch nie gesagt, das weiß ich selbst), aber es ist eben auch nicht so, dass man überhaupt nicht hingehen muss und alles daheim lernen kann.
In der Klinik habe ich bereits gesagt, ist es ein guter Zeitpunkt. Nach dem Physikum, so dass das Kind zum Ende hin schon größer ist. Machbar ist es sicher.
Die Debatte können wir aber an der Stelle auch beenden. Ich denke, die Positionen und Erfahrungen sind klar und wer sich damit auseinandersetzt kann sich seine eigene Meinung bilden.
Sehe ich so wie Jolica... Diskussion hier bei der Mütterfraktion hat keinen Sinn. Hier gehen die Meinungen zu weit auseinander. Die Spätfolgen der Hortabschiebung folgen im Alter. Viel Spaß damit!
>30h (wohlgemerkt alles, Vorlesungen und Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht zusammen) hatte ich nicht mal im härtesten Vorkliniksemester.
Und in der Klinik gibt es bei uns zwei Semester mit extrem wenig Anwesenheit - da könnte man die ein, zwei Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht problemlos in andere Semester packen, und hätte dann zwei Semester komplett ohne Anwesenheitspflicht.
Aber du hast Recht, es ist halt letztlich auch Ansichtssache. Was dem einen sehr schwer bis unmöglich vorkommt, kommt dem anderen machbar vor. Ist halt so.
@davo: Und das ist an allen Unis gleich? Wenn nicht, dann kann man es ohnehin schon schwer vergleichen. Die Stundenpläne habe ich aus einer sehr vertrauenswürdigen Quelle. Und zu den Stunden an der Uni kommen, wie wir alle wissen, noch die Lernzeiten dazu.
Ich sage nicht, dass Studium und Kind immer schwer sein muss oder nicht machbar ist (Es kann auch sehr, sehr schön sein! Das sollte ich der Fairness halber wohl auch einmal erwähnen. :-) ), aber ich denke man sollte sich auf schwere Zeiten einstellen. Wenn es dann ganz einfach wird, umso besser. Aber andersherum ist es halt eher schlecht. Mit der naiven Vorstellung, das würde schon alles werden, ins Studium zu gehen und dann nach 4 Jahren endgültig zu scheitern ist nicht ganz optimal.
Genauso wie im Studium ein Kind zu planen/bekommen, in dem Glauben, das würde das Studium schon nicht beeinträchtigen und am Ende dann nach vielen Jahren gerade noch so mit ausreichenden Noten abzuschließen. Solche Dinge sind mit etwas mehr Pessimismus, der in gründlicher Planung resultiert und etwas weniger Optimismus eben vermeidbar.
Mich würde auch mal ein typischer Stundenplan in der Vorklinik interessieren. Ich hab mir zwar schon welche von ein paar Unis angeschaut, aber so richtig gut informiert fühle Ich mich nicht. Wäre es z.B. möglich einen Tag in der Woche gar nicht zu kommen und die Kurse dann im folgenden Semester nachzuholen? Natürlich in Kauf nehmend, dass man etwas länger studieren muss, oder ist das völlig unrealistisch?
Das Problem bei den Stundenplänen ist, dass die Gruppeneinteilung nicht dabei ist - und aus den Stundenplänen mancher Unis ist die Gruppeneinteilung sehr schwer herauszulesen, weshalb sie meist deutlich voller wirken, als sie wirklich sind.
Ist natürlich an jeder Uni anders, aber dadurch, dass die Gesamtstundenzahl ja vorgeschrieben ist, halte ich >30h dennoch für sehr unwahrscheinlich.
Zu den Wochentagen: Ich hatte z.B. im 1. vorklinischen Semester einen Wochentag ohne Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht, im 2. ebenfalls einen, im 3. zwei bis drei, im 4. gar keinen. Aber durch eine andere Gruppeneinteilung hätte auch das immer etwas variieren können - und zumindest bei uns kann man immer sehr unbürokratisch Gruppen tauschen.
Und Jolica, nach vier Jahren scheitern IMHO eh nur noch wenige. Die meisten scheitern glaube ich in der Vorklinik oder beim Physikum. Und die Klinik-Noten (in der Vorklinik gibts ja keine Noten) sind mit dem Wissen eh nur recht schwach korreliert, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, und die meisten Leute haben einen ziemlich guten Durchschnitt, auch die, die nur sehr wenig Zeit investieren. Das ist ebenfalls völlig anders als in den meisten anderen Studiengängen. Außerdem sind die Noten in Medizin auch für die Stellensuche vergleichsweise unwichtig. Du darfst nicht alles, was du aus deinem Erststudium kennst, 1:1 aufs Medizinstudium übertragen.
Letztlich muss ja jeder selbst wissen, was er sich zumuten will. Wer ein Kind hat oder haben will, hat es natürlich schwerer, aber dafür ist jemand, der bereits ein Erststudium erfolgreich abgeschlossen hat, zumindest schon mal erwiesenermaßen Uni-tauglich.
Das Problem bei den Stundenplänen ist, dass die Gruppeneinteilung nicht dabei ist - und aus den Stundenplänen mancher Unis ist die Gruppeneinteilung sehr schwer herauszulesen, weshalb sie meist deutlich voller wirken, als sie wirklich sind.
Ist natürlich an jeder Uni anders, aber dadurch, dass die Gesamtstundenzahl ja vorgeschrieben ist, halte ich >30h dennoch für sehr unwahrscheinlich.
Zu den Wochentagen: Ich hatte z.B. im 1. vorklinischen Semester einen Wochentag ohne Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht, im 2. ebenfalls einen, im 3. zwei bis drei, im 4. gar keinen. Aber durch eine andere Gruppeneinteilung hätte auch das immer etwas variieren können - und zumindest bei uns kann man immer sehr unbürokratisch Gruppen tauschen.
Und Jolica, nach vier Jahren scheitern IMHO eh nur noch wenige. Die meisten scheitern glaube ich in der Vorklinik oder beim Physikum. Und die Klinik-Noten (in der Vorklinik gibts ja keine Noten) sind mit dem Wissen eh nur recht schwach korreliert, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, und die meisten Leute haben einen ziemlich guten Durchschnitt, auch die, die nur sehr wenig Zeit investieren. Das ist ebenfalls völlig anders als in den meisten anderen Studiengängen. Außerdem sind die Noten in Medizin auch für die Stellensuche vergleichsweise unwichtig. Du darfst nicht alles, was du aus deinem Erststudium kennst, 1:1 aufs Medizinstudium übertragen.
Letztlich muss ja jeder selbst wissen, was er sich zumuten will. Wer ein Kind hat oder haben will, hat es natürlich schwerer, aber dafür ist jemand, der bereits ein Erststudium erfolgreich abgeschlossen hat, zumindest schon mal erwiesenermaßen Uni-tauglich.
Danke! Das finde ich sehr ermutigend! Hatte mal in einem anderem Forum gefragt und da hielt man die Idee an einem Tag in der Woche zu arbeiten für total irre.... aber das können natürlich auch die Meinungen von Mitbewerbern sein ;)
Wichtig ist halt, dass der Job flexibel ist. Denn man hätte ja dann vermutlich oft einen anderen Tag zur Verfügung, man hätte Wochen, in denen es Klausuren/Ersatztermine gibt, man müsste das Ganze mit Pflegepraktikum/Famulatur koordinieren, usw. usf. Wenn der Job flexibel ist, sind 8h/Woche sicher machbar. Je flexibler der Job, desto besser.
Absolute Arrhythmie
30.07.2016, 16:32
So, jetzt beruhigen sich alle bitte mal schnellstens oder dieser schöne Thread hat bald ein Schlösschen!
Und der nächste der hier austeilt, erhält von mir ne gelbe Karte!
Absolute Arrhythmie, Moderatorin Medi-Learn
@Davo: Danke für die Infos! Das ist wirklich sehr hilfreich.
So, jetzt beruhigen sich alle bitte mal schnellstens oder dieser schöne Thread hat bald ein Schlösschen!
Und der nächste der hier austeilt, erhält von mir ne gelbe Karte!
Absolute Arrhythmie, Moderatorin Medi-Learn
Es hatte sich doch selbst erledigt, warum dann jetzt, Stunden später, den Rohrstock auspacken?
Ich muss halt selbst unterrichten, d.h. dass ich zu meinem Seminaren schon da sein muss.. Weiß man denn am Anfang des Semesters schon alles festen Termine? Dann kann man ja im eigenen Seminarplan irgendwie berücksichtugrn. Oder heißt es eine Woche vorher: nächste Woche ist jeden Tag von 8 bis 8 pflichtpraktikum xy? Das wäre dann eher ungünstig. Aber im Zweifel muss man halt irgendwann einen neuen Job suchen, wenn es nicht zu vereinbaren ist. Da sollte sich ja was finden lassen, wenn man schon Studium und Promotion hinter sich hat und nicht allzu wählerisch ist.
In der Regel weiß man zum Semesterbeginn seine Gruppe und kann sich die Termine zusammensuchen. Allerdings meistens erst wirklich zum Semesterbeginn und nicht irgendwann im Laufe der Ferien.
Manchmal starten Veranstaltungen auch erst mitten im Semester und die Gruppen werden später bekannt gegeben aber das kam zumindest bei mir nur selten vor. Meistens gibt's auch die Termine für spätere Veranstaltungen schon zu Semesterbeginn.
Das Mitte des Semsters plötzlich Termine für die nächste Woche bekannt gegeben werden, kommt so eigentlich nicht vor (kann natürlich nicht für alle Unis sprechen aber ich kenne viele Leute an vielen Unis und hab das noch nie gehört).
Danke @ Dove und nie
Das ist sehr hilfreich zu wissen!
cavalorn
31.07.2016, 11:25
Hallo Youngsta,
auch in Zeiten hoher Messzahlen hast du vielleicht gar nicht so schlechte Chancen. Die paar Infos die du rausgegeben hast suggerieren einen roten Faden in Richtung Medizin. Ich bin auch Apotheker und 2013 gerade noch so rein gekommen. Damals noch über berufliche Gründe.
Wenn man heute nur noch mit 10+ reinkommt, gehen ja fast nur noch wissenschaftliche Gründe. Wenn du an einen Promotionsplatz in der med. Fakultät ran kommst, mach es. Wird dann zwar nur noch ein Dr. rer. med (der ist aber vielleicht doch etwas besser als ein Dr. med. - den bekommt man am Kaugummiautomat), aber für deine Argumentation wahrscheinlich unendlich hilfreich.
Allen Bewerbern viel Erfolg!
JeffAlbertson
31.07.2016, 12:57
zu spät geantwortet - da geht sie hin meine lange Antwort :(
JeffAlbertson
31.07.2016, 13:34
ich muss sagen, dass die letzten Seiten hier mich geradezu entsetzt haben. Trauer.
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