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"Für Erwachsene dürfen keine verschreibungspflichtigen Arzneimittel bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten verordnet werden. Dies gilt für Schnupfenmittel, Schmerzmittel und Hustenmittel, aber nur dann, wenn es sich um geringfügige Gesundheitsstörungen handelt. Für eine banale Erkältung, die Kopfschmerzen verursacht, dürfte also kein Ibuprofen 600 oder verschreibungspflichtiges Ibuprofen 400 auf einem Kassenrezept verordnet werden; der Patient müsste vom Arzt auf das freiverkäufliche Ibuprofen 400 verwiesen werden.
Das Gleiche gilt für Codeintropfen oder -kapseln. Handelt es sich um eine einfache Erkältung oder einen grippalen Infekt, der mit einem trockenen Reizhusten einhergeht, ist die Verordnung von Codein für einen Erwachsenen zulasten der Krankenkasse nicht möglich."
Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-48-2011/husten-eine-bagatelle
Also eigentlich wäre ein Privatrezept (blau) richtig gewesen. Aber nachdem man ein Privatrezept problemlos auch auf einem grünen Rezept ausstellen kann, ist es m.E. eigentlich egal. Die hiesigen Allgemeinmediziner werden mehr wissen ;-)
*milkakuh*
02.11.2017, 07:58
Oh man........:-kotz Jetzt wo du das gepostet hast, erinnere ich mich daran, dass ich das schon mal wusste. Aber dass Codein auch unter diese Regelung fällt war mir nicht bewusst. Danke schon mal!
Verschreibungspflichtig ist eben nicht gleichzeitig automatisch erstattungsfähig...
Nachdem ich jetzt in 4 Büchern vier verschiedene Antworten gefunden habe, frage ich einfach mal hier nach ^^ Ab wann bezeichnet man eine Wirbelkörper-/-säulenfraktur als instabil? Amboss (und so wie ich es meine in der Uni gelernt zu haben) sagt, Denis B und C sind instabil. Mein Frage&Antwort-Buch sieht nur B UND C in Kombination als instabil an. Im Klinikleitfaden steht B und Kombinationen mehrerer Säulen und das Kurzlehrbuch und noch irgendeins äußern sich da nicht genauer zu ^^ Gibts irgendein Standardwerk der Unfallchirurgie auf das man sich in der Prüfung dann ggfs berufen kann, falls der Prüfer einer anderen Meinung ist, wie man selbst?
Ja! Aktueller Standard ist die AO-Spine Klassifikation. Du findest sie hier (http://www.spinesurgery.de/de/fuer-aerzte/klassifikationen/14-aerzte/68-klassifikationen-bws-lws.html). Die klassifikation ist modifiziert nach der alten AO Klassifikation, die wiederum modifiziert nach Magerl war. Glaub diese Säulengeschichte verwendet eigentlich keiner mehr, weil es zu stark vereinfacht ist und egentlich gar nicht den Unfallmechanismus berücksichtigt.
Es gibt eine schöne Erklärung der Klassifikation mit einer relativ konkreten Aussage, ab wann eine Fraktur instabil ist, aus Unfallchirurgie und Orthopädie up2date. Wenn du Interesse hast, schick mir deine e-mail Adresse per PN, dann schick ich dir den Artikel. Oder, falls deine Uni dir Zugang zu Up2Date von Thieme erlaubt, klickst du hier:
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0042-103119
Danke dir Lava :) Das Unfallchirurgie up2date ist eins der wenigen, auf die wir Zugriff haben.
WackenDoc
20.11.2017, 19:47
Weiss jemand von euch was wissenschaftlich fundiertes zur Radonstollentherapie bei M. Bechterew?
Hab nur die Studie aus der Leitlinie gefunden- nicht signifikanter Vorteil bei naturgemäß nicht verblindeter Studie.
Zum Lungenkrebs als Nebenwirkung hab ich nur die theoretische Möglichkeit gefunden
Weiss jemand von euch was wissenschaftlich fundiertes zur Radonstollentherapie bei M. Bechterew?
Hab nur die Studie aus der Leitlinie gefunden- nicht signifikanter Vorteil bei naturgemäß nicht verblindeter Studie.
Zum Lungenkrebs als Nebenwirkung hab ich nur die theoretische Möglichkeit gefunden
Naja, Alphastrahler halt :-nix Zuminest in meinem Strahlenschutzkurs hat die Dozentin diese Radonstollen ziemlich verteufelt.
Also in meinem Strahlenschutzkurs war der Lungenkrebs als Radonfolge mehr als nur eine theoretische Möglichkeit. In der Oberpfalz gibt es viele Uranadern und die Leute mit Keller müssen den täglich lüften um ihr Lungenkrebsrisiko zu minimieren.
In so einem Stollen bist jetzt aber nicht dein Leben lang, sondern nur für 14 Tage für ein paar Stunden. Gefährlicher ist es für die Leute, die in sowas arbeiten.
WackenDoc
21.11.2017, 18:36
Und noch ne Frage hinterher: Plica im Knie- ich dachte, die sind angeboren und nicht traumatisch bedingt?
Hoffa‘scher Fettkörper (und jede Substanz, die im Kniegelenk aussieht wie solcher, auch einfach reaktiv hypertrophes Gewebe) kann traumatisch bedingt entsprechend mit Narbeneinschnürung makroskopisch eine Klinisch relevante Plica bilden - wird als Plica dokumentiert und entsprechend auch in der Diagnosenliste festgehalten. Ich würde ‚Komorbiditäten‘ (Meniskus, Knorpelläsion, Kreuzbandpathologien) bei einer traumatischen Ursache mit erwarten. Eine solitäre Plica wäre für mich am ehesten angeboren, eine Komplexdiagnose mit Plica am Knie traumatisch.
WackenDoc
21.11.2017, 19:55
Akut Zerrung von Seitenbändern und degenerative Schäden des Meniskus (weiss aber nicht mehr welcher). Das MRT war kurz nach dem Trauma.
Traumtisch bedingt wäre mir jetzt auch neu. Loco typico wird wohl eher analgebedingt sein.
ehem-user-11022019-1151
22.11.2017, 16:59
Ich habe auch mal eine Frage. Unsere Pathologiedozentin meint, dass bei einer hypotonen Dehydratation ein typisches Merkmal eine Erniedrigung der Puls-und Atmungsfrequenz ist.
Dachte jedoch, dass gerade bei einem Flüssigkeitsverlust der Puls eher erhöht ist und eine Tachykardie ein Kompensationsmechanismus ist (was sich sich nach kurzer Recherche auch bestätigte).
Oder meinte sie vielleicht, dass am Anfang noch keine Tachykardie ist!?
Irgendwo ist ein Fehler :)
Loco typico wird wohl eher analgebedingt sein.
AUA!!! :D :D :D
*milkakuh*
25.11.2017, 13:15
Sind ANCA-assoziierte Vaskulitiden immer nicht Immunkomplex-vermittelt? Und sind im Umkehrschluss allle nicht ANCA-assoziierten Vaskulitiden Immunkomplex-vermittelt? Ich glaube ich hab einen Knoten im Kopf.
Ich habe auch mal eine Frage. Unsere Pathologiedozentin meint, dass bei einer hypotonen Dehydratation ein typisches Merkmal eine Erniedrigung der Puls-und Atmungsfrequenz ist.
Dachte jedoch, dass gerade bei einem Flüssigkeitsverlust der Puls eher erhöht ist und eine Tachykardie ein Kompensationsmechanismus ist (was sich sich nach kurzer Recherche auch bestätigte).
Oder meinte sie vielleicht, dass am Anfang noch keine Tachykardie ist!?
Irgendwo ist ein Fehler :)
...Pathologiedozentin...klinische Symptome...unklarer Zusammenhang
Finde den Fehler :D:D:D
Weiß jemand, warum man vor elektiver Splenektomie und laufender Kortikoid-Therapie (zb bei hämätol. Erkrankungen) präop die Kortisondosis erhöhen sollte?
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